Archiv für den Monat: November 2009

Wenn ein städtischer Rechtswahrer durchknallt

Schräg, was da über die Dienste reinkommt. Ein städtischer Rechtswahrer in Ausburg ließ einen Blogger abmahnen. Das liest sich so:

Die Stadt Augsburg hat einen Blogger abgemahnt, der unter der Internet-Adresse Augsburgr.de ein Internet-Tagebuch einrichten wollte. Wie die „Augsburger Allgemeine Zeitung“ berichtete, hatte der Mann die Stadt eigentlich nur um Erlaubnis für die Verwendung des Namens bitten wollen. Statt einer Antwort flatterte ihm eine Abmahnung und eine Rechnung über knapp 2000 Euro ins Haus. Er soll die Namensrechte der Stadt verletzt haben. Die Stadt selbst kann an dem Vorgehen nichts ungewöhnliches finden. „Er hat uns mit seiner E-Mail Anfang Oktober nicht um Erlaubnis gefragt, sondern uns in Kenntnis gesetzt, als er die Rechtsverletzung bereits begangen hatte“, teilte der städtische Jurist Joachim Pfeilsticker der Augsburger Allgemeinen Zeitung mit. „Das war eine Namensrechtsverletzung.“ Auch dass man einen externen Anwalt für die Bearbeitung des Falles beauftragt habe, sei völlig in Ordnung. „Es handelte sich dabei um sehr spezielle Rechtsfragen“, sagt er. Und es sei auch „recht und billig, dass für die Anwaltskosten der Verursacher aufkommt, nicht der Steuerzahler.“ Die 1890 Euro müsse Blogger Fleischmann also zahlen. „Wir halten den angesetzten Streitwert von 50.000 Euro für sehr moderat“, so Pfeilsticker.

Wie war das noch mal gleich? „Die Bürger haben für die Verwaltung da zu sein, damit die Arbeit haben und möglichst früh mit schöner Pension die Welt bereisen können“. Stammt nicht von mir.

Da kommt der Klima-Hype ja wieder

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Es ist nur wenige Wochen her, seit in gehackten Mails von Klimaforschern oder sagen wir lieber – Hysteriker-Kritikern massiv über Falschaussagen und gezielte Panikmache in Sachen Klima zu lesen war. Nun hat sich die Mainstream-Holzpresse dem nächsten Zug auf die Achsen geworfen. Kurz vor dem Klimagipfel in Kopenhagen wird nochmal hysterisiert, was die Druckerschwärze hergibt. „Die Erde kocht“. „Alles ist dreimal so schlimm wie bisher angenommen“. Wie verträgt sich das mit derzeit schwacher Sonnenfleckenaktivität und sinkenden Temperaturen? Muß man das Ohr ständig angststarr am Quecksilberthermometer haben, nur weil der November mal ein bißchen launisch ist? Mann, gebt Euch die Kugel. Von Wissenschaftlern kann man pragmatische Seriösität verlangen, ber was der angeblich vor Angst schlotternden Bevölkerung da geboten wird, erinnert an Ablaßhandel, Hexenverfolgung und Panikmache wie im Mittelalter. Dabei ist es nur das billige Gegenstück zum Tamtam um die Schweinegrippe, den Enkewahn und den Wettbetrug. Beim Klima gehts um Geschäftemacherei und Forschungsgelder. Sonst nichts. Die Erde interessiert der ganze menschliche Scheißdreck herzlich wenig, egal, welcher Forschungsfuzzy da wieder den Rand aufreißt. Sie zieht ihr Ding durch. Seit Millionen Jahren, in denen die dämliche Menschheit und ihre Katrastrophenhohepriester nicht mal zugucken konnten. Und die kochende NW schon gar nicht.

