Archiv für den Monat: September 2009

Zweitstimme für die Kaiserin direkt?

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Das ist neu, einmalig und nur in Bielefeld machbar: Während alle anderen Wahlviecher ihre Zweitstimme nur einer Partei geben können, ist auf Lena Strothmanns Wahlzettel die Kaiserin, Kanzleramtspartymacherin und Vertraute des jovialen Schweizer Gaunerbankers aus der Brandenburgischen Provinz direkt wählbar. Donnalüttchen, man lernt bei diesem Wahltheater nie aus.

Arm. Bielefeld genügt ein Federico-Tor zum Sieg über St. Pauli

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Da haben die Almdudler aber Glück gehabt. Es war zwar kein hochklassiges Spiel vor fast 24.000 Zuschauern, aber ein spannendes. Wie groß die Sympathien der Almbesucher für den jetzigen Pauli-Keeper und acht Jahre Bielefelder Stammkeeper Mathias Hain immmer noch sind, bewies der herzliche und faire Applaus vor dem Spiel. Später auf Radio Bielefeld meinte er: „Das hat mich doch gerührt und ist nicht unbedingt selbstverständlich“. Klar Matze, wir sind halt hier ein faires Völkchen und manchmal verschenkt Arminia auch im Pokal die Punkte. Wie neulich in Trier. In der Liga allerdings marschieren sie. Es war der vierte Sieg in Folge.

Daß in der Nacht zuvor Chaoten den Bus von St. Pauli in Bielefeld mit weißer Farbe beschmierten, finden wir so was von unwitzig. Da müssen die Almdudler aufpassen, daß die Reeperbahn-Anrainer nicht ein adäquates Gegenmittel finden.

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Und die neue Haupttribüne? Ungefähr halb voll. Kinners, macht was mit den Preisen, alle andere Tribünen waren nämlich PickePacke voll.

Auch „Körperverletzungen“ erlaubt?

Den Sicherheitsbehörden soll darüber hinaus die Infiltration im kriminellen und verfassungsfeindlichen Milieu erleichtert werden. Verdeckte Ermittler sollen, wenn sie Straftaten begehen und diese zum „szenetypischem Verhalten“ gehören, nicht bestraft werden.

Damit reagiert man auf alte Forderungen der Sicherheitsbehörden, die es für notwendig halten, den eingeschleusten Ermittlern zumindest einfache Diebstähle, Betrügereien und Körperverletzungen zu erlauben; sie sollen sich so im kriminellen Milieu als „unverdächtig“ beweisen können. Kritiker halten dagegen, dass der Initiationsritus für verdeckte Ermittler im Verbrechermilieu immer über einem gesetzlich erlaubten Maß liegen wird.

Zitat der Süddeutschen Zeitung aus einem Papier des Noch-Innenministers Wolfgang Stasi 2.0 Schäuble.

Übertragen auf das heutige Arminen-Spiel gegen St. Pauli würde das bedeuten: „Im Gästeblock kann Dein Nebenmann ein verdeckter Ermittler sein und haut Dir mir nichts Dir nicht eins auf die Backe, um eine Massenschlägerei zu provozieren, in deren Verlauf man dann einen jener verdeckt in den neuesten „Droh“-Videos aus den Labors des BND oder BKA auftretenden Mitarbeiter geschickt aus dem Umfeld zu entfernen“. Oder so ungefähr.

Die schöneren Ecken der Metropole

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Ob Bielefeld eine häßliche Stadt ist, läßt sich nicht einfach mit einem „Ja“ oder „Nein“ beantworten. Am Rande des gigantischen Stadtgebietes – ungefähr wie in kleiner Vorort von London oder Paris – lugen einige schöne Ecken hervor. Schön halt im Sinne von westfälisch-romantisch. Also Fachwerk, Ziegelstein, hohe, alte Eichen. Dornberg, Kirchdornberg hat viel Grün. Da hat sich das, was man „heimelig“ nennt, noch erhalten. Mag natürlich nicht jeder.

Offener Brief an Guido Westerwelle

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Sehr geehrter Herr Dr. Westerwelle,

diese Mail des FDP-Bundesvorstandes, explizit von Ihnen selbst bzw. in Ihrem Namen abgesandt, fanden wir heute in unserer eMail. Sie als Rechtsanwalt, der lauthals ex cathedra von Bürgerrechten, die es zu verteidigen gilt schwafelt, sollten wissen, daß wir diese Mail weder ausdrücklich gewünscht haben noch Sie und Ihre Partei jemals aufgefordert haben, sie uns zu schicken. Damit betreiben Sie gegen das herrschende Gesetz „unverlangte eMail-Werbung“. (§ 7 Abs. 2 Nr. 3 UWG)

Abgesehen von der Tatsache, daß unsere Forderungen an die Politik und Ihr Parteiprogramm diametral auseinanderliegen, trauen wir Ihnen persönlich nicht zu, ein hohes politisches Amt so zu führen, wie wir und der Großteil der Deutschen das erwarten.

