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Fr
18
Dez '09

Immer noch kein Glühwein

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Heute vor einer Woche: Blick vom Weihnachtsmarkt rüber zum Berliner Dom. Weder auf dem noch auf dem hiesigen haben wir bisher Glühwein getrunken. Dabei wäre es doch so verlockend, sich vor der Kulisse der Altstädter Nicolaikirche in eine glühselige Runde von sagen wir mal 10 Leuten einzureihen, rechts und links gegen Umfallen geschützt und dann Heidewitzka rein in den Schlund mit dem überzuckerten Zeugs aus den meist nicht sonderlich keimfreien Bechern. Hör ich da einen Aufschrei aus Frankfurt/Hessen?

Heisser Apfelwein: “Heisse Ebbelwei

Zutaten:
1 Liter Apfelwein,
1/8 Liter Wasser
6o Gramm Zucker
1/4 Stange Zimt,
3 Gewürznelken
Schale einer halben Zitrone oder 2 Scheiben Zitrone

Zubereitung
Zucker und Gewürze mit Wasser (anstatt des Wassers sollten Sie Apfelwein nehmen- das gibt einen besseren Geschmack) aufkochen, 30 Minuten ziehen lassen, abseihen, mit dem Apfelwein vermischen und vorsichtig bis kurz vor dem Siedepunkt erhitzen.

Ach ja. das Stöffsche. Man muß es mögen oder es wie – angeblich – Chinesen und Japaner treiben: Unten die Hose mit einer Kordel zusammenbinden!

Neues von unserem Liebling Thomas M.

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Unvergessen der 8. Mai 2009, als diese wundervolle Truppe mit Dauergrinser und Präsident der IHK-Zwangsveranstaltung Goldbeckchen und London-Gauner, Arcandor – und Quelle-Pleitier Thomas M. tändelnd und jubilierend ob der eigenen Größe, Überlegenheit, Können, Wissen und schelmischen Gaunereien zu Lasten tausender Beschäftigter zum Spargelessen in den Goldbeckschen Räumen in Ummeln schritt.

Nachdem nun ja Thommies großes Jahrhundertwerk der Quelle – und Karstadt-Zerstörung fast erledigt ist, kommt Neues vom Gernegroß aus Gütersloh zutage. Mit Millionen, so melden die Dienste, habe er private “Eliteuniversitäten”, also die beschissenen Buden, wo ebenso beschissen-versagende Wirtschaftswissenschaftlerchen herangezüchtet und auf Unternehmen losgelassen werden, ge”fördert” (unfeiner: geschmiert) “). Millionen, während den Mitarbeitern in den Häusern bereits Gehälter, Weihnachts – und Urlaubsgelder gekürzt wurden.

Ja, er ist schon ein Racker, unser Thommy. Die Spur seiner “Taten” ist grandios und von tief verbrannter Erde gezeichnet. Was aber großkotzige Regierungsberater vom Stamme “DDR-Plattmacher” Roland Berger und andere finale Pfeifen nicht hinderte, mit ihm Fonds zu gründen, die lustig weitermachen. Thommy, der fünffache Vater, sorgt sich eben für seine Kleinen, damit sie zur rechten Zeit am rechten Ort das Rechte studieren. Wie Pappi Plattmacher selbst.

Hatte ich eigentlich schon erwähnt, daß unser anderer Liebling, der Kohl-Protegee “Wunderkind” Windhorst, heute in Berlin vor einem Gericht wegen “Insolvenzverschleppung” steht? Aktuell werden die Verfahren gegen Zahlung von ein paar Millionen eingestellt. Schöner Deal, was? Was ist dagegen ein Existenzverlust wegen eines gegessenen Brötchens? Man müßte mal nachrechnen wieviele Zehnmillionen der smarte Bubi bereits durch seine tollen Eskapaden gespart hat. Eben “Wunderkind”.

Was würde eigentlich passieren, wenn man mal ein paar Kübel Jöllenbecker Jauche über die Häupter solcher Nullen kippen würde?

Pressefreiheit? Was sagt Radio Eriwan dazu?

