Heiner Scheller im Gadderbaumer Bolbrinkersweg ist der “Kräutermann” von Bielefeld und OWL schlechthin. Seit 25 Jahren berät der Inhaber des “Kräuterladen Paracelsus” als Phytotherapeut und Heilpraktiker Ärzte und Heilpraktiker und führt in seinem wie eine alte romantische Apotheke anmutenden Laden ein reiches Sortiment an Kräutertees, Heilkräutern, Naturkosmetik und Nahrungsergänzungsmitteln. Wer dort wie die schönere und bessere Hälfte mitsamt ihrem weitläufigen Freundinnen – und Bekanntenkreis den “bittersten Tee der Welt” kauft, bekommt noch ein paar Tips des erfahrenen Mannes obendrauf. Und wer richtig nett ist – zumindest wird es dem Schreiber nachgesagt, wenn es nicht grade um Politik und Politiker geht – den führt Heiner Scheller nach nebenan. Dort wartet eine Wunderwelt an Saiteninstrumenten auf den Staunenden. Heiner Scheller, der aus der Gegend von Nürnberg – Fürth stammt, ist nämlich gelernter Geigenbauer und versetzt Instrumente wieder in die Lage, so zu klingen, wie es sich für einen filigranen Klangkörper gehört. “So manches berühmte Instrument berühmter Künstler habe er schon hier gehabt”, verriet er uns. Vielleicht, so mag man doch augenzwinkernd verschmitzt fragen, versüßt der Klang der Geigen aber auch den Genuß des wirklich bitteren Tees aus vielerlei Kräutern. Aber das Geheimnis lüftet Heiner Scheller nicht.
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Tafelworte anläßlich der geschmacklos-unverschämten Geburtstagsfeier im Kanzleramt des unbeliebtesten Schweizers jenseits der Alpen und Busenfreund einer ebenso charakterlosen wie willfährigen Dame aus der ehemaligen DDR, die am Sonntag meint, unbedingt wiedergewählt werden zu müssen:
„Das ist das einzige Land, wo diejenigen, die erfolgreich sind und Werte schaffen, deswegen vor Gericht stehen.“
Joe Ackermann 2004
„Wir haben heute erst rund 140 Mrd. Dollar abgeschrieben.“
Joe Ackermann 2008
“Leider droht die Krise jedoch aus Sicht Europas, zumal Deutschlands, mit Blick auf die lange überfällige Konsolidierung zu einer verpassten Chance zu werden”
Joe Ackermann 2009
Warum werden solche Leute eigentlich “Leistungsträger” genannt? Weil sie das wegtragen und in die eigene Tasche mittels Gaukelei und Manipulation raffen, was andere erarbeiten? Früher hätte man mal ganz schnell ein Eckzimmer im Kerker der Sparrenburg leer geräumt für solch eine Mischpoke. Die Krise ist nicht mal annährend erkaltet, das müssen wir uns schon wieder die großen Sprüche von Kriminellen, Halbseidenen und Hütchenspielern anhören, die von Politikern und Mietmäulern an Marionettenfäden auch noch gedeckt werden.
Der Verband der deutschen Internetwirtschaft eco e.V. kritisiert das Vorgehen des Bundeskriminalamtes bei der Erschwerung des Zugangs zu kinderpornografischen Inhalten in Kommunikationsnetzen. Das Bundeskriminalamt erarbeitet ohne Rechtsgrundlage eine technische Richtlinie, weil das entsprechende Bundesgesetz noch nicht in Kraft getreten ist. Statt diese Richtlinie dann wenigstens wie allgemein üblich offen mit den betroffenen Verbänden und Unternehmen zu diskutieren, wurde sie als Verschlusssache klassifiziert.
Dazu Oliver Süme, stellvertretender Vorstandsvorsitzender von eco: “Am 2. Oktober lädt das Bundeskriminalamt die Unternehmen nach Wiesbaden ein, damit sie dort gegen die Abgabe einer Verpflichtung zur Geheimhaltung die Richtlinie entgegen nehmen. Eine Diskussion über technische Details ist dort ausdrücklich nicht erwünscht. Das Bundeskriminalamt kennt den Kreis der verpflichteten Unternehmen derzeit nicht, deshalb liegt der Gedanke nahe, dass die Veranstaltung vor allem diesem Zweck dienen soll. Wir fordern, dass die Unternehmen ihr Recht wahrnehmen können, sich in dieser Angelegenheit von Verbänden vertreten zu lassen. Eine Umsetzung der Zugangserschwerung als geheime Kommandosache ist jedenfalls nicht geeignet, das ohnehin geringe Vertrauen der Öffentlichkeit in das Gesetzesvorhaben zu stärken.” Aus einer Pressemeldung des Verbandes der Internetwirtschaft eco.