Damit Sie uns nicht weiter belästigen können, haben wir Ihre eMail-Adresse für den Empfang gesperrt. Es ist traurig, daß man als Wahlbürger zu einem solchen Mittel greifen muß, daß man ansonsten nur gegen Spams und Trojaner einsetzt. Wahrscheinlich wissen Sie und Ihre Helfer oder Berater aber auch nur nicht, wie unbeliebt man sich machen kann, wenn man die Menschen draußen im Lande in einer derart impertinenten Weise belästigt, daß einem schlecht werden kann. Eine neoiliberale FDP Ihres Zuschnittes darf niemals zum Zünglein an der Waage werden.

Mit freundlichen Grüßen

Unterschrift

„G 20 ruft sich zur neuen Weltregierung aus“

… schreibt der SPIEGEL online heute in seiner ganzen verblendeteten neoliberalen Idiotie:

Ein Sieger des Gipfels von Pittsburgh steht fest: die G20 selbst. Künftig wollen sich die Top-Industriestaaten regelmäßig mit den wichtigsten Schwellenländern treffen, die G-8-Gipfel sind Geschichte. Auch sonst dürften die Ergebnisse konkreter werden als erwartet – bloß nicht beim Klimaschutz

Na, dann geht man alle in Deckung. Der mehr und mehr versagende amerikanische Heiland wird dann mit seinen Teleprompter-
sprüchen erster Weltregent und uns Angela kriecht auf den Knien vor ihm. Ach, was schreib ich da. Vor ihm. Von hinten an ihn heran. Bald haben die Rockefellers und wie all die Illuminati so heißen, vollendet, was ihnen auf ihfren Bilderbergersitzungen an menschdenverachtenden Grausamkeiten so eingefallen ist: Atombomben, Kriege, Bankengier, Mord und Totschlag, vier Milliarden Menschen unter der Armutsgrenze der reichen Länder.

Schöne Aussichten. Geht in Deckung. Geh 20. Noch gibt es Kartoffeln auf dem Kesselbrink-Markt. Noch.

Die Biomasse wird „durchgeimpft“

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Oft schon hat man mich gefragt, was denn das Plakat mit den wechselnden Anschriften links vor der gigantischen Brücke des Ostwestfalendammes über die Gütersloher bedeute. Kurz, bevor man sie unterfährt. Das Plakat beschickt Manfred Fleischhauer, Tischlermeister („Der Holzmeister„) direkt ein paar Meter dahinter. Immer durchaus lesenswert, meist nachdenklich. Manchmal aufrüttelnd. Auch mit diesem Plakat trifft der Mann mit der Nadel in den Arm der anscheinend nicht ganz so tumben Schweinegrippe-Impfgesellschaft. Glaubt eben doch nicht jeder, was ihm da von Pharmaindustrie, Lobby und Geschäftmachern einsuggeriert wird.

Die Biomasse wird „durchgeimpft“. Erinnert verdammt an den unsäglichen Spruch vom „Durchregieren“.

Sargshopping Direct

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Der Schwester der schöneren und besseren Hälfte hätte es gestern fast auf der Friedhofstraße der Outback-Gemeinde Steinhagen das Lenkrad nach rechts gerissen. Da steht rechterhand – noch weit vor dem Friedhof an der Westflanke der Kläranlage – ein Häuschen im gleißenden Sonnenlicht mit Fenstern und darin allerliebst drapiert ein Sarg, Urnen und Diverses, was man so zur Wallfahrt in die ewigen Jagdgründe benötigt. Brrrrrrrrrrrrrr.

Da fehlt dann draußen nur noch der Schlitz für wahlweise EC-Card, Visa, Barclay, Amex, Diners oder Bargeld. Dann auswählen, was man will, vielleicht „Eiche natur mit Bronzegriffen, dazu ein Hemd ohne Taschen“, bezahlen und schon ist man versorgt. Selbst wenn es noch Jahrzehnte dauern sollte, was man hat, das hat man.

Aber makaber ist es. Oder?

Wagnis?

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Samma ma so: Wenn se zur Pause hinten liegen, also schlecht spielen, können wa ja imma noch vorn Stadion un die 2. Halbzeit bei Currywurst, Pizzaecke un nen kühlen Blonden aus Krombach übern Lautsprecher hörn.

Wolln wa abba nich. Wir wolln den Siech! Jawoll!

Die „Callboys und – girls“ der Nation. Wieviel Manipulation ist üblich?

Die Frankfurter Rundschau befasst sich – wen wundert es – anläßlich der bevorstehenden Wahlen mit der Frage, wie eigentlich die Umfrageinstitute arbeiten. Erstaunliche Parallen zu einem Bielefelder Callcenter tun sich da auf und erinnern an viele Gespräche mit Betroffenen. Offenbar gibt es bei den Callgirls und Callboys der Republik nahezu durch die Bank Zustände wie im altenm Rom, als Cäsar per Trommelabstimmung die Sklaven billig zählen ließ:

Konkurrent Emnid kritisiert die „Face-to-Face-Befragung“: „Die Telefonbefragung ist viel neutraler, der Einfluss des Interviewers geringer“, sagt Geschäftsführer Klaus-Peter Schöppner. Die Marktforscher zahlen Basistarif und Erfolgshonorar. Eine Manipulation für die Quote hält Schöppner für ausgeschlossen: „Wir gehen durch die Reihen und schalten uns in die Telefonate ein. Emnid, das sind unsere Bielefelder Caller.