Herrscher Tönnies und seine Hofberichterstatter – Zases NW-Kritik (3)

In der Ausgabe vom 12.11.2009 (S. 3) berichteten Hubertus Gärtner und Stefan Schelp über die Betrugs-Anklage der Staatsanwaltschaft Bochum gegen den Rhedaer Wurstfabrikanten Clemens Tönnies. In dem Fünfspalter erfährt der Leser wenig über die Betrugsvorwürfe der Staatsanwaltschaft – es geht darum, dass die Firma Tönnies offenbar zu wenig Rindfleisch in ihr gemischtes Gehacktes getan hat, das über Discounter wie Aldi und Lidl vermarktet wurde. Stattdessen erfahren wir, dass seine Familie Tönnies am wichtigsten sei, dass er Emotionen zeigt, dass seine Frau Kinderhospize und zwei Familien mit schwerkranken Kindern unterstützt, dass Tönnies die Staatsanwälte für „Laienpriester“ hält, dass sein Bruder mit 44 Jahren gestorben ist, dass Clemens ihm auf dem Sterbebett versprach, sich an seiner Statt um den Fußballverein Schalke 04 zu kümmern, dass Tönnies Putin ein Schalke-Trikot überreicht hat, Oliver Kahn nach Gelsenkirchen holen wollte und Gerhard Schröder kennt. Und natürlich die übliche Schmonzette in der Hälfte aller Herrengeschichten: Dass er einmal klein angefangen habe, mit Knochenarbeit. (In der anderen Hälfte heißt es, dass der Herr es als Jüngling entsetzlich schwer gehabt habe, sich gegen seinen übermächtigen Vater zu behaupten…)

Kein Wort über den rätselhaften Tod des Kronzeugen. Kein Wort über Sklavenarbeit und Hungerlöhne im Hause Tönnies, die nur deshalb nicht mehr angeklagt werden, weil die Betroffenen zu viel Angst haben, um als Zeugen gegen den Herrscher aufzutreten. (Wo ist übrigens der mutige NW-Reporter, der sich traut, in diesem Sumpf zu recherchieren?) Und natürlich kein Wort über das perverse Gewerbe des Herrn Tönnies als solches: die alltägliche unvorstellbare Tierquälerei in den „Schweine-KZs“ und Tiertransportern, aus denen das Billigfleisch stammt, das Tönnies verarbeitet.

Was meinen Gärtner und Schelp damit, wenn sie einen Satz hinschreiben wie diesen: „Auch als Fabrikant, in dessen Betrieben jährlich mehr als acht Millionen Schweine geschlachtet … werden, zeigt er Emotionen.“ Sollte Tönnies tatsächlich Mitleid mit den armen Schweinen haben, die er täglich verwursten lässt? Oder wollten die Autoren andeuten, dass er eigentlich solche Emotionen haben sollte? Auf dem Foto daneben sehen wir das perverse Riesensignet über Tönnies’ Wurstfabrik in Rheda-Wiedenbrück: ein fröhliches Rind und ein glückliches Schwein, die es offenbar gar nicht erwarten können, sich in die Fleischwölfe des Herrn Tönnies zu stürzen.

Kreativität der Pleiteverwalter gefordert

Noch ein Konjunkturpaket? Steuersenkungen? Kein Problem! Der Finanzminister in Berlin geht in die Vollen und nimmt nächstes Jahr 80, 90 oder mehr Milliarden an neuen Schulden auf. Große Politik verlangt nach großen Summen. Denen steht derweil das Wasser bis zum Hals. Anders als der Finanzminister können die Kämmerer in den Rathäusern keine gigantischen Wechsel auf die Zukunft ausstellen. Wie groß die Not der Kommunen ist, beweisen jene 16 Milliarden Euro an Kassenkrediten, die als »Nebenschulden« angehäuft wurden. Doch den Städten bleibt kein anderer Ausweg. Mit Verspätung, aber nicht minder brutal schlägt die Konjunkturkrise auf die Gewerbesteuereinnahmen durch, zugleich bürdet der Bund den Kommunen immer höhere Soziallasten auf. Die Quittung erhält der Bürger. Schulen, die verfallen. Bäder, die geschlossen werden. Theater, in denen der letzte Vorhang fällt. Kurzum: Die Lebensqualität ist bedroht. Keine Frage: Auch die Städte müssen ihren Anteil dazu beitragen, die Folgen der Krise zu schultern. Doch sie haben ein Anrecht auf faire Behandlung. Die wird ihnen derzeit jedoch verwehrt.

Liebes Westfalen-Blatt. das ist schon alles richtig. Aber da hilft kein Barmen. Nur Städte mit findigen OB´s wie Bielefeld mit OBPit kommen da gut durch. Es wird ja hinterrücks behauptet, die vielen Bilder mit dem Gesalbten in den hiesigen Zeitungen dürften nur gegen Barleistungen in die Stadtkasse gemacht werden. Aber was wird nicht alles so behauptet. Zum Beispiel: Bielefeld könne seinen Schuldenberg noch zinslich bedienen und müsse nicht wie Wuppertal sein Theater dicht machen.

