Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Do
10
Dez '09

Gratulation, Peter Frey

Endlich hat Deutschland wieder einen schwarzen Kanal. Mit der Wahl des Berliner Hauptstadtstudio-Weicheis, CDU-Nachplapperers, Kanzleusen-Hofierers, auf der Bertelsmann-CPA-Mitgliedsliste stehenden Hetzers gegen Andersdenkende-als-SchwarzGeld hat das GEZ-Zwangsgebührlich finanzierte Beige-Windjacken-ZDF endlich bald wieder einen Chefredakteur, der stramm rechtskonservativ auf der Linie des brutalstwiderlich agierenden Juntachefs von Wiesbaden marschiert. Die “jüdischen Vermächtnisse” mögen ihm möglichst bald das Maul stopfen.

Grückwunsch, Peter Frey. Glückwunsch, Roland Koch. Glückwunsch, Ihr hessischen Nachtlichter. In Mainz können Urban Priol und Geotg Schramm demnächst in der Anstalt nur noch schwarz sehen.

Süddeutsche Zeitung “adelt” Blitzerhochburg Bielefeld

Für Autofahrer mit dem gefährlichen Hang zur Raserei steht die neue “Bielefeld-Verschwörung” an der Autobahn A2, Höhe Bielefeld-Lämershagen; hier am “Bielefelder Berg” samt Rechtskurve mit Gefälle steht die mit Abstand erfolgreichste Radarfalle der Republik. Am heutigen Freitag ist die Messanlage exakt ein Jahr in Betrieb, die Stadt Bielefeld wird dann von rund 255.000 Geblitzten etwa zehn Millionen Euro kassiert haben. Es sei “ein Phänomen, das nicht zu erklären ist”, sagt Roland Staude, Leiter des Ordnungsamtes. Das ist ein Auszug aus einer längeren Würdigung der produktivsten Blitzanlage Deutschlands in der heutigen Süddeutschen Zeitung. Endlich hat es das geduckte Metropölchen unter der Sparrenburg geschafft, neben Arm. Bielefeld ein weiteres - wie die Almdudler außerhalb OWL ungeliebtes - Ehrenmal zu errichten.

Highlight der Staudeschen Ordnungsamtaussage dann der Satz in der SZ:

Der Geldsegen aber kam auch für die Stadt völlig unerwartet. “Wir sind völlig überrollt worden”, sagt Staude. Vor Inbetriebnahme hatte die Stadtverwaltung die Erfahrungswerte der innerstädtischen Blitzanlange zugrunde gelegt, rechnete entsprechend für die Anlage an der A2 mit rund 15.000 Verfahren pro Jahr und stellte dafür drei Sachbearbeiter ab.

Innerstädtisch. Aha.

..102 Gramm Fleischwurst.

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Heute am Spätnachmittag mal den neuen Queller Edeka-Boers inspiziert. Vorn ein Eingangstower gewaltigen Ausmasses. Lamm neuer Bäcker statt der früheren Fabrikware von Schäfer, linkerhand davor ein paar Plätze für den Frühkaffee der beigen Windjacken. Per verwackeltem Handyfoto heimlich dokumentiert, wo die Quelleria nun wieder einkaufen geht. Ach so ja. Testweise 100 Gramm Fleischwurst abwiegen lassen. Die Waage blieb bei 102 Gramm stehen. Exakt. Sie haben es also heimlich geübt. Ob die auch noch behalten haben, welchen Wein Heinz Piepenkötter aus der Carl-Severing-Straße/Ecke Bahnhof damals zur Geburt seiner entzückenden Tochter auftischte? (38 Jahre her). Ich verrat es Ihnen: Jöllenbecker Steillage, Grand cru. Im Barrique ausgebaut.

Morgen liegt da Müllers Herta

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Jawoll Thalia-fast-am-Jahnplatz. Die Frau mit der strengen Frisur kriegt heute den Nobelpreis für Literatur. Ach ja, Bücher hat sie auch geschrieben: “Atemschaukel” zum Beispiel. Aber das mit den Nobelpreisen ist ja auch nicht mehr so wie früher. Teleprompterkönig Barack Obama kriegt ihn zum Beispiel für das, was er vielleicht mal machen wird: Frieden in Afghanistan, Irak usw. Bisher tut er in fast allem das Gegenteil von dem, was er vor der Wahl gesagt hat. Von wegen “Change”.

