Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Aug '09

Yum Yum – vibes from the tribe

Party: Yum Yum Party
Vibes from the tribe

Samstag 22.8.2009 || Kamp Bielefeld

Beginn: 23:00 Uhr

FaktenSAMSTAG 22. August 2009 ab 22.00 Uhr

oben:
BEN* (turntable JAZZ / I LOVE WAX / Cologne) & FRIENDS…

unten:
SOULRABBI (Rabbi Rec. / Aachen)
MR. BEANPOLE & WATSON INC. (Madwax / Bielefeld)

cafe:
RIMSHOT (Enschede / Dortmund) open live session..

Langsam neigt sich der Sommer seinem Ende zu. Grund genug für den Soul Rabbi, Ben*, Mr Beanpole und Watson Inc. die wärmste Zeit des Jahres mit ein paar coolen Funk-, Soul- und Rapscheiben ausklingen zu lassen. Deswegen heisst es pünktlich zum Ende der Sommerferien wieder „Yum Yum – Vibes from the tribe“.

Trotz funktionierender Klimanalage wird euch Zeremonienmeister Ben* zusammen mit einem Special Guest mit tiefen Bässen und fetten Rhymes einheizen und den Mainfloor zum schwitzen bringen. Der Soul Rabbi und seine madwax-Mates Watson Inc. und Mr Beanpole lassen im Keller (vielleicht ein letztes Mal dieses Jahr?!) die Sonne scheinen, indem sie euch mit raren Funk- und Soul 45s verwöhnen. Die passende Abkühlung zum Abendprogramm gibt es wie immer an der Bar…

Seit dem ersten November nun kann monatlich auf Radio Hertz die von unseren 3 nicht lokalen Residents in monatlicher Abwechslung zusammengestellte VIBES FROM THE TRIBE Sendung jeweils jeden ersten und dritten Samstag zur Einstimmung in den Samstag hören. 20.00 Uhr wird eine Stunde das Ohr und die Seele über die Welle der Uni gestreichelt und für alle anderen gibt es sie auch als Stream im Internet zu hören…

Im Café darf man dann auch wieder der Rimshotcrew (Dortmunder / Holland Session Crew) und ihrer open Livesession zuhören... Mit dabei: Vocals Paul Jongeblut || Drums Hendrik Lensink || Sax Philip Lütz || Gitarre Felix Tersteggen || Bass Daniel Joeriskes…

www.jz-kamp.de

Was Angela nicht sagen will …

… aber ihre Körpersprache verrät:

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Ob Gerry, Liz, Elmar und der ganze Rest vom Fest das ahnen?

Die Parteien verjüngen sich “radikal”

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Draußen im Outback vor der gigantischen Stadt hängen sie an den Laternen, die “jungen” Hoffnungsträger deutscher Politik. “Stark vor Ort” signalisieren die Gelbblauen. Was das genau in seiner ganzen Neusprechverschwommenheit heißen mag, wissen sie wohl selbst nicht. Die blaugelbe Edeka zB. kann gut für sich selbst werben.

So müßte ein Wahlplakat aussehen :-(

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Dieter Althaus, (Noch)CDU-Ministerpräsident von Thüringen, ist einer der deutschen Politiker, die in ihrer Peinlichkeit, Wendehalsigkeit und grandiosen Selbstüberschätzung kaum zu toppen sind. “Bat” seine Partei per BILD noch, das Thema “Unfalltod auf der Skipiste” nicht zum Wahlkampfthema zu machen, tut der ehemalige Herz-Jesu-Marxist, der noch am Tag vor dem Mauerfall einschlägige Briefe an seine vorgesetzte Behörde schrieb, das Gegenteil. Das Traktätchen oben ist die vorletzte Seite eines “Malbuches für Kinder”, mit dem die CDU für ihr umstrittenes Kita-Gesetz wirbt. Wäre ja noch ertragbar, wenn das Konterfei des Minipräses samt sich auch ständig zum Unfall äußerender Ehefrau nicht durch Thüringen geistern würde und er eben doch per Mitleidstour den tragischen Tod verwerten würde.

Der Witwer, Bernhard Christandl, hat sich jetzt zu Wort gemeldet. Der Tod seiner Frau sei eine “zutiefst private Angelegenheit der Familie”, sagt sein Anwalt Alexander Rehrl. Mehrere Interviews von Althaus zu dem Thema bewertete Christandl nicht nur als Vertrauensbruch, sondern auch als unangebracht und pietätlos.

