Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Di
1
Dez '09

Perfektes Dinner

Hallo zusammen,

 wer hätte Lust bei (hoffentlich) gutem Essen und Getränken neue Leute zu treffen. Ein Vorschlag wäre einige Abende immer wieder bei jemand anders zu kochen und zu trinken beziehungsweise vielleicht sogar ein “perfektes Dinner” hinzulegen. 

Würde mich freuen!

Lara (30 Jahre, Lehrerin)   

Nur hin zu Nils Holgersson

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Meine Herrn, das ist schon eine ziemliche Menge an Wildgänsen, die auf dem Weg zu Nils Holgersson sind und das Ostwestfälische kreischend überfliegen. Hier das Modell “Nyköping” mit etwas feinerem Gefieder und inaktiviertem Nils-Holgersson-Sitz. Er, der – wir berichteten kürzlich darüber – auf der Flucht vor dem Furz in D. Bohlens Prekariatsschmonzette auf Bertelsmanns RTL unbedingt von oben Gütersloh sehen wollte, befindet sich jetzt in sicheren Gefilden, wo es nicht mehr nach Idiotie und seichtem TV-Gestank riecht. Die hier Abgelichteten müssen das aber noch bei ihrem schnell Flug über die Republik aushalten. Dazugekommen ist jetzt der gemeine hessisch-faule Roland-Koch-Antidemokratie-Blähfurz, der Staatssender in schwarze Hände mit dem Geruch nach brutalstmöglichen Vermächtnissen bringt. Es soll aber Weisungen der Leitgans geben, das hessische Wiesbaden weiträumig zu umfliegen.

Wenn der Werwolf die Metropole anheult

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Endlich ist es gelungen den Metropolwerwolf knapp unter der Sparrenburg an diesem kalt werdenden Abend auf den Chip zu bannen. Gleißend hell leuchten seine Augen knapp unterhalb der Hünenburg in die werdende Nacht. Seinen genauen Namen weiß man noch nicht. Aber es werden an den Stammtischen der Stadt und auf dem Weihnachtsmarkt beim Punsch und Eiergröggchen schon Wetten begonnen. Wir werden es herausfinden. Die Altherrenriege geht sicher auch heute Abend wieder auf die Pirsch zwischen Apfel, Nuß und Mandelkern, Poffertjes, Pommes, Pannekoken und fettigen Riefkooke (Dösseldörpsch: Reibeküchlein). Habt fein acht!

1. Dezember. Sonnentag.

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Gestern noch Festungsstadt. Heute Wintersonnenüberflutet. 1. Dezember in der Metropole unter der Sparrenburg.

Von wegen “Bielefeld ist häßlich”

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Doch doch. Diese Metropole hat schon sehenswerte Ecken. Industrieromantik wie 1989 Leuna oder Bitterfeld. Fans dieses abblätternden Romantizismus treiben sich gerne mal auf dem Gelände von Windel rum. Dort ist so etwas wie ein Industriepark entstanden mit außergewöhnlichen Blickwinkeln aus der Stadt der bebauten und unbebauten Brachflächen.

Schön, wenn Designer unser Umfeld mitgestalten.

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Ein Hauch von Subkultur unterstützt das Lifestyle-Feeling der kreativ-prekären Klasse.

Was wäre das Stadtbild ohne Blockadekräne?

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Auch diese Kranblockade wurde Ihnen präsentiert von der Altherrenriege. 

Gänse. Lebendig geruft. Skål!

Diese Pressemeldung wird die Besucher der gelbblauen holländisch/Schweizer Holding mit dem Sverige-Touch sicher nicht weiter schocken und ihnen die Lust auf einen Schluck Glögg beim mampfen des äppelkaka med vaniljsås nehmen:

