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Wir vermuten dahinter vor allem zwei Gründe: Erstens steht der Vorstand unter immensen Druck, die vom Mehrheitseigner Bertelsmann geforderten Gewinne zu erzielen und auch abzuliefern. Nur wenn dem Vorstand das gelingt, ist er vor den Anteilseignern legitimiert. Arbeitsplätze abzubauen und Kosten zu senken ist mit anderen Worten womöglich weniger Zukunftssicherung für den Verlag als Arbeitsplatzsicherung für den Vorstand. Aus einem offenen Brief der Redaktionsbeiräte der vom Gütersloher Gutmenschenkonzern Bertelsmann kontrollierten Verlagsgruppe Gruner + Jahr, Hamburg.
Dazu der von Bertelsmann kontrollierte G + J-Vorstand Bernd Buchholz:
Wer auf der Basis von Vermutungen dem Vorstand des Hauses abspricht, nach bestem Wissen und Gewissen im Interesse der Zukunftssicherung des Verlagshauses Gruner + Jahr zu handeln, und stattdessen unterstellt, dass der Vorstand nur im Interesse der eigenen Arbeitsplatzsicherung agiert, verhält sich ehrabschneidend und damit beleidigend. Sie haben es in der Hand, die Basis für einen Dialog zwischen Redaktionsbeiräten und Vorstand wiederherzustellen. Wir erwarten Ihre schriftliche oder persönliche Entschuldigung.
Quelle: Meedia
Das ist schon ein grandioser Konzern. Heimlich, still und leise wurden schon ein paar tausend Leute heimgeschickt. Wer offen kritisiert, wird angegangen. Reinhard Mohn und sein seltsam-krudes kleinkariertes Menschenbild wirken auch nach seinem Tode weiter. Aber seine vorständelnden Vasallen hat er noch gut herangezüchtet. Nur Thomas Middelhoff schlug noch ein wenig mehr aus der gewünschten Art. Er war einfach zu gierig.
Wie The Huffington Post berichtet, bringt eine Abmachung die zwischen der Pharmalobby, dem Weissen Haus und der Mehrheit der Demokraten im Senat vereinbart wurde, der Pharmaindustrie erheblich höhere Einnahmen, wie ein Untersuchung zeigt. Die Firma IMS Health, welche den Pharmafirmen Verkaufdaten liefert, sagt voraus, dass die neuen Gesetze zur Gesundheitsreform, die gerade im US-Repräsentantenhaus verabschiedet wurden, plus der erwartete Aufschwung, einen Profit von 137 Milliarden Dollar in den nächsten vier Jahren bringen wird. Im März hat die selbe Firma noch einen Rückgang von -0,3 Prozent zwischen 2008 und 2013 prognostiziert. Im Oktober, nachdem es aussah wie wenn die Gesundheitsreform durchgeht, hat sie die Zahlen auf +3,5 Prozent für den gleichen Zeitraum revidiert. Damit hat die Pharmalobby eine entscheidenden Sieg errungen.
Was man Obama und seiner Gesetzesvorlage immer unterstellt hat, bei der Gesundheitsreform geht es weniger um das Wohl des Durchschnittamerikaners, sondern hauptsächlich nur um das Wohl von Bigpharma, hat sich bewahrheitet. Das Repräsentanten-
haus hat als ersten Schritt den Entwurf von Obama zugestimmt. Eine „historische“ Entscheidung, wie er sagt.
Glaubt wirklich noch jemand, der Pharmaindustrie ginge es “um das Wohl der Menschen”, wenn sie allabendlich ihre verlogenen Spots in den TV-Sender laufen lassen? Fragen Sie einfach mal Insider, Ihren Apotheker oder Ihren Arzt. Nur an kranken Mensxhen kann man Milliarden verdienen. Gesundheit bringt weder Honorare noch verkauft man damit völlig überteuerte Medikamente.