Den ganzen Artikel, der die Erfahrungen eines Ex-Agenten schildert, findet sich hier. Aus erster Hand kann man auch hier im Blog unter einem einschlägigen Eintrag in hunderten von Beiträgen noch einmal nachlesen, was für eine wunderbare Branche sich da tummelt. Oberbefürworter ist natürlich Wolfgang Clement, der ehemalige SPD-Stinkstiefel, der es nicht lassen konnte, jetzt eine „Wahlempfehlung für die FDP“ auszusprechen. Man hat sie dort freudig angenommen. Was nicht verwundert.

Vorwärts Angela, wir müssen zurück

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Das Grauen hat heute auf Seite 3 der NW Gesicht und Stimme. 145 Frauen – allesamt hoch privilegiert und zum Teil Multimillionärinnen – entscheiden sich für das personifizierte „Weiterwurschteln und zurück in die Vergangenheit Helmut Kohls“ in Gestalt der Kanzleuse. Man müßte nichts dazu sagen, käme einem nicht der Frühstückskaffee hoch. Und sowas wird dann kurz vor der Wahl als Anzeige durch die Gazetten getrieben. Lakaienhaftes Buckeln statt politischer Auseinandersetzung mit dem, was die Kanzlerin in 4 Jahren bewegt oder nicht bewegt hat. Da bleibt so gut wie nichts. Aber das scheint diese 145 Frauen nicht zu stören. Den meisten ist es wichtiger, in den bunten Blättern ein festes Plätzchen zu haben, hofiert von der BURDA – oder BLÖD-Schreibmafia.

Ein Schmankerl hätt ich noch. Regine Sixt, die wunderschöne, liebliche Mietwagentante aus München, ist sogar Bi unterwegs und man findet Sie auf der Seite der Bundes-FDP:

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Sixtuwohl, gnä´Frau, macht auch Ihren Fuß schlank, falls Sie mal nicht wissen, in welchem Land der Erde Sie ihre „verdienten“ Millionen anlegen sollen. Frau Dr. Merkel und der immer so lustige politische Clown Herr Dr. Westerwelle machen aber gerne eine persönliche Plausch – und Partystunde mit Ihnen im Kanzleramt. Motto: „18% gehn immer“. Politik muß wieder Spaß machen, auch wenn mal ein Meister vor lauter Bescheuert – und Korruptheit vom Himmel gefallen ist. Guidos geistiger Ziehvater, ein gewisser Herr Möllemann.

Und jetzt gehn Sie uns bitte aus der Sonne. Es genügt schon, wenn um 15.30 Uhr Rumänenrüttgers vor den Toren der Metropole im Beisein von IHK-Goldbeckchen in die heimische Erde sticht.

Gudrun möchte chinesische Verhältnisse für Postler

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Das ist Gudrun Kopp. Mitglied des Noch-Bundestages für die FDP aus dem Lipperland. Hierzulande steht sie vornedran bei der Sozialabbaupartei. Gudrun ist der Meinung, die Briefträger, die mittlerweile ja auch Pakete schleppen, bekjommen mit dem Mindestlohn von 9,80 die Stunde „viel zu viel“. Bei 160 Stunden im Monat sind das grad mal 1568 € brutto. Gudrun, die ihren Allerwertesten im Reichstag auf blaues Tuch bettet, bekommt dafür monatlich 7.668 € sowie eine Kostenpauschale von 3.868 € dazu. Von den anderen Privilegien wie Fahrdienst des Bundes, 1. Klasse-Netzfahrkarte usw. wollen wir hier mal gar nicht sprechen. Dafür muß Gudrun weder Briefe noch Pakete schleppen. Wieviel sie genau arbeitet, ist unbekannt.

Dazu die Begründung auf der Bundestagsseite:

Das meist als Hauptberuf wahrgenommene Amt des Parlamentariers muss finanziell so ausgestattet sein, dass es für alle offen steht: sowohl für bisher abhängig Beschäftigte als auch für Selbstständige oder Freiberufler. Die Effizienz parlamentarischer Arbeit hängt zunehmend davon ab, dass Abgeordnete aus allen Bereichen der Gesellschaft mit ihren Fachkenntnissen zur Verfügung stehen. Es sollte auch für Besserverdienende nicht mit zu großen Verlusten verbunden sein, sich für das Amt als Abgeordneter zu bewerben.

Mal angenommen, Gudrun hat einen Zeitaufwand von 200 Stunden im Monat, bekommt sie mit 57,68 brutto die Stunde doch einen ganz chicen Lohn. Oder? Dafür sitzt sie trocken, warm und kann daherschwätzen wie es der große Oberschwalmer vorgibt. Chienesische Postboten bekommen umgerechnet um die 1,60 € die Stunde. Ein Traumziel für Gudrun rückt näher. Aber Lipper gelten ja schon seit jeher als sehr geizig, wenn es um Andere geht.

