Archiv für den Monat: Dezember 2009

Was vom Jahre bleibt

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So. Noch ein paar Stunden, dann klappen wir den Deckel über diesem Jahr 2009 zu. Möge es sanft ruhen und über seine vielen Schandtaten nachdenken. Über die „große“ Politik schweige heute des Sängers Höflichkeit, die Trauerspiele werden in 2010 ohnehin eine ganz neue Renaissance erleben. Dafür sorgt schon die Besetzung des Berliner Gruselkabinetts mit Frau Untätig an der Spitze. Die fetten schwarz-gelben Trommeln sind schon neu bespannt, Guy d`Eau wetzt die Schlegel, geht seine Klientelpolitiktruppe doch in den Umfragen ziemlich den Bach runter. So mancher Apotheker, Arzt oder Hotelier zittert auch bei uns ob der schwachen Performance dieser unfähigen Truppe von Niebels, Brüderles, Röslers.

Was bleibt lokal? Zumindest eine Brachfläche am Kesselbrink ist überbaut und die halbe Diogenes-Tonne neben der Stadthalle wird im nächsten Jahr dann die geballten Kaninchenzüchterausstellungen der Nation anlocken. Jede Eröffnung wird der Republik einziger OberBolleragenführer Pit Clausen mit einem donnernden „Hi Bielefeld allwege“ begleiten. Das soll sich noch steigern, wenn die Mal-wieder-Aufsteiger von Arm. Bielefeld sich auf dem Rathausbalkon feiern lassen…

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In diesem Sinne Skål!

Da hilft auch Babywolle nicht

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Gestern auf der Eckendorfer waren es ja schon nur wenige, die ihr Allerheiligstes waschen ließen. Heute dürfte die heilige Waschung wohl zusammengebrochen sein ob der weißen Schübe vom grauen ostwestfälischen Silvesterhimmel.

PS: Pilzmahlzeit gut überstanden!

Die bewußte Verbreitung der Lüge

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Ach, da guck mal einer an. Als die Pharmagangster so richtig Druck machten und Horrorstories vom Fließband produzierten, da hattet Ihr lieben NW-ler nichts Besseres zu tun, als jeden Tag dicke Ballen zu drucken. „Paaaaaaaaaaaaaaannndemieeeeeeeeeee. Millionen Tote“. Und jetzt ist sie so einfach vorüber, die Schweinegrippe? Toller Journalismus, der sich im Nachdrucken bewußt konstruierter Agenturmeldungen erschöpft. Aber einen Trumpf habt Ihr ja noch: Das Kliiiiiiiiiiiimmmaaaaaaaaaaaaaa. Vielleicht nutzt Ihr ja mal die Chance und recherchiert, wer hinter dem Schweinegrippenwahn steckte und Milliarden einsackte. Ist allerdings ein klein wenig aufwendiger als AP, dpa, AFP – Fahnen zu redigieren.

Verdammt, was ist mir grad warm.

Abzocke Hotline

Von diesen Liedern kann wohl jeder ein Lied singen: Warteschleifen sind ein Ärgernis des Alltags. Sie nerven und kosten den, der genervt wird, oft auch noch Geld. Immer noch. Die IT-Branche hat damit bewiesen, dass für sie das Gleiche gilt wie für die Politik: Absichtserklärungen zählen rein gar nichts. Anscheinend müssen die Anbieter per Gesetz gezwungen werden, nur dann Gebühren zu kassieren, wenn wirklich ein Mensch und keine Maschine spricht. Die alte Bundesregierung hatte Abhilfe angekündigt, dem Versprechen aber keine Taten folgen lassen. Ein Blick zum Nachbarn zeigt, dass es geht: In Frankreich müssen Verbraucher erst zahlen, wenn sie einen Berater am anderen Ende der Leitung erwischt haben. Es kann also nicht an technischen Schwierigkeiten liegen, wie die deutsche Telekommunikationsbranche sich zu erklären versucht. Es ist wohl eher so, wie Verbraucherschützer vermuten: Die Abzocke gehört zum Geschäftsmodell. Dieses Geschäftsmodell sollte der Gesetzgeber schleunigst begraben. Schließlich kann nur der eine Gegenleistung verlangen, der überhaupt erst einmal eine Leistung bietet.

