Archiv für den Monat: Januar 2010

Der Staat als krimineller Hehler

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Auch hier im Ostwestfälischen schlagen die Wellen wieder hoch ob des CD-Angebotes eines Schweizer kriminellen Datendiebes an Finanzminister Schäuble. Für 2,5 Mio. kann der 1500 Datensätze von angeblichen Steuerhinterziehern haben. Toll. Zukünftig sollte jeder Informant und Dieb vom Staat fürstlich für Tips belohnt werden. Derweil kreischt die Hartz-Erfinderpartei in ihrer ganzen geballten Dämlichkeit ohne Sinn und Verstand schon los: „Jaaaaaaaaaa, kaufen, hehlen ist gut“. Von einem Rechtsstaat hat die Truppe des dicken Gabnriel wohl noch nie was gehört.

Einen schönen Kommentar ließ jemand in einem einschlägigen Spiegel online-Forum los:

Man nehme:

1 virtuelle CD-ROM (EUR 0,-)
1500 virtuelle Datensätze (EUR 0,-)
5 virtuelle Demo-Steuersünder. für die jetzt bereits eine Selbstanzeige zu spät käme (EUR 0.-)
zahllose, um jede spannende Nachricht verlegene Nachrichtenverteiler (EUR 0,-)
einen sowieso vor nichts zurückschreckenden Herrn Schäuble (monetär bezahlbar, verfassungsrechtlich ruinös)

Und von 1500 virtuellen Steuersündern zeigen sich 500 reale selber an, und bescheren dem Deutschen Pleitestaat 500 bislang entgangene Millionen, die dieser dann der nächsten Lobbyistengruppe in den Südpol stopfen kann.

Und (fast) alle hätten ihren Spaß.

Glückauf

Abgesehen von der Bemerkung, daß die Schweiz Amtshilfe bei Steuerhinterziehung leistet, man also in der sicher jetzt bekannten Bank nachgucken könnte, ist dem nichts mehr hinzuzufügen. Ein Staat, dessen führende Repräsentanten tief beschlagen sind in „Jüdischen Vermächtnissen“, mit kriminellen Bankern in Kanzleramt Party macht, seine Bürger gespitzelt und sie zu Verdächtigen per se macht, massenhaft Kinderarmut zuläßt und fleißig mit Kriminellen Geschäfte macht, verliert rasant jedes Recht, das Maul so weit aufzureissen.

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Soso, die NW hat jetzt also ein Wochenendmagazin. Eine bunte Mischung aus Fritz Pleitgen, Bad Oeynhausen, Kulturarena, Rätsel, unter 14 und einer Diskussion unter dem Titel „Schwarz-weiss“. Nicole Hille-Priebe haut beherzt wie immer in ihren Kommentaren Stinkstiefel Dieter Bohlen seine ganze Menschenverachtung und die unter Bertelsmann-Ägide von RTL produzierte Sangeskake um die Ohren, während Kollege Carsten Heil das blonde Großmaul aus Tötensen in höchsten Tönen als „Ganz Großen“ feiert. Na dann muß einem ja nicht mehr bange sein, wenn Heils Kommentar in dem fundamentalen Satz gipfelt: „Ohne Dieter Bohlen wäre Deutschland ärmer“. Wahrscheinlioch hat er bei Bohlens krankhafter Selbstdarstellung als Arschloch die Füße auf dem Couchtisch und trinkt ein herrliches Warsteiner aus Herforder Flasche.

