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Mi
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Okt '09

Deutsche wollen Guy d´Eau nicht Aussen sehen

Was sind die Deutschen, die doch angeblich mit unendlicher Begeisterung die gelbe Splitterpartei gewählt haben, doch undankbar. Jetzt haben sie sogar was dagegen, wenn “unser Guido” das Aussenamt übernimmt: Nach der repräsentativen Erhebung, die für den “Stern” durchgeführt wurde, wünschen sich nur 28 Prozent den Gewinner der Bundestagswahl im Außenamt. 46 Prozent sind dagegen der Meinung, er solle besser ein anderes Ressort übernehmen, zum Beispiel das Wirtschafts- oder das Bildungsministerium. Bei den Anhängern der FDP war dieser Wunsch sogar noch ausgeprägter: Von ihnen sähen mit 53 Prozent sogar mehr als die Hälfte Westerwelle lieber in einem anderen Ministerium als dem Auswärtigen Amt.

Leider hat der “Stern” uns nicht gefragt. Wir hätten ihm ein paar Buletten mit gelbem Senf empfohlen. Das Schöne an der ganzen Story ist ja, daß er wieder runter muß von seinem Trip, wenn die heiße Luft raus ist, die ihn so aufgeblasen hat.

Bös verschätzt

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Der Mann im roten Lkw vom Abfallentsorger Fischer am Südring lachte noch, als er die 3 Kubikmeter-Mulde absetzte: “Das könnte knapp werden”. “Ach was”, ich habe unsere weitausholenden Beschwichtigungsbewegungen mit den rudernden Armen noch wie eben grade vor Augen: “Das passt scho”.

Gut, daß er den geschickt im hintern Teil des weiträumigen Garten zwischengelagerten Holzberg der entsorgten Gartenhütte nicht sah, als er die volle Mulde abholte. Gretchenfrage: Ab wann gibt Abfallfischer eigentlich Mengenrabatt?

Kinners, endlich Jobs für Ex-Stasis

Die Parallelen zum orwellschen Blick in die Zukunft werden immer deutlicher. Gelangweilte PC-Nutzer sollen nun Zugriff auf die ca. 4,2 millionen in Großbritannien aufgestelleten Überwachungskameras bekommen, um somit das Verhälten der Bevölkerung kontrollieren zu können. Um die Aspiranten anzulocken wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben. Hier wird mit einer Prämie von umgerechnet 1100 Euro gelockt, um somit Zucker unters Volk zu streuen; in der Hoffnung, dass sich genügend „Privatschnüffler“ auf diesen Wahnsinn melden. Erinnert dies nicht ein wenig an die Spitzel-Kids in 1984, die ihren eigenen Vater an die Gedankenpolizei ausliefern?

Dieser Irsinn wurde durch ein Konsortium aus den Besitzern der Videoüberwachungsanlagen ins Leben gerufen, um den Überfluss an Kameras, welche kaum alle gleichzeitig überwacht werden können – mit Monitorgaffer zu besetzen. Quelle: morbus kithara auf “Duckhome”.

Die Tommys sind ja noch ein Stück bekloppter. Klar, wer Thatcher- und Blair-geschädigt ist, dem fällt schon mal sowas ein. So, wie es ja auch um die sogenannten “U-Bahnbomber” ziemliche Ungereimtheiten gibt, die sogar auf “Eingriffe des Staates” hinweisen. Wie auch bei 9/11 in New York. Dem Bush/Blair-Idiotenduo traue ich das ohne großes Nachdenken zu. Warum der ebenso wie der hirnrissige Bush “tief religiöse” Blair aber auch noch EU-Präsident werden soll, erschließt sich mir nicht. Ich will den nicht. Der zahlt ja nicht mal mit Euros.

FDP-Solms und Fricke im Lachfigurenkabinett

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Es sind zwar nur Bruchstücke, die da aus dem Berliner Biotop der neuen Regierungslaberer herausfallen. Aber es wird doch ziemlich deutlich, welche Geisterfahrer von der gelben Spasspartei da von Einigen gewählt wurden. Mehr und mehr demontiert die Union die “Ideen” der Guido-Anhängsel. Die genialen Haushälter und “Finanzexperten” Solms und Fricke geistern ja bereits per Video durch you tube. Irgendwie wirkt diese Partei der “Neuen Intelligenz”, als ob die Handelnden nicht alle Tassen im Schrank hätten. Was nicht verwundert, wenn man sich “Unsern Guido” so anschaut. Sie sind auf dem besten Wege, den bisherigen Spitzenreiter SPD klar zu übertreffen. Die Frage ist nur, was das Volk und was die Republik von solchen Dilettanten hat.