Tja, liebes Westfalen-Blatt. In anderen Ländern gehen überhaupt so einige Dinge, die in Deutschland partout nicht gehen wollen, können, dürfen, sollen. Lobbyismus bis zum Exzess. Ist ja auch kein Wunder, wenn so eine zynische Misttüte wie Ex-SPD-Clement für Callcenter trommelt.

After-Weihnachts-„Sale“ unter der Sparrenburg

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Eine Wette war es, die den Schreiber in den Innenteil der glanzvollen Metropole an der reißenden Lutter trieb. „Du wirst bei der Fülle heute keinen Parkplatz finden“. Was gegen 14:30 Uhr schon mal nicht eintraf, wie oben dokumentiert (Cinestar-Parkhaus). Drinnen übertraf das Quietschen der Reifen der mit Outbacklerischem Kennzeichen versehenen Wägen die Erwartungen. Krachend überfuhr das Männlein „Typ Kleinbauer“ mit seinem alten Daimler die Begrenzungen zwischen Auf – und Abfahrt. Unisono wurden ein halbes Dutzend Fluchtgänge reingehauen. Der Outbackler am Volant hatte Glück. Nichts passierte. Derweil sein zartes Frauchen seelenruhig auf dem Schleudersitz neben ihm harrte. „50 Jahre hat er den Führerschein. Kein Unfall, und die Toten ließ er hinter sich liegen“. Jau. (LIP = „Landwirt in Panik“). Im Radio gab eine sich überschlagende paranoidhysterische politische Stimme kund von den kommenden Nacktscannern, die ob der gewaltigen neuen Bedrohung nun schnellstens eingeführt werden müßten. Bub, ob Du schon mal während der Afterweihnachtssaletage in der Innenstadt warst? Wahrscheinlich spricht er aber auch nur gut geschmiert für die Industrie, die nun Morgenluft für das Nacktscannen wittert. Armer, armer Irrer.

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Eine so wundervolle Metropole wie Bielefeld lebt aber auch vom Spannungsbogen der Gegensätze:

doof – klug
klein – groß
verrottet – super

In der Renteistraße in der Altstadt finden sich da gleich mehrere Gegensätze. Urmini – BMW-Mini. Verfallender Giebel…

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… und Balkonluftiger Hochsitz…

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Michelangelo soll ja mal gesagt haben, als ihm damals ein Ratsgymnasiast einen Kupferstich von Bielefeld zeigt: „Gebt mir einen einfachen mittelangen Hebel und und ich hebele diese Armseligkeit oben vom Johannisberg für immer aus“. Zum Glück kam er nicht in den Marktflecken und setzte seinen Fuß nicht in die Renteistraße ….

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Wäre es passiert, trüge OBPit heut keine güldne Stadtkette unterm zarten Kinnlein und dieser Schuhladen Ende Renteistraße müßte gar nicht erst aufgeben. Es gäbe ihn einfach nicht ….

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…und der herrliche Blick über den Niederwall hinüber zu Nikolaus Dürkopps alten Hallen, wo einstens Motorräder, Autos und Nähmaschinen gebaut wurden, wäre auch nicht da….

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Später meinte die schönere und bessere Hälfte nur: „Was hast Du denn für schlechte Laune. War es so voll in der Innenstadt?“. Nö, ging so. Aber an vielen Häusern Bielefelds sollte man nicht hochgucken. Viele Straßen und Strässchen weder betreten noch fotografieren und sich einfach denken: Andere Städte haben auch schlimme Ecken. Ok. Aber vielleicht nicht so viele?

Der feuchte Traum unserer Blockwarte

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Im texanischen Montgomery County stehen betrunkene Autofahrer ab sofort bei Twitter am Online-Pranger. Denn wer pusten muss und mit Alkohol am Steuer erwischt wird, findet seinen Namen sogleich im Twitter-Feed des Bezirksstaatsanwaltes. Eine rechtskräftige Verurteilung wird nicht abgewartet. Doch diese Veröffentlichung ist umstritten.