Dazu ein interessanter ebenfalls ambivalenter Kommentar des Westfalen-Blattes:

Die Welt kannte Barack Obama bisher als Visionär, der nach der Bush-Zeit seine Landsleute auf einen Neuanfang und die Welt auf eine neue Ära der Versöhnung und des Friedens eingeschworen hat. Für einen Dialog mit Iran und Nordkorea und eine Welt ohne Atomwaffen wolle er sich einsetzen, verkündete er zu Beginn seiner Amtszeit. Für diese Bemühungen wurde ihm der Friedensnobelpreis verliehen. Bei der Verleihung in Oslo lernte die Welt einen anderen Obama kennen: den Realpolitiker. Er legt die Unvermeidbarkeit von Kriegen dar, weil die Antworten von gewaltlosen Friedenskämpfern zu oft keinen Frieden schaffen könnten. Er spricht das Wort Afghanistan erst spät aus, aber es wird schnell klar, dass er seine Rede dazu benutzt, um seine Rolle als Kriegspräsident« zu rechtfertigen, der den Friedensnobelpreis erhält. Dazu führt er zu Recht an, dass eine gewaltlose Bewegung Hitlers Armeen nicht gestoppt hätte. Es ist richtig, dass Obama diese Fakten offen anspricht. Obama steht für den Krieg gegen die radikal-islamischen Taliban und die Hoffnung auf eine bessere Welt. Dies sind nur zwei Seiten einer Medaille.

Mauscheln sie sich zu rot-gelb-grün?

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Schon sehr sehr informell nah dem gemeinen Bürger und Stimmvieh, was da im Rathaus am Niederwall so abgeht. Geheimnisvoll, mauschelig. Ab und an liest man mal einen Splitter in den Gazetten, hört einen Hauch Fama mit, summt es in den Arkaden gegenüber dem städtischen Theaterhaus. Nichts Genaues weiß man aber nicht von den grandiosen Strategen des schildaesken Verwaltungsbaues, wo der neue Chef immer noch zögert, die Butter-Spekulatius an seine Schutzbefohlenen zu verteilen.

“Dreieinhalb Monate nach der Kommunalwahl zeichnet sich eine Ampel-Verbindung aus SPD, FDP und Grünen im Rathaus ab. Aber in trockenen Tüchern ist auch die noch lange nicht”. schreibt das Westfalen-Blatt online. Und fügt dann unten noch einen epochalen Satz über die Ideen des kommenden Vorlesers und Elendsverwalters ein:

Unterdessen zimmert Oberbürgermeister Pit Clausen (SPD) weiter an dem von ihm propagierten »Bielefeld Pakt«. Der soll nicht nur die ursprünglich favorisierten Bereiche Öffentlicher Personennahverkehr, Bildung und Kindergarten-Plätze beinhalten, sondern auch Lösungsvorschläge aufzeigen, wie die dramatische Finanzsituation der Stadt aufgefangen werden kann.

Nun denn. Lasset uns beten. Hilft manchmal auch vor Ampeln.

Noch ein Grund, ebay zu meiden

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Es gibt wirklich bald nichts mehr, wo die Datenkrake aus dem Straßendorf nebenan nicht die siffigen Pfoten drin hat. Aber immerhin ist arvatos Mittun beim seltsamen Auktionshaus ein weiterer und enorm wichtiger Grund, sich nicht mehr auf das Portal zu begeben. Wer ein bißchen mehr über das Gebaren des Konzerns von Ex-Telefonistin und Kanzleusen-Freundin Elisabeth Mohn wissen will, liest hier.

Glänzende Aussichten für “Horch & Guck”

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Na, welche Branche hat wohl in diesem lieblichen Land der Bespitzler, Schnüffler und Abhörer die größten Zuwachsraten? Schulneubau? Kindergartenneubau? Straßenbau? Von wegen. “Horch & Guck” prosperiert. Und da besonders die Firma “Robot Visual Systems”, die nicht nur die herrlich-hinterhältigen OWD-Blitzereien installiert hat und den Bielefelder Berg auf der A 2 zum Eldorado der neuen Bielefelder Blitzabzockindustrie gemacht hat. Jetzt hat diese Bude auch noch das Blitzanlagen-Leasing für Gemeinden erfunden und kriegt - zB. im osthessischen Burghaun - pro “Knöllchen” 5 Euro. Lukrativ. Passt aber ins Land des schlimmsten aller deutschen Ministerpräsidenten, wo der tumbe hesssische Finanzminister durchaus erfolgreiche Steuerfahnder für bekloppt erklären läßt, weil sie der durchtriebenen Klientel seiner Partei zu nahe kamen.

Eine ganz neue Industrie tut sich auf: Abzocken, beschnüffeln, bespitzeln. Welch Wachstumschancen in einem kranken Land mit kranken Politikern und willigen Verwaltungen.