Ver-Applet

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Da sollte man doch wirklich mal nachher im Wellehaus bei den Gravis-Leuten nachfragen, ob diese Pressemeldung stimmt: Apple/USA verweigerte zwei Apple-Besitzern aus Gründen „des Schutzes der Service-Mitarbeiter“ die Garantiereparatur, weil die Gerätchen „mit Tabakrauch kontaminiert“ seien. Und das, obwohl beide die sauteure Garantieverlängerung abgeschlossen hatten. Jaja, Apple. Ein bißchen Sekte geht immer, oder? (Ja, wir haben Apple. Nein, wir rauchen nicht. Ja, wir kennen rauchende Apple-Besitzer).

Das kann Arm. BI wirklich nicht schmecken

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DFB-Präsident Theo „The Schwätzer“ Zwanziger und Arm. Bielefeld haben eine Geste gemeinsam: Die Hände vorm Gesicht zusammenschlagen. Kollektiv und simultan soll das gestern Abend passiert sein, als der 1. FC Kaiserslautern mit einem 2:0 über Union Berlin die Tabellenspitze der 2. Liga von Arm. Bielefeld übernahm. Jetzt am kommenden Montag auf dem Betzenberg noch eine Klatsche und die roten Pfälzer Buben wären 5 Punkte weg.

Tägliche Kochshow wäre doch gut

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Schon fleißig in den ehemaligen Dopheide-Stiefeln: OBPit. Was treibt die Gazetten eigentlich, jeden Tag zwei und mehr Bilder mit dem körperlich eher kleinen „Oberhaupt“ der Winzmetropole ins Blatt zu hämmern? Aber die pöse pöse Gerüchteküche kocht ja schon. OBPit soll eine tägliche Kochshow bekommen, übertragen aus dem Sitzungssaal des Rathauses auf die Riesenleinwände am Jahnplatz. Im Mittelpunkt stünden, so Insider, Saucen, Suppen und „Allerlei aus der Konserve“, denn mehr gäbe der städtische Schuldenhaushalt eben nicht her. OBPit habe zusammen mit einem dicken, stadtbekannten Callagenten eine Menüfolge entwickelt, die dem stündlich größer werdenden Mangel gerecht werde. „Gulaschsuppe an Schlaglöchern“ sei dabei nur eines der vielen phantasievollen Gourmeterzeugnisse. Im Frühsommer soll dann „Süßes Biwak auf Brachflächen“ folgen. Ein Oetkerscher Riesenpudding im vertikalen Anstich stehe dabei zu Fackelzügen, Trommlereinlagen und Fanfarenstößen diverser Schützenvereinskapellen aus Heepen, Schildesche, Altenhagen, Jöllenbeck und Deppendorf im Mittelpunkt. Ach ja, es kommt viel auf uns zu. Schlucken wirs runter.

Wer zahlt die Zeche??!

Die IHK verreist-und die NW ist dabei. Mit täglichen Wasserstandsmeldungen von peinlicher Irrelevanz. Denn solche Institutionen sehen sich täglichem Legitimationszwang ausgesetzt, und so eine Lustreise in die arabischen Märchenstaaten muss den zahlenden Mitgliedern beigebracht werden. So erfährt man in einem kleinen Beitrag beispielsweise, dass die Sonne über der arabischen Halbinsel scheint, holla! Oder folgenden Unternehmerinnenbeitrag, (stark gekürzt!):

Immer obenauf
Dagmar Nowitzki, Chefin des Kronenkorken-Produzenten Brüninghaus, erkundet den arabischen Markt
VON STFAN SCHELP

Dagmar Nowitzki ist Unternehmerin mit Durchsetzungsvermögen.

Versmold. „Neue Kunden gewinnen, natürlich“, sagt die Unternehmerin. Und es klingt, als wäre sie ehrlich erstaunt über eine solche Frage. Herausforderungen sind schließlich dafür da, bewältigt zu werden.

Letzte Woche die Schweiz, gestern Schweden, heute das Unternehmen in Versmold – und morgen eben Oman, Abu Dhabi und Dubai. „In der Vergangenheit hat sich das für uns nicht gelohnt im mittleren Osten. Aber in der letzten Zeit gibt es eine ganze Reihe von Anfragen“, sagt Dagmar Nowitzki. Was wirklich geht, will sie nun an Ort und Stelle eruieren – als Teilnehmerin einer von der Industrie- und Handelskammer organisierten Unternehmer-Reise, die bis zum 27. November auf die arabische Halbinsel führt.