Beim Kräutermann in Gadderbaum

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Heiner Scheller im Gadderbaumer Bolbrinkersweg ist der „Kräutermann“ von Bielefeld und OWL schlechthin. Seit 25 Jahren berät der Inhaber des „Kräuterladen Paracelsus“ als Phytotherapeut und Heilpraktiker Ärzte und Heilpraktiker und führt in seinem wie eine alte romantische Apotheke anmutenden Laden ein reiches Sortiment an Kräutertees, Heilkräutern, Naturkosmetik und Nahrungsergänzungsmitteln. Wer dort wie die schönere und bessere Hälfte mitsamt ihrem weitläufigen Freundinnen – und Bekanntenkreis den „bittersten Tee der Welt“ kauft, bekommt noch ein paar Tips des erfahrenen Mannes obendrauf. Und wer richtig nett ist – zumindest wird es dem Schreiber nachgesagt, wenn es nicht grade um Politik und Politiker geht – den führt Heiner Scheller nach nebenan. Dort wartet eine Wunderwelt an Saiteninstrumenten auf den Staunenden. Heiner Scheller, der aus der Gegend von Nürnberg – Fürth stammt, ist nämlich gelernter Geigenbauer und versetzt Instrumente wieder in die Lage, so zu klingen, wie es sich für einen filigranen Klangkörper gehört. „So manches berühmte Instrument berühmter Künstler habe er schon hier gehabt“, verriet er uns. Vielleicht, so mag man doch augenzwinkernd verschmitzt fragen, versüßt der Klang der Geigen aber auch den Genuß des wirklich bitteren Tees aus vielerlei Kräutern. Aber das Geheimnis lüftet Heiner Scheller nicht.

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Gaukler, Manipulator, Mann ohne Charakter.

Tafelworte anläßlich der geschmacklos-unverschämten Geburtstagsfeier im Kanzleramt des unbeliebtesten Schweizers jenseits der Alpen und Busenfreund einer ebenso charakterlosen wie willfährigen Dame aus der ehemaligen DDR, die am Sonntag meint, unbedingt wiedergewählt werden zu müssen:

„Das ist das einzige Land, wo diejenigen, die erfolgreich sind und Werte schaffen, deswegen vor Gericht stehen.“
Joe Ackermann 2004

„Wir haben heute erst rund 140 Mrd. Dollar abgeschrieben.“
Joe Ackermann 2008

„Leider droht die Krise jedoch aus Sicht Europas, zumal Deutschlands, mit Blick auf die lange überfällige Konsolidierung zu einer verpassten Chance zu werden“
Joe Ackermann 2009

Warum werden solche Leute eigentlich „Leistungsträger“ genannt? Weil sie das wegtragen und in die eigene Tasche mittels Gaukelei und Manipulation raffen, was andere erarbeiten? Früher hätte man mal ganz schnell ein Eckzimmer im Kerker der Sparrenburg leer geräumt für solch eine Mischpoke. Die Krise ist nicht mal annährend erkaltet, das müssen wir uns schon wieder die großen Sprüche von Kriminellen, Halbseidenen und Hütchenspielern anhören, die von Politikern und Mietmäulern an Marionettenfäden auch noch gedeckt werden.

BKA mauschelt weiter

Der Verband der deutschen Internetwirtschaft eco e.V. kritisiert das Vorgehen des Bundeskriminalamtes bei der Erschwerung des Zugangs zu kinderpornografischen Inhalten in Kommunikationsnetzen. Das Bundeskriminalamt erarbeitet ohne Rechtsgrundlage eine technische Richtlinie, weil das entsprechende Bundesgesetz noch nicht in Kraft getreten ist. Statt diese Richtlinie dann wenigstens wie allgemein üblich offen mit den betroffenen Verbänden und Unternehmen zu diskutieren, wurde sie als Verschlusssache klassifiziert.

Dazu Oliver Süme, stellvertretender Vorstandsvorsitzender von eco: „Am 2. Oktober lädt das Bundeskriminalamt die Unternehmen nach Wiesbaden ein, damit sie dort gegen die Abgabe einer Verpflichtung zur Geheimhaltung die Richtlinie entgegen nehmen. Eine Diskussion über technische Details ist dort ausdrücklich nicht erwünscht. Das Bundeskriminalamt kennt den Kreis der verpflichteten Unternehmen derzeit nicht, deshalb liegt der Gedanke nahe, dass die Veranstaltung vor allem diesem Zweck dienen soll. Wir fordern, dass die Unternehmen ihr Recht wahrnehmen können, sich in dieser Angelegenheit von Verbänden vertreten zu lassen. Eine Umsetzung der Zugangserschwerung als geheime Kommandosache ist jedenfalls nicht geeignet, das ohnehin geringe Vertrauen der Öffentlichkeit in das Gesetzesvorhaben zu stärken.“ Aus einer Pressemeldung des Verbandes der Internetwirtschaft eco.

Freunde, das war alles klar, als die Leyenzenseurin das Ding mit hysterisch-hirnrissigen Worten ankündigte. Schön, wie das BKA immer mehr zur geheimen Mauschelanstalt eines Staates auf dem Weg in die komplette Überwachung und Bespitzelung seiner Bürger wird. Die Verantwortlichen einfach abwählen. Ich sag dann mal so: Yeaaahhhhhh!