Ach, wie umständlich. Twitter. Boah. Nej, gleich an den nächsten Baum. Hoch mit dem Hals. Oder über den Highway jagen, bis er irgendwo gegenknallt. Aus einem US-Staat, der ein kriminelles Monster wie G.W. Bush gebar und stolz auf seine Todessstrafen ist, kann man nichts anderes erwarten. Die sind so. Die bleiben so. Aber bei uns wird in den feuchten Träumen der Bosbachs, Schäubles und sonstigen Scharfmacher der Republik jetzt auch ein kleines, feuchtes neues Träumchen sein: „Autosäufer twittern“. Erst mit den wunderbaren Mautbrücken kamerariell erfassen, dann auf Twitter geben und Holladiewaldfee ab geht die Jagd. Am Bielefelder Kreuz könnte man ja Brandbomben abwerfen….

Der Terror sitzt ganz woanders

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Die gute Nachricht vorweg: Dank des technischen Unvermögens des Attentäters und des beherzten Eingreifens von Mitreisenden ist die Weihnachtskatastrophe verhindert worden. Hätte der Plan des 23-jährigen Nigerianers geklappt – an die 300 Menschen in der Maschine auf dem Weg von Amsterdam nach Detroit wären in den Tod gerissen worden. Über denkbare Opfer am Boden lässt sich nur spekulieren. Unmittelbar nach dem versuchten Terroranschlag sind an vielen europäischen und vor allem den amerikanischen Flughäfen die Sicherheitskontrollen verschärft worden. Auch während des Fluges müssen sich Passagiere vorerst in vielen Fällen auf Einschränkungen einstellen. Vieles davon ist aber wie schon in der Vergangenheit Aktionismus, der nicht unbedingt dazu beiträgt, das Vertrauen in unbeschwertes Reisen und die Lust am Fliegen zu stärken. Noch ist unklar, wann und wo der verhinderte Attentäter den Plastiksprengstoff an seinem Körper befestigte. Zwar behauptet der 23-Jährige, der Sprengstoff sei in seiner Unterwäsche eingenäht gewesen. Ob das stimmt, ist unklar. Hatte er schon in der nigerianischen Metropole Lagos das hochexplosive Material unbemerkt durch die dort nicht so scharfen Sicherheitskontrollen gebracht? Hatten Mittelsmänner die Bombe auf dem Flughafen Amsterdam deponiert? Oder war der Sprengstoff bereits im Flugzeug versteckt – bereitgelegt von Komplizen, die als Techniker oder in einer der Putzkolonnen arbeiten und so durchaus entsprechende Möglichkeiten gehabt hätten? Klar ist dagegen, dass es Warnhinweise hinsichtlich einer Radikalisierung des 23-Jährigen gegeben hat. Britische Behörden hatten ihm bereits die Einreise verweigert, die Amerikaner ihn auf eine Beobachtungsliste gesetzt. Dennoch konnte er mit einem Einwegticket in die USA einreisen. Hier wurden eindeutig Fehler gemacht, hier haben die Behörden, und zwar die in den USA, versagt. Dort liegen alle Passagierlisten von Flügen in die USA vor. Da muss ein Name mit Verbindungen zum Terrornetzwerk auffallen. Deutlich wird an diesem Fall aber auch, dass die Kontrollen verändert werden müssen – es muss nicht unbedingt schärfer, sondern besser kontrolliert werden. Es hilft nicht, einen großen Aufstand zu machen, nur weil sich der Beutel mit dem Waschzeug im Handgepäck nicht verschließen lässt, derweil nebenan der Terrorist mit Sprengmaterial in der Unterhose lächelnd die Sicherheitsschleuse passieren kann. Hier stimmt etwas nicht im System. Die ganze Ohnmacht wird deutlich, wenn – wie jetzt angeordnet – Reisende in der letzten Flugstunde nicht mehr ihre Plätze verlassen oder an ihr Handgepäck dürfen. So etwas ist mit blindem Aktionismus noch sehr schmeichelhaft beschrieben. Mit solchen hilflosen Maßnahmen lösen die Fluggesellschaften Angst
aus und verärgern ihre Gäste. Anschläge aber werden damit nicht verhindert. Das jedenfalls ist sicher.