Kunde beim Kabelfritzen Unitymedia? Dann wird diese Pressemeldung interessieren:
Die Unitymedia GmbH (“Unitymedia”), Europas drittgrößter Betreiber von Breitbandkabelnetzen, gibt heute bekannt, dass Liberty Global Inc. (“LGI”) mit Unitymedia S.C.A., Luxemburg, der alleinigen Gesellschafterin der Unitymedia GmbH, eine verbindliche Vereinbarung zum Erwerb von 100% des Stammkapitals der Unitymedia GmbH abgeschlossen hat. Der Vereinbarung wurde ein Eigenkapitalwert der Unitymedia GmbH in Höhe von 2,0 Milliarden Euro und ein Unternehmenswert in Höhe von 3,5 Milliarden Euro zu Grunde gelegt. Der Vollzug des Erwerbs ist für das erste Halbjahr 2010 vorgesehen und steht unter dem Vorbehalt regulatorischer Genehmigung. Parm Sandhu, Vorsitzender der Geschäftsführung der Unitymedia GmbH: “Diese Transaktion ist der Beginn einer spannenden neuen Phase in der Entwicklung von Unitymedia und bringt erhebliche Vorteile für unsere Kunden, Angestellten und andere Interessengruppen mit sich. Unitymedia steht heute für einen der stärksten Wachstumserfolge im europäischen Kabelmarkt. In den letzten vier Jahren hat Unitymedia maßgeblich zur Wiederbelebung des deutschen Kabelgeschäfts beigetragen. Wir haben erstmals Infrastrukturwettbewerb in den deutschen Breitbandmarkt eingeführt. Mit unserer Strategie, unseren Basis-Kabelanschlusskunden eine neue Welt durch preisattraktive Triple Play-Dienste zu öffnen, haben wir die Grundlage für starkes Wachstum geschaffen. Die Tatsache, dass Unitymedia im dritten Quartal 2009 den Marktanteil bei Internet-Neuanschlüssen in unseren aufgerüsteten Regionen auf schätzungsweise über 70% gesteigert hat, spricht ebenso für unsere Erfolgsbilanz wie das überragende Preis-Leistungsverhältnis für den Verbraucher.”
Da die Bankkrake Goldman Sachs da auch wieder die Pfoten drin hatte, sei Skepsis angebracht.
281 Millionen Euro sollen bis Ende 2015 in Bielefelds Uni- und Fachhochschulneubau auf der Langen Lage gestopft werden. Uni-Rektor Sagerer und Kanzler Simm können sich an den relativ langweiligen Modellen und den vielen Millionen nicht satt sehen und hören. Audimax von unzufriedenen Studenten besetzt? “Ach, die sollen sich doch nicht so haben. Früher haben wir auch nicht jeden Tag Kuchen gegessen”. Wirklichkeitsfremde “Deutsche Elite” Ende 2009.
Dazu passt die Abrechnung eines Mannes, der als Steuerberater und Unternehmensberater tagtäglich die bundesdeutsche Wirklichkeit erlebt und sie auf den “Nachdenkseiten” schildert:
Schüler und Studenten klagen über den unsäglichen Schulstress, diese völlig bescheuerten Bachelor und Master Studiengänge tun ihr Übriges. Überforderte Lehrer (Lehrermangel), denen zunehmend die Mittel fehlen und ein Schulsystem aus dem Mittelalter lassen auch unser Bildungssystem verrotten.
Die Krankenhäuser mutieren zu Marketing-Hochburgen, die von durchgeknallten Managern geführt werden, die von Medizin keine Ahnung haben. Unikliniken werden von den Politikern heruntergewirtschaftet, ihnen werden die Mittel vorenthalten. Offenbar vor dem Hintergrund einer großangelegten Privatisierungsoffensive unseres Gesundheitssystems. Ärzte die diese Systematik nicht durchschauen, wenden sich frustriert ab. Gehen ins Ausland, müssen aber erfahren, dass dort ein ebensolcher fataler Wandel durchgezogen wird…
Ja, da sagen wir doch den geistigen Brandstiftern in Gütersloh, dem Herrn Professor (Un)Sinn, dem dümmlich-schlauen Raffelhüschen, der INSM und dem Maschinenzusammenschrauber Kannegiesser nebst dem ach so frommen Unternehmerkeitel ein herzliches “Grüß Gott, vergelts der Herr und Dankeschön”. Man sollte diese gesammelte verlogene Mischpoke auf ein Schiff packen, Bundesdoofchen Angela und Leichtmatrose Guy d´Eau steuern lassen und das Ganze dann vor Grönland versenken. Kürzt das ganze Verfahren enorm ab und spart noch Energie.
Dieser Finanzminister hat Mut. Zwei Tage nachdem die Kanzlerin im Bundestag eine große Steuerreform angekündigt hat, schüttelt Wolfgang Schäuble mit dem Kopf. Für große Veränderungen sei kein Geld da. Die CSU legt nach und nennt die Wünsche der Liberalen nach einem Stufentarif »Theorie-Murks«. Und die FDP droht mit einem eigenen Gesetzentwurf. So schaukelt sich der Streit langsam hoch. Wenn nun die Opposition genüsslich von Inkompetenz spricht, hält sich der Widerspruch des finanz- und wirtschaftspolitischen Sachverstandes außerhalb der Politik in Grenzen. Auch die Wirtschaftsweisen sehen keine Notwendigkeit einer schnellen Steuerentlastung. Anstatt das Feuer unterm Dach weiter anzufachen, sollte das schwarz-gelbe Bündnis seine ganze Energie darauf verwenden, in spätestens zwei Jahren wirklich effektive Steuerreformvorschläge vorzulegen. Gründlichkeit vor Schnelligkeit ist von der Kanzlerin zu hören. Warum hat sie das Wachstumsbeschleunigungsgesetz nicht gestoppt? Hier eine Milliarde für Hoteliers, dort Entlastungen nur für bestimmte Erben – Politik aus einem Guss sieht anders aus.
