Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Do
26
Nov '09

Drama um Hessen-Jung

Nö, einer der hellsten im letzten Bundeskabinett war der hessische Bub aus der Wiesbadenener Koch-Truppe ja ohnehin nie. Treuer Vasall des brutalstmöglichen aller Aufklärer, flink im brüderlichen Weinberg, aber ein bißchen matt in der Birne. Unvergessen seine Kunduzstolpereien in Afghanistan, seine Lügenarien im Bundestag und jetzt wohl das Finale. Mal sehen, was die unbestritten beste aller bisherigen Bundeskanzlerinnen das Drama beendet. Oder auch nicht. Haben wir hier in OWL nicht noch´n Verteidigungsexperten – besser noch Kriegsexperten – in der Hinterhand? Vielleicht will Bertelsmanns Sturmgeschütz in Brüssel, der umfängliche Elmar Brok, nicht auch mal nach Berlin. Allerbeste Verbindungen zu Deutschlands heimlich-unheimlicher gemeinnütziger Regierung in Gütersloh hat er ja. Und Bertelsmann-Tochter arvato steht ja bereits “Panzer bei Fuß” bereit, die Logistik der Bundeswehr gemein-nützlich zu übernehmen. Nicht warten und aussitzen, Angela. Machen!. Sonst kommt Dir noch vuzG zuvor, der grad seine Meinung über das Kunduz-Bombardement medientauglich ergänzt hat.

Pünktlich zum Fest

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Gibt es nur auf dem Weihnachtsmarkt, im Devotionalienshop der Brachflächenverwaltung am Niederwall und in echt Bielefelder Parfümerien. Ein Antrag von CDU-Kleinkes, dadrunter noch in Sütterlinschrift zu schreiben, “Home is, wär se Lutter rauscht”, wurde im Rat mit einfacher Mehrheit abgeschmettert, obwohl HansRudi die besten “Advertising-Agencies” der Metropole hat “pitschen” lassen.

Endlich: 0-Euro-Jobs kommen!

Das schwappt grad über die Dienste rein, ist keine Idee sondern die Kopfgeburt eines offensichtlichen Idioten mit willigen Helfern:

Nach Deutschland schwappt jetzt eine neue Welle der Niedriglohn-Alternativen aus den USA herüber. Wie das Wirtschaftsmagazin ‘impulse’ (Ausgabe 12/2009) berichtet, packen Schüler und Studenten bereits an einer ganzen Reihe von Supermarkt-Kassen die Einkaufstüten und bekommen dafür nichts außer Trinkgeld von den Kunden. Vermittler der Einpackhilfen ist das Unternehmen Friendly Service, dass dafür pro Person und Stunde drei bis fünf Euro von Läden kassiert.

Die Helfer sind selbstständig und haben einen Vertrag mit Firmenchef Martin Lettenmeier. “Innerhalb des gesetzlichen Rahmens
ist das eine geniale Idee”, sagte er. Er gesteht aber auch ein, dass es sich dabei um “ein brutal kapitalistisches System” handelt. Von Lettenmeier erhalten die Einpackhilfen lediglich ein Regelhandbuch. Bei der Schichteneinteilung achtet er zudem darauf, dass keine Sozialabgaben und Steuern für die Trinkgeld-Empfänger anfallen. Zu den Kunden von Lettenmeier zählen bislang 32 Läden der Edeka-Gruppe – vor allem in Bayern, zwei in Berlin und einer in Dresden. In Hamburg läuft gerade ein Test bei der Drogeriekette Budnikowsky.

Wir sollten die Augen offenhalten und mal gucken, welcher Baum mit einer veritablen Astgabel so hoch ist, daß beim Wegstoßen des Stuhls, auf dem Herr Lettenmeier zu stehen käme, auch wirklich die Füße dann frei hängen. Oder einfach nicht bei Edeka kaufen, die lieben nämlich 0-Euro-Jobber.

Benedetto auf dem Wühltisch

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Wenn es um Kohle machen geht und sei es vor verklärtem “sozialem Hintergrund” (Ein Herz für Kinder), machen der deutsche Papst und die Ramschkartonkönige aus dem Ruhrpott gerne gemeinsame Sache. Papa singt, der Euro klingt. Aber man muß ja auf dem Parforce-Ritt zwischen “Bevorraten Sie sich”, Plastebergen mit Gesöff, manchmal nicht ganz taufrischem Gemüse und Bergen von Industrieessen nebst Billigstfleischhauers Tönnies-Schnitzeln nicht auch noch das (schein)heilige Gesumme des alten Mannes einpacken. Ja, man muß derartige Etablissement überhaupt nicht betreten. Derweil freut sich die NW über die fette 1/1 Seite 4 C Seite 5 rechts. Da klingelt der Euro auch.

Eins wie’s andere

Die Altherrenriege lacht sich weg, denn wie man hier lesen kann, soll aus insgesamt 120 Buden “Das schönste Häuschen” auf dem Weihnachtsmarkt gewählt werden.
Wie wir  wissen, gibt es aber außer der Komplettlösung “Haus vom Nikolaus” nur 3 Sorten Weihnachtsbuden: Die schwarzweißen Standard-Fachwerkbuden, die roten Monopoly-Büdchen und den einzig wahren Metstand vor der Sparkasse in der Obernstraße.
Und so kann die Frage ja nur sein, welches die schönste Bratwurstpreistafel oder der hübscheste Haufen Weihnachtsnippes ist. Denn auch die Glühweintassen sind durch die Bude einheitlich.

Unsere Wahl ist daher seit Jahren klar und eindeutig:

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Es kann nur einen geben!

Zuflucht und gastronomische Heimat
mit leckerem heißen Germanengesöff
an kalten wie an nassen Tagen:
Der kleine Metstand am Rande des Weihnachtsmarktes
hört nicht auf, dem Glühweinterror Widerstand zu leisten …

Gregor, mit dem Mantel wird das nix!

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Na, was fällt an dem Barbara-Franke-NW-Bild dieser heimeligen barmenden ménage à trois auf? Nö, nicht die ratlos-leeren Gesichter. Schaut mal auf die Ärmelenden des Verwalters der städtischen Brachflächen, dem heiligen Gregor. Richtig! Mit der Ärmellänge kannste einfach nichts wuppen in der Metropole. Was der Bub ja auch seit acht Jahren nicht nur mit dem Thema “Technisches Rathaus” beweist. Jetzt soll das Kreishaus in der August-Bebelstraße zum “Technischen Dienstleistungszentrum” ausgebaut werden. Wenn Mantel-Gregor plant ist immer auch ein Flöpchen wie das Amerikahaus drin.

Lasset uns für den Herrn der Brachflächen eine Kerze aufstellen. Vielleicht kommt dann die vorweihnachtliche Erleuchtung. Allerdings: Wo gibt es so überdimensionale Kerzen, die noch in die Süsterkirche reinpassen. Von der Höhe her, mein ich.