Was sind da bei uns hier in der Metropole der angeblich Schinkenbeladene Bollerwagen von Pit Clausen Richtung WDR, Betrnd Landgrafs Äußerung, “Marianne Weiß sei seine politische Lieblingsgegnerin” oder anderen lokalpolitischen Possen.

Nachtrag: Laut “Süddeutscher Zeitung”: Der Ministerpräsident Thüringens, Dieter Althaus, wird sich einem Bericht zufolge künftig nicht mehr öffentlich zu Einzelheiten seines Skiunfalls am Neujahrstag äußern. Wie die “Süddeutsche Zeitung” berichtete, haben die Rechtsvertreter des CDU-Politikers mit dem Anwalt des Witwers der bei dem Unfall getöteten Frau eine entsprechende “Stillschweigevereinbarung” geschlossen. Durfte es bisher vielleichtb noch eines Beweises, der mediengeile politische Wendehals habe den Schuß nicht mehr hören können, mit diesem “Maulkorb” ist er erbracht.

LEG-Wohnungen. Ein mieses Thema auch hier

Und das ist längst nicht alles. Wer den Niedergang von LEG-Immobilien besichtigen will, fährt nach Dortmund-Wickede. Um drei mehrstöckige Hochhäuser dort hat die Immobilienfirma Baugerüste aufstellen lassen. Im Dezember. “Danach ist nichts mehr passiert”, sagt Nachbar Ulrich Braun, “keine Arbeiter, keine Reparaturen.” Das Meyland-Viertel aus den frühen 60ern, das die Hochhäuser umgibt, bröckelt seit dem Verkauf der LEG vor sich hin. Ursprünglich sollten dort 40 Millionen Euro für die dringende Renovierung investiert werden, fünf der 60 Gebäude erstrahlten zunächst auch im neuen Glanz. Doch dann war Schluss. “Uns fiel ein Schreiben des LEG-Geschäftsführers Thomas Hegel in die Hände”, berichtet Braun, “nach dem alle weiteren Baumaßnahmen ab sofort gestoppt” seien. Nur dort, wo Unfälle drohen, rücken noch Handwerker an. Im Nachbarstadtteil Hörde, erzählen Mieter, hat die LEG die Öffnungszeiten der Bürgerbüros gekürzt. Wo LEG-Mitarbeiter bisher fünf Tage die Woche saßen, sitzen nun Studenten – zweimal pro Woche. Ersetzen wir in dieser Geschichte aus dem Handelsblatt vom 20. August mal Dortmund durch Bielefeld und Stadtteile, in denen die LEG stark vertreten ist, dürfte das seltsame Geschäft des Herrn Rüttgers mit der allseits wohlbekannten US-Investmentbank Goldman Sachs mit ihrer Tochter Whitehall Real Estate Funds ähnliche Blüten treiben.

Grade mal 781 Millionen Euro überwies der Käufer an die NRW Landesregierung und übernimmt noch Schulden von 2,6 Milliarden Euro, die auf der LEG lasten. Und nochmals das Handelsblatt:

Der LEG-Geschäftspartner von Goldman Sachs gehört, wie aus einem US-Börsenprospekt aus dem Jahr 2006 hervorgeht, indirekt dem Wall-Street-Finanzjongleur Richard Perry. Und der steckt seit Herbst in finanziellen Kalamitäten. Sein elf Milliarden Dollar schweres Fondsimperium hatte auf fallende VW-Kurse gesetzt – und sich damit verspekuliert. Entsprechend hoch dürfte nun Perrys Bedarf sein, aus der LEG kurzfristig möglichst viel Geld herauszuholen.

So zieht der Neoliberalismus den Bürgern sogar die Mietwohnungen unter dem Hintern weg oder läßt sie verkommen.

Deutschlands Vorzeigemanager

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Haben Sie auch so gerne die unendlichen Erfolgsgeschichten von Wendelin und dem Porsche Wumm gelesen? Waren Sie auch so begeistert , wenn mit der Börse weitaus mehr Geld verdient wurde als mit der Autobauerei? Sollten sich die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft erhärten und vor allem beweisen lassen, hätten wir die Erklärung für die wunderbare Kursexplosion der eigentlich mickrigen VW-Aktie bis über 1000 € Kurs. Aber das wird schon alles seine Richtigkeit haben. Wendelin hat da nur mal kurzzeitig einen Turbo mit Kerosin betrieben. Beachtet hatte er allerdings nicht, daß solche Motoren zu platzen pflegen und als Konzernmarke von VW “gerettet” und eingegliedert werden.

