Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Mi
23
Sep '09

Szenen einer Ehe: Merkel/Westerwelle

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Donnalüttchen. Die grüne Britta-Haßelmann-Partei kann ja sogar witzig sein. Wie dieser Spot von Frank Schaefer beweist.

Wer den gelben Schreihals nicht mag, der hat kein Problem, diese seltsame neoliberale Ehe zu verhindern. Wie zB. dieser Mann hier mit seinen “10 Beweggründen”:

10 Gründe Westerwelle zu verhindern:

* weil er ein lauter und nerviger Schreihals ist, nach dessen substanzlosen Reden man sich vorkommt wie von einem ICE
überfahren und deren inhaltlicher Gehalt gleich null ist
* weil er uns trotz der größten Neuverschuldung in der Geschichte sinkende Steuern verspricht (etwa in der Schule in Mathe
nicht aufgepasst!?)*
* weil er als Vertreter einer unbeschränkten Marktliberalisierung und Wegbereiter der Finanz- und Wirtschaftskrise uns nun als
Retter erscheinen möchte*
* weil er 22 Semester für sein Jurastudium brauchte und uns trotzdessen die absolute Leistungsorientierung verkaufen will**
* weil er in seinem Leben nicht eine Sekunde produktiv gearbeitet hat (seine politischen Aktivitäten mal ausgenommen)**
* weil er schon als Kind immer der Kapitän sein wollte (wer von uns wollte das wohl nicht?)**
* weil er als ein Verfechter populärer und kämpferischer Rhetorik (“Wir haben eine Schlacht geschlagen!”) in seinen Leben noch
nie irgendeine Schlacht geschlagen hat
* weil für ihn Natur und Umwelt ein ökonomisches Konstrukt bilden, welches möglichst effizient dem Bruttosozialprodukt zur
weiteren Steigerung verhelfen möge*
* weil er der Menschheit den unbezahlbaren Dienst erwies, die Jungen Liberalen zu gründen**
* weil wir ihm zeigen müssen, daß die deutsche Bevölkerung klüger ist, als er denkt

90% der Bielefelder werden wohl jeden Beweggrund des Verfassers Alex Fischer unterschreiben können. Auch wenn es Unionsfans nicht offen tun täten. Traut Euch oder seht weiter schwarz. Und dann einfach mal so: Yeahhhhhh!

Web-Unterbrecher akzeptiert???

Ob ein oder mehrere Spots – Unterbrecherwerbung in Long-Form-Videos erzielt hohe Werbewirkung und hat dabei keine
Wirkung auf die Bewertung des Contents durch den User. Im Gegenteil: neun von zehn Befragten sehen den Benefit, durch die
Werbefinanzierung den Content kostenlos nutzen zu können. Vor allem der Pre-Roll hat sich hier etabliert und ist akzeptiert. Die Studie belegt, dass der Mid-Roll gleichwertige Leistungswerte aufweist wie der Pre-Roll. Das ist eines der Kernergebnisse der aktuellen Studie von IP Deutschland und dem Kooperationspartner Xenion GmbH, Tochter der Isobar-Gruppe. Medienvermarkter IP Deutschland und die Agentur Xenion präsentierten die kompletten Studienergebnisse erstmals auf der dmexco – die Leitmesse für digitales Marketing.
Sagt grad eine Pressemeldung.

Dann bin ich der Eine von den Zehn, der keine Lust hat auf über den TFT kriechende BMW-Kisten, einen aufploppenden Sonstwas oder irgendeine penetrante, kaum abstellbare, weil man das “x” nicht findet, Werbung.

Tigerente im Rückwärtsgang

Wenige Tage vor der Bundestagswahl hat Schwarz-Gelb seinen Vorsprung offenbar eingebüßt. Nach einer repräsentativen Umfrage des Berliner Institutes Info GmbH im Auftrag des “Handelsblatts” erreichen Union und FDP zusammen nur noch 46 Prozent – SPD, Grüne und Linke hingegen 49 Prozent. Die Union rutscht auf 34 Prozent ab, die FDP auf zwölf Prozent. Steht da auf T-online.