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Über B68 Zauberstraße in die Bielefelder Tropfsteinparke

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Mal kurz an diesem schneereichen Samstag in die innere Metropole und zurück zu tändeln , gestaltet sich trotz vier angetriebener Räder etwas gemütlicher als sonst. Galt es doch, im zur Tropfsteinhöhle mutierten Parkhaus Cinestar die Frage einer älteren Mercedes-Chauffeuse mit sichtlich nicht hiesigem Kennzeichen zu beantworten: „Braucht man in dieser Stadt Schwimmflossen und Freischwimmerzeugnis?“. In dem Parkhaus ganz sicher. Angelegenheiten erledigt. Zurück über den Ossidamm, wo ganz linker Spur die Wägen aus Seehofers Heimatstadt mit wunderbaren Fahrern hinter den vier Ringen am Singleframe-Grill mit weit über 100 auf Schnee und Eis hinwegtoben:

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Die TV-Spitze der Hünenburg mißt sich in Quelle mit der Höhe eines Laternenmasten:

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Rechts und links erreichen die geräumten Schneeberge langsam Kitzbühler Höhen, was die einheimischen Skilehrer und Schneegangtrainer tief drinnen unbändig freut. Schließlich gabs in diesem bergigsten aller westlichen Bielefelder Dörfer schon länger keine so winterolympische Szenerie mehr wie jetzt.

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Ein Winterzauberwunderland eröffnet sich dem Fahrer schließlich auf der tief verschneiten B 68:

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Harte Strafe gegen Call Center und Auftraggeber

Diese Meldung über die Presseagentur apn läßt dann doch aufhorchen:

Wegen verbotener Telefonwerbung hat die Bundesnetzagentur Bußgelder in einer Gesamthöhe von 500.000 Euro gegen Call Center und Auftraggeber der Anrufe verhängt. „Wir setzen mit diesen Bußgeldern ein deutliches Signal, dass wir Rechtsbruch nicht tolerieren“, sagte der Präsident der Wettbewerbsbehörde Matthias Kurth.

Jetzt bin ich mal richtig fies-gemein: Noch mehr Menschen würden sich allerdings über ein Verbot der Callcenter in der heutigen pervertierten Form freuen 🙂

Matsch

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So richtig herzerfrischend schön ist das ja nicht, was da heut bei knapp unter Null aus dem grauen OWL-Himmel fällt. Pappig, naß und von leichtem Wind begleitet. Da werden sich die „Blechlawinen“ ja wieder auf hunderten von Kilometern zur Freude der aufsummmierenden Medien stauen.

Und jetzt in die Augsburger Puppenkiste

Morgen, wenn in der Fuggerstadt die Weißwürschte mit süßem Senf und reschen Wecken vertilgt sind, will der FC Augsburg den Mitaufstiegskonkurrenten Arm. Bielefeld vernaschen. Schließlich hat man ja einen Toptoptoptorjäger in den Reihen. Aber die Augsburger Puppenkiste kann ja auch ganz schön fragil sein. Tip: Unentschieden. Schließlich hängen Kater Mikesch, Urmel, Jim Knopf, Lukas der Lokomotivführer, Kalle Wirsch, die Katze mit Hut und unzählige andere der legendären Stars nur an dünnen Fäden.

Welch zweifelhafte Ehre

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Abgesehen davon, daß wir jede Wette eingegangen wären, unsere geliebten Bielefelder „friends“ auf dem 1. Platz dieses zweifelhaften Wettbewerbs zu sehen, ist es ja wohl eine sehr zweifelhafte Ehre, aus der Hand eines der größten politischen Stinkstiefel, SPD-Zerstörer, Hartz IV-Miterfinder und zynischen Menschenbeschimpfers eine Auszeichnung zu bekommen. Aber jede Wette: Piening wird sehr stolz darauf sein….

