Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Sep '09

Erotik-Fotos am Curry-Rondell?

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Das ging über die Ticker: Mitten in der belebten Fußgängerzone von Darmstadt hat sich ein Pärchen nackt an einem Imbiss fotografieren lassen. Die 30-jährige Frau und der 41-jährige Mann wollten ihre eigenen erotischen Vorstellungen vom Fotomotiv “Bestellen einer Wurst” verwirklichen, berichtete die Polizei.

Ein Mann sah die beiden Nackten und alarmierte die Polizei. Der Zeuge sprach das Trio auch an, das sich daraufhin etwas entfernte. Als die Polizei eintraf, waren alle nackten Tatsachen wieder verhüllt. Die Beamten untersagten weitere Aktaufnahmen in der Öffentlichkeit und stellten die Personalien fest.

Darmstadt. Pffffffffffffffffffffffftt. Niemand hat ein so wundervolles Curry-Rondell wie der Bielefelder Jahnplatz. Da am Nachmittag, 15 Uhr bei bestem Sonnenstand vor dem “Damisch”-Schriftzug. Na, wär das was?

In den Tiefen der Seichtheit

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Wir hatten überlegt, ob wir dieses Buch aus den Regalen des Buchhandels reißen sollen und haben es dann endlich getan. Jetzt werden wir uns reinziehen, was der ehemalige Chefredakteur des “stern” über die Medien-Verdummungsindustrie schreibt, bevor Oberkreischer D. Bohlen wieder formatfüllend DSDS mit gewollten Zoten präsentiert. Man braucht sich darüber nicht aufzuregen. Das ist alles Kalkül und dient nichts anderem, als die breite Masse sediert zu halten. Wer vor der Glotze liegt, Chips vertilgt und die “Nanny” in Aktion sieht oder Herrn Zwegats “Beratungen”, der geht nicht auf die Barrikaden, der braucht keinen Mindestlohn. Dem genügt der Eimer Sangria mit Saufhalm auf Malle.

Der Schock muß die CDU gelähmt haben

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Der (unerwartet) tiefe Fall der CDU in der Metropole muß wohl alle Kräfte im Kreisverband gelähmt haben. Als ob die Zeit bei der schwarzen Front stehengeblieben wäre, lächelt der schüchterne Bernd von der Seite, grinst der Oberstrippenzieher den Betrachter an und steigen verbale Nebelkerzen auf. Immer noch ist die Seite auf dem Stand vor der Wahl. Da wird auf “Rot” eingedroschen, kommunistische Menetekel an die Wand gemalt und vor allem verkündet: Nur wir, die CDU, können Bielefeld und Deutschland retten. Was ja nun bekanntlich Makulatur ist. Der gemeine Urnenpöbel hat auf die primitiv-einfältigen Parolen anders reagiert. Die Leute lassen sich nicht mehr so einfach von Po fallas “Rote Socken”-Kampagne verwirren. Sie glauben – vor allem hier in Bielefeld – auch nicht, daß das neoliberale schwarzgelbe Tandem mit seiner Parole “Weiter wie bisher. Der Markt richtet alles” die Kompetenz für sich gepachtet hat. Im Saarland tönt der Porzellanschmied Wendelin von Boch bereits, er werde den Firmensitz verlegen, wenn es “Rot-Rot” gäbe. Herrje, dann mußt Du halt gehen. Dein Unternehmen ist ohnehin nicht mehr sehr gefragt. Statt inhaltlicher Auseinandersetzung Parolen primitivster Machart.

Geht die Tendenz der Meinungen weiter, erleben wir am 27. September bei der Butawahl eine Abstrafung von gelbschwarz und Stimmenverhältnisse, die eine weitere Große Koalition wahrscheinlich werden lassen. Bis zum bitteren Ende.

Wissen, was in der Metropole los ist

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Keinen Plan für heute? Dann da mal reingucken. Ist “alfabetisch” sortiert :-) )

Der Meistüberschätzte

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Heute ist der meistüberschätzte deutsche Politiker auf Wahlkampftour im ostwestfälischen Hüllhorst. In der NW hält er ausführlich Hof im Gespräch mit der vor ihm kniendenden Interviewerin, unserer lieblichen Alexandra Jocobson. Der geschmeidige Landadelige, dessen Worthülsen wohl von den meisten Zuhörern kaum aufgedröselt werden können, gibt so gut wie nichts von sich. Außer viel heißer Luft. Wie seine Politik, die bisher eher für handfesten Lobbyismus einer bestimmten Klientel steht und wunderbar zum gelben Kasper aus der Kiste, Guido Westerwelle, passt.

Adelsaffine westfälische Mütter und ihre BUNTE lesende Töchter sollten schon mal das Poesiealbum einpacken und dem angeblich besonders “sexy” Wirkenden ihre Aufwartung in Hüllhorst machen. Die schönere und bessere Hällfte zu dem Phänomen “sexy Gutti” befragt, verzieht das Gesicht: “Sexy? Der? Ein Kunstprodukt. Ein geschniegeltes Äffchen, ein Lobbyist reinsten Wassers. Aber eine klasse PR-Agentur hat der”. Sagt es und zählt zugleich auf, welche Männer sie – außer dem Schreiber natürlich -. sexy findet. Da ist keiner dabei, der auch nur eine Sekunde in Hüllhorst auftreten würde. “Hüllhorst, das paßt zu dem” schließt sie ihre beeindruckende Aufreihung von “Sexy Männern”. Nicht ohne nochmals einen Seitenhieb zu verpassen: “Helmut Kohl hat ja bekanntlich auch jemand geheiratet und die findet ihn sexy”. Was für ein Vergleich.

Ihr Anerbieten, mir meine heimliche Liebe Trude Templin auf den Bauch zu schnallen habe ich dann aber höflich abgelehnt.