Ach liebes Westfalen-Blatt. Wenn wir Euch und Eure süßnaiven Kommentare nicht hätten. War doch logisch, daß nach dem gescheiterten Anschlag auf die Bürger per Schweinegrippe-Pandemie wieder mal Terror kommen mußte. Wo kommen wir denn da hin, wenn Bürger einfach machten, was sie wollten und nicht den grandiosen Vordenkern aus der Politik folgten, die schon mal Impfstoff für Abermillionen bestellen und es nicht schaffen, das in alle Oberarme zu bekommen und schließlich für billig Steuergeld wieder ins Ausland verröslern müssen. Der Terror sitzt wohl eher in den Hirnen politischer Schwachmaten, den Stuben der versifften Berliner Politik und ihren willigen Ausführern in Behörden und Verwaltungen. „Technisches Unvermögen des Attentäters“? Hahhahaahahahhaaaaaaaaaa. Da kichern ja die Hühner.

Pervers

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Während er noch intensiv nachdenkt, welche Faktoren wie eintreffen müssen, um die Weitung des Magens über Weihnachten im ungünstigen Falle irreversibel zu machen, tauchte die schönere und bessere Hälfte schon wieder den Rührquirl in geschmolzene Schokolade, zog Eisschnee und Sahne drunter und gab das Machwerk in den Backofen. Gedacht ist das süße Machwerk für den Nachmittagskaffee mit den Damen am morgigen Montag.

Ob sie glaubt, daß es draußen im Senneschen Outback an Weihnachten zu wenig zu essen gab? Nein. Das fragen wir lieber nicht.

Play hard or go home

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So, die Schlachten an den Buffets sind geschlagen, die Kilos sind drauf, die Fitnesscenter legen die neuen Mitgliedsbücher parat (Ist Elixia eigentlich noch dabei?). Auf einem geschenkten Rugby-Shirt prangt:

„play hard or go home“

Nun gut. Der Gegelte aus der fränkischen Diaspora will „unter Eid“ wegen Kundus aussagen. Was angesichts der vielen geschworenen Eide von Politikern von Barschel über Schäuble und Kohl bis Heinrich Huppenpuppel nicht mal das hingehaltene Mikrophon wert ist. Schon aber regen sich die klammen Händchen der von BILD herbeigeschriebenen Claqueure: „Endlich ein Politiker, der ehrlich ist“. Oh, wieviele deutsche Generalinspekteure haben wir denn in Afghanistan, die die Lage „ganz genau“ erkennen? Oder sind das letztlich nur die Horden der Dooflinge, denen „blaues Blut und schneidiges Auftreten“ genug Qualifikation sind? Wie klingt das doch grad noch bei dem fränkischen Blaublut, über den bevorzugt Meiergustl Burdas BUNTE in gebückter Devothaltung parliert? „Eine Vorzeige-Demokratie könne Afghanistan nicht werden. Vielmehr will er gemäßigten Taliban Regierungsbeteiligung in Aussicht stellen.“ Zitat Süddeutsche Zeitung.

Unser großer Gütersloher Liebling Bertelsmann-Stiftung verortet per Umfrage „70% der Deutschen vertrauen den Entscheidungsträgern in Politik und Wirtschaft nicht“. (Welt am Sonntag). Zahlen, wie 1932 in der Weimarer Republik. Aber der neue Kanzlerdarling K-TvzG steht doch schon bereit. Mit seiner riesigen Führungs – und Lebenserfahrung und unerschütterlichen Treue zur Weltpolizei USA wird das mit dem Weg in den Abgrund schon klappen.

Man kann also sicher sein: 2010 wird ein ganz, ganz tolles Jahr. Die Boni werden uns Unermessliche steigen, die Steuern und die Verschuldung dito. Bielefeld wird davon ein Abklatsch in klein sein. Fangen wir einfach schon mal an, die Weihnachtsfresserei auszukotzen.

