
Die Leser des Westfalen-Blattes haben andere Fernseher als der Rest der Nation und der umliegenden Nachbarstaaten, die das “Duell” gestern Abend sahen. Aber auch TNS Emnids Klaus-Peter Schöppner, einer der Umfrager der Nation in der Mauern der Metropole, sah irgendwie ein wenig schief:

Friede Springers BILD gähnte nur. Was wiederum unhöflich ist, denn Liebling Angela, die “mächtigste Frau der Welt”, die mit den Ackermanns im Kanzleramt zu Geburtstag speist, bot eben nichts außer einem angespannten Gesicht und orangener Bernsteinkette. Was wohl auch über lange Strecken für die vier TV-Moderatoren galt, die seltsam (oder absichtlich?) zahnlos blieben.

NW-Chefredakteur Seim zeigte sich – wie wohl die meisten Zuschauer – erstaunt darüber, daß Steinmeier “auf Augenhöhe” argumentiert habe. Nun ja, ziehen wir mal die gesteuerte Meinung der 65% Mainstream-Medien aus dem SpringerBertelsmannBurda-Stall ab, auf der Merkels angebliche 40% Vorsprung bei der Sympathie beruhen. Da bleibt dann eben nur “Augenhöhe”.

Fazit, nachdem hier die erbetenen Mails von Freunden und Bekannten eingelaufen sind, darunter ausgewiesene Unions-Wähler: Eigentlich ist es völlig egal, wer Kanzler wird oder ist. Die verunsicherten Wähler werden am 27. September wieder für die nächste Groko sorgen. Dann gute Nacht, Deutschland. Aber das gälte auch für eine schwarzgelbe Allianz.
Da fällt mir doch ein blöder Spruch ein: “Was tun, sprach Zeuss, die Götter stinken nach Petroleum”. Widmen wir uns anderen Dingen.
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