Nach einem ekelhaften Bericht von der dpa-Korrespondentin Kristina Dunz in der NW vom 04.Dez. Die kursiv gesetzten Textstellen sind wörtlich dem NW-Bericht entnommen. Sie wurden lediglich aus redaktionellen Gründen in der Zeitform verändert.
Kristina Dunz sitzt auf der Pressetribüne des Bundestages. Ihr Herz ist schwer. Drüben, auf der Regierungsbank sitzt der, dem ihr Herz gehört, diese Lichtgestalt der deutschen Politik, frisch gegelt sein makellos schwarzes Haar. Wie gern hätte sie jetzt seine Hand ergriffen, hätte sie gestreichelt und ihm beruhigend ins Ohr geflüstert: „Alles wird gut, Karl-Theodor!“ Aber der Graf gehört nicht nur einer Frau allein, er gehört der ganzen Nation und so hat er auch keine Augen für sie. Immer wieder überprüft er während der aufgeheizten Debatte über die Verlängerung des Afghanistan-Einsatzes seine Rede, macht Notizen, streicht Sätze. Er merkt auf, als der SPD-Außenexperte Hans-Ulrich Klose sagt: „Die entscheidende Frage ist: War die Bombardierung ein Fehler?“
Um 17.25 geht Guttenberg ans Pult. Kristina strafft ihren Rücken, ihre Nasenflügel beben, kalter Schweiß tritt aus richtet ihre Bluse und streicht ihren Rock glatt. Ein kurzer Blick in den Taschenspiegel beruhigt sie. Das Make Up ist immer noch tadellos, die Frisur sitzt. Schließlich will sie schön sein für ihn in dieser, seiner schwersten Stunde.
Der 37-jährige oberste Dienstherr der deutschen Streitkräfte atmet tief durch, geht kurz in die Knie, springt hoch und vollzieht einen perfekten Salto rückwärts und landet sauber auf beiden Füssen. Das Gel hat gehalten was es versprach, die Krawatte sitzt als sei sie frisch gebunden. „Aus heutiger Sicht war der Angriff militärisch nicht angemessen.“
Das war nicht die von allen erwartete Rolle rückwärts. Nein das war ein Salto rückwärts, der ab jetzt immer mit dem Namen des jugendlichen Helden verbunden sein wird, als Guttenbergsalto.
Im vollbesetzten Plenarsaal ist es bedrückend still. Kristina ringt nach Luft, ihr kleines Herz schlägt ihr bis zum Hals. Dieser wunderbare Mann hat mit wenigen Sätzen die Welt der Bundeswehr verändert.
Kristina weiß, sie muss verzichten kann diesen einzigartigen Mann und Verteidigungsminister nicht für sich beanspruchen. Karl-Theodor zu Guttenberg hat eine Mission in der Truppe, in Deutschland, in Afghanistan und in der westlichen Wertegemeinschaft. Sie drückt eine Träne in ihr Spitzentaschentuch und schwört vor Gott, fortan der Welt von diesem einzigartigen Menschen zu berichten




3 Kommentare »