Das „Prinzip Schmeißfliege“

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Der Inhaber eines ziemlich großen Bielefelder Handwerksunternehmens rief mich an. „Haste auch diesen Wisch da von dem Westerwelle bekommen?“ Ja, hatte ich. Aber mittlerweile schon dahin getan, wo das Elaborat des Rechtsanwaltssohnes hingehört. Reißwolf. Der Mann am Telefon echauffierte sich mehr und mehr. Dann fiel der Satz „Der ist ja wie eine Schmeißfliege“.

Nun ja. Ich stellte mir Guido Westerwelle bei einem Besuch in Teheran vor. Iran also. Guido, nun endlich Aussenminister von Merkels Gnaden und am lang ersehnten Fleischtopf, zu Ahmadinedschad: „Sie müssen Ihrem Volk Freiheiten gewähren“. Der ganz trocken grinsend zurück: „Dann sorgen Sie mal als Aussenminister Deutschlands dafür, daß Ihr Volk nicht ständig bespitzelt belogen, betrogen, überwacht, hintergangen und verpfiffen wird. Und entsorgen Sie mal die Tonnen nuklearer amerikanischer Sprengköpfe in Ihrem Land“.

Allein die Vorstellung, Guido als Aussenminister, Solms für Finanzen, Brüderle für weitergehenden Schwachsinn und Koch-Mehrin als „Europasuperdupiministerin“. Nein, nicht vorstellbar. Zu besichtigen sind die „Taten“ dieser Splitterpartei nicht nur hier in NRW sondern einigen anderen Bundesländern.

Wird auch nicht passieren. Reißwolf, arbeite weiter.

„Nun kannst Du Kartoffeln pflanzen“

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Ein Araber lebt seit mehr als 40 Jahren in Bielefeld-Deppendorf. Er würde gerne in seinem Garten Kartoffeln pflanzen, aber er ist allein und alt und schwach. Sein Sohn studiert in Paris. Deshalb schreibt er eine E-Mail an seinen Sohn:

Lieber Ahmed!
Ich bin sehr traurig, weil ich in meinem Garten keine Kartoffeln pflanzen kann. Ich bin sicher, wenn Du hier wärst, könntest Du mir helfen und den Garten umgraben.
Ich habe Dich lieb,
Dein Vater

Prompt erhält der alte Mann eine E-Mail:
Lieber Vater!
Bitte rühre auf keinen Fall irgendwas im Garten an. Dort habe ich nämlich “die Sachen” versteckt.
Ich habe Dich auch lieb,
Ahmed

Keine zwei Stunden später umstellen die Bundespolizei, die GSG 9, das BKA und der BND das Haus des alten Mannes. Sie nehmen den Garten Scholle für Scholle auseinander, suchen jeden Millimeter ab, finden aber nichts. Enttäuscht ziehen sie wieder ab.

Am selben Tag erhält der alte Mann noch eine E-Mail von seinem Sohn:
Lieber Vater!
Sicherlich ist der Garten jetzt komplett umgegraben und Du kannst die Kartoffeln pflanzen. Mehr konnte ich aus der Entfernung leider nicht für Dich tun.
Ich habe Dich lieb,
Ahmed

Das Original findet sich auf den „Nachdenkseiten„. Ich habe mir nur erlaubt, es auf hiesige Verhältnisse umzupfriemeln. Ablaufen würde es hier nicht anders.

Dabei ist er doch nur seinen Vorbildern gefolgt

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Videoüberwachung und Bespitzelung. Der neue Volkssport. Du gehts in der Metropole auf die Obernstraße, so kurz vor dem Fahrradgeschäft rechter Hand, und kaufst Dir in einem Fachgeschäft eine niedliche kleine Miniaturkamera. Die schraubst Du irgendwo getarnt an. Dann trinkst Du noch einen Kaffee und guckst Dir ganz gemütlich auf deinem PC oder dem Flachbildschirm an, was Deine Mitmenschen so sagen oder tun. Was Schäuble oder Rüttgers können, das kannst Du doch schon lange. Die haben einen an der Klatsche und Du auch. Wie der Bielefelder Autohändler, der sich von seinen Mitarbeitern „verfolgt“ fühlte. Früher kamen Männer aus Bethel und probierten mal eben aus, ob das weiße Sweathshirt mit den Ärmeln nach hinten auch bequem paßt. Die Abteilung „Horch und Guck“ in Berlin unter einem paranoiden Rollifahrer macht das doch alles ganz offiziell vor. Ach, ich hatte vergessen. Das Telefon verwanzt Du gleich am Anfang und läßt die Handies orten. Das dient dann dem Betriebsfrieden.

„Partei der Nichtwähler wächst“. Wundert das?

