Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Mo
23
Nov '09

Wer zahlt die Zeche??!

Die IHK verreist-und die NW ist dabei. Mit täglichen Wasserstandsmeldungen von peinlicher Irrelevanz. Denn solche Institutionen sehen sich täglichem Legitimationszwang ausgesetzt, und so eine Lustreise in die arabischen Märchenstaaten muss den zahlenden Mitgliedern beigebracht werden. So erfährt man in einem kleinen Beitrag beispielsweise, dass die Sonne über der arabischen Halbinsel scheint, holla! Oder folgenden Unternehmerinnenbeitrag, (stark gekürzt!):

Immer obenauf
Dagmar Nowitzki, Chefin des Kronenkorken-Produzenten Brüninghaus, erkundet den arabischen Markt
VON STFAN SCHELP

Dagmar Nowitzki ist Unternehmerin mit Durchsetzungsvermögen.

Versmold. “Neue Kunden gewinnen, natürlich”, sagt die Unternehmerin. Und es klingt, als wäre sie ehrlich erstaunt über eine solche Frage. Herausforderungen sind schließlich dafür da, bewältigt zu werden.

Letzte Woche die Schweiz, gestern Schweden, heute das Unternehmen in Versmold – und morgen eben Oman, Abu Dhabi und Dubai. “In der Vergangenheit hat sich das für uns nicht gelohnt im mittleren Osten. Aber in der letzten Zeit gibt es eine ganze Reihe von Anfragen”, sagt Dagmar Nowitzki. Was wirklich geht, will sie nun an Ort und Stelle eruieren – als Teilnehmerin einer von der Industrie- und Handelskammer organisierten Unternehmer-Reise, die bis zum 27. November auf die arabische Halbinsel führt.

Einen großen Kunden im Jemen hat Brüninghaus bereits. …(…)

Was im Jemen funktioniert hat, müsste auch in Dubai klappen, lautet das Kalkül der 50-Jährigen. “Dort gibt es eine ganze Reihe von Getränke-Abfüllern mit erheblichen Zuwachsraten.” Auf zwei, drei Kunden hofft sie. Dabei, räumt sie ein, ist sie ganz froh, dass es in die gemäßigteren arabischen Staaten geht. “Saudi-Arabien wäre mir da doch schon etwas suspekt”, gesteht sie.
(..)
Einige ihrer Mitbewerber aus der Kronkorken-Branche sind schon im ebenfalls islamisch geprägten Nordafrika aktiv. Für eine Frau wie Dagmar Nowitzki ist das selbstverständlich ein Ansporn und auf keinen Fall ein Grund, sich entmutigen zu lassen. Nicht von ungefähr zitiert sie gern den Erfinder der Kronenkorken, William Painter: “Kronenkorken haben ein schönes Leben: Immer obenauf und unter sich eine volle Pulle.”
(…)
Und wenn gar nichts läuft auf der arabischen Halbinsel? Dann geht es eben ans andere Ende der Welt. “Im Februar bin ich in Namibia und Südafrika.” Die Vorbereitungen auf die Fußball-Weltmeisterschaft laufen längst – auch im Versmolder Werk – auf vollen Touren. Südafrika ist für Dagmar Nowitzki praktisch ein Heimspiel. Dort wird Bier und Cider getrunken. Aus Flaschen mit ihren Kronkorken.

Na, was lernen wir? Wenn durch die teure Reise nichts läuft in Arabien, dann geh’n wer halt nach Afrika…:-)))

So, und wer bezahlt die Reise?

1. Die tranfunzeligen IHK-”Beamtenseelen” selbst sicher nicht! Also die Zwangsbeitragszahler!
2. Die Unternehmer zahlen es aus der eigenen Kasse – wenn was am Jahresende fehlt, streicht man den Mitarbeitern das Weihnachtsgeld…Also letztendlich die Mitarbeiter!
3. …und bei der NW sind es die Leser, denn die zahlen mit ihren Nerven….! :-)

Übrigens: täglich mal in die NW schauen, da gibt’s jeden Tag eine amüsante Peinlichkeit aus dem Morgenland zu lesen!

Pah, die kennen die Jahnplatzhütten nicht

biweima.jpg

Kurz vorm Bielefelder “Opening” durch OBPit haut t-online nochmal dazwischen. Der Weihnachtsmarkt der kleinen Metropole wird nicht einmal in einem Nebensatz erwähnt. Dabei sind die HansRudis rote Jahnplatzhütten einmalig in der Republik. In Berlin sehen die Weihnachtsmärkte allerdings tatsächlich ein wenig anders aus:

p1030201.JPG

Vielleicht sind OBPit und HansRudi aber auch schon in Geheimverhandlungen mit Wowereit. Rote Bielefelder Jahnplatzhütten vor rotem Rathaus mit rotrotem Senat. Na?

Gütersloher Prekariatssender macht jetzt auch in Fußball

Der Bertelsmann-Konzern in Gütersloh mischt jetzt auch im europäischen Spitzenfußball mit. Das Unternehmen hat nach einem Bericht der NW als Mehrheitseigner der RTL-Gruppe (90,4 Prozent) und größter Aktionär des französischen Fernsehsenders M6 (48,5 Prozent) auch eine Mehrheitsbeteiligung an dem französischen Championsleague-Teilnehmer und Bayern-Bezwinger Girondins Bordeuax übernommen. Der französische Fußballmeister, den der Ex-Fußball- nationalspieler und Ex-Weltmeister von 1998 Laurent Blanc in der Ligue 1 trainiert, gehört deshalb nun Bertelsmann. “Girondins Bordeaux ist sportlich erfolgreich”, zitiert die Zeitung RTL-Sprecher Oliver Herrgesell. Das bisherige Geschäft zeige, dass der Bertelsmann-Einstieg “ein gutes Investment ist”. Zwar sei das Fußballgeschäft aufgrund der Verletzungen der Spieler und falscher Schiedsrichterentscheidungen mit mehr Risiken behaftet und damit prinzipiell ein “volatiles Geschäft”. Doch der Gütersloher Medienkonzern habe sich nach einem vorgelegten Geschäftsplan für dieses Investment entschieden.

Da die Krake nichts tut, was nicht irgendwie Kohle bringt und zu den sonstigen Plänen paßt, steckt da sicher wieder die nächste Finte dahinter.