Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Do
3
Dez '09

Die Moralisten vom Westfalen-Blatt

Ein Staatsanwalt, der straffrei Kinderpornos besitzen durfte? »Wir wissen nichts, wir haben keine Unterlagen.« So haben das NRW- Justizministerium und die Generalstaatsanwaltschaft Hamm drei Wochen lang versucht, den Fall zu verschleiern. Erst als diese Zeitung trotzdem berichtete und andere Medien den Fall aufgriffen, wurde der Druck zu groß. Gestern funktionierten die Gedächtnisse wieder, und auch die Akten, die es nicht gab, tauchten plötzlich auf. So konnte das Ministerium den Ablauf des Falls auf einmal detailliert schildern. Der Skandal hat mehrere Facetten: Da ist die Staatsanwaltschaft Detmold, die einen Kollegen davonkommen ließ. Da ist das Justizministerium, ohne dessen Zustimmung das Verfahren sicherlich nicht eingestellt worden wäre. Und da ist der Versuch, die Geschehnisse von 2002 unter der Decke zu halten. Vergeblich: Irgendwann kommt alles raus. Jenen, die Kinderpornographie noch immer als Kavalierdelikt abtun, sei gesagt: Da werden auch Kinder, die gerade mal krabbeln können, vor laufender Kamera vergewaltigt. Damit sich das irgendein Kranker an seinem PC ansehen kann.

Welch grandioses Provinzblatt, das Westfalen-Blatt. Da hat man in einem – durchaus sehr zweifelhaften – Fall mal etwas “aufgedeckt”, was sonst bei Mainstream-Blättern von Regierungspropagandagnaden nicht Standard ist und schon wird getrommelt wie weiland oskar Matzerath in der Blechtrommel. Man spürt förmlich Abschau und Amoral den Rücken hinunterkriechen. Wer die Zusammenhänge der “Kinderschutz”-Organisation kennt, an deren Spitze die Gattin des ehrenwerten HeutesoMorgenso-Ministers vuzG als “Jeanne d´Arq” des Kinderschutzes steht, hat ohnehin jede Menge Fragen. Die bleiben aber unbeantwortet, denn: Wer nicht für unseren “Kampf” ist, der ist ein Feind, ein Amoralist. Kurz: Das, was jemand ist, der zumindest gewisse pragmatische Zweifel an der hysterisch-paranoiden Aufarbeitung der Themen Kinderpo… und Klima hat. Warum müssen Konservative und leicht rechtslastige bis Rechtsaußen eigentlich immer und jederzeit die Attitüden eines unseligen Reiches benutzen, das lediglich 12 Jahre dauerte?

Kanzlerparty-Löwe Laber-Joe schlägt wieder zu

Stell Dir vor, Du gibst einem Pyromanen einen Kanister Superbenzin, schickst ihn an ein leicht brennbares Gebilde und sagts: “Nun lösch mal, Josef”. So kommt einem ungefähr das haltlose Gelaber des mal wieder im Kanzleramt das große Wort schwingenden Bank-”V”-Manns Ackermann vor. Der 25%-Rendite-Fasler warnt vor “großen Risiken”. Ausgerechnet die Truppe, die den ganzen Schwindel-Scheiss erfunden hat, warnt. Ein Treppenwitz. Und was tut die Politik? Steht daneben und labert mit. Was nicht weiter verwunderlich ist, hat man ganz sicher gemeinsame Leichen in den großen Tresoren der wundersamen Geldvermehrer. Macht ja nichts, “Zahlemann und Söhne” steht ja in Armeenstärke bereit. Mindestens 31 Millionen in Deutschland. Lohnsteuerzahler. Die kriegen das nämlich im Ernstfall gleich von Staats wegen abgezogen. Die änderen dürfen noch ein wenig tändeln, bevor sie Herrn Ackermann und Spießgesellen Teufelstanz bezahlen dürfen. Im Frankfurter “Wäldche” nahe der Rolbahn des Gigantoflughafens stehen alte Eichen mit superstarken Astgabeln. Seile zum knüpfen und Dreschflegel fürs Zusammentreiben der Idiotenmischpoke finden sich auch.