Die Partei der Nichtwähler wächst. 13,8 Millionen Bürger haben bei der Bundestagswahl 2005 den Gang zur Urne verweigert. Im internationalen Vergleich fällt die Wahlbeteiligung noch hoch aus, aber ein Warnzeichen ist es dennoch. Die Politik könnte dem Problem wachsender Enthaltung durch die Einführung der Wahlpflicht wie in Belgien begegnen. Aber das wäre nur eine Scheinlösung. Die Väter des Grundgesetzes lehnten eine Wahlpflicht ab, weil sie mündige Bürger wünschten. Die Wahlenthaltung ließen sie bewusst als Möglichkeit zu, Unzufriedenheit mit dem politischen System auszudrücken. Zweifellos gibt ein beträchtlicher Teil der Nichtwähler aus Gleichgültigkeit, Bequemlichkeit oder Zufriedenheit mit den Verhältnissen im weiterhin wohlhabenden Deutschland kein Votum ab, aber die Parteien würden es sich zu einfach machen, wenn sie auf diese »Drückeberger« zeigen. Der Verein »Mehr Demokratie«, ein Zusammenschluss engagierter Bürger, stellt bei Aktionen in Fußgängerzonen fest, dass sich die Deutschen mehr direkte Demokratie wünschen. Sie wollen nicht nur einmal wählen und dann vier Jahre lang zugucken. Zurecht fragen sie, warum es auf kommunaler und Landesebene Bürgerentscheide gibt, nur auf Bundesebene nicht. Wenn es um Europa, die Energieversorgung der Zukunft und Militäreinsätze geht, wollen sie darüber abstimmen. Das bedeutet keine Abschaffung der repräsentativen Demokratie, sondern deren Ergänzung. In der Tat ist es nicht nachzuvollziehen, warum der Bundespräsident, der sich dezidiert als über den Parteien stehend begreift, nicht vom Volk direkt gewählt wird. Natürlich würden sich dann die politischen Gewichte in der Bundesrepublik verschieben, der Bundespräsident wäre mehr als ein Händeschüttler. Dadurch würde Konkurrenz zwischen Kanzler und Präsident eingebaut, sagt Ulrich Kober von der Bertelsmann-Stiftung richtig. Aber wäre das so schlimm? Kanzler müssen auf ihre Partei genauso viel Rücksicht nehmen wie auf ihre Wähler – ein schwieriger Spagat. Ein vom Volk direkt gewählter Präsident würde die Seite des Bürgers, des Souveräns, stärken. Kritiker direkter Demokratie warnen vor dem unkalkulierbaren Volk, vor wortgewaltigen Propagandisten, vor Abstimmungen, die Deutschland in der Welt isolieren. Erfahrungen aus der Schweiz zeigen das Gegenteil. Vor Volksabstimmungen befassen sich die Menschen intensiv mit dem Für und Wider eines Themas. Mehr als 60 Jahre nach Hitler muss das deutsche Volk nicht mehr vor sich geschützt werden. Wenn es um direkte Demokratie geht, wirken die Parteien wie ein Hemmschuh. Außer wohlfeilen Wahlappellen kommt von ihnen nichts. Statt direkte Demokratie zu befördern, verhalten sie sich abwartend oder ablehnend. Die Zweifel sind zu groß. Demokratie lebt vom Mitmachen; je mehr Möglichkeiten dem Bürger offenstehen, desto wahrscheinlicher ist es, dass das politische Interesse wächst und die Zahl der Nichtwähler sinkt.

Ist ja alles recht, liebes Westfalen-Blatt. Aber wenn bestimmte Medien zB. nicht jeden Furz jener Stiftung im Straßendorf nebenan hemmungslos und unktritisch nachdrucken würden und sich vor allem nicht indoktrinieren ließen von denen, denen das Volk nur als Stimmvieh für seine dreckigen Zwecke dient und ansonsten scheissegal ist, wäre der Demokratie schon ein wenig geholfen. Frau Kanzlerin zum Beispiel hat ganz erheblich was gegen ein direkt abstimmendes Volk. Dann würde sich ihre Junta nämlich in heiße Luft auflösen. Aber sie hat es in ihrem so kläglich untergegangenen Reich hinter Mauer und Stacheldraht auch nicht anders gelernt.

Szenen einer Ehe: Merkel/Westerwelle

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Donnalüttchen. Die grüne Britta-Haßelmann-Partei kann ja sogar witzig sein. Wie dieser Spot von Frank Schaefer beweist.

Wer den gelben Schreihals nicht mag, der hat kein Problem, diese seltsame neoliberale Ehe zu verhindern. Wie zB. dieser Mann hier mit seinen „10 Beweggründen“:

10 Gründe Westerwelle zu verhindern:

* weil er ein lauter und nerviger Schreihals ist, nach dessen substanzlosen Reden man sich vorkommt wie von einem ICE
überfahren und deren inhaltlicher Gehalt gleich null ist
* weil er uns trotz der größten Neuverschuldung in der Geschichte sinkende Steuern verspricht (etwa in der Schule in Mathe
nicht aufgepasst!?)*
* weil er als Vertreter einer unbeschränkten Marktliberalisierung und Wegbereiter der Finanz- und Wirtschaftskrise uns nun als
Retter erscheinen möchte*
* weil er 22 Semester für sein Jurastudium brauchte und uns trotzdessen die absolute Leistungsorientierung verkaufen will**
* weil er in seinem Leben nicht eine Sekunde produktiv gearbeitet hat (seine politischen Aktivitäten mal ausgenommen)**
* weil er schon als Kind immer der Kapitän sein wollte (wer von uns wollte das wohl nicht?)**
* weil er als ein Verfechter populärer und kämpferischer Rhetorik („Wir haben eine Schlacht geschlagen!“) in seinen Leben noch
nie irgendeine Schlacht geschlagen hat
* weil für ihn Natur und Umwelt ein ökonomisches Konstrukt bilden, welches möglichst effizient dem Bruttosozialprodukt zur
weiteren Steigerung verhelfen möge*
* weil er der Menschheit den unbezahlbaren Dienst erwies, die Jungen Liberalen zu gründen**
* weil wir ihm zeigen müssen, daß die deutsche Bevölkerung klüger ist, als er denkt