Wunderts? Wer kann denn auf Dauer die monotone Kaiserin ertragen und wer kann des selbsterhobenen Bereitsaußenministers Stakkato aneinandergerihter Unverschömtheiten und Plattitüden anhören ohne abzustellen? Ich sach mal so: Et wird wieder sonne “wunderschöne” Groko. Aber nich mit Angela vornedran. Der niedersächsische Schwiegersohn aus Onnabück steht schon bereit.

“luca”. Die andere Kirche in Schildesche

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Jugendkirche “Luca” in Schildesche

Von altmodischen Gottesdiensten ist Daniel gelangweilt. Jonas meint, Beamer und Kickertisch gehören zu einer Kirche wie Kreuz und Altar. Ilka wünscht sich Betreuung bei ihren Hausaufgaben. In Bielefeld erproben Jugendliche, was es heißt, eigenver –
antwortlich eine Kirche zu verwalten. Am 26. Juni 2009 haben sie die Erlöserkirche im Bielefelder Stadtteil Schildesche übernommen. Jugendliche interessieren sich nicht mehr für Gott, Religion und Kirche? „Wir freuen uns darauf, das Gegenteil zu beweisen!“, sagt die 16-jährige Anjuli und spricht vielen Gleichaltrigen aus dem Herzen.

„luca“ haben sie ihre Kirche getauft. Das steht für „lebendig, unabgängig, christlich, anders“. Weil Jugendliche in dem roten Backsteinbau den Takt vorgeben, hat dieser nun einen fliederfarbenen Innenanstrich und ein noch bunteres Programm. Einmal im Monat feiern sie hier den Gottesdienst „unGLAUBlich“, dazwischen finden Theatervorführungen, Rockkonzerte, Lesungen oder Gesprächskreise statt. Es wird gekocht und gebastelt, auch Sportangebote und Feste fehlen nicht. Für luca gilt: Gemacht wird das, worauf Jugendliche Lust haben. Und: Die Erwachsenen sind hier eher Gäste.

Die Leitung des Projekts hat Bielefelds Jugendpfarrer übernommen. Thomas Wandersleb, geboren in Herne, kam vor 19 Jahren aus Bochum an den Teutoburger Wald und hatte einen großen Traum im Gepäck: „Ich habe mir schon immer einen von Jugendlichen selbst verantworteten Kirchenraum gewünscht.“ Quelle: Pressemeldung Bielefeld-Marketing

Erdbeermund

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“Eine Scheibe Weißbrot mit Butter und Gelee” las ich in diesem Blog. Warum eigentlich nicht, wenn noch Toast da ist und Erdbeere von “Den Gamle Fabrik” aus Dänemark. Was jetzt keine schleichende Werbung bedeutet. Wir essen sie einfach nur gern. Nicht nur, wenn wir in Dänemark sind.

“Guten Morgen. Die Post ist da”

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“Guten Morgen. Die Post ist da”. Ein Ritual, das wir alle kennen. Immer so ab 9 Uhr rechnet man mit dem bellenden Hund und der Klingel an der Haustür, die sich meldet. Ein wenig braunes Amazon, ein wenig, dessen Inhalt man nicht kennt. Ein wenig Werbung. Der Umschlag mit den beiden Arminia-Karten für Samstag gegen St. Pauli ist noch nicht da. Wird aber sicher kommen. Über 100 D-Mark, umgerechnet für 2. Liga, ganz oben. Wo wir Schmähgesänge hinunterwerfen können, wenn sie die “Schmach von Trier” nicht mit pfeilschnellen Flügelläufen, aufreissenden Hintern und Leidenschaft auswetzen. Der Junior wird wohl ein Pizzastück essen und der Alte eine Curry im Arminenschälchen.

Jungs. Haut rein. Sonst gibts Schmäh!

Können Banker irgendwas außer Zockerei?