Die Stunde der Heuchler

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Wer hat wohl die Gaben unter dem Weihnachtsbaum umgedreht und das listige kleine „Made in China“ wie oft entdeckt? Scheinbar hat es ja nichts mit dem gigantischen Aufmacher des etwas gehobenen „Volksblattes“ BLÖD zu tun, den Spiegel online da heute über eine Verurteilung in China ins Web hob:

Es ist der härteste Richterspruch gegen einen Regimekritiker seit Jahren: China hat Liu Xiaobo zu elf Jahren Haft verurteilt – wegen einiger kritischer Texte. Die KP schert sich nicht um die Menschenrechte, und der Westen hält still. Weil er die Volksrepublik für Milliardengeschäfte braucht.

„Wegen einiger kritischer Texte“. Oh, da sehen mal wieder ein paar Zeilenschinder den Balken im eigenen bundesdeutschen Auge nicht. Auch hier sind – im Gegensatz zu China sind wir ja eine „lupenreine“ Demokratur mit Typen wie Roland Koch oder seinem frechtumben Finanzadlatus Weimar oder von der Leyens Websperren oder Müller-Piepenkötters Webschaltung – Sachen üblich, daß sich einem der feiertägliche Magen umdreht. Da werden Finanzfahnder in Frankfurt für verrückt erklärt, weil sie einigen Mafioso zu nahe kamen, da verlieren Journalisten über Nacht ihren Job, weil sie der Wahrheit zu nahe kamen und da labert eine Templiner Gänsebraterin von der „Demokratie, auf die Deutschland ja wahrlich keinen ständigen Anspruch hat“ und befürwortet Videoüberwachungen aus dem Nichts. Auch hier wurden und werden Demonstranten wie gegen die Scheisse von Heiligendumm erst einmal in Käfige gesteckt, bevor die staatstreuen beamteten Büttel „ermitteln“. Auch hier erzählen Typen wie der etwas schwachbrüstige Innenminister De Maiziere einem vom Lügenpferd, indem sie „Linken Terror“ geißeln und massenhaften rechten schlicht vergessen. Deutschland entwickelt sich zu eimner Hochburg der Schnüffelei, Datenspeicherung, Videoüberwachung und staatlicher Willkür. Was auch angesichts eines Regierungschefin mit mehr als 35 Jahren Stasi-Erfahrung und FDJ-Propaganda- und Agitationskarriere wenig wundert. Die dämliche Story vom naiven Landmädeln mit den bösen Drangsalierungen des „Unrechts- staates“ glauben ihr ohnehin nur die scheinbar naiven Amerikaner, die aber ganz genau wissen, wo Bartel Merkel bei uns den Most holt.

Würden deutsche Unternehmen des simplen Mammons wegen nicht ihren massenhaften Konsumdreck in China für Billigstgeld produzieren lassen und die Arbeitsplätze hier vernichten, ließe sich gegenüber China ganz anders auftreten. Aber so läuft das ganz anders. Derzeit baut China mit massiver deutscher Hilfe eine Autogroßindustrie auf. Viele Werke sind schon ganz in chinesischer Hand. Siehe Volvo, Rover etc.

Aber schon die Bibel erzählt ja vom Balken im eigenen Auge…

Wie geht es dem Magen?

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Durch familiäre Fügungen liegt Heiligabend heute hier auf dem ersten Weihnachtstag. Was aber nicht verhinderte, daß die Teiltruppe Feiernder gestern Abend nach einem veritablen Raclette dennoch Geschenke in den Händen hatten. Eines davon handelte wiederum vom „Essen & Trinken“. Was Mägen doch aushalten können, wenn sie mit italienischem Kräuterelixier rechtzeitig gepflegt werden. Ein Drittel der drei „Freß & Sauftage“ ist also geschafft.

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Während in der ostwestfälisch-lippischen Diaspora der Schnee schneller schmilzt als das alkoholisierte Auge wahrnehmen kann, entsteht die klassische Beigabe zum ebenfalls klassischen Schinken, der am Nachmittag für 3 Stunden zur letzten heißen Ruhe bei 150 Grad in den Ofen verbracht wird.