Die “hochsensible” Frikadelle

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So, mal angenommen, Sie sind 59 Jahre alt, arbeiten in Dortmund seit 34 Jahren beim Bauverband Westfalen und ihr Chef ist Geschäftsführer Hermann Schulte-Hiltrop. Sie richten mit einer Kollegin ein Büfett als Konferenz-Imbiss für ihren Chef und seine Gäste an. Sie naschnen zwei halbe Brötchen und eine Frikadelle. Ein Mitarbeiter – wahrscheinlich der Büffetwart des lustigen Verbandes – zählt alles nach und merkt, daß die Naschereien fehlen. Das petzt er dem oben erwähnten Hermann S-H. Die Frau wird von ihm zur Rede gestellt und ist sich nichts Bösem bewußt, weil “immer Essen, das übrig geblieben sei, den Mitarbeitern zur Verfügung gestanden habe”. Erwähnter Hermann S-H feuert die Frau fristlos, weil man in dem Unternehmen “mit hochsensiblen Daten zu tun habe”. Jetzt kommt das Ganze vor Gericht.

Was lernen wir daraus? Eben. Auch eine Frikadelle und zwei halbe Brötchen sind “hochsensible Daten”. Unterstellen wir mal, daß Hermann S-H die Frau ohnehin loswerden wollte. Wir dürfen gespannt sein, wie der Prozess ausgeht. In einem Staat, wo in nicht wenigen Fällen seltsames Recht gesprochen wird, wegen Steuerhinterziehung verklagte Zumwinkel auf seltsamen Wegen nicht unter eine bestimmte Zeitfrist fallen und daher erhebliche Strafminderung erfahren und in Hessen Steuerfahnder, die bestimmten Banken auf die Schliche kamen, von oben zwangsgemobbt werden, ist alles möglich. Auch das scheinbar Undenkbare.

Ergänzung aus den Diensten:

Gestern kamen beide Seiten vor dem Arbeitsgericht Dortmund zusammen. Während der Verhandlung wurde deutlich, dass Selbstbedienung am Bufett zwar nicht erlaubt ist, beim Bauverband Westfalen aber offenbar schon lange gang und gäbe war. Selbst der frühere Chef soll nach Aussage der Sekretärin gern zugegriffen haben. Außerdem sei alles, was die Gäste des Chefs übrig ließen, ohnehin an die Angestellten zurückgegangen. Die Richterin betonte: “Dies hier ist kein klassischer Diebstahl.” Sie schlug vor, die Kündigung in eine Abmahnung umzuwandeln. Der Bauverband blieb trotzdem hart. Deshalb kommt es zu einem regulären Prozess. dessen voraussichtlicher Beginn Januar 2010 ist.

Noch mal Ergänzung, auch wenn es spät ist:

HS-H ist die neue Kultfigur in der Republik und löst Thilo Sarrazin aus der Bundesbank-Schmuddelecke mit seiner Dortmunder Beschränkheit locker ab. Auch der Bulettenmann ist “Elite”. Nicht vergessen. Schön, wenn den Haßfiguren der Republik mal was aufs Maul gegeben und die ständige dusselige Laberei angeprangert wird. Leider lenkt das aber nur von dem übergroßen Haufen Scheisse ab, der grad in Berlin-Mitte angerührt wird.

Wahlnachschlag

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ach nur mal so.

Und was sagt uns das?

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Na NW? Heute in der Früh mal wieder im Boulevard unterwegs? Ein paar Frühaufsteher am Kiosk abgreifen? Da fragt man sich, was das soll. Was soll es uns sagen, wenn da steht “Liz Mohn 2,9 Milliarden”. In der Schublade? Den Quark ganz nach hinten zu stellen, hätte auch gereicht, weiß doch der ein wenig Eingeweihte, daß lediglich eine Handvoll dieser netten Damen und Herren den Mist eigenhändig aufgehäuft haben. Bei allen anderen war der große Haufen schon von den Vorfahren zusammengetragen worden, auf den ja bekanntlich der Teufel zuerst scheißt.