HSH Nordbank zahlte ohne Verpflichtung Millionen an US-Bank

Banksprecher Rune Hoffmann bestätigte NDR Info den Vorgang. Er stellte jedoch das Votum der Hausjuristen in Frage. “Ob der Anspruch tatsächlich verwirkt war”, so Hoffmann, “hätte juristisch geklärt werden müssen. Bis dahin hätten Marktgerüchte, die Bank komme ihren Verpflichtungen nicht nach, schweren Schaden für die Reputation und für die Refinanzierung der Bank haben können. Dieses Risiko sollte vermieden werden.” Aus diversen Diensten.

AuH Mann, diese bösen “Marktgerüchte” aber auch. Stellen wir uns vor, die “bösen Marktgerüchte” über Malermeister Lempel aus Heepen verstummen einfach nicht. Was tut er? Zahlt einfach von seinem Spassbankkonto 100.000 Euro an den Obermalermeister Fritzekötter in Gadderbaum. Damit die “Marktgerüchte” aufhören und alle denken: “Hej, der Lempel hat ja doch Geld”.

Mit diesem gequirlten Schwachsinn hat schon ein gewisser Josef “V” Ackermann so geniale Wissende wie die Regentin und den Finanzonkel mit dem vorauseilenden flotten Maul beeindruckt.

Wie weh muß das eigentlich tun, ein Banker oder Politiker zu sein?

Die unendliche Callcenter-Story geht weiter

“Die ungebremste Automatisierung geht hier zu Lasten der Angerufenen. Die Vielzahl der Telefonanrufe, bei einzelnen Verbrauchern etwa mit 70 Anrufen pro Tag, führt zu einer unzumutbaren Belästigung und bedeutet einen massiven Eingriff in die Privatsphäre der Betroffenen. Einen Wettbewerbsvorsprung durch Belästigung zu erzielen, ist nicht hinnehmbar”, so Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur. “Ich appelliere zugleich an die Unternehmen, bei den Bemühungen um Effizienzsteigerungen nicht den Verbraucher aus dem Blick zu verlieren.”

Klar. Kennen wir alle. Wenn den ganzen Tag das Telefon bimmelt und der CC-Computer versucht, die Verbindung herzustellen. Ich bleibe dabei: Callcenter sind überflüssig. Und erst recht dann, wenn sie ihre Mitarbeiter nicht so bezahlen, daß die davon auch leben können. Aber diese Diskussion haben wir hier in der Metropole ja schon eine ganze lange Zeit.

Eine Zigarre für Muttis nächtlichen Traum: GAZgerd am Prellbock

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Da stand er nun gestern Frühabend auf der Drehscheibe des Lokschuppens und parlierte weltgewandt brionisiert wie damals. Das dunkle Haar ist etwas lichter geworden, der Ton hält. GAZgerd war da. Der Mann, der auch heute noch stolz darauf ist, 2005 in der “Elefantenrunde” nach der Wahl wie einer aufgetreten zu sein. Die SPD auch hierortens hat offensichtlich immer noch Sehnsucht nach Hirschbrunftstimme, Stolz auf hirnrissigen Sozialabbau und die Spaltung der Partei in einen CDU/FDP-Teil und einen bekanntlich heute Linken.

Dafür gab es dann am Ende eine Zigarre für Gerd. Vom Bielefelder Tabakhändler. Die, die ihm dann im Laufe der Jahre per Akklamation die Leidtragenden verpassten, scheint er nicht anzunehmen. Ein Mann, der eben ebenso über den Wassern und trotz aller aufgesetzter Kumpeligkeit “über dem Volk und dem Alltag” schwebt wie die beste denkbare SPD-Statthalterin im derzeitigen Kanzleramt. Auch die ist soeben dabei, ihre Partei von immer mehr Mitgliedern zu befreien. Aber was macht das schon, wenn grad mal 2% der Bundesbürger per Parteizugehörigkeit die Geschicke des Staates und seiner Bürger im besten Einklang mit der Lobby bestimmen.

Da müßte aus dem Flashmob dann schon ein Tsunami werden und die “Yeaahhh”-Rolle reinigend übers Land fegen.