Postalisches Lohndumping in grün

1,30 Euro weniger in der Stunde – so schnell geht das. Die Tinte unter dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes war noch nicht trocken, da hat das private Briefunternehmen Pin Mail AG angekündigt, den Stundenlohn für ihre Boten zu senken.
Aus formalen Gründen haben die Richter das Mindestlohngesetz für die Post-Branche gekippt. Verlierer ist damit nicht nur
Ex-Arbeitsminister Olaf Scholz (SPD), dessen Behörde das Gesetz einfach schlampig auf den Weg gebracht hat. Er ist zwar politisch dafür verantwortlich, in seinem Geldbeutel wird aber künftig nicht ein Euro fehlen. Die Dummen sind die Menschen, die täglich die Briefe zu den Kunden bringen, weil sie mit weniger Geld auskommen müssen. Die mögliche Aussicht auf einen nun besser gesicherten Arbeitsplatz mag kaum Trost spenden. Das nun unionsgeführte Arbeitsministerium kann das Gesetz korrigieren und wieder auf den Weg bringen – wenn die Partei das will. Mit der SPD hatten CDU und CSU den Post-Mindestlohn begründet und gegen Widerstände der FDP beschlossen. Wenn die Union glaubwürdig bleiben will, muss sie heute gegenüber den Liberalen standhaft bleiben.

Liebes Westfalen-Blatt, das verwundert doch nicht. Dahinter stecken Verlage wie Springer, WAZ, Holtzbrinck und noch ein paar andere Verdächtige. Wer seine Redaktionen so weit ausdünnt, daß Qualitätsjournalismus = stumpfes Abschmieren von Agenturmeldungen oder auf BLÖD-Krawallismus setzt, der hat auch keinerlei Hemmungen, Leute für Hungerlöhne an die Briefkästen zu schicken. Was die grüne Post so alles von sich meint, steht hier. Die Klientelsplitterpartei FDP jedenfalls wird alles tun, um arbeitende Menschen noch ein bißchen mehr um gerechten Lohn zu bringen, gell Herr Brüderle? Prost mit einem Viertele.

„Stetes Klima der Angst“

Vieles sagt man dem Arbeitslosengeld II nach. Dass es Exil ist, dass sämtliche Maßnahmen darauf abzielen, den Empfänger zum Exilanten zu machen, davon wird wenig gesprochen. Der Leistungsbezieher wird in einem steten Klima der Angst gehalten, lebt in einem furchteinflössendem Biotop, welches ihn erziehen und prägen soll. Ständig der Angst ausgesetzt, täglich gesagt zu bekommen, man koste zu viel, nütze wenig, sei generell minderwertig, wird man zu willfährigen Knechten oder Mägden erzogen, die bereit sind, für Butterbrote zu schuften. Die ebenso bereit sind, aus Angst vor Rückfall, beispielsweise vereitelte Lohnfortzahlung bei Krankheit nicht zur Anzeige beim Arbeitsgericht zu bringen. Aus jenem Exil gibt es keine Fluchtmöglichkeit – man gehört nicht mehr dazu, selbst dann nicht, wenn man schlechtbezahlte, aufzustockende Arbeit findet. Hartz IV manifestiert den Bodensatz, exiliert eine ganze Gesellschaftsschicht. Auszug aus einem Artikel von Roberto J. De Lapuente auf dem Blog „ad sinistram„, der sich mit der primitiven medialen und politischen Ausgrenzung einer ganzen Bevölkerungsschicht befasst. Immer mehr Blogs beschäftigen sich mit dem Thema und den gesellschaftlichen Auswüchsen, wenn sich selbst fälschlich „Elite“ nennende Politiker den ungewaschenen Mund aufmachen, für Hurengeld billigst das Maul wetzende „Wissenschaftler“ und wohlfeile Steuerverkürzungsgauner sich über „faule Schmarotzer“ erheben.

