Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Sa
2
Jan '10

Herrlicher Einkaufssamstag in der Metropole

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Ziemlich voll an diesem 2. Januar Bahnhofstraße und die Einkaufstempel. Karstadt schießt grad den Swarovski-Glitzervogel ab. Für sech-fümmmun-neunzig hängen stofferne Einkaufstüten mit “Bielefeld” in Glitzersteinen an den Kassen. Boahhhh. Weltstadtflair in den Fressikatakomben der Insolvenztruppe. Im Kadewe in Berlin steht aber “Berlin” drauf und die gibts da in Königsblau.

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An Bielefelds schönster architektonischer Feinheit, den Wellblechwarteständen auf dem Jahnplatz, hastetet es wie immer. Runter zur kleinsten U-Bahn der Welt und rein in die Busse. Währenddessen so mancher staunte ob des genialen Blicks den Niederwall hinüber. Überzuckert lockt das alte Rathaus, dort seinen Ausweis verlängern zu lassen. Bei Kaffee und Kuchen mit Bürgerkönig OBPit.

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Eine kleine weiße Wolke stand im Nordwesten über Deppendorf. “Habemus Mohrrübe”? (Erwies sich früh am Abend als Fehlalarm. Eine dortige Kuh hatte nur eine größere Methangasbombe abgelassen).

Was OBPit wirklich macht

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Es wurden unendlich viele Stimmen herangetragen, doch mal zu recherchieren, was OBPit denn grad so macht. Böse Zungen hatten ja schon länger in Dornberg-Deppendorf heimlich nachgeguckt und den Stadtverweser durch die erblindeten Fenster zusammen mit seinen letzten Getreuen im Dorfgemeinschaftshaus im Konklave entdeckt. Die Eingangstür verschlossen und mit der güldenen “Eintritt verboten”-Bulle der Metropole versiegelt. Als dann eine Pressemeldung der Teutometropole aus der Mail flatterte, war klar: Die bösen Zungen hatten wieder mal recht.

Hier nun die Meldung:

Oberbürger Peter Clausen befindet sich mit den letzten verbliebenen Denkern der Stadtregierung im Konklave in Deppendorf. Dort soll – angezeigt wird es bei Erfolg durch weißen Rauch aus dem Schornstein des Dorfgemeinschaftshauses – herausgefunden werden, wie der Stadt neben der blühenden Blitzindustrie und der Heckrindfleischerzeugung in der Johannisbachaue in Schildesche weitere Einkunftszweige erschlossen werden können. Im Gespräch sind “Ladebrückefahren auf dem ehemaligen Containerbahnhof an der Eckendorfer”, “Training mit dem Bollerwagen auf dem Jahnplatz”, “Nächtliches Angucken der Sparrenburg mit Fledermäusen” und “Grand Prix de Detmolder”. Sollten alle diese Pläne, zu denen das Stadtmarketing unter Hans-Rudi H. die detaillierten Konzepte nebst Renditeberechnungen und Kommunikationsanalyse lieferte, scheitern, steht noch ein Masterplan zur Beratung an:

Mohrrübenanbau auf dem Kesselbrink unter gleißendem Flutlicht.

Der Oberbürgermeister hat zusammen mit dem stillen Chefstadtplaner rasches Handeln zugesagt. Sollte also am Sonntag aus dem Deppendorfer Gemeindehaus weißer Rauch aufsteigen, könnte das durchaus heißen:

“Habemus Mohrrübe”.

So, nun wißt Ihr, was der Chefbollerwagenlenker der gigantischen Metropole an der reißenden Lutter grade macht. Wünschen wir ihm und seinen letzten Getreuen ein dreifach donnernd: “Hi Bielefeld allwege!”.

Brüsseler Idiotien

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Als bei der Weltausstellung 1900 in Paris ihre Erfolgsgeschichte begann, diente die Rolltreppe vor allem der Bequemlichkeit. Rasch erwies sie sich auch als höchst nützlich im Alltag von Gebrechlichen, von Behinderten – und von Eltern mit Kinderwagen. Den EU-Beamten, die sich jetzt das europaweite Rolltreppenverbot für Kinderwagen ausgedacht haben, darf man daher eine bemerkenswerte Realitätsferne bescheinigen. Kaufhäuser, U-Bahn-Haltestellen und Bahnhöfe werden für Mütter und Väter wieder
zum Hindernisparcours. Die Begründung, dass Rolltreppen angesichts schwerer Unfälle für Kinderwagen zu gefährlich seien, ist Unsinn.
(Agenturmeldung).

Jetzt, wo den Brüsseler Schwachmaten per “Vertrag von Lissabon” noch mehr Macht zugebllligt wurde, drehen sie so richtig auf. “Rolltreppenverbot” wird erst der Anfang sein. Schon mal im Kaufhof oder bei Karstadt Aufzug gefahren? Überhaupt. Stellen Sie das Atmen ein. Das bodennah dahinkrebsende CO2 könnte die Nase verstopfen.