Einen großen Kunden im Jemen hat Brüninghaus bereits. …(…)

Was im Jemen funktioniert hat, müsste auch in Dubai klappen, lautet das Kalkül der 50-Jährigen. „Dort gibt es eine ganze Reihe von Getränke-Abfüllern mit erheblichen Zuwachsraten.“ Auf zwei, drei Kunden hofft sie. Dabei, räumt sie ein, ist sie ganz froh, dass es in die gemäßigteren arabischen Staaten geht. „Saudi-Arabien wäre mir da doch schon etwas suspekt“, gesteht sie.
(..)
Einige ihrer Mitbewerber aus der Kronkorken-Branche sind schon im ebenfalls islamisch geprägten Nordafrika aktiv. Für eine Frau wie Dagmar Nowitzki ist das selbstverständlich ein Ansporn und auf keinen Fall ein Grund, sich entmutigen zu lassen. Nicht von ungefähr zitiert sie gern den Erfinder der Kronenkorken, William Painter: „Kronenkorken haben ein schönes Leben: Immer obenauf und unter sich eine volle Pulle.“
(…)
Und wenn gar nichts läuft auf der arabischen Halbinsel? Dann geht es eben ans andere Ende der Welt. „Im Februar bin ich in Namibia und Südafrika.“ Die Vorbereitungen auf die Fußball-Weltmeisterschaft laufen längst – auch im Versmolder Werk – auf vollen Touren. Südafrika ist für Dagmar Nowitzki praktisch ein Heimspiel. Dort wird Bier und Cider getrunken. Aus Flaschen mit ihren Kronkorken.

Na, was lernen wir? Wenn durch die teure Reise nichts läuft in Arabien, dann geh’n wer halt nach Afrika…:-)))

So, und wer bezahlt die Reise?

1. Die tranfunzeligen IHK-„Beamtenseelen“ selbst sicher nicht! Also die Zwangsbeitragszahler!
2. Die Unternehmer zahlen es aus der eigenen Kasse – wenn was am Jahresende fehlt, streicht man den Mitarbeitern das Weihnachtsgeld…Also letztendlich die Mitarbeiter!
3. …und bei der NW sind es die Leser, denn die zahlen mit ihren Nerven….! 🙂

Übrigens: täglich mal in die NW schauen, da gibt’s jeden Tag eine amüsante Peinlichkeit aus dem Morgenland zu lesen!

Pah, die kennen die Jahnplatzhütten nicht

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Kurz vorm Bielefelder „Opening“ durch OBPit haut t-online nochmal dazwischen. Der Weihnachtsmarkt der kleinen Metropole wird nicht einmal in einem Nebensatz erwähnt. Dabei sind die HansRudis rote Jahnplatzhütten einmalig in der Republik. In Berlin sehen die Weihnachtsmärkte allerdings tatsächlich ein wenig anders aus:

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Vielleicht sind OBPit und HansRudi aber auch schon in Geheimverhandlungen mit Wowereit. Rote Bielefelder Jahnplatzhütten vor rotem Rathaus mit rotrotem Senat. Na?

Gütersloher Prekariatssender macht jetzt auch in Fußball

Der Bertelsmann-Konzern in Gütersloh mischt jetzt auch im europäischen Spitzenfußball mit. Das Unternehmen hat nach einem Bericht der NW als Mehrheitseigner der RTL-Gruppe (90,4 Prozent) und größter Aktionär des französischen Fernsehsenders M6 (48,5 Prozent) auch eine Mehrheitsbeteiligung an dem französischen Championsleague-Teilnehmer und Bayern-Bezwinger Girondins Bordeuax übernommen. Der französische Fußballmeister, den der Ex-Fußball- nationalspieler und Ex-Weltmeister von 1998 Laurent Blanc in der Ligue 1 trainiert, gehört deshalb nun Bertelsmann. „Girondins Bordeaux ist sportlich erfolgreich“, zitiert die Zeitung RTL-Sprecher Oliver Herrgesell. Das bisherige Geschäft zeige, dass der Bertelsmann-Einstieg „ein gutes Investment ist“. Zwar sei das Fußballgeschäft aufgrund der Verletzungen der Spieler und falscher Schiedsrichterentscheidungen mit mehr Risiken behaftet und damit prinzipiell ein „volatiles Geschäft“. Doch der Gütersloher Medienkonzern habe sich nach einem vorgelegten Geschäftsplan für dieses Investment entschieden.

