Wenn das kein ganz großer gelungener Wurf der Rouladenbraterin ist: Jung geht/wird/wurde gegangen. Multiutalent VdL aus angebräuntem Kekshause macht jetzt in Arbeit und Sozialem (Daaaaaaaaaaas liegt ihr) und eine 32jährige, kinderlose, seit 7 Jahren im Butag hockende scharfzüngig Daherlabernde macht in Familie. Wer sehen möchte, wie abgrundtiefe hilflose Politik aussieht, mag sich dieses Kabinett der Dilettanten einfach mal anschauen. G R A U S L I G.
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Soso, der ZDF-Verwaltungsrat hat sich also gegen eine Vertragsverlängerung von ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender entschieden. Dann hat also die miese Attacke eines der miesesten Politiker bundesweit mal wieder Erfolg gehabt. Selbst ZDF-Intendant Markus Schächter hatte sich dabei für Brender eingesetzt. Der hessische Ministerpräsident Roland Koch hat sich jedoch als Wortführer der Unionsmehrheit im Verwaltungsrat gegen den 60-jährigen Chefredakteur positioniert. Jede Wette, ab wann die schwarze Mafia “Neues aus der Anstalt” absägt und Urban Priol über die Junta-Führerin in Berlin-Mitte nichts mehr sagen darf. Journalismus, das ist in Deutschland 2009 ein devoter Kniefall vor der verlogenen Mafiabrut.
Bei Karstadt in der Bahnhofstraße wird man ab Kaufhausöffnung heute das bittere Hohnlachen bis auf die Bahnhofstraße hören, wenn man als Noch-Angestellter diese Nachricht liest oder hört. Ach ja, der Thommy. Aber es kommt immer zusammen, was zusammen gehört. Du mußt nichts wirklich können. Aber Du mußt labern können, bis anderen die Ohren zukleben. Du kannst die größte Scheiße überhaupt abliefern. Macht nichts. Irgendein gleichgesinnter Neoliberaler glaubt an Dich. Ist auch bei der Mafia so. Die haben aber noch eine gewisse Ehre im Leib.
Ist ja schon ein supercleveres Männlein da draußen im Outback, der Schneider Gerrry Weber. Tennisstadion, zehntausende Rundständer im “Werksverkauf” in Brockhagen, Zuwachs um Zuwachs. Und jetzt schnüffelt er auch noch. Ab Januar 2010 wird in jedes “Gerry Weber” Etikett ein sogenannter RFID-Chip eingenäht. In der Praxis geht das dann im Kaufhof so – Orwells “1984″ läßt schon am Eingang grüßen:
“Guten Tag Frau Piepenkötter. Schön, daß Sie uns heute in ihrer Gerry Weber-Bluse besuchen. Wir hätten da neue Angebote für Sie, Halten Sie schon mal Payback, Eurocard und die Deutschland-Card bereit”.
Geht nicht? Aber klar geht das. Der Chip entdeckt das Gerry Weber-Machwerk. Alles Weitere ist nur noch eine jederzeit mögliche Verknüpfung bereits erfasster Daten:
- Handyortung
- Payback und Deutschland-Card
- Vorratsdatenspeicherung der Verbindungsdaten
Angeblich soll damit die Diebstahlsquote eingedämmt werden. Bei Bertelsmann-arvato haben sie da ganz andere Ideen. Wo schon 50 Millionen Datensätze lagern und gegen Bakschisch herausgereicht werden, kann man auch noch die restlichen Daten sammeln, dann ist die lückenlose Überwachung perfekt. Blödsinn? Sehen Bielefelds Foebud und andere Datenschützer aber ganz anders.
Das “Gerry Weber”-Etikett mit dem RFID-Chip läßt sich übrigens leicht mit einer Schere heraustrennen…..
Egal, wer ab sofort im Rat der Metropole spricht. Ein Sprüh “Sängeröl” von Niemeyer aus der Niedernstraße in das Rächelchen und die Rede läuft wie geschmiert. Ja, so regiert man eine Stadt! Es kommt ja schließlich nicht auf Inhalte an sondern auf Geschmeidigkeit.
Breite Arme, breites Kreuz, ein Hintern wie festgeklebt. Franz Josef Jung, Minister im neuen Dauerversuch: “Wie lange klebt Pattex den Hintern eines ebenso ahnungslosen wie unfähigen Ministers auf der Regierungsbank fest?”. Ausgeweitet wurde die Versuchsreihe schon vor über vier Jahren auf eine gewisse Aussitzerin aus Templin/Brandenburg, die sich vor den Kerl aus Hessen wirft. Jetzt haben wir den Salat. Läßt jemand ein altes Brötchen mitgehen, schmeißt ihn der Gerichtsgedeckte Arbeitgeber raus. Kriegt ein Minister so gar nichts mit, bleibt er selbstverständlich im Amt. Braucht Franz Josef denn noch Punkte für die wunderschöne ausgesessene Pension?
Nachtrag: Auch Pattex ist nicht mehr das, was Pattex mal war. Man konnte Franz Jupp locker vom Regierungshocker wegspachteln. Irgendwie peinlich für die Dame an der Regierungsspitze. Aber das wird sie in Kohlscher Tradition sicher nicht so sehen.


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