Oder um mit der Spasskasse zu sprechen, die das den Deutschen jahrzehntelang werblich eingebläut hat:

“Hast was, biste was. Biste was, haste was”.

Das wird der ehemaligen Zahnarzthelferin und Telefonistin aus Gütersloh nur ein extrem müdes Escada-Grinsen entlocken. Weil es bekanntlich in den seltensten Fällen der Wahrheit entspricht. Wer nicht mit sensenscharfen Ellenbogen, bösen Rempeleien und agieren hart an der Grenze der Gesetze operiert, wird kaum zu einem Milliardenvermögen kommen. Gell, Herr Middelhoff? Und für das naive Schickedänzchen könnte man schon mal den Weg zur nächsten Tafel von St. Moritz in den Navi eingeben.

Wie wäre es mit einer ALDI-Bestattung?

Ein Todesfall bedeutet immer auch eine große finanzielle Belastung für die Hinterbliebenen. Und das umso mehr, seitdem das Sterbegeld aus dem Leistungskatalog der Krankenkassen gestrichen wurde. Das neue Portal http://www.bestatter-preisvergleich.de hilft ab sofort dabei, einen günstigen Bestatter zu finden und unnötige Ausgaben zu vermeiden.

“Bestatterpreise zu vergleichen, ist keineswegs pietätlos – immerhin sind die Preisunterschiede oft beträchtlich”, erläutern die
Portalbetreiber. “Dazu rät neben vielen Verbraucherverbänden auch ausdrücklich die Stiftung Warentest, die sagt: Gerade weil Trauer und Erschöpfung die Urteilskraft beeinträchtigen, sollte man aufmerksam die Angebote prüfen.” Auf Bestatter-Preisvergleich.de kann sich jeder in aller Ruhe anonym über Bestattungsunternehmen informieren und deren Leistungen und Preise vergleichen. Dazu muss nicht unbedingt ein Todesfall vorliegen oder in nächster Zeit zu erwarten sein – auch im Rahmen
einer allgemeinen Orientierung und Bestattungsvorsorge lohnt sich die Recherche allemal.
Aus einer Pressemeldung des neuen Portals.

Da bin ich doch ganz sicher: Das könnte ein Geschäftsfeld für die Discounter werden. Vorne bei Billigstmilch und Eiern von freilaufenden Käfighennen könnte man den “Pappsarg der Woche” plazieren mit Grundausstattung: Hemdchen, ALDi-Limonade, Jesuslatschen für den letzten Gang und “Volksbibel powerden bei BLÖD”.

Pause? Aber nicht doch

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Gut, daß wir hier nicht um Druckzeilen ringen müssen wie die Holzmedien. Da sei der Altherrenriege ihre kreative Pause gegönnt. Passiert ja sonst nichts. Was Köchin Angela, Beikoch Seehofer und Kellnerlehrling Guido da in Berlin-Mitte veranstalten, hat eher den Touch des Lächerlichen. Nun tun sich “Haushaltslöcher ungeahnten Ausmasses auf”, sind die Krankenkassen “auf dem Weg in tiefste Verschuldung” und werden politische Unverschämtheiten am Fließband lanciert.

Da tut es doch gut, die CDU/CSU daran zu erinnern, daß sie 4 Jahre lang den wesentlichen – da steuernden – Teil der letzten Regierung gebildet hat und die Köchin alles und jedes abgesegnet hat. Fehlt nur noch, daß behauptet wird, all das hätten allein die Sozen zu verantworten und St. Angela sei in der Zeit von einem unfähigen Double vertreten worden.

Kann allerdings sein, daß Regierungsanfänger Guy d´Eau das selbst glaubt. Das spitze Sperlingsgesicht mit der Dauersprechblase im TV reizt ohnehin ständig zu Lachkrämpfen. Der Mensch mit der schlimmen Attitüde des Besserwissers und unbeliebten Musterschülers hat die Grüne B90 jetzt veranlaßt, sich für ihn zu “schämen”.

Wie steht es eigentlich um die “Koalitionsverhandlungen” im hiesigen Rathaus? Wird wohl RotGrün. Oder?