Da die Krake nichts tut, was nicht irgendwie Kohle bringt und zu den sonstigen Plänen paßt, steckt da sicher wieder die nächste Finte dahinter.

Totensonntag

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„Der Ewigkeitssonntag oder Totensonntag ist in der evangelischen Kirche in Deutschland ein Gedenktag für die Verstorbenen. Er ist der letzte Sonntag vor dem ersten Adventssonntag und damit der letzte Sonntag des Kirchenjahres“, sagt Wikipedia über diesen grauen Feiertag.

Das ist die Wirklichkeit, liebes Westfalen-Blatt

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Es hat etwas niedlich und heimelig Anrührendes, wenn die Printmedien der kleinen großen Metropole ihre Fragen mit moralischem Hintergrund stellen. „Was ändert Enkes Tod?“, fragt das Westfalen-Blatt. Gegenfrage: „Was ändern Suizide überhaupt?“. Die Antwort liegt auf der Hand: Nichts.

Nach der erschütterndend, aber gesellschaftlich perfekt verlogen passenden Inszenierung des Torwartes Enke durch den DFB und die graue Fußvallvereinsmaus Hannover 96, den pösen pösen Wettskandal, den DFDB-Zwanziger verlogener denn je kommentierte,wird sich absolut nichts ändern. Weder im deutschen Denken, noch im deutschen Handeln noch in der deutschen Politik. Der Grund ist klar. Deutschland ist ein Furz. Ein einziger großer stinkender Furz, der alles überdeckt. Schauen Sie hier:

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Den Drahtziehern hinter der systematischen, aber nicht schwierigen Verblödung der Massen entlockt das nur ein mephistophelisches Grinsen. Die Hirnlosen, die Nachmittags noch im Bangladesh-für-50-Cent-Stunde gestichelten 80-Euro-GAZprom-Hemdchen in der Schalker Veltins-Arena mit einem Bier in der Hand einen auf Enke-betroffen machen, sitzen am Abend vor der Glotze und schnüffeln am Furz, das Veltins in der Hand. „Gröl, eh Super“.

Enke? Wer war das nochmal? In Gütersloh addieren sie derweil die Einschaltquoten der Prekariatsshow.

Dann hebt er ab und völlig losgelöst…..

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Das hat was. Ballonfahren bei 18 Grad ein paar hundert Meter über der ostwestfälischen Heimaterde. Ob die OhWehEller denen in der Höhe mit Glühwein und Eierpunsch („Hast Du keinen, nogger dir Einen“) zugeprostet haben? Die Strömung schob sie schnell nach dem Start im Steinhagener Outback gen Hünenburg, hinter der bekanntlich Werther und etwas später Osnabrück lauern….. Wer möchte da wirklich mit einem Ballon niedergehn?

Der Pigtail Adapter

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„Was ist das?“, fragte der aufgeweckte fünfjährige Ostwestfale.
„Ein U.FL Hirose auf RP-SMA Buchse Pigtail Adapter“, antwortete ich.
„Und was machst Du damit?“, kam es wie aus der Wasserpistole geschossen.
„Ich baue einer netten älteren Dame ihre FritzBox damit auf Antenne um“.
„Möcht ich auch haben“, resümierte der Knirps grinsend, „dann kann ich mein Legospiel schneller spielen“.

Eine Sekunde war ich baff.

Krakeln auf Steuerzahlerkosten

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Wer demnächst mal auf einen unserer edlen, selbstlosen, charakterstarken, großartigen, phantastischen Butagsabgeordneten hier im Raum trifft und ihn/sie mit einem äußerst edlen Schreibgerät seinen Namenszug krakeln sieht, erinnert sich möglicherweise an diese Story, die über Spiegel und die Dienste ging:

Zeitloses Design verspricht die Nobelmarke in ihren Annoncen, Füller aus Edelharz mit Goldfedern. Eine Zierde für jeden Schreibtisch. 115 Bundestagsabgeordnete mochten im laufenden Jahr nicht auf solche exklusiven Schreibgeräte verzichten, mancher bestellte gleich mehrere davon. Sie orderten von Januar bis Oktober dieses Jahres insgesamt 296 Füllfederhalter von Montblanc im Wert von 68.800 Euro auf Kosten der Steuerzahler. Offenbar animierte besonders das nahende Ende der Wahlperiode zu verstärktem Einkauf, denn allein von August bis Oktober orderten die Politiker 216 dieser Stifte – in den sieben Monaten zuvor waren es mit 180 Stück deutlich weniger gewesen.