Sie werden in Deutschland keinen Politiker finden, der nicht mit Inbrunst für die Meinungsfreiheit eintritt, der die Presse nicht als einen Pfeiler unserer Demokratie beschreiben würde. Doch wenn Journalisten aufdecken, was Politiker dem Wahlvolk lieber vorenthielten, scheint die Pressefreiheit auf einmal nicht mehr so schützenswert. Dann wird offen oder verdeckt an Strippen gezogen. Prominentestes Beispiel ist ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender, dessen Weiterbeschäftigung die Union im Verwaltungsrat des Senders mit Roland Koch an der Spitze verhindert hat. Dieser massive Einfluss auf das ZDF ist selbst Parteifreunden nicht geheuer. Die neue WDR-Rundfunkratsvorsitzende Ruth Hieronymi (CDU) nennt die Entscheidung »ein wirklich großes Problem für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk« und sagt: »Das schadet dem Sender.« Recht hat Hieronymi, denn wie glaubwürdig kann ein Medium sein, dessen Konsumenten wissen, dass Politiker mitmischen? Nur eine weitgehend unabhängige Presse kann die großen und kleinen Schweinereien aufdecken, von denen die Menschen sonst nie erführen und die oft ungeahndet blieben. Dass der damalige niedersächsische Ministerpräsident Gerhard Glogowski (SPD) auf Kosten der TUI in den Urlaub flog, dass der lippische Landesverbandsvorsteher nicht nur seine private Geburtstagsfeier, sondern auch die Hochzeit seiner Tochter vom Landesverband bezahlen ließ, dass Verteidigungsminister Jung in der Kundusaffäre offenbar gelogen hat – dieses und viel mehr haben Reporter aufgedeckt. Und manchmal scheinen solche Journalisten Opfer ihre Recherchen zu werden. So wurde vergangenen Freitag nach 15 Jahren unerwartet dem Leiter des Düsseldorfer Focus-Büros betriebsbedingt gekündigt. An den Fähigkeiten Karl-Heinz Steinkühlers kann es schwerlich gelegen haben: SPD-Finanzminister Heinz Schleußer, der seine Freundin mit einer Maschine der West-LB fliegen ließ, musste nach Steinkühlers Recherchen ebenso zurücktreten wie der frühere Justizminister Reinhard Rauball (SPD). Während diese Berichte damals noch den Beifall der Opposition fanden, war die heute regierende CDU nicht mehr erfreut, als Steinkühler nun die Verwicklungen der Staatskanzlei in die Bespitzelung der SPD-Landesvorsitzenden Hannelore Kraft aufgedeckt und öffentlich gemacht hatte, dass NRW-CDU-Generalsekretär Hendrik Wüst zu hohe Krankenkassenzuschüsse kassiert hat. In der Landeshauptstadt wird nun gemunkelt, Steinkühler sei politischem Druck zum Opfer gefallen. Focus bestreitet das, beweisen lässt sich nichts. In diese Aufzählung gehört auch der Fall der unter Druck stehenden NRW-Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter (CDU). Sie hatte vor einer Woche ihren Justizbeamten den Zugang zu WDR.de gesperrt, nachdem diese sich im Internet über die Ministerin beklagt hatten. Nur gut, dass es die Pressefreiheit gibt. Sonst wüssten Sie das alles jetzt ja gar nicht!

Liebes Westfalen-Blatt. Was seid Ihr doch niedlich. Fragen wir doch mal Radio Eriwan dazu:

“Gibt es in der Sowjetunion eine Pressezensur?”
Antwort: “Im Prinzip nein. Es ist uns aber leider nicht möglich, auf diese Frage näher einzugehen”.

Jetzt noch gschwind Sowjetunion durch Deutschland ersetzt……

Siehste Frau Holle. Geht doch!

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Kaum kommen die obersten Klimahysteriker, Ablasszocker und Volksverarscher in Kopenhagen unter Flugzeugtechnischem Ausstoß von ein paar tausend Tonnen CO2 final zusammen, zeigt Frau Holle mal über OWL, was so eine kleine, zarte Schneedecke ist.

Westfalen-Blatt säuert über idiotische Hotel-Mehrwertsteuer

Ärger mit dem Finanzamt gibt’s nicht nur in Deutschland. Der Europäische Gerichtshof musste bereits über Luxussteuern für mehr als 14 Meter lange Yachten auf Sardinien (untersagt) oder ein britisches Gesetz gegen Gewinnverschiebungen in Konzernen (ebenfalls verboten) entscheiden. Deutschland aber bleibt es vorbehalten, die Bratwurst vors höchste EU-Gericht zu tragen. Wieder einmal geht es um die skurrile deutsche Mehrwertsteuerregelung, wonach Lebensmittel mit sieben und Dienstleistungen mit 19 Prozent zu besteuern sind. Die Wurst auf die Hand zählt zur ersten, die Wurst auf der Imbisstheke zur zweiten Kategorie. Wieso ein lebender Esel mit 19 Prozent, ein geschlachteter aber mit sieben Prozent zu versteuern ist, bleibt das Geheimnis der Steuerbürokratie. Geht es nach der Regierung, dann soll heute eine weitere Ausnahme beschlossen werden: die Ermäßigung der Steuer für Hotelübernachtungen (sieben Prozent), nicht aber für das Hotelfrühstück (19 Prozent). Einfachere, niedrigere und gerechtere Steuern hat uns die neue Regierung versprochen. Hoffentlich klappt’s wenigstens bei der Mehrwertsteuer – mit Hilfe der Bratwurst und dem EU-Gericht.

Liebes Westfalen-Blatt. So ist das nun mal, wenn “Wunschpartner” (“Hauptsache, wir sitzen erst mal warm in den Regierungssesseln”) sich eine Regierung zusammenbasteln, deren Mitglieder vielleicht für Gemeindeparlamente und Klientelpolitik taugen, mehr nicht. Dieser Mehrwertsteuerunfug ist der nächste Sargnagel in Guy d´Eaus “einfacher und gerechter Steuerpolitik”. Aber gibt es den gelben Burschen überhaupt noch?