Na sieh mal an, das Westfalen-Blatt echauffiert sich über die Politik seiner Schwarz-Geld-Lieblinge. Hätten wir jetzt noch ein paar Worte zur grandiosen Wahllüge “Steuerentlastung, mehr Nutto vom Bretto” gelesen, wären wir ja fast wegen Ausgewogenheit eines Kommentars ganz früh vom Sessel gefallen. So bleibts ein kleines “DuDuDu-Gewinke” mit dem Fingerchen.
Was tun sie den heutigen Zeitungsmachern eigentlich in den abendlichen Tee, wenn solche Zeilen dabei herauskommen? Oder neben einer Meldung auf der Titelseite der NW: “Ein Hauch von Popstar umweht Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) seit seinem ersten Auftritt in der Bundespolitik”.
Popstar? Auftritt mit hellblauer Krawatte und grinsender Visage auf dem Schlachtfeld von Kabul, wo deutsche Soldaten letztlich nichts zu suchen haben? Man muß sich wirklich fragen, was die heutige Journaille umtreibt. Distanz ist es jedenfalls nicht. Es ist einfach nur hirnlos, hilflos, ferngesteuert? Es riecht extrem nach billigem Nachgeschmier der Propaganda aus dem Reichs-presseministerium. Da läuft man dann doch schon Gefahr, auf der eigenen Schleimspur auszurutschen. Ein Politschauspieler, der ausgerechnet von einem Präsidenten, der sich durch massive Korruption an der Macht hält, “Kampf gegen Korruption” verlangt, das ist schon wie “belastbare geordnete Insolvenz von Opel”. Grandios, dieser Worthülser aus dem Fränkischen.
Stephanie, das weibliche Gegenstück zum aktuellen afghanischen Wüstenfuchs mit blauer Krawatte und gegeeltem Posing und glühende Verehrerin der von der Leyenschen Internet-Zensur, ist also mit Tom Cruise und seiner Ehefrau befreundet. Da sieh mal an. Aber so ein bißchen Cruisesche Scientology des kleinen hollywoodesken Hampelmannes schadet nicht. Oder? Reicht ja immerhin noch zur bunten Seite in der NW. Vielleicht träumen kleine Seitenmacher auch davon? Die PR-Kampagne aus der Küche der ehemaligen FDJ-Propagandasekretärin geht also ungebremst weiter. Schöne Aussichten.
Da muß ich dann grad noch was nachtragen. Aus Kreisen der Apothekenumschau fürs Klatschige, der BUNTEn, wird mir zugetragen: Stephanie, das Puppengesicht, möchte, daß ihr Gegeelter seinen Schauspielunterricht bei den Scientistis CruisesHolmes ausweitet. Demnächst stehe die Rolle “Karl-Theodor Bismarck reloaded” an. Der Gegeelte im Trachtenjanker mit deutscher Pickelhaube zeigt vor der somalischen Küste den pösenpösen Piraten, wie ein Reserveoffizier in bester Attackemanier mit dem blanken Säbel im Meer rumstochert und trifft. Ein ARDZDFRTLSAT1-Kamerateam unter der Regie von Leni Riefenstahl in Weitwinkeldistanz. Teutsche Beigewindjacken und Gesundheitsschuhträgerinnen, erhebt Euch von den Sitzen. Der Adel ist wieder wer!
Es nimmt gradezu beängstigende Formen von Massenhysterie, hochgeputscht von unverantwortlichen Medien, an. Verständnis habe ich dafür nicht. Natürlich machen NW und Westfalen-Blatt in bester BILDaesker Form da fleißig mit. Schön, wenn man dem Diekmannschen Vorbild nacheifern darf. Große Buchstaben mit ganz einfachen Worten lesen sich bei erkennbarer Massenlegasthenie einfach besser.
Gestern haben wir darüber noch gewitzelt. “Haha. Freitag, der 13.”. Wenn aber am frühen Morgen die Nachricht vom letztlich doch überraschenden Tod eines nahen Angehörigen kommt, verstummt man. Leb wohl, Ural-tarmine. Auch da oben gibt es einen Anstoßkreis, um den sich die vielen Freunde versammelt haben, die Du aus deinen blauschwarzen Zeiten kennst und denen Du mit Deiner witzigen Art viel Freude bereitet hast. Unsere tiefe Anteilnahme gilt auch seiner jungen Frau.






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