Diese herrlich weihnachtliche kleine Metropole…

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Wer die Metropole unter der Sparrenburg in der Adventszeit noch nicht erlebt hat, kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Diese grandiose Architektur mit Anklängen des frühen Spätprovinzialimus. Wie hier auf der mittleren Bahnhofstraße, Höhe Preti & Creti…

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… wo es schräg gegenüber Sinn macht, wenn Leffers von Konditor Knigge eine sicher schon furztrockene Lebkuchenbude in den Eingang stellen ließ und die von uns begleitete entzückende junge Dame aus einer sehr südlichen deutschen Großstadt mit unabsteigbarem, holländisch trainiertem Erstligaverein doch die bayerisch-blauen Augen rollen ließ: Sakra….

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… wo es hingegen nicht die an der Aorta der Stadt, dem Jahnplatz, gelegene B68-Bratwurstbude war, die gradezu orgiastisch-spitze Schreie der Entzückung auslöste sondern das Hans-Rudi-Dorf mit den spitzdächerigen roten Hüttchen. “Hoabts Ihr an SPD-Treffen hier?” fragte die entzückende junge Dame keck. Was wir allerdings verneinten. Das sei Wille der Eventexperten vor Ort. “Ei geh…”….

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.. was dann wohl dem frühromantischen Diagonalblick bis hinüber zum Metropolbeherrschenden Telekom-Center galt (Baudezernent Moss soll hier früh des Morgens mit einer Tasse frisch gebrühten Muckefucks stehen und träumen)…

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… “Seids Ihr von Pisa abghängt dera?” konnte sich das freche Mädel nicht verkneifen, als wir versuchten, sie von dieser Inschrift auf einer Bank abzulenken, und auf das steinerne Pflaster mit Granit aus China verwiesen….

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… sowie die erlesenen Roben im Schaufenster einer Galanteriewarenhandlung neben NiedernstraßenKnigge ihrer anheischig zu machen….

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… was nicht gelang. Hatte sie doch diesen Weihnachtsmann ganz nah am Leineweberdenkmal entdeckt. Stracks ging sie auf ihn zu, völlig ohne die sonst bei ostwestfälischen Jungfrauen hier übliche Guckdistanz, drehte den Bommel in tiefunterer Bauchhöhe, der Daumen des roten Mannes schnellte hoch, wuchs und die dort oben befindliche güldne Kugel tat einen Sprung und deshalb gelang es der ohne jegliche Warnung ebenfalls hochschnellenden Digicam nicht, das Gesicht der jungen Dame momentös mit auf den Chip zu bannen.

“Sche habts Ihrs dera”, meinte sie zum Abschied. Klar. So geile Weihnachtsmänner gibt es an der Isar net.

Enteisungsspray. Soso.

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“Nehmen Sie´s mit. Sonderangebot. Günstig”, sagte die junge Dame an der Kasse der Tanke auf der Eckendorfer und nickte Richtung “AufgestapelterBergEnteiserSpray”.

“Ok. Ist ja wirklich günstig. Soll ja auch kälter werden”.

Der hochaufgeschossene stille Mensch an der Spitze der Kassenschlange zahlte seinen vollen Tank und ein Enteisungsspray. Die junge Dame griff das Gespräch wieder auf: “Soll man ja auch nasal anwenden können”. “Was? Das Spray?”. “Ja”. Dann ein Prusten, in dem der Satz fast unterging: “Kann man auch a………. nehmen”, kicherte sie. Dann beugte sie sich während das Kassiervorgangs ein wenig nach vorn: “Der Mann eben vor Ihnen ist Proktokologe am Klinikum Mitte. Stammkunde”.

Wir prusteten nun beide los.

Von wegen Enteisungsspray. Ist ja nicht kalt genug.

Das digitale Brett vorm Kopf

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Ist ja schon mal interessant, eine halbe Stunde im Schreihalsladen draußen in Schildesche zu verbringen. Wändeweise sind die digitalen Bretter da angebracht. Offene, gaffende Münder stehen davor, die Köpfe gehen von links nach rechts. Die Beatmung eher leicht unterbelichteter Hirne stockt. Mario Barth brüllt sie an. Von rechts nach links. Boaaaaaaaaaaa. 160 Zentimeter. 63″! Je kleiner das Zimmer, desto breiter, flacher und lauter der LCD. Weihnachten kann kommen. RTL ist gerüstet. Det is aber nich mein Laden.

Kaká im knappen Höschen

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Nun heben sie völlig ab bei real,-, Tschuldigung Real Madrid, dem selbst ernannten Gotte der Fußballvereine. “Dessous mit den Namen von Ronaldo und Kaká usw.”. Eine Idee für Arm. Bielefeld? Vielleicht “Rübe forever” oder “Halfar.Balladasdarein” oder “Knapp.Knapper. Katongo”?