Warum auch darben, ist doch der „Dienst für das Volk“ (für? sieher eher nach „gegen“ aus) schon anstrengend genug, stimmts? Immer diese teuren Nobelessen, die Konten in Lichtenstein und anderen niedlichen Orten müssen auch gefüllt und gepflegt werden. Kriegt ja nicht jeder einen Superjob bei ThyssenKrupp (durch Vermittlung von Templins ganzem Stolz?) wie Peer Steinbrück, SPD-Killer und gescheiterter Bundesfinanzminister. Da kann er jetzt ja nochmal die ganz große Schüppe nehmen und Lobbyarbeit vom Feinsten machen. Kennt ja alle Wichtigen.

The next Hype

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Da denkste, „Och kumma, Wirtschaftskrise, Enke, Bankengauner, Wahlen,alles vorbei“, da haut es wieder rein. Schon geht die Titelei weiter. Nein, bei den Setzern der großen Buchstaben wird keiner arbeitslos. Sie schreiben aber auch kein Wort über versiffte Banken, die Wetten über Kursänderungen abschlossen, daraufhin massiv manipiulierten und schließlich sogar als „Systemrelevant“ bezeichnet wurden. Ja, da ist Schmackes drin. Jetzt also die langweiligen Wettpaten. Dabei ist es lokal viel schöner. Guckt mal das Horrorbild der Schwarzen Front bei der Enttarnung und Instandsetzung eines Landgrafs. Warum sind die alle so halslos?:

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Und dann nochmal hier:

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Erinnert sich einer der geneigten LeserInnen an eine ehemalige unsägliche OBin namens Dopheide? Da geb es auch jeden Tag ihrer Amtszeit minimal zwei Bilder in der Lokaljournaille. Ansonsten tat sich eher wenig in der Kapitale der Brachflächen. OBPittchens süßes Näschen jedenfalls taucht heute auch zweimal auf. Hier nochmal:

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Ab 18 Uhr punscht OBPit

So liest sich das in der Pressemeldung von Bielefeld-Marketing:

Lichterglanz in der Fußgängerzone, festlich dekorierte Fachwerkhäuser, stimmungsvolle Musik: Weihnachten rückt immer näher und dies ist spätestens ab Montag, 23. November 2009, auch in der Bielefelder City zu spüren. Der Weihnachtsmarkt öffnet seine Pforten!

Offiziell eröffnet wird die Veranstaltung durch Oberbürgermeister Pit Clausen am Montag um 18.00 Uhr auf dem Alten Markt. Musikalisch begleitet wird er dabei durch den Kinder- und Jugendchor der Musik- und Kunstschule Bielefeld. Besonders die kleinen Besucher werden sich aber natürlich darüber freuen, dass auch der „Weihnachtsmann“ sein Kommen angekündigt hat.

Geöffnet ist der Bielefelder Weihnachtsmarkt täglich bis zum 23. Dezember (und noch einmal vom 27. bis 30. Dezember) von 11.00 bis 21.00 Uhr. Freitags und samstags sind die fast einhundert Verkaufsstände bis 22.00 Uhr geöffnet.

Da sag noch einer, in der geduckten Weltstadt unter der Sparrenburg täte sich nichts. Wer wird Weihnachtsmann sein, wer Christkindl?

Die Altherrenriege geht voran!

Im Test: Das 1-Euro-Angebot eines Nahrungsmittelversorgers im Untergeschoss des Jahnplatzes:

Testanordnung: C-Wurst + Pommes incl. Ketchup für 2 x 1 Euro

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Fazit:

Die Qualität ist weitgehend zufriedenstellend, der Sättigungseffekt hervorragend, die Verdaulichkeit gut.

Jedoch erfüllt die Currysauce unsere Ansprüche nicht: Zu süß und zu klebrig, hier wurde ganz offensichtlich an der Qualität gespart.
Altherrenriege Kulinarik-Tipp: Nehmt die reine Bratwurst zur Pommes!

