Die Ein-Euro-Nivellierung hat die Nahrungsmittelversorger erreicht!
Rechtzeitig zum Weihnachtsmarkt weist diese Premium-Reklametafel am Bielefelder Untergeschoss
auf die zeitgemäße Alternative zur überteuerten Bratwurstbudenware hin.
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Es nieselt kalt vom ostwestfälischen Himmel. Der morgige Freitag der 13. macht einigen Angst (Warum eigentlich?) und im Autoradio spielt passend Guns N´Roses:
When I look into your eyes
I can see a love restrained
But darlin’ when I hold you
Don’t you know I feel the same
‘Cause nothin’ lasts forever
And we both know hearts can change
And it’s hard to hold a candle
In the cold November rain
Neulich, als er im Bielefelder Werksverkauf (II. Wahl so gut wie I.te) des Anzugbastlers Windsor unterhalb des Ostwestfalendamms seine neue Kluft in “Kriegsministergedecktemblau” anprobierte, stand er auch so da: Typ Model im Wüstensand von Kunduz mit Blick auf die Taliban. Oder auf den Punkt gebracht: Welches Mitglied der neuen albernen Regierung ist denn nun der Lächerlichste? Der “so junge” Fuzzi im Gesundheitsministerium mit dem ahnungslosen Blick? Der abgeschobene Ex-Superstar Karl-Theodor von und zu und hoch und rauf und runter zG? Noch lächerlicher ist allerdings, zu welchen Affen sich die Journaille - hier SPIEGEL - macht.
SPIEGEL online heute:
“Der neue Finanzminister will Fakten schaffen. Eine grundlegende Steuerreform soll es in dieser Legislaturperiode nicht geben, sagt Wolfgang Schäuble jetzt - denn für spürbare Entlastungen fehle in den kommenden Jahren das Geld, und ein Großumbau sei auch nicht mit der FDP verabredet.”
Guido Westerwelle am 17. Mai 2009, Rede auf dem Parteitag in Hannover und zu lesen auf allen Wahlplakaten der FDP:
“Wir Liberalen werden einen Koalitionsvertrag nur unterzeichnen, wenn darin ein niedrigeres, einfacheres und gerechteres Steuersystem aufgeschrieben worden ist, weil es mit der Abkassiererei der normalen Bürger ein Ende haben muss. Das ist unser Wort, das gilt.” Quelle: Forenbeitrag auf SPIDEGEL online.
Was für ein Glück. Sie haben die Medien vom Stamme “Völkischer Beobachter” auf ihrer Seite und gehören weder der SPD noch den Grünen noch der Linken an. Als CDU/CSU/FDP darf man aber lügen, das sich die berühmten Balken biegen.
Und nun? Koalition zu Ende?
Wer auf dem Ostwestfalendamm kurz vor den “lärmberuhigenden” Blitzern nah der Tunneleinfahrt rechts die türkisfarbene Glassteilwand des “Elixia” übersieht, muß wirklich blind sein. Hoch ragt sie auf. Stolz steht sie da seit 2002 und ist doch nur ein Symbol des Größenwahns. Ein Sportstudio, das 4000 Mitglieder bei ziemlich saftigen Preisen benötigt hätte und seit Jahren mindestens 1000 Mitglieder zu wenig hatte, wird nun geschlossen. Es sei denn, es findet sich doch noch ein Investor für die 3800 Quadratmeter Fläche. Ulrich Zimmer, Präsident des Stadtsportbundes, wird in der NW zitiert: “Ich persönlich sehe die Massenbetriebe skeptisch, ich lehne Sportfabriken ab”.
Eben. Schierer Größenwahn.
Natürlich könnte man einfach schweigen zu dem im wahrsten Sinne des Wortes furchtbaren Medienhype, der gestern und auch heute noch um den Freitod von Robert Enke auf allen Kanälen und in allen Blättern veranstaltet wurde und wird. Da fährt die Kamera jede Handbewegung ab, da bricht Nationalteam-Manager Bierhoff heulend zusammen und hatte doch vor gar nicht langer Zeit die “Labilität” des Torwartes öffentlich angeprangert. So wünschenswert offene Diskussionen über die Krankheiten Depression oder auch Demenz sind, so wenig glaube ich, daß die Masse der Medien wirklichen Anteil an Frau und Familie und dem Menschen Enke nehmen will, der es verstand, seine Krankheit zu verbergen.
Diese Medien hätten Robert Enke ebenso gnadenlos gesteinigt, hätte er als Torwart Nr. 1 bei der WM in Südafrika in einem entscheidenden Vorrundenspiel einen spielentscheidenden Fehler gemacht und das vorzeitige Scheitern damit besiegelt. Das sind die zwei Seiten der öffentlichen Medaille. Enke hatte sich eigentlich stets für die Unauffällige entschieden.
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