Da bleibt ja Zeit, mal so richtig ausführlich in schönen Blogs zu blättern, die sich mit „Essen & Trinken“ beschäftigen. Bis wir am morgigen zweiten Weihnachtstag und hoffentlich abflauendem Sturm über dem Teutoburger Wald zu einer „Überraschung mit Geflügel“ schreiten, wie die Kreateurin des Menüs lediglich andeutete.

Reicht der Vorrat an Fernet? Oder doch lieber einen „Steinhäger“ oder „Westfälischen Korn„?

Merry Weihnachten!

It’s Weihnachts-Time

When the snow falls wunderbar
And the children happy are,
When the Glatteis on the street,
And we all a Glühwein need,
Then you know, es ist soweit:
She is here, the Weihnachtszeit
Every Parkhaus ist besetzt,
Weil die people fahren jetzt
All to Karstadt, Mediamarkt,
Kriegen nearly Herzinfarkt.
Shopping hirnverbrannte things
And the Christmasglocke rings.
Merry Christmas, merry Christmas,
Hear the music, see the lights,
Frohe Weihnacht, Frohe Weihnacht,
Merry Christmas allerseits…
Mother in the kitchen bakes
Schoko-, Nuss- and Mandelkeks
Daddy in the Nebenraum
Schmückt a Riesen-Weihnachtsbaum
He is hanging auf the balls,
Then he from the Leiter falls…
Finally the Kinderlein
To the Zimmer kommen rein
And es sings the family
Schauerlich: „Oh, Chistmastree!“
And the jeder in the house
Is packing die Geschenke aus.
Merry Christmas, merry Christmas,
Hear the music, see the lights,
Frohe Weihnacht, Frohe Weihnacht,
Merry Christmas allerseits…
Mama finds unter the Tanne
Eine brandnew Teflon-Pfanne,
Papa gets a Schlips and Socken,
Everybody does frohlocken.
Merkel speaking in TV,
All around is Harmonie,
Bis mother in the kitchen runs:
Im Ofen burns the Weihnachtsgans.
And so comes die Feuerwehr
With Tatü, tata daher,
And they bring a long, long Schlauch
An a long, long Leiter auch.
And all they schrei – „Wasser marsch!“,
Christmas is – nun gleich – am Arsch!
Merry Christmas, merry Christmas,
Hear the music, see the lights,
Frohe Weihnacht, Frohe Weihnacht,
Merry Christmas allerseits…

Am Fenster oben links mümmelt OBPit einen Apfel

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Es nervt, nervt, nervt. „Bielefeld Verschwörung“, „Bielefeld gibt es nicht“. Doch. Bielefeld gibt es. Können hunderttausende Autofahrer bestätigen, die mit der größten Industrie der Stadt mit Hauptsitz am Bielefelder Berg netten Briefverkehr hatten. Es blitzt, blitzt, blitzt. Die NW verstieg sich im Untertitel zur Vorstellung des Titelbildes des neuen Buches „Rätselhaftes Bielefeld“ (Pendragon-Verlag) zu der Phrase: „Bielefeld hebt ab“. Da geht es dann schon wieder um die dämliche „Bielefeld-Verschwörung„.

Meine Herrn, das trifft doch höchstens für eine gegnerische Schwalbe im Almstrafraum oder das Flugplätzchen Windelsbleiche zu. Ansonsten hebt hier nichts ab. Aber der Sparrenburgturm als Rakete mit OBPit links oben am Fenster, Jöllenbecker Äpfel („Die Nördlichstens oberhalb Mailands“) mampfend, das hätte ja wirklich Charme. Kesselbrink-Spacecenter soll ja auch zu den politischen Zielen des Jung-OB gehören.

Brummikreisel

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Wenn man nicht wüßte, daß an dieser Stelle die 40-Tonner eines sehr bekannten ToreTürenZargenAntriebe-Riesen draußen im Outback gewendet werden, käme man glatt zur Ansicht, es sei die Stelle, an der ein gewisser Michael S. final im Kreis rumgefahren ist. Bis Mercedes zu der Ansicht kam, es sei wichtiger einen Rennstall zu kaufen und einen beschäftigungslosen Rennopa mit Millionen zu sponsern anstatt Arbeitsplätze der C-Klassefertigung im Lande zu behalten.