Freunde, das war alles klar, als die Leyenzenseurin das Ding mit hysterisch-hirnrissigen Worten ankündigte. Schön, wie das BKA immer mehr zur geheimen Mauschelanstalt eines Staates auf dem Weg in die komplette Überwachung und Bespitzelung seiner Bürger wird. Die Verantwortlichen einfach abwählen. Ich sag dann mal so: Yeaaahhhhhh!
Der Inhaber eines ziemlich großen Bielefelder Handwerksunternehmens rief mich an. “Haste auch diesen Wisch da von dem Westerwelle bekommen?” Ja, hatte ich. Aber mittlerweile schon dahin getan, wo das Elaborat des Rechtsanwaltssohnes hingehört. Reißwolf. Der Mann am Telefon echauffierte sich mehr und mehr. Dann fiel der Satz “Der ist ja wie eine Schmeißfliege”.
Nun ja. Ich stellte mir Guido Westerwelle bei einem Besuch in Teheran vor. Iran also. Guido, nun endlich Aussenminister von Merkels Gnaden und am lang ersehnten Fleischtopf, zu Ahmadinedschad: “Sie müssen Ihrem Volk Freiheiten gewähren”. Der ganz trocken grinsend zurück: “Dann sorgen Sie mal als Aussenminister Deutschlands dafür, daß Ihr Volk nicht ständig bespitzelt belogen, betrogen, überwacht, hintergangen und verpfiffen wird. Und entsorgen Sie mal die Tonnen nuklearer amerikanischer Sprengköpfe in Ihrem Land”.
Allein die Vorstellung, Guido als Aussenminister, Solms für Finanzen, Brüderle für weitergehenden Schwachsinn und Koch-Mehrin als “Europasuperdupiministerin”. Nein, nicht vorstellbar. Zu besichtigen sind die “Taten” dieser Splitterpartei nicht nur hier in NRW sondern einigen anderen Bundesländern.
Wird auch nicht passieren. Reißwolf, arbeite weiter.
Ein Araber lebt seit mehr als 40 Jahren in Bielefeld-Deppendorf. Er würde gerne in seinem Garten Kartoffeln pflanzen, aber er ist allein und alt und schwach. Sein Sohn studiert in Paris. Deshalb schreibt er eine E-Mail an seinen Sohn:
Lieber Ahmed!
Ich bin sehr traurig, weil ich in meinem Garten keine Kartoffeln pflanzen kann. Ich bin sicher, wenn Du hier wärst, könntest Du mir helfen und den Garten umgraben.
Ich habe Dich lieb,
Dein Vater
Prompt erhält der alte Mann eine E-Mail:
Lieber Vater!
Bitte rühre auf keinen Fall irgendwas im Garten an. Dort habe ich nämlich “die Sachen” versteckt.
Ich habe Dich auch lieb,
Ahmed
Keine zwei Stunden später umstellen die Bundespolizei, die GSG 9, das BKA und der BND das Haus des alten Mannes. Sie nehmen den Garten Scholle für Scholle auseinander, suchen jeden Millimeter ab, finden aber nichts. Enttäuscht ziehen sie wieder ab.
Am selben Tag erhält der alte Mann noch eine E-Mail von seinem Sohn:
Lieber Vater!
Sicherlich ist der Garten jetzt komplett umgegraben und Du kannst die Kartoffeln pflanzen. Mehr konnte ich aus der Entfernung leider nicht für Dich tun.
Ich habe Dich lieb,
Ahmed
Das Original findet sich auf den “Nachdenkseiten“. Ich habe mir nur erlaubt, es auf hiesige Verhältnisse umzupfriemeln. Ablaufen würde es hier nicht anders.
Videoüberwachung und Bespitzelung. Der neue Volkssport. Du gehts in der Metropole auf die Obernstraße, so kurz vor dem Fahrradgeschäft rechter Hand, und kaufst Dir in einem Fachgeschäft eine niedliche kleine Miniaturkamera. Die schraubst Du irgendwo getarnt an. Dann trinkst Du noch einen Kaffee und guckst Dir ganz gemütlich auf deinem PC oder dem Flachbildschirm an, was Deine Mitmenschen so sagen oder tun. Was Schäuble oder Rüttgers können, das kannst Du doch schon lange. Die haben einen an der Klatsche und Du auch. Wie der Bielefelder Autohändler, der sich von seinen Mitarbeitern “verfolgt” fühlte. Früher kamen Männer aus Bethel und probierten mal eben aus, ob das weiße Sweathshirt mit den Ärmeln nach hinten auch bequem paßt. Die Abteilung “Horch und Guck” in Berlin unter einem paranoiden Rollifahrer macht das doch alles ganz offiziell vor. Ach, ich hatte vergessen. Das Telefon verwanzt Du gleich am Anfang und läßt die Handies orten. Das dient dann dem Betriebsfrieden.