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VfL Osnabrück in Arminias alten Stiefeln?

Dem internationalen Fußball droht ein neuer Wettskandal, in den auch Profis des VfL Osnabrück verstrickt sein sollen. Die Staatsanwaltschaft Bochum verdächtigt als Drahtzieher einen 34-Jährigen aus Lohne, der mithilfe von VfL-Fußballern zwei Spiele aus der vergangenen Zweitliga-Saison manipuliert haben soll. Der Mann wurde gestern verhaftet.

Betroffen sind die beiden Auswärtsspiele beim FC Augsburg (0:3) am 17. April 2009 und beim 1. FC Nürnberg (0:2) am 13. Mai. Der 34-Jährige, dernach seiner Festnahme in ein Kölner Untersuchungsgefängnis gebracht wurde, hatte laut Vorwurf der Staatsanwaltschaft hohe Summen auf die beiden VfL-Spiele gesetzt und sich dabei auf eine Tordifferenz festgelegt, die dann tatsächlich eintrat. So liest man in der Osnabrücker Zeitung online. Da werden Erinnerungen wach an Arm. Bielefeld und die „Geldkofferaffäre“, einen heiseren Kickers-Offenbacher Präsidenten und das, was bis heute immer noch ein Teil des Rufes der Arm. Bielefeld ist.

Stifterverband nominiert BI für Finale „Stadt der Wissenschaft 2011“

Der Stifterverband nominierte heute die Städte Bielefeld, Chemnitz und Mainz für das Finale des Wettbewerbs „Stadt der Wissenschaft 2011“. Die vom Stifterverband eingesetzte Expertenjury fordert die Finalistenstädte auf, ihre eingereichten
Ideenskizzen nun zu vollständigen Bewerbungen auszuarbeiten. Das Finale des Wettbewerbs findet am 25. März 2010 in Berlin statt. Dann werden sich die Delegationen der Finalstädte in einer öffentlichen Präsentation vorstellen und den Fragen der Jury stellen. „Für die Städte beginnt jetzt die heiße Phase der Bewerbung“, sagte Stifterverbands-Generalsekretär und Juryvorsitzende Andreas Schlüter. „Jetzt kommt es darauf an, aus den Ideenskizzen überzeugende Gesamtkonzepte zu entwickeln“, ergänzte Michael Münch von der Deutschen Bank, die den Wettbewerb fördert. Die Jury ist hochrangig besetzt mit Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung.

Der Stifterverband richtet seinen Wettbewerb um die „Stadt der Wissenschaft“ zum sechsten Mal aus. Der Titel „Stadt der
Wissenschaft“ wird exklusiv vom Stifterverband für ein Jahr verliehen und ist mit einem Preisgeld von 250.000 Euro verbunden. Der Titel geht an Städte, die Wissenschaft als Motor der Stadtentwicklung begreifen, ihre Bürger für Wissenschaft begeistern wollen und vielfältige neue Beziehungen zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und Stadtverwaltung schaffen. Fünf Städte hat der Stifterverband bisher mit dem begehrten Titel ausgezeichnet: Bremen_Bremerhaven (2005), Dresden (2006), Braunschweig (2007), Jena (2008) und Oldenburg (2009).
Quelle: Pressemeldung Stifterverband.

Kaiserin-Wetter für Katongo, Federico und Fort

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20:30 Uhr. AlmSchücoArena an der Melanchthonstraße. Tabellenführer Arm. Bielefeld gegen den Tabellenfünfzehnten TSV 1860 München. Trainer ist dort der in der Metropole allseits bekannte Ewald Lienen. Bei den Münchnern sind viele Stammkräfte verletzt, während die Arminen twittern: „Alle Arminen bis auf Oliver Kirch fit für die Löwenbändigung“.

Nun gut. Das Wetter spielt wunderbar mit, es werden auch ganz gut Zuschauer kommen und wir erleben die mögliche Verteidigung des jetzt schon heftig guten Zu-Null-Rekordes und der Serie an Siegen.

Sind die geklont?

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Wat würden wir nur ohne dat Heidi machen? Oder andersum gefragt, was machen eigentlich die vielen Heidikinder ständig ohne ihre Kamerasüchtige Mutter? Einer großen Menge Menschen geht das so elend eintönige Grinsen allerdings ziemlich auf den Wecker.