Übrigens: Es knirscht ganz frostig unter den Sohlen. Heiligabend dürfte also zumindest halbweiß werden.

Der Weihnachtsmann ist ein Dieb….

…. jedenfalls auf der Homepage der kleinen-großen Metropole:

Man kann da eine animierte, elektronische Postkarte für die Weihnachtsgrüße versenden (link).

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Und was gibts da zu sehen? Der Weihnachtsmann klaut die Sparrenburgfahne von der Burg…

um Platz zu schaffen für ne olle Tanne…. na ja vielleicht ists ja auch ne etwas teurere vom Typ „Nordmann“

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 unerhört sowas…. 😉

Briefe von der sinnlosen Front

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Weihnachten in Afghanistan, II.
Die amerikanische Majorin hat einen kleinen Christbaum zwischen ihren Schreibtisch und meinen gestellt, und ich hab einen Kalender mit täglicher Schokolade hinter dem Türchen, das ist gar nicht so schlecht. Das Support Element lässt einen Christbaum aus DEU einfliegen, wie alles bei der Bundeswehr hat sogar der Christbaum eine Versorgungsnummer – unsere Logistik ist der Hammer. Und der Bundeswehrverband hat jedem Soldaten im Einsatz einen Schokonikolaus versprochen, die Einsatzbereitschaft des deutschen Heeres ist somit sichergestellt.
Stabsoffizier Hermann West, 40, Kabul 2008.

Auszug aus einer Sammlung von Weihnachtspost von der afghanischen „Front“, wo sich deutsche Soldaten, von deutschen Politikern hingeschickt, über die wahren Hintergründe belogen in einem sinnlosen Krieg mit sinnlosen Zielen und sinnlosen Kosten befinden. Die Süddeutsche Zeitung veröffentlichte trotz der heftigen Einflußnahme der Bundeswehr-PR-Abteilung diese Post, mußte aber die Namen verändern.

Ganz sicher sind auch eine ganze Reihe von Soldaten aus OWL draußen am Hindukusch und verteidigen die deutsche Grenze, wo sie angeblich ja nur Brunnen bohren, Schulen aufbauen und dem korrupten Wahlfälscher an der Spitze des Staates helfen, die Heroin-Ernte noch blühender zu machen. Herrlich das Bild des derzeit noch Obersten Kriegsherren K-TvzuG im strahlend hellblauen Hemd, die Hände theatralisch in die Seiten gestemmt und Frisur wie Anzug sitzen wie im Studio-Photoshooting für die Wahl zum „Mister Bundestag“ (Dem Link zu einem Cicero-Artikel folgen und staunen, welche absurde Sicht, ja gradezu bekloppte Sicht die Heldenverehrung dieser neuen Politiker-Garde bereits annimmt). Warum tun sich in solchen Momenten nicht die Abwurfschächte der Militärmaschine nach unten auf und entlassen den labernden „Politstar“ dahin, wo er hingehört. Auf den Boden der Tatsachen und weg vom Fenster?

Warum erinnert das so verdammt an die Idiotien, Leiden und den millionenfachen Tod in den angezettelten Kriegen 14 – 18 und 39 – 45?

Das wollen die Gütersloher so

Dokusoaps heißt das neue Lieblingskind der Privatsender. Vor einem Millionenpublikum gestehen hochverschuldete Paare tränenreich ein, dass sie nicht mit Geld umgehen können, verzweifelte Mütter müssen sich von einer »Super Nanny« sagen lassen, dass sie ihre Kinder falsch erzogen haben. Unterdessen zeigt Christian Rach versiffte Restaurantküchen und schüttelt den Kopf über völlig versalzene Gerichte. Dokusoaps schüren den Voyeurismus der Zuschauer: Sie machen sich lustig über verklemmte Bauern, Möchtegern-Köche und Chaosfamilien. Weil Dokusoaps inflationär zunehmen, leisten sie ihren Beitrag dazu, dass der Sozialvoyeurismus in der Gesellschaft, wie Wissenschaftler das Phänomen nennen, wächst. Mit wenig Geld produziert, sichern sich RTL und Co. hohe Einschaltquoten. Sie sind genau das richtige Format in einer Zeit, in der die Sender sparen müssen. Dokusoaps lassen das Programm verflachen und befördern Schadenfreude. Auch ARD und ZDF setzen auf Dokusoaps: Sie führen Tiere im Zoo vor. Aber besser Tiere als Menschen. Denn ein Elefant nimmt keinen Schaden, wenn ihn eine Kamera filmt.