IKEA tischt seinen Kunden seit Wochen Gänsekeulen mit Rotkraut auf. Der Kunde erfährt auf Nachfrage, dass das Fleisch
von Gänsen aus Deutschland käme. Eine gemeinsame Recherche von VIER PFOTEN und dem ARD Magazin “FAKT” deckte nun auf, dass das Fleisch in Wirklichkeit aus Ungarn stammt. Ein Teil der Gänse wurde lebendig gerupft – VIER PFOTEN liegen Beweisvideos aus den Tierhaltungen vor, die zehntausende illegal gerupfte Gänse zeigen. IKEA-Kunden in Deutschland und Österreich kommen daher vermutlich seit Wochen in den “Genuss” von Fleisch aus tierquälerischer Haltung. Die Herkunft des restlichen Gänsefleisches wird von IKEA nach wie vor geheim gehalten. Nachforschungen ergaben, dass das Gänsefleisch über die Firma “Sander Gourmet” an IKEA geliefert wurde. Angaben über die genaue Herkunft des Fleisches wurden bei IKEA und Sander Gourmet jedoch “aus Wettbewerbsgründen” strikt verweigert. VIER PFOTEN recherchierte selbst weiter: Die Spur des Billigfleisches führt über Sander Gourmet jedoch weiter zum ungarischen Gänsefleischproduzenten HUNGAVID. Im vergangenen Jahr dokumentierte VIER PFOTEN das Leid der Gänse, schaltete die Polizei ein und warnte den deutschen Handel vor der betrügerischen Firma. Obwohl HUNGAVID VIER PFOTEN im Juni 2009 vertraglich zugesichert hatte, aus dem illegalen Lebendrupf auszusteigen, wurden Gänsen dort weiterhin bei lebendigem Leib brutal die Federn ausgerissen. Nicht nur VIER PFOTEN stellt sich gegen dieses tierquälerische Vorgehen: In der gesamten EU ist das Lebendrupfen von Gänsen streng verboten. Das Verhalten von IKEA verwundert: Bereits im Frühjahr stand der schwedische Möbelhersteller im Kreuzfeuer der Kritik, nachdem Journalisten den Gebrauch von Daunen aus Lebendrupf in IKEA-Betten und -Decken aufgedeckt hatten.

Skål och god jul am Südring der Metropole!

“M” – “Wenn der Journaillegaul am Kesselbrink wiehert

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Da brach dann wohl Jens Reichenbach vom Lokalen der NW der journalistische Gaul endgültig ob der breitflächig in der Metropole inszenierten Jagd nach Ausbrecher Michalski durch. Sein Vergleich mit dem 1931 entstandenen Filmklassiker “M – eine Stadt sucht einen Mörder” erinnert sicher alle Drittzähnler der niedlichen kleinen Stadt an die aufwändigen Dreharbeiten damals. “Wißt Ihr noch? Damals an der Lutter, als der Verbrecher mit Barrikaden aus Broten von Bürenkemper den Strom aufstaute?”.

Bißchen Phantasie ist ja gut. Aber wenn zu später Stunde OBPit in der TV-Sendung “Extra” im Rahmen einer “spannenden” Reportage aus dem Polizeihauptquartier des Metropölchen seinen Charakterkopf in die Kamera steckt, dann ist das viel spannender. Kaum im Amt, merkelt er bereits: Überall präsent. Wo eine Kameras ist.

Ansonsten brauchen wir uns keine Sorgen zu machen, von den Befindlichkeiten der Gangster informativ abgeschnitten zu werden, hat der bereits gefasste Kumpel Heckhoff doch BLÖD, dem offiziellen Reichsmitteilungsblatt der Damen Springer und Mohn ein “Interview” gegeben. Ausschnitt gefällig?

Der 50-jährige Mittäter Heckhoff schilderte der “Bild”-Zeitung unterdessen die Umstände seines spektakulären Ausbruchs. “Die Waffe haben wir im Knast von einem Mitarbeiter gekauft”, sagte der Schwerverbrecher. “Ich hab von einem Wärter den Schlüssel bekommen und auf den Kopierer gelegt.” Nach dem Muster habe sein Komplize schließlich in der Schlosserei einen Schlüssel gemacht. “Den haben wir dann in einem günstigen Augenblick genutzt.” Über sein Motiv für den Ausbruch sagte er: “Die Direktorin hat mich voll schlecht behandelt und mir einfach den Ausgang gestrichen.”

War BLÖD wohl schneller als NW und Westfalen-Blatt, was? (Das Düsseldorfer Skandal-Justizministerium unter Müller-Piepenkötter – ein Name, ein Programm – ist da sicher behilflich). Vielleicht könnte man was an den Heeper Fichten reißen?

Gefasst wurde Michalski heute früh am Niederrhein bei Wesel. Bißchen weit weg von Bielefeld. Oder? Da hat wohl mal wieder das alte Polizeirezept “Links blinken. Rechts abbiegen” gegriffen. Jetzt bleibt wieder nur die tägliche Berichterstattung von den Punschtöpfen des Weihnachtsmarktes.

Nachtrag: Die Kölner Polizei geht davon aus, “dass in dem (BILD)Artikel Informationen verarbeitet sind, die unbefugt an die Bild-Zeitung gelangten”. Ein Ermittlungsverfahren sei eingeleitet worden, hieß es in einer Mitteilung der Polizei Köln. Inwieweit die von “Bild” zitierten Äußerungen Heckhoffs den tatsächlichen Verlauf seiner Flucht wiedergeben, werde noch geprüft, ergänzte ein Sprecher. Ob Schülerzeitungsredakteur “Gelhaar” Kai Diekmann mal wieder die Phantastereien und die Abteilung “Verkaufssteigernde Lügen” durchgegangen sind?