Dabei wurde das ganze Instrument mit voller Absicht von dem kleinen, so kläglich gescheiterten Gummistiefelnapoloeon Gerd GAZ zusammen mit einem Kriminellen und in Kumpanei mit CDU/CSU/FDP erfunden und diente zu nichts anderem, als die Schröder-Blairsche Vision vom „Billigstlohnkontinent Europa“ in die Tat umzusetzen. Jetzt, unter des ehemaligen Ostens Danaergeschenk Angela Dorothea „IM Erika“ vollendete Werk hat man wahrlich ganze Arbeit im Verbund mit der neoliberalen-rechtskonservativen Mediencamorra geleistet, Millionen Menschen zu Bürgern maximal dritten Grades gemacht und die politische Hetze durch Leute, die es im erlernten Beruf meist zu sehr wenig gebracht hätten, salonfähig gemacht. Der Pöbel, er sitzt nicht meist unten beim Regelsatz sondern schwingt sich gottähnlich von ganz oben auf zu Tiraden, die in einem richtig regierten Staat zu einer Anklage wegen Volksverhetzung führen müßten.

Aber „richtig regiert“ dürfte sich dank Schröder-Merkel-Westerwelle und ihren dümmlichen Vasallen auf lange Zeit erledigt haben.

Wenn der arme Frieder Lükex spielt

Am Terror-Szenario sind neben der Stadt Lemgo, der Bezirksregierung, dem Kreis Lippe auch Land und Bund beteiligt. Alle Institutionen bereiten sich seit einem Jahr akribisch auf die erste Katastrophenschutzübung in Lippe vor. Zeitgleich wird dieser Ernstfall in drei weiteren Bundesländern geprobt. In Nordrhein-Westfalen wurden die Städte Dormagen, Köln, Gummersbach und Lemgo für die länderübergreifende Übung des Krisenmanagements, kurz „Lükex“, ausgewählt. „Regelmäßige Proben dieser Art sind unverzichtbar. Wir müssen im Schadensfall schnell und zielgerichtet reagieren. Heute können wir unser gesamtes Krisenmanagement praktisch durchspielen“, erklärte Landrat Friedel Heuwinkel. Quelle: NW Bielefeld.

Ach Frieder. Hast wohl als Bub zu selten mit Deinem Papa „Katastrophe“ spielen dürfen? Oder funkte das weibliche Geschlecht zu früh dazwischen? Wie dem auch sei. „Terrorangriff“ wurde heute auch auf dem Kölner Flughafen gespielt. 5000 Mann, über 200 Feuerwehren, Krankenwagen und Einsatzwägen der „Beschützer“ spielten den Ernstfall, einen Terrorangriff auf ein Flugzeug. Ist ja in Deutschland schon so oft passiert, das man das immer wieder üben muß. Bis auch der letzte BILD-Leser glaubt, wie bedroht wir doch sind. Klar, „Terrorschützer“ können hinter jeder Ecke lauern, getarnt als Beamte oder öffentlich Bedienstete. Schützen sollten sie uns allerdings vor den paranoid-kranken Hirnen derer, die sich so eine Scheiße ausdenken. Tut die Bundeswehr ins Land, stellt an jeder Kreuzung einen Panzer auf, montiert noch ein paar Überwachungskameras mehr und verbietet endlich das gefährliche Denken derer, die sich nicht nur an den Kopf greifen sondern berechtigt fragen, wo der Terror eigentlich beginnt. Offensichtlich doch in den paranoiden Hirnen derer, die uns das alles einreden wollen.

Führer befiehl, wir folgen Dir. Dann laßt mal Frieder weiter Lükex spielen. Jetzt sollten wir aber flott den atomaren Super-GAU draufsetzen. Das wäre eine Übung mit realem Hintergrund. Entdeckt die Möglichkeiten!