Liebes Westfalen-Blatt. Was regt Ihr Euch auf? Die Hauptverantwortlichen für das Verblödungsfernsehen sitzen sogar in Eurem Verbreitungsgebiet und heißen Bertelsmann und Mohn. Das ist alles gewollt. Die „Super-Nanny“ heißt im wirklichen Leben Elisabeth M. und sagt dem Volk auch per „gemein-nütziger“ Bertelsmann-Stiftung, wo es lang zu gehen hat. Wer stupid vor dem TV hängt, der kriegt das Maul nicht mehr auf, wenn ihm die Penunzen zugunsten einiger weniger Gesinnungsgenossen – und lumpen aus der Schwarz-gelben Schiene nur so aus der Tasche geklaut werden. Nur so kann ein charakterloser Hampelmann wie Guido mit seiner Ministermischpoke überhaupt auf solche Stühle gelangen. Oder ist irgendjemand in der bisherigen Regierungszeit schon irgendeine Tat des Herrn Außenminister und Vizekanzler aufgefallen?

Generation Asshole

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Das ist der wüste Herr Wüst. Ein ausgemachter Kotzbrocken und Generalsekretär der CDU in NRW. Gehört zu der neuen Generation Politiker a la Guttenzwerg, Köhler, Rösler, Mißfelder und Co. Keine Ahnung, aber ganz große Fresse. Lebenserfahrung Fehlanzeige. Von der Uni direkt in die Politik, damit man dem doofen Bürger mal gleich das Fell über die Ohren ziehen kann. Darüber regt sich nicht nur Leserbriefschreiber Kombrink auf. „Landesvater“ Rüttgers scheints ja nicht zu stören, wenn jeden Tag neue Eskapaden des Unsympaths auftauchen.

Perfekt! Schumacher kehrt in Formel 1 zurück!

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Wenn dem Esel zu wohl ist, fährt er im Kreis rum. Oder wird in einer großflächigen Reportage über Eselreiten in Stieghorst in „NW Stadtteile“ von Reporter Thomas Günther ausgiebigst gewürdigt. Warum haben sie der fünfjährigen Pia auf dem Esel bloß so ein furchtbares Kompotthütchen aufgeklemmt? Schumi fährt doch mit Vollvisier. Jetzt in Silber. Und die Nation sitzt wieder vor dem Flachbildschirm und lechzt nach Rundenzeiten. Für genügend Kohle würd der sich langweilende Schumi auch Angela Dorothea M. chauffieren.

Tropf, tropf, tropf

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Kein Zweifel, es taut in der Region. Um Null rum tropft es von den noch Schneebedeckten Dächern. Dabei hatten sie in der Niedernstraße doch grad die größeren Lettern rausgeholt um ein bißchen BLÖD-Stimmung zu erzeugen. Die größte Sensation steht doch erst noch an:

Am 24. Dezember ist Heiligabend!

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Wo die Metropole Europaspitze ist

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Huch. Die Metropole unter dem alten Steinhaufen drängt aber wirklich mit Macht an Europas Spitze. Jetzt also auch führend bei Knästen. Bei Barmherzigkeit (Bethel) und Brachflächen ja schon immer und bei Blitzereien hat man sich auch an die Spitze gesetzt. Wird der Oberbürgermeister bei soviel Spitzenplätzen nicht automatisch „Präsident“ und der Rat „Senat“? Das Symbol der neuen Führungsmacht ist ja schon da:

Bollerwagen mit 3 Sparren