Gedanken zum Morgen

Kurze Gedankenlese:

Eine EU-„Außenministerin“, die keine Ahnung hat, was abgeht und einen im Hintergrund agierenden Ratspräsidenten. So geht es auch in Deutschland zu, m. E.

Achtung Kalauer –> Eine Außenministerin haben wir ja schon, was so abgeht in der Welt, mag er, äh, schon wissen, aber wie sieht es denn so aus in der Welt, naja, wissen die wer dieser Westerwho ist? Da bleibt der, äh, Mann (man weiß es nicht) doch lieber erst einmal in seinen eigenen Reihen, bei der BW in Afghanistan. Naja, und die Kanzlerin fragt sich bestimmt jeden Tag „Wo laufen ’se denn“. Steuern rauf oder runter. Keiner weiß es genau, die eigenen Reihen wissen es auch nicht. Wahlversprechen sollen ja erfüllt werden. Wohlgemerkt, sollen, nicht müssen. Alles so komisch zur Zeit. FDP hat 2% Punkte verloren seit der Wahl.

Ich glaube, die ganze Welt ist verrückt und die Erde ist die sogenannte Hölle eines anderen Planeten. Wir waren alle nicht brav im 1. Leben und sind gestraft worden und müssen nun hier unser Dasein fristen. Wohlgemerkt, müssen, nicht sollen.

Na denn, allen einen schönen Tag.

Zweitbaum macht Weihnachtsbäume teurer?

Die Deutschen müssen in diesem Jahr mehr für Weihnachtsbäume ausgeben. „Wir rechnen mit einem Anstieg der Weihnachts- baumpreise um rund zehn Prozent“, sagte Christian Mohr von der Landwirtschaftskammer NRW der in Düsseldorf erscheinenden
„Rheinischen Post“ (Freitagausgabe). Grund für den Preisruck sei der Rückgang bei Importen aus Dänemark. Hier haben die Landwirte weniger Bäume als bislang angebaut. Die beliebten Nordmann-Tannen sollen in diesem Jahr 18 bis 20 Euro pro laufendem Meter kosten, so Mohr. Auch Edeltannen und Fichten würden teurer. Jeder dritte deutsche Weihnachtsbaum stammt aus dem Sauerland. 70 Prozent der dort angepflanzten Bäume sind Nordmann-Tannen. Auch der Trend, sich einen zweiten Baum zum Beispiel auf den Balkon zu stellen, schaffe eine sehr große Nachfrage im Handel, sagte Mohr.

Noch mal: Der Trend zum zweiten Baum auf dem Balkon macht die Weihnachtsbäume teurer. Aha. Da haben wir ganz sicher was nicht mitgekriegt, Erstbaum genügt. Sind wir jetzt altmodisch?

Ein Schrei nach Hilfe

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Wir hatten da am frühen Morgen so einen winzig kleinen Disput. Heißt das nun „Auktionärin“, „Auktionatorin“ oder wie? Bielefelder und ostwestfälische Grammatikfürstinnen und – fürsten an die Front. Bitte schnell, bevor draußen an der Bielitzer Straße die letzten Meter Küche „wegauktioniert“ sind und Versteigererin Sandra Fricke zur Porta-Aktionärin geworden ist.

Wir hören?

Endlich wieder Schweinegrippe

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Stell Dir vor, lieber Kurt Ehmke von der NW-Lokalredaktion, das passiert jeden Tag einigen Menschen. Die kriegen aber keine Headlines. Menschen, die nach der Impfung sterben, bekommen dieses Maß an Aufmerksamkeit schon mal überhaupt nicht. Paßt nämlich nicht in den „Mainstream“.

Was vom stillen Moment bleibt

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Die laute, schreiende, quakende Welt hat uns wieder. Nachdenklich ist eine Trauerfeier für einen Uralt-Bielefelder und – Arminen gestern zu Ende gegangen, die nicht von clickenden Kameras und surrenden, blökenden TV-Sendern begleitet war. Still gingen auch ehemalige Profifußballer vondannen. Heute können, müssen oder sollen wir uns dann wieder der bescheuerten Hektik des Alltages, dem Anblick der roten Jahnplatzhäuschen und den ersten fettigen Reibeküchlein zwischen Bahnhofstraße und Obernstraße widmen. So wir denn wollen.