Die Winterschlappen sind drauf. Da steht ja der Dienstfahrt ins Land des Oettinger nichts mehr im Wege. Schade nur, da fließen auch weder Milch noch Honig, obwohl sie die “Weischheit mit Löffelsche gefresse han”.
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So sieht das aus, wenn sich die Durchgeknallten von Berlin um den Futtertrog kloppen
Knüller No. 1: Einigung in Berlin: Der bisherige Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) wird neuer Finanzminister der schwarz-gelben Koalition. Das erfuhr die in Düsseldorf erscheinende “Rheinische Post” aus Regierungskreisen.
Da kann er dann ja Stasimethoden auf Steuerzahlerkonten ausdehnen. Erfahrungen in der Entgegennahme von dubiosen Geldkoffern hat er auch. ![]()
Knüller No. 2: Nach Informationen aus Verhandlungskreisen könnte der bisherige Wirtschaftsminister Guttenberg dann ins Innen- oder Verteidigungsressort wechseln. So wird aus dem Liebling des Boulevards, dem Retter von Quelle und Opel jetzt der “Herrscher über den Hindukusch” oder “Innenpolitischer Umsetzer der McKinysey-Vorgaben für Bürgerverhalten”.
Was wieder mal zeigt: Man kann eigentlich Minister für jedes Ressort sein oder werden. Fachliche Kenntnisse braucht man da offensichtlich nicht. Meine Herrn, sind das mutige, gewagte, moderne Entscheidungen der schwarzgelben Koalition ….
Endlich wieder eine gute Nachricht aus der Automobilbranche! Und dann auch noch von Daimler, einem Hersteller, der kaum von der Abwrackprämie profitiert hat. Nach Milliardenverlusten kommen nun Milliardeninvestitionen. Daimler steht zu Deutschland - aber nach wie vor auch unter einem gewaltigen Kostendruck. Der Autobauer ist dabei sogar bereit ein, ein Tabu zu brechen: Bald könnte in einem Mercedes ein fremder Motor stecken. Bei den Kompaktwagen mit Frontantrieb prüft Daimler Kooperationen mit anderen Herstellern. Sollte es dazu kommen, wäre es das erste Mal in der Konzerngeschichte, dass ein Personenwagen von Mercedes nicht von einem selbst entwickelten Motor angetrieben würde. Das ist ein mutiger Schritt. Es stellt sich die Frage, ob die Kundschaft ihn akzeptieren wird. Die Führungsrolle im Premiummarkt hat Daimler bereits an Audi und BMW abgeben müssen. Ob es ausgerechnet ein fremder Motor sein wird, der sie zurückerobert und das Image aufpoliert? Eher nicht. Allerdings bleibt dem Autobauer keine andere Wahl, als sich neu zu aufstellen. Die Luft wird dünner. Niedlich, niedlich, liebes Westfalen-Blatt. Wie die andere Seite der Daimler-Medaille aussieht, schildert die Osnabrücker Zeitung am Falle Karmann:
Wegen sechs Maultaschen hat kürzlich eine Altenpflegerin ihren Job verloren. Einer Sekretärin wurde wegen eines Frikadellen-Brötchens gekündigt. Wer das liest, kann nicht glauben, was gerade in Osnabrück passiert. Einem Traditionsunternehmen mit einst weltweit mehr als 8000 Mitarbeitern droht das Aus, weil Auftraggeber ihre Rechnungen nicht bezahlen. Während der Diebstahl von Maultaschen und Frikadellen harte Strafen nach sich gezogen hat, können die zahlungsunwilligen Unternehmen sogar ein gutes Geschäft erwarten. Irgendwann wird es wahrscheinlich einen Vergleich geben - mit einem Millionen-Rabatt. Für die Karmann-Beschäftigten dürfte das zu spät sein. Hunderte betroffene Arbeiter können ihren Familien ein paar Wochen vor Weihnachten diese Form von Gerechtigkeiten nicht erklären. Dass gerade Daimler zu den Hauptschuldnern von Karmann zählen soll, ist fast unglaublich. Gerade jetzt meldet die Stuttgarter Nobelmarke, dass sie Milliarden Euro in den Ausbau ihrer deutschen Werke investieren will - und gleichzeitig ihren treuen Geschäftspartner Karmann wegen ein paar Millionen Euro verhungern lässt. Die Schuld an der Karmann-Krise trägt nicht Daimler. Aber die Marke mit dem Stern könnte jetzt Rechnungen bezahlen, das drohende Aus abwenden und sich in Osnabrück einen sehr guten Namen machen.
Womit wir bei der ehemaligen Aufgabe der “Vierten Gewalt”, den Medien, wären: nicht nach dem Munde schreiben sondern Mißstände anprangern.
Es sind schon herrliche Momente, wenn der Blick auf der spätkapitalistischen Bahnhofstraße am Karstadt vorbeistreift, ein wenig Siebrasse-Brot einfängt und sich dann vom Kaufhof her direkt auf die Fassade des insolventen Verkaufstempels aus dem Imperium der schlafmützigen und bis auf ein paar läppische Millionen verarmten Madeleine Schickedanz legt. Setzt man eine rosarote Brille auf, ist das Großstadt-Feeling vom Allerfeinsten. So müssen Weltstädte in ihren kleinsten Anfängen ausgesehen haben.
Es muß ihm nur das richtige Frauchen die Augen öffnen, wie schön das Leben sein könnte, wenn jemand:
- bügelt
- wäscht
- abwäscht
- meist bereit ist
- den Hund ausführt
- die kommenden Kleinen füttert, anzieht und aufzieht
- Geld verdient
- das Bierken ranschleppt
- die Mülltonne bereitstellt
- für ihn denkt
- ihn lenkt
Hans-Rudi H. hat alles bereitet, der Klötzer, Olaf ein paar feine Happen hergerichtet und das Pflaster ist gefegt. Jetzt aber hin zum Sonntags-Shopping. Da kauft es sich doch ganz anders, oder?
“Nach Golde drängt,
am Golde hängt doch alles.
Ach, wir Armen!” ließ Goethe in Faust I. deklamieren und Hans-Rudi machte draus das Credo der Kaufmannschaft:
“Zum Gelde drängt,
am Gelde hängt doch alles.
Kauft Leute, kauft!”


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