Die Partei der Nichtwähler wächst. 13,8 Millionen Bürger haben bei der Bundestagswahl 2005 den Gang zur Urne verweigert. Im internationalen Vergleich fällt die Wahlbeteiligung noch hoch aus, aber ein Warnzeichen ist es dennoch. Die Politik könnte dem Problem wachsender Enthaltung durch die Einführung der Wahlpflicht wie in Belgien begegnen. Aber das wäre nur eine Scheinlösung. Die Väter des Grundgesetzes lehnten eine Wahlpflicht ab, weil sie mündige Bürger wünschten. Die Wahlenthaltung ließen sie bewusst als Möglichkeit zu, Unzufriedenheit mit dem politischen System auszudrücken. Zweifellos gibt ein beträchtlicher Teil der Nichtwähler aus Gleichgültigkeit, Bequemlichkeit oder Zufriedenheit mit den Verhältnissen im weiterhin wohlhabenden Deutschland kein Votum ab, aber die Parteien würden es sich zu einfach machen, wenn sie auf diese »Drückeberger« zeigen. Der Verein »Mehr Demokratie«, ein Zusammenschluss engagierter Bürger, stellt bei Aktionen in Fußgängerzonen fest, dass sich die Deutschen mehr direkte Demokratie wünschen. Sie wollen nicht nur einmal wählen und dann vier Jahre lang zugucken. Zurecht fragen sie, warum es auf kommunaler und Landesebene Bürgerentscheide gibt, nur auf Bundesebene nicht. Wenn es um Europa, die Energieversorgung der Zukunft und Militäreinsätze geht, wollen sie darüber abstimmen. Das bedeutet keine Abschaffung der repräsentativen Demokratie, sondern deren Ergänzung. In der Tat ist es nicht nachzuvollziehen, warum der Bundespräsident, der sich dezidiert als über den Parteien stehend begreift, nicht vom Volk direkt gewählt wird. Natürlich würden sich dann die politischen Gewichte in der Bundesrepublik verschieben, der Bundespräsident wäre mehr als ein Händeschüttler. Dadurch würde Konkurrenz zwischen Kanzler und Präsident eingebaut, sagt Ulrich Kober von der Bertelsmann-Stiftung richtig. Aber wäre das so schlimm? Kanzler müssen auf ihre Partei genauso viel Rücksicht nehmen wie auf ihre Wähler – ein schwieriger Spagat. Ein vom Volk direkt gewählter Präsident würde die Seite des Bürgers, des Souveräns, stärken. Kritiker direkter Demokratie warnen vor dem unkalkulierbaren Volk, vor wortgewaltigen Propagandisten, vor Abstimmungen, die Deutschland in der Welt isolieren. Erfahrungen aus der Schweiz zeigen das Gegenteil. Vor Volksabstimmungen befassen sich die Menschen intensiv mit dem Für und Wider eines Themas. Mehr als 60 Jahre nach Hitler muss das deutsche Volk nicht mehr vor sich geschützt werden. Wenn es um direkte Demokratie geht, wirken die Parteien wie ein Hemmschuh. Außer wohlfeilen Wahlappellen kommt von ihnen nichts. Statt direkte Demokratie zu befördern, verhalten sie sich abwartend oder ablehnend. Die Zweifel sind zu groß. Demokratie lebt vom Mitmachen; je mehr Möglichkeiten dem Bürger offenstehen, desto wahrscheinlicher ist es, dass das politische Interesse wächst und die Zahl der Nichtwähler sinkt.
Ist ja alles recht, liebes Westfalen-Blatt. Aber wenn bestimmte Medien zB. nicht jeden Furz jener Stiftung im Straßendorf nebenan hemmungslos und unktritisch nachdrucken würden und sich vor allem nicht indoktrinieren ließen von denen, denen das Volk nur als Stimmvieh für seine dreckigen Zwecke dient und ansonsten scheissegal ist, wäre der Demokratie schon ein wenig geholfen. Frau Kanzlerin zum Beispiel hat ganz erheblich was gegen ein direkt abstimmendes Volk. Dann würde sich ihre Junta nämlich in heiße Luft auflösen. Aber sie hat es in ihrem so kläglich untergegangenen Reich hinter Mauer und Stacheldraht auch nicht anders gelernt.




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