Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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So
6
Dez '09

Salto Rückwärts


Nach einem ekelhaften Bericht von der dpa-Korrespondentin Kristina Dunz in der NW vom 04.Dez. Die kursiv gesetzten Textstellen sind wörtlich dem NW-Bericht entnommen. Sie wurden lediglich aus redaktionellen Gründen in der Zeitform verändert.

 


Kristina Dunz sitzt auf der Pressetribüne des Bundestages. Ihr Herz ist schwer. Drüben, auf der Regierungsbank sitzt der, dem ihr Herz gehört, diese Lichtgestalt der deutschen Politik, frisch gegelt sein makellos schwarzes Haar. Wie gern hätte sie jetzt seine Hand ergriffen, hätte sie gestreichelt und ihm beruhigend ins Ohr geflüstert: „Alles wird gut, Karl-Theodor!“ Aber der Graf gehört nicht nur einer Frau allein, er gehört der ganzen Nation und so hat er auch keine Augen für sie. Immer wieder überprüft er während der aufgeheizten Debatte über die Verlängerung des Afghanistan-Einsatzes seine Rede, macht Notizen, streicht Sätze. Er merkt auf, als der SPD-Außenexperte Hans-Ulrich Klose sagt: „Die entscheidende Frage ist: War die Bombardierung ein Fehler?“

 Um 17.25 geht Guttenberg ans Pult. Kristina strafft ihren Rücken, ihre Nasenflügel beben, kalter Schweiß tritt aus richtet ihre Bluse und streicht ihren Rock glatt. Ein kurzer Blick in den Taschenspiegel beruhigt sie. Das Make Up ist immer noch tadellos, die Frisur sitzt. Schließlich will sie schön sein für ihn in dieser, seiner schwersten Stunde.

 Der 37-jährige oberste Dienstherr der deutschen Streitkräfte atmet tief durch, geht kurz in die Knie, springt hoch und vollzieht einen perfekten Salto rückwärts und landet sauber auf beiden Füssen. Das Gel hat gehalten was es versprach, die Krawatte sitzt als sei sie frisch gebunden. „Aus heutiger Sicht war der Angriff militärisch nicht angemessen.“

 Das war nicht die von allen erwartete Rolle rückwärts. Nein das war ein Salto rückwärts, der ab jetzt immer mit dem Namen des jugendlichen Helden verbunden sein wird, als Guttenbergsalto.

Im vollbesetzten Plenarsaal ist es bedrückend still. Kristina ringt nach Luft, ihr kleines Herz schlägt ihr bis zum Hals. Dieser wunderbare Mann hat mit wenigen Sätzen die Welt der Bundeswehr verändert.

Kristina weiß, sie muss verzichten kann diesen einzigartigen Mann und Verteidigungsminister nicht für sich beanspruchen. Karl-Theodor zu Guttenberg hat eine Mission in der Truppe, in Deutschland, in Afghanistan und in der westlichen Wertegemeinschaft. Sie drückt eine Träne in ihr Spitzentaschentuch und schwört vor Gott, fortan der Welt von diesem einzigartigen Menschen zu berichten


44 1/2 und unbesiegt.

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Dennis Eilhoff, Torwart von Arm. Bielefeld, versteigert seit dem 3. Dezember hier die Galoschen, mit denen er vom 5. bis zum 13. Spieltag der Saison ohne Gegentor blieb. Bleiben die Fragen offen, warum die Gebote erst bei 9 € stehen und ob er jedes Mal die Handschuhe wechselte…..

Wenn die Niedernstraße am Adventssonntag still bleibt

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Diskussion am heutigen Frühstückstisch mit der zweiten Adventskerze: Was ist so toll an verkaufsoffenen Sonntagen? Vor allem im Advent? Wir kamen zum Schluß, daß einem nichts verlustig geht, schiebt man nicht mit den Massen durch die Niedernstraße, schubst auf der Bahnhofstraße und steht in der Schlange vor den Obernstraßenläden. Findet zwar jetzt nicht jeder toll, wenn ab nächstem Jahr die verkaufsoffenen sonntäglichen Massenveranstaltungen gemäß Bundesverfassungsgericht abgesagt sind. Aber kann man damit nicht wunderbar leben? Vielleicht kümmern sich ja mal wieder ein paar Eltern um ihren Nachwuchs, statt dem Konsum hinterherzujagen. Das Westfalen-Blatt hat dieses Thema ebenfalls zu seiner “Sonntagsfrage” gemacht. Mal sehen, was die “United Shopperia”dazu sagen wird.

Und jetzt mal alle: “Jingle Bells, jingle bells…….” Können Sie nicht? Dann gibts das auch auf You tube.

Karstadt schreibt angeblich wieder “schwarze Zahlen”

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Na, da müssen sich die in der Kar Stadt Bahnhofstraße ja fühlen wie weiland die blblisch Geheilten: wundersam. Oder wie ist das zu verstehen, was so über die Ticker gejagt wird bezüglich des insolventen Kaufhausunternehmens:

Der angeschlagene Kaufhauskonzern Karstadt ist nach Einschätzung der Insolvenzverwaltung über den Berg. Rolf Weidmann, Beauftragter des Insolvenzverwalters für die Karstadt-Häuser, sagte der “Bild am Sonntag”: “Das Unternehmen schreibt nach dem Insolvenzantrag im Juni 2009 aktuell schwarze Zahlen.”

Komisch. Das haben ExBertelsmannSuperThommy und der zuletzt mit 15 Milliönchen in die Wüste geschickte letzte Big Leader nicht hingekriegt? Dabei ist es doch ganz einfach: Du schickst ne Menge Leute zur ARGE und die, denen Thommy in den verkloppten Immobilien teure Mieten verordnete, geben ein bißchen nach. Quelle wird rausoperiert und abgewickelt. Schon ist alles wieder Paletti und man schreib angeblich “Schwarze Zahlen”. Halleluja. Dann kanns ja weitergehen im Treff der beigen Windjacken im Original 70er-Jahre-Kaufhauslook operierende Karstadt. Daß sich jemand die komischen Manager mit den seltsamen Methoden zur Brust nimmt, liest man nirgends.

Nikolaus Bielefeld

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Nikolaus Bielefeld? Na klar. Hier ist der Bub.