90% der Bielefelder werden wohl jeden Beweggrund des Verfassers Alex Fischer unterschreiben können. Auch wenn es Unionsfans nicht offen tun täten. Traut Euch oder seht weiter schwarz. Und dann einfach mal so: Yeahhhhhh!

Web-Unterbrecher akzeptiert???

Ob ein oder mehrere Spots – Unterbrecherwerbung in Long-Form-Videos erzielt hohe Werbewirkung und hat dabei keine
Wirkung auf die Bewertung des Contents durch den User. Im Gegenteil: neun von zehn Befragten sehen den Benefit, durch die
Werbefinanzierung den Content kostenlos nutzen zu können. Vor allem der Pre-Roll hat sich hier etabliert und ist akzeptiert. Die Studie belegt, dass der Mid-Roll gleichwertige Leistungswerte aufweist wie der Pre-Roll. Das ist eines der Kernergebnisse der aktuellen Studie von IP Deutschland und dem Kooperationspartner Xenion GmbH, Tochter der Isobar-Gruppe. Medienvermarkter IP Deutschland und die Agentur Xenion präsentierten die kompletten Studienergebnisse erstmals auf der dmexco – die Leitmesse für digitales Marketing.
Sagt grad eine Pressemeldung.

Dann bin ich der Eine von den Zehn, der keine Lust hat auf über den TFT kriechende BMW-Kisten, einen aufploppenden Sonstwas oder irgendeine penetrante, kaum abstellbare, weil man das „x“ nicht findet, Werbung.

Tigerente im Rückwärtsgang

Wenige Tage vor der Bundestagswahl hat Schwarz-Gelb seinen Vorsprung offenbar eingebüßt. Nach einer repräsentativen Umfrage des Berliner Institutes Info GmbH im Auftrag des „Handelsblatts“ erreichen Union und FDP zusammen nur noch 46 Prozent – SPD, Grüne und Linke hingegen 49 Prozent. Die Union rutscht auf 34 Prozent ab, die FDP auf zwölf Prozent. Steht da auf T-online.

Wunderts? Wer kann denn auf Dauer die monotone Kaiserin ertragen und wer kann des selbsterhobenen Bereitsaußenministers Stakkato aneinandergerihter Unverschömtheiten und Plattitüden anhören ohne abzustellen? Ich sach mal so: Et wird wieder sonne „wunderschöne“ Groko. Aber nich mit Angela vornedran. Der niedersächsische Schwiegersohn aus Onnabück steht schon bereit.

„luca“. Die andere Kirche in Schildesche

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Jugendkirche „Luca“ in Schildesche

Von altmodischen Gottesdiensten ist Daniel gelangweilt. Jonas meint, Beamer und Kickertisch gehören zu einer Kirche wie Kreuz und Altar. Ilka wünscht sich Betreuung bei ihren Hausaufgaben. In Bielefeld erproben Jugendliche, was es heißt, eigenver –
antwortlich eine Kirche zu verwalten. Am 26. Juni 2009 haben sie die Erlöserkirche im Bielefelder Stadtteil Schildesche übernommen. Jugendliche interessieren sich nicht mehr für Gott, Religion und Kirche? „Wir freuen uns darauf, das Gegenteil zu beweisen!“, sagt die 16-jährige Anjuli und spricht vielen Gleichaltrigen aus dem Herzen.

„luca“ haben sie ihre Kirche getauft. Das steht für „lebendig, unabgängig, christlich, anders“. Weil Jugendliche in dem roten Backsteinbau den Takt vorgeben, hat dieser nun einen fliederfarbenen Innenanstrich und ein noch bunteres Programm. Einmal im Monat feiern sie hier den Gottesdienst „unGLAUBlich“, dazwischen finden Theatervorführungen, Rockkonzerte, Lesungen oder Gesprächskreise statt. Es wird gekocht und gebastelt, auch Sportangebote und Feste fehlen nicht. Für luca gilt: Gemacht wird das, worauf Jugendliche Lust haben. Und: Die Erwachsenen sind hier eher Gäste.