Das interessiert IHK-Zwangsmitglieder

Unter den bundesweit rund 3,6 Millionen Unternehmern, die aufgrund der Gesellschaftsform ihrer Firma Beiträge an eine der bundesweit 80 Industrie- und Handelskammern (IHK) entrichten müssen, wächst der Unmut. Gegenüber dem Wirtschaftsmagazin ‚impulse‘ (Ausgabe 2/2010, EVT 28. Januar) beklagte sich ein Vorstand eines großen Lebensmittelgroßhändlers: „Die IHKs sind zum Selbstzweck verkommen.“ Statt mit Leistungen zu überzeugen, würden sie sich üppige Prachtbauten hinsetzen. Im Kern geht es bei allen Unmutsäußerungen um Misswirtschaft, Verschwendung von Geldern und mangelnde Kontrolle. So leistet sich etwa die IHK Trier sieben Geschäftsführer plus Chef bei gerade mal 65 Angestellten. Und die Gehälter der Kammerchefs sind zudem gut gehütete Geheimnisse: Kennern der Szene zufolge sollen laut ‚impulse‘ die Hauptgeschäftsführer der größten IHKs bis zu 600.000 Euro pro Jahr verdienen und damit deutlich mehr als die Chefs großer Krankenkassen. Bei mittelgroßen Kammern sollen bis zu 200.000 Euro Jahresgehalt gezahlt werden. Angesichts der Finanzreserven der IHKs in Milliardenhöhe und teils erheblicher Jahresüberschüsse fordert der Bundesverband für Freie
Kammern (BFFK) eine reale Entlastung der Unternehmen in Höhe von mindestens 500 Millionen Euro. Auf die Idee, Beiträge zurückzuzahlen oder zu senken, kommen aber nur wenige Kammern. Als die IHK Hannover als erste Kammer kürzlich beschloss, ihren Mitgliedern 1,3 Millionen Euro für 2009 zu erstatten, hagelte es Kritik aus dem IHK-Verbund. Immerhin zwölf Kammern wollen ‚impulse‘ zufolge 2010 die Umlage senken.

Ach ja. Ein Thema, so alt wie Zwangsveranstaltungen namens GEZ oder IHK. Wobei man in der Bielefelder Instiutution ja immerhin die Chance hat, mit solchen Führungs – und Geistesgrößen wie Thomas Middelhoff im Etablissement des hiesigen Präses Goldbeckchen gemeinsam Spargel zu essen und einen denglischen Vortrag über „Führungskraft und Vision international“ zu lauschen. Wie sagte doch neulich der neue Brüsseler EU-Überflieger d´Oettinga in wunderbarem Business-Englisch? „That isch leik eading Spätzle“.

Was würden wir bloß ohne solche Lichtgestalten machen?

O-Saft als Bielefelder Stangenware

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„Plopp“ machte es zaghaft, dann „Ploppploppplopp“, dem ein Klirren folgte. Nein, das waren in der Nacht weder die Almdudler, die unter Flutlicht aus nachwachsendem Ökostrom übten, wie man trifft. Es war die frierende Versuchsanordnung, die OBPit als neueste Quelle haushalterischen Löcherstopfens bestellt hatte: O-Saft, Apfelsaft und Eau de minerale als „Stangenware“. Der Plan könnte aufgehen. Hans-Rudi hat schon mal fürsorglich eines der roten Jahnplätzischen Weihnachtshäuschen aus dem Lager kommen und an den Bielefelder Berg, „Home of BI-flashfire“, schaffen lassen. Dawo wird ein Schild das Haus zieren: „BI bedankt sich für zuverlässiges Rasen mit einem echt handgeschlagenen Stück tiefgrefrorenen Apfel -, O- oder Wassersaft. Behalten Sie uns gut in Erinnerung“. Eingeschlagen ist das eisige Stück in ein von Herrn Lüpertz handsigniertes Bielefeld-Papier.

Den einen Euro, den OBPit als „Spende für eine notleidende Stadt“ entgegennimmt, zahlen die Geblitzten gerne.

Wir laden Sie und Ihre Freunde herzlich zur Ausstellungseröffnung ein.

HEIMZONE
Andreas Neumann
Fotografie

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Eröffnung mit Guest-Dj, Freitag, 05.02.2010 um 20 h!

