Verantwortung sieht anders aus. Zunächst erklärt Dieter Althaus in Thüringen seinen Rücktritt als Ministerpräsident und CDU-Landesvorsitzender. Die Wahlniederlage war Grund genug. Fünf Tage später leitet der Zurückgetretene wie selbstverständlich die Kabinettssitzung. Nie habe er seine Macht abgegeben, sagte er gestern und und sorgt damit nicht nur bei seinen Parteikollegen für Irritationen. Es sollte Althaus zu denken geben, wenn er für seine peinlichen Erklärungsversuche ungläubige Lacher in der
Landespressekonferenz erntet. Wenn die CDU in Thüringen weiter regieren will, – das geht nur mit der SPD – braucht sie einen Neuanfang – und der geht nur ohne Althaus. Das hat die Partei erkannt und macht Nägel mit Köpfen. Die stellvertretende Regierungschefin Birgit Diezel schlägt Christina Lieberknecht als neue Ministerpräsidentin vor. Diese erklärt die Ära Althaus kurzerhand für beendet. Die Mehrheit der Kreisverbände nickt zustimmend. So wird wird ein Putsch vollzogen. Nur Althaus will nicht
wahrhaben, dass er dem Land und der Partei im Weg steht und beruft sich auf die Verfassung. Wie peinlich.
Liebes Westfalen-Blatt. Nicht nur der ganze Mensch war und ist peinlich. Peinlich ist vor allem eine Partei wie die CDU, die sich monatelang am Narrenseil hängend hat verarschen lassen von einem ehemaligen Wendehals, dessen bekannte Eskapaden immer schon treudoof unter den Erfurter Teppich gekehrt wurden. Regierungsfähig ist die Thüringer CDU ganz sicher nicht.
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Heute einen wichtigen, guten und sehr interessanten Termin im Umfeld der IAA in Frankfurt bewältigt. Gesprächspartnerin war eine sehr kompetente, im Autoausstellungsgeschäft ewig lange erfahrene quirlige Dame. Knapper Kommentar: “Weitaus ruhiger als die letzte IAA”. Kann ich bestätigen. Schließlich hat Josef “V” Ackermann auch sichtbar eine Deutsche Bank verkleinert. Aus den ehemaligen Zwillingstürmchen mit teurer Kunst ist das hier geworden:
Geschäftig, ja viel geschäftiger als Bielefeld, ist die eigentlich recht kleine große Metropole der Bembelscher, Rippscher mit Kraut, Handkäs mit Mussik und Bankentürmscher schon noch, wenn da nicht die vielen Maklerschilder Büroraum anbieten würden wie sauer Bier. Daran wird auch Trude Templin nichts ändern können oder wollen, die demnächst die Frankforter mit ihren weisen Worten einlullen wird.
Ein rundum guter Tag hätte es werden können, wenn da nicht am frühen Abend der Stau von 15 Kilometer Länge und Vollsperrung der A 2 zwischen Hamm-Uentrop und Oelde Richtung Hannover gewesen wäre. Dafür konnte man Autobahnstautänze zu polnischer Mazurkamusik bewundern und hören. Aus irgendeinem Warschauer Truck perlte sogar ein wenig Chopin. Hätten wir noch den polnischen Papst, wäre der Stau natürlich viel schneller aufgelöst worden.
Na zdrowie! Darauf einen polnischen Kartoffelschnaps. Eiskalt. Gegessen habe ich am weitaus früher geplanten Abend die echt westfälisch von schönerer und besserer Hand zubereitete Schnippelbohnensuppe mit Rauchendchen. Hätte in Frankfort natürlich eine Rindsworscht von Gref-Völsing auf der Hanauer Landstraße sein müssen. Äschte Frankforter wisse, was isch da maan.
Die NW verteilt der Regierung der Groko heute Noten. Bei manchen fragt man sich, ob die Redakteure andere Personen meinen oder vier Jahre lang in Liechtenstein gelebt haben. Eine Regierung, die teilweise nicht einmal minimalsten Konsenz gefunden hat, die Zensur einführte, das Abhören, Bespitzeln, Speichern zum Standard machte, grandios beim Kinderschutz mit extrem zweifelhaften Argumenten gegen die Wand fuhr, die Umverteilung von unten nach oben ebenso extrem förderte, sich den idiotischen Nonsens leistete, einen “Popstar” als Minister zu engagieren und die höchste Staatsverschuldung aufbaute, die Deutschland je hatte, würde von keinem verantwortungsvollen Lehrer versetzt werden.
Trude Templin, die vier Jahre lang die Junta führte, hat leider bewiesen, was Gummistiefel-Napoleon Gerd S. in einem Anfall galopperender Überheblichkeit dennoch richtig vorhersagte: “Die kann es nicht”. Was allerdings auch für ihn gilt. Bald werden wir sehen, ob wir die begnadete Rouladenbraterin nochmals in der Joe-Cocker-Rolle sehen: “Ärmchen dicht am strammen Körper und einfach mal so was dahingröhlen”. Joe Cocker konnte es allerdings. Was man von Trude Templin leider nicht sagen kann. Aber sie hätte dann ja den gelben Kasper und “Schmarotzerbeschimpfer” an ihrer Seite, der alle aussortiert, die seinen grandiosen Leistungsansprüchen nicht genügen. Und das sind Millionen.



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