Es war am letzten Spieltag der 1. Fußball-Bundesliga, als Robert Enke auf der Alm im Tor von Hannover 96 stand. Eine blutende Kopfwunde setzte ihn außer Gefecht. Keine große Geste, kein Lamentieren. Ein eher stiller, nachdenklicher “Star” der glitzernden, lauten, rüpelhaften Welt, aus der nur ab und zu einmal menschliche Tragiken in den Gazetten und anderen Medien zu lesen sind. Robert Enke wurde nur 32 Jahre alt. Unser Mitgefühl der Witwe, der kleinen Tochter und der Familie. Vergessen wir auch nicht die Lokführer, die ob des Geschehenen ein lebenslanges Trauma davontragen (müssen).
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Fußball-Deutschland trauert um Robert Enke
Fußball-Deutschland trauert um Robert Enke. Laut Polizeiangaben wurde der 32-Jährige am Dienstagabend (10.11.09) auf einem Bahnübergang nordwestlich von Hannover von einem Zug erfasst und tödlich verletzt. Die Polizei fand einen Abschiedsbrief, es gebe demnach keinen Zweifel mehr, dass Enke sich das Leben genommen hat. Hannover 96 hat für heute mittag eine Pressekonferenz angekündigt.
http://www.sportschau.de/sp/fussball/news200911/10/enke.jsp
Wir leben ja in Zeiten, wo die Regierung reichlich “Steuergeschenke” verteilt, also aus der linken Hosentasche der eher kleiner verdienenden Masse in die rechte Hosentasche der selbsternannten “Elite”. Warum soll das im nun ausbrechenden Karneval anders sein. Auf die rechte Straßenseite fliegen Schoggitäfelschen aus den Prunkwagen, nach links gehen die ollen Kamellen.
Bielefeld Helau! Narrekäppscher für Pit!
Angela Merkels Regierungserklärung war keine historisch-brillante, aber eine sehr ehrliche Rede. Dabei gelang der Bundeskanzlerin der Spagat zwischen düsterer Beschreibung der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise und einem hoffnungsvollen Ausblick. Der ganz große Wurf ist Merkel mit dieser Rede zwar nicht gelungen, aber das durfte man in dieser schwierigen Zeit auch nicht erwarten. Aber immerhin: Angela Merkel hat erstens den Menschen keinen Sand in die Augen gestreut (»es wird schlimmer, bevor es besser wird«), zweitens echte Hilfe mit der Verlängerung des Kurzarbeitergeldes versprochen und drittens Visionen aufgezeigt, wie Deutschland gestärkt aus der Krise hervorgehen kann. Dabei setzt Angela Merkel komplett auf Wachstum. Das ist ihr Schlüssel zum Erfolg. Gelingt es Schwarz-Gelb, die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass die Arbeitslosigkeit sinkt und die Steuereinnahmen wie zuletzt im Jahr 2008 sprudeln, dann kann Angela Merkel eine große Kanzlerin werden. Gelingt es nicht, wird sie möglicherweise als Schuldenkanzlerin in die Geschichte eingehen. Merkel hat gestern – zumindest für ihre Verhältnisse – Klartext gesprochen. Da bekamen die Manager von General Motors genauso ihr Fett weg wie Banken, die sie an der Bewältigung der Krise finanziell beteiligen möchte. Die Ankündigung der Einführung einer Börsenumsatzsteuer hatte man genauso wenig erwartet wie ihre Aussagen zu steigenden Pflegekosten. Merkel packte aber nicht alle heiße Eisen an. Einige Fragen zur Gesundheitspolitik und auch zum Afghanistan-Einsatz ließ sie offen. Die Gesundheitspolitik soll zunächst Sache der FDP bleiben. Hier wird Merkels neuer Gesundheitsminister Philipp Rösler die ersten Pflöcke einschlagen. Wenn es später Probleme mit der mächtigen Pharmaindustrie, Ärzten und den Krankenkassen geben sollte, kann die Chefin sich immer noch einschalten. Insgesamt hat Angela Merkel deutlich gemacht, dass die Politik der kleinen Schritte (Große Koalition) endgültig vorbei ist. Merkel wirkt entschlossen und ist gewillt, die Probleme mutig anzupacken – auch gegen Widerstände. Leider werden den Worten aber vermutlich erst im Mai 2010 nach der Landtagswahl in NRW Taten folgen. Dabei wäre ihre schonungslose Analyse, die sie gestern angekündigt hat, noch in diesem Jahr so wichtig. Die SPD muss sich an ihre Rolle in der Opposition erst noch gewöhnen. Nachdem Merkel souverän die Krisen-Kanzlerin gab und betonte, dass soziale Einschnitte und Steuererhöhungen falsch seien, fiel Frank-Walter Steinmeier nichts anderes ein, als die alte Platte der sozialen Spaltung aufzulegen, ohne dafür einen Beleg anzuführen. Angela Merkel muss vor dem politischen Mitbewerber in dieser Form keine Angst haben. Wenn sie scheitert, dann nur an sich selbst.
Ach, liebes Westfalen-Blatt. Kraft Eurer Stellung mittig-rechts-strammkonservativ müßt Ihr ja den Scheiss verteidigen, den die Rouladenbraterin da gestern im Reichstag von sich gegeben hat. Wers gehört hat, fragt sich, in welchem Panoptikum wir eigentlich sind. Da stellt sich eine Regierungschefin hin und malt die deutsche Zukunft in den Hausfarben ihrer Partei: tiefschwarz. Keine Vision, keine Idee, so kraftlos, wie sie nun mal ist. Man wird sehen, ob die neue stärkere Opposition die Chance nutzt, der “mächtigsten Frau des Universums” und Anbetungsobjekt der beigen Windjacken die notwendigen Leviten zu lesen. Hieße Angela mit Nachnamen Ypsilanti wäre die Journaillehorde schon längst über sie hergefallen.
Es wird nicht mehr ruhig um den ungekrönten König von Schalke, den Kaiser der Billigstfleischhauer, Zahler von Microlöhnen an polnische und rumänische Akkordfleischhauer und nahezu immer irgendwie unter irgendeinem Verdacht stehenden seltsamen Herrn Tönnies aus dem Nachbardoppelstädtchen Rheda-Wiedenbrück. Muß man Mitleid haben mit dem Schalke-Abramowitsch des Eisbeins? Nö. 11 Millionen jährlich am Fließband getötete Schweine hätten es auch nicht, wenn sie als Billigstware in den Kühltheken der Discounter liegen oder als gepresstes Formfleisch geschmacklos im Toaster enden und “Fleisch essen zu einem Event” machen. Leute diesen Kalibers haben großen Anteil daran, daß Heerscharen zwar Kochsendungen über Kochsendungen reinziehen, anschließend aber Schnellfraß in den Einkaufswagen liegt. “Tütchen auf, Reis dröbba, fertig”. Danke, Clemens.



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