Sonderöffnungszeiten:
Samstag, 06.02.10 von 11 – 22 h (elektronisch / experimenteller live act by Josef Finger – start 20 h)
Sonntag,  07.02.10 von 11 – 18 h

Authentisch, relevant oder was?!
Die Bilder von Andreas Neumann erzählen hemmungslos von ihrer Jetztzeit- oder etwa auch von anderen Zusammenhängen? Jeder Fotograf hat – nicht erst heute – ein Entscheidungs- oder sagen wir genauer ein Zuordnungsproblem: er muss sich jeweils entscheiden, was für ihn und damit für den Betrachter relevant ist. Was um Gottes Willen aber ist heute relevant? Es scheint, als habe Andreas Neumann auch deswegen fotografiert, um dieser Frage nicht auszuweichen. Heute wo der Unterschied zwischen authentisch und nicht- authentisch nichts mehr bedeutet,
wird die Beobachtung genau dieses Unterschieds zum Problem.

(Michael Kröger, Marta Herford)

*1972 in Köln
lebt und arbeitet seit 2002 in Bielefeld

Kontakt
Galerie 61, Neustädter Str. 10
33602 Bielefeld
Mob.: +49 179 926 25 11
Mail: info@galerie61.de
www.galerie61.de

Freitag 16 – 19 h
Samstag 12 – 16 h

175 Jahre wichtigtuerische Einmischung

Liz Mohn, die die fünfte Generation der Eigentümerfamilie Bertelsmann/Mohn repräsentiert, erklärte: „Bertelsmann feiert 2010 auch den Erfolg einer Unternehmenskultur, die auf den Grundwerten Partnerschaft, Kreativität, Unternehmergeist und gesellschaftliche Verantwortung basiert. Die einzelnen Firmen und Bereiche genießen in einer dezentralen Struktur größtmögliche unternehmerische Freiheit, die Mitarbeiter sind in Entscheidungen eingebunden und werden am wirtschaftlichen Erfolg beteiligt. Diese Kultur, die mein Mann Reinhard in den Jahren des Neuanfangs definiert hat und die im Unternehmen bis heute gelebt wird, war der Schlüssel für den Aufstieg von Bertelsmann zu einem modernen, international agierenden Medienunternehmen. Sie ist heute aktueller denn je.“

Aus einer Pressemeldung des niedlichen, so gemein nützigen Konzerns aus dem provinziellen Nachbarstädtle nebenan. Na Elisabeth, dann geh mal die „gesellschaftliche Verantwortung“ suchen.

Wie stellt man Politlaberer ab?

Medien- und Jugendpolitiker der Union wollen Anbieter von digitalem Fernsehen zum Einbau eines Jugenschutzfilters
zwingen. Dies geht aus einem Brief der Bundestagsabgeordneten Dorothee Bär (CSU), Wolfgang Börnsen und Thomas Jarzombek (beide CDU) an die rheinland-pfälzische Staatskanzlei vor, der der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinische Post“ (Heutige Ausgabe) vorliegt. Demnach sollen Hersteller von Festplattenrekordern oder DVBT-Receivern per Codesystem eine „digitale Alterskennzeichnung“ für TV-Programme einbauen. Eltern könnten so beispielsweise per Knopfdruck nur Sendungen mit einer Altersfreigabe ab 12 oder 16 Jahren freischalten.

Gibt es nicht irgendwo eine zentralen Knopf, mit dem man die furchtbaren Politlaberer („Ich sag jetzt auch mal was als Hinterbänkler“) abstellen kann?

Die ewig gleichen Chiffren

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Neulich hatte es im nördlichen Schweden – 43 Grad. Eine Randnotiz in Svenska Dagbladet, Dagens Nyheter und Expressen, den größten Zeitungen des Nordlandes. Hier geistern wieder die üblichen verdächtigen Chiffren durch dieJournaille: „Blechlawine staut sich auf 280 Kilometer“. Hat jemand nachgemessen? „Eiskeller OWL“. Bei – 18?

