Verfasst von textexter - Kategorie: Allgemeines und Sonstiges
In einem Auto, das so einen Schwindel erregenden Zick-Zack-Kurs steuert wie Opel unter General Motors, kann einem nur
schlecht werden. Belegschaftsmitglieder und Politiker stieß der Fahrstil zuerst sauer auf. Nun fallen sogar schon die eigenen Manager aus der Bahn. Der Ausstieg des genervten Carl-Peter Forster, bislang Europa-Chef von GM, stärkt allerdings noch die Kamikaze-Crew in Detroit. Sie scheut im Vertrauen darauf, dass die Staaten ihr mit Milliarden aus Steuereinnahmen schon ein weiches Bett bereiten werden, vor keinem Sturzflug. Wenn sich Fritz Henderson & Co. da mal nicht verrechnen. Wer das Steuer so wenig in der Spur hält, erntet irgendwann, was er verdient: eine Bruchlandung jenseits der Fahrbahn in die Zukunft. Zunächst wären zwar viele Beifahrer – Arbeitnehmer, Zulieferer, General Motors nämlich nicht nur einiges Geld, sondern auch das Recht verlieren, die europäischen Autowerke als Reperaturwerkstätten für die eigenen Managementfehler zu nutzen.
Prinzipiell richtig, liebes Westfalen-Blatt und der genervte Mann von Bielefelds Hagemann nickt sauertöpfisch dazu. Aber der 77jährige Bob Lutz soll ja sogar Aufsichtsratchef werden. Jener Bob Lutz, den der Schreiber vor gut 15 Jahren mehrmals traf und der später durch eben jene falschen Entscheidungen in der Autoentwicklung bei GM auffiel, die Opel überhaupt letztlich in die große Scheisse geritten haben. Ein grandioser Egomane, ein vorgeblicher Autokenner und vor allem Schaumschläger. Na dann mal “Gut Nacht” Ihr Schrauber von Eisenach, Kaiserslautern und Bochum.
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