Die Leitung des Projekts hat Bielefelds Jugendpfarrer übernommen. Thomas Wandersleb, geboren in Herne, kam vor 19 Jahren aus Bochum an den Teutoburger Wald und hatte einen großen Traum im Gepäck: „Ich habe mir schon immer einen von Jugendlichen selbst verantworteten Kirchenraum gewünscht.“ Quelle: Pressemeldung Bielefeld-Marketing

„Guten Morgen. Die Post ist da“

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„Guten Morgen. Die Post ist da“. Ein Ritual, das wir alle kennen. Immer so ab 9 Uhr rechnet man mit dem bellenden Hund und der Klingel an der Haustür, die sich meldet. Ein wenig braunes Amazon, ein wenig, dessen Inhalt man nicht kennt. Ein wenig Werbung. Der Umschlag mit den beiden Arminia-Karten für Samstag gegen St. Pauli ist noch nicht da. Wird aber sicher kommen. Über 100 D-Mark, umgerechnet für 2. Liga, ganz oben. Wo wir Schmähgesänge hinunterwerfen können, wenn sie die „Schmach von Trier“ nicht mit pfeilschnellen Flügelläufen, aufreissenden Hintern und Leidenschaft auswetzen. Der Junior wird wohl ein Pizzastück essen und der Alte eine Curry im Arminenschälchen.

Jungs. Haut rein. Sonst gibts Schmäh!

Können Banker irgendwas außer Zockerei?

HSH Nordbank zahlte ohne Verpflichtung Millionen an US-Bank

Banksprecher Rune Hoffmann bestätigte NDR Info den Vorgang. Er stellte jedoch das Votum der Hausjuristen in Frage. „Ob der Anspruch tatsächlich verwirkt war“, so Hoffmann, „hätte juristisch geklärt werden müssen. Bis dahin hätten Marktgerüchte, die Bank komme ihren Verpflichtungen nicht nach, schweren Schaden für die Reputation und für die Refinanzierung der Bank haben können. Dieses Risiko sollte vermieden werden.“ Aus diversen Diensten.

AuH Mann, diese bösen „Marktgerüchte“ aber auch. Stellen wir uns vor, die „bösen Marktgerüchte“ über Malermeister Lempel aus Heepen verstummen einfach nicht. Was tut er? Zahlt einfach von seinem Spassbankkonto 100.000 Euro an den Obermalermeister Fritzekötter in Gadderbaum. Damit die „Marktgerüchte“ aufhören und alle denken: „Hej, der Lempel hat ja doch Geld“.

Mit diesem gequirlten Schwachsinn hat schon ein gewisser Josef „V“ Ackermann so geniale Wissende wie die Regentin und den Finanzonkel mit dem vorauseilenden flotten Maul beeindruckt.

Wie weh muß das eigentlich tun, ein Banker oder Politiker zu sein?

Die unendliche Callcenter-Story geht weiter

„Die ungebremste Automatisierung geht hier zu Lasten der Angerufenen. Die Vielzahl der Telefonanrufe, bei einzelnen Verbrauchern etwa mit 70 Anrufen pro Tag, führt zu einer unzumutbaren Belästigung und bedeutet einen massiven Eingriff in die Privatsphäre der Betroffenen. Einen Wettbewerbsvorsprung durch Belästigung zu erzielen, ist nicht hinnehmbar“, so Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur. „Ich appelliere zugleich an die Unternehmen, bei den Bemühungen um Effizienzsteigerungen nicht den Verbraucher aus dem Blick zu verlieren.“

Klar. Kennen wir alle. Wenn den ganzen Tag das Telefon bimmelt und der CC-Computer versucht, die Verbindung herzustellen. Ich bleibe dabei: Callcenter sind überflüssig. Und erst recht dann, wenn sie ihre Mitarbeiter nicht so bezahlen, daß die davon auch leben können. Aber diese Diskussion haben wir hier in der Metropole ja schon eine ganze lange Zeit.

Eine Zigarre für Muttis nächtlichen Traum: GAZgerd am Prellbock

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Da stand er nun gestern Frühabend auf der Drehscheibe des Lokschuppens und parlierte weltgewandt brionisiert wie damals. Das dunkle Haar ist etwas lichter geworden, der Ton hält. GAZgerd war da. Der Mann, der auch heute noch stolz darauf ist, 2005 in der „Elefantenrunde“ nach der Wahl wie einer aufgetreten zu sein. Die SPD auch hierortens hat offensichtlich immer noch Sehnsucht nach Hirschbrunftstimme, Stolz auf hirnrissigen Sozialabbau und die Spaltung der Partei in einen CDU/FDP-Teil und einen bekanntlich heute Linken.

Dafür gab es dann am Ende eine Zigarre für Gerd. Vom Bielefelder Tabakhändler. Die, die ihm dann im Laufe der Jahre per Akklamation die Leidtragenden verpassten, scheint er nicht anzunehmen. Ein Mann, der eben ebenso über den Wassern und trotz aller aufgesetzter Kumpeligkeit „über dem Volk und dem Alltag“ schwebt wie die beste denkbare SPD-Statthalterin im derzeitigen Kanzleramt. Auch die ist soeben dabei, ihre Partei von immer mehr Mitgliedern zu befreien. Aber was macht das schon, wenn grad mal 2% der Bundesbürger per Parteizugehörigkeit die Geschicke des Staates und seiner Bürger im besten Einklang mit der Lobby bestimmen.

Da müßte aus dem Flashmob dann schon ein Tsunami werden und die „Yeaahhh“-Rolle reinigend übers Land fegen.