Irgendwie langweilig. Wie sagte mal jemand? „Nicht das Wetter ist schuld, die Kleidung passte nicht“. Eben. Dann ertragen wir auch den Kommentar auf der Wirtschaftsseite oben links besser:

„Fleischverzicht fürs Klima“. Ach ja. Es wird ja immer wärmer. Schuld daran ist die ewige Standard-Chiffre: „Blechkisten“. Die soll man stehenlassen und mehr Steaks essen. Oder umgekehrt?

„Blitz-Fabrik“ Bielefeld

Im bundesweiten Straßennetz gibt es zahlreiche Punkte, an denen es regelmäßig zu Unfällen kommt – sogenannte
Unfallhäufungsstellen: Aus scheinbar unerklärlichen Gründen kracht es beispielsweise an einer Kreuzung häufiger als an anderen, oder auf einer geraden Strecke kommt es etwa durch Sonnenblendung, plötzliche Seitenwind-Böen oder auch bei regennasser Fahrbahn zu Unfällen. Um herauszufinden, wo Gefahrenschwerpunkte sind, führt die Polizei laufend sogenannte „Unfalltypen-Karten“, auf denen genau die Punkte markiert sind, an denen sich ein Unfall ereignet hat. So werden auf
einen Blick all‘ jene Stellen deutlich, wo verdächtig viele Unfälle passieren – und die möglichen Ursachen dafür. Und sehr oft liegt der Grund in überhöhter Geschwindigkeit, einer der Hauptursachen für tödliche Unfälle im Straßenverkehr. Das Einrichten von Tempolimits ist dann eine logische Konsequenz, um künftig Unfälle an diesen Stellen zu vermeiden.

Ebenso notwendig wie die Einführung der Geschwindigkeitsbeschränkungen ist dann selbstverständlich auch deren Überwachung – notfalls mit Blitzanlagen. So weit die Theorie. Doch in der Praxis scheinen manche Kommunen ihre Fürsorge für die Unversehrtheit der Autofahrer immer häufiger zu übertreiben. Statt Sicherheitsaspekten scheinen lukrative Einnahmemöglichkeiten in den Vordergrund zu rücken: Nicht mehr vor Kindergärten, Schulen, Krankenhäusern und Altersheimen wird gemessen, sondern „fabrikmäßig“ auf Autobahnen. Der Stadt Schwelm beispielsweise bescherte die Blitz-Anlage am Ausbau-Ende der A 46 acht zusätzliche Mitarbeiter und jährliche Einnahmen in Millionenhöhe. In Bielefeld musste die Stadt sogar 24 Mitarbeiter einstellen, um der durch die neue „Blitz-Fabrik“ an der A 2 eingehenden Knöllchen-Flut Herr zu werden. Und die Stadt Wuppertal gab jetzt sogar offen zu, dass sie mit Tempo-Kontrollen auf der A 46 ihren Haushalt um Millionenbeträge aufbessern wollte.

Das Vertrauen der Autofahrer in eine „gerechte“ und vor allem notwendige Verkehrsüberwachung stärken Städte und Kreise mit solchen Massen-Radarfallen jedenfalls nicht. Eher erreichen sie das Gegenteil: Die ertappten Raser fühlen sich nicht mehr als Sünder, sondern als Opfer.

Liebe Westdeutsche Zeitung, die Ihr hier auch die „Blitzfabrik Bielefeld“ zitiert: Sagt das mal der grandiosen Umweltdezernentin, die auch den OWD zublitzt….. Wenn man als Stadt eben nur wenig mehr als Arminia und Blitzanlagen hat, wo soll man da sonst Kohle einnehmen?

Chanz schön chraphisch

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Da gab es eine Oma der schöneren und besseren Hälfte, deren Spruch zur Bielefelder Druck – und Verpackungsherstellungsanstalt „Graphia“ – am OWD gelegen – immer war: „Kind, cheh ins Chraphische“. Was das Kind nicht tat. Aber die chraphischen Muster, die der neu fallende Schnee mit Hilfe der Autoreifen so malt, sind es auf jeden Fall.

Gipfel der Mediendämlichkeit

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„Im Mittelpunkt ihres politischen Denkens und Handelns steht stets der Mensch. Die Würde und die Rechte des Individuums leiten Angela Merkel bei ihren politischen Entscheidungen, die geprägt sind von Berechenbarkeit und Verlässlichkeit. In der Außenpolitik verfolgt sie einen Kurs, der die Partnerschaft in den Vordergrund stellt, ohne dass sie die manchmal notwendige Konfrontation scheut. Ihr konsequenter Einsatz für Menschenrechte, für die Wahrung der Schöpfung und eine freiheitliche Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung habe ihre Wurzeln in der ganz persönlichen Biographie von Angela Merkel.“

Nein, das ist nicht der Auszug aus Angela Merkels Belobigungsurkunde für „Treue Dienste für die DDR und die FDJ“ sondern die Begründung, warum die „führenden deutschen Chefredakteure“ der Kanzleuse den „Deutschen Medienpreis“ verleihen. Selten etwas noch Dämlicheres von der an Dämlichkeiten schon reichlich bestückten deutschen Medienlandschaft gelesen. Was soll dieser Kniefall unter Führung des ehemaligen Spiegel-Chefredakteurs Stefan Aust? Was tut Templins größter Stolz den Typen in den Tee?

Oder ist das gar schon DDR 2.0?

Bundesagentur für dämliche Kuriosa

Das ist die deutsche Gründlichkeit, über die sich das Ausland kaputtlacht. Wegen läppischer 20 Euro setzt die Bundesagentur für Arbeit (BA) ihren bürokratischen Apparat in Gang und fordert von ungezählten Hartz-IV-Empfängern Kindergeld zurück. Dies nur, weil es sich die Bundesregierung anders überlegt hat, keine Übergangsfrist mehr akzeptiert und nicht möchte, dass Hartz-IV-Empfänger von der Kindergelderhöhung zum 1. Januar profitieren. Und so sollen denen die 20 Euro wieder weggenommen werden, deren Bescheid noch im Dezember nach alter Rechtslage erstellt worden war. Das ist Bürokratiewahnsinn, bei dem Aufwand und Ertrag in einem krassen Missverhältnis zueinander stehen. Fehlt nur noch, dass die BA anschließend den Betroffenen einen weiteren Schrieb schickt mit der Benachrichtigung, dass jetzt wieder alles ausgeglichen ist. Es verstärkt sich einmal mehr der Eindruck, dass die Hartz-IV-Gesetze voller Mängel und Ungereimtheiten stecken. Sie sind eine Jobmaschine für Anwälte, ein kaum zu bewältigendes Arbeitspensum für Sozialrichter und ein Ärgernis für die Empfänger selbst geworden. Spätestens jetzt sind sie auch reif fürs Kuriositätenkabinett.

Liebes Westfalen-Blatt. Das ist schon richtig, was Ihr da schreibt. Aber wer hindert Euch als „Vierte Gewalt“, diese Themen jeden Tag, jede Woche, jeden Monat anzuprangern? Schließlich sind es Steuergelder, die von diesen grandiosen Helden der Arbeit und der geballten Intelligenz an die Wand gefahren werden. Wer so wunderbar Zahlen zurechtbiegen kann wie die BA, der kann eigentlich auch noch andere Dinge. Zum Beispiel für ein Millionenporto einen Schrieb schicken: „Nun ist alles ausgeglichen. Ihre 100.000 überflüssigen Verwalter des Nichts“.

Fast noch vergeigt

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Ghosti ist zwar hier mächtig fix anne Tasten, aber soviel Zeit muß sein. Hier der Blick auf den finalen Liveticker. So richtig Rücksicht nehmen die Almdudler ja nicht auf Fans und Freunde. Wenn Pavel Fort in der Nachspielzeit nicht das 4:2 gelungen wäre…..