Ein schwerer Rucksack von Schüco-Udo für St. Angela

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Auch wenn die mächtigste Frau des Universums, ach des gesamten bekannten Weltalls, in Bielefeld bei Schüco (Das sind die, die der Alm ihren Namen verpassten) referiert, klingt es eher präsidial. Die Worte sind bekannt, die Aktionen ebenfalls. Einfliegen, Hände der artigen anwesenden Unternehmer (gehört sich ja wohl auch so) schütteln, Nettigkeiten über das in Nordrhein-Westfalen politisch derzeit ziemlich abgehängte Ostwestfalen-Lippe wie “ein starkes Stück Deutschland” sagen und ansonsten halt Gastgeschenke wie einen Schüco-Solarrucksack in Empfang nehmen. Das war damals bei GAZgerd auch nicht viel anders, nur war der rhetorisch weitaus stärker ohne Wesentliches zu sagen. Machen Politiker ja meist.

Da klingt dann der Kommentar des Westfalen-Blattes wie ein untertäniger, ja fast schon unterwürfiger Hofknicks gegenüber der Kanzlerin. Sind ja schließlich auch in ein und derselben Partei:

Wenn die »mächtigste Frau der Welt« (Forbes-Magazin) kommt, ist Ostwestfalens Unternehmer-Elite angetan und hoch interessiert. Beim Treffen von Angela Merkel und 41 heimischen Managern war gestern auch hinter verschlossenen Türen stets klar, wer die Hosen anhatte. Kein Widerspruch, schon gar nicht Beschwerden der Praktiker an die Adresse der da oben im fernen Berlin: die Kanzlerin kam, sagte klar an und siegte bei den heimischen Damen und Herren der Wirtschaft, weil sie zuhörte, Kompetenz bewies und allen das Gefühl von gemeinsamer Verpflichtung für das große Ganze (auf)gab. Voller Begeisterung über den klaren Führungsstil und die Detailkenntnis der Kanzlerin zeigten sich hinterher die heimischen Manager. Und Merkels Urteil zählt. Nicht umsonst darf die Wirtschaft Ostwestfalen-Lippes stolz auf seine versteckten Meister sein. Zu »Hidden Champions« in großer Zahl gratulierte Merkel höchst persönlich. Übereinstimmend berichteten Teilnehmer hinterher von konzentrierter Diskussion und fruchtbarem Meinungsaustausch, solange die Chefin der Deutschland AG am Kopfende der Manager-Runde residierte. Das spricht für die guten Manieren der ostwestfälischen Gesprächsteilnehmer, aber es sagt noch sehr viel aus über den glasklaren Regierungsstil Angela Merkels. Formal ging es um die Wirksamkeit des jüngsten Konjunkturprogramms. Merkel wollte wissen, wie die einzelnen Elemente greifen. Dabei war nicht ein einziges Mal vom Wahlkampf die Rede, und dennoch dürfte auch dieser Besuch Stimmensammlung auf der ganzen Linie gewesen sein. Selbst Merkels glückloser Gegenkandidat Frank-Walter Steinmeier wurde lobend erwähnt – wegen seiner Iran-Politik. Während der Vizekanzler gerade erst begonnen hat, eine »Allianz für den Mittelstand« zu schmieden, sprach die Unionschefin gestern bereits demonstrativ vom erfolgreichen Abschluss ihrer Mittelstandstour durch die Bundesrepublik in Ostwestfalen-Lippe. Auf das Fachgespräch in Bielefeld folgten gestern noch ein Besuch im münsterländischen Greven, ein Rede vor Tengelmann-Mitarbeitern in Mülheim und eine CDU-Wahlkampf-Kundgebung in Münster. Heute steht der Heimatwahlkreis Rügen auf dem Programm. Und alles sieht danach aus, dass sie ihren Schmuse-Wahlkampf fortführt. Steinmeier keilt (»Arbeitslose sind ihr egal«), Müntefering vergisst sich (»Frau Merkel, kommen Sie aus Ihrer schwarzen Ecke«), aber die Mutter der Nation bewahrt ruhig Blut. Das gefällt den heimischen Wirtschaftsführern. Sie haben Merkel bestärkt, mit der Sacharbeit fortzufahren. Die Kanzlerin hat verstanden. Es komme jetzt darauf an, schnell aus dem tiefen Konjunkturtal herauszukommen, zeigte sie sich am Ende des Bielefelder Gesprächs voll beschäftigt. Deutschland liege ganz gut im Rennen. Wer will da die Pferde wechseln?

Wer die “Pferde wechseln möchte”, liebes Westfalen-Blatt? Nun, all die zig Millionen, die nach der Wahl das ausbaden müssen, was jetzt verschwiegen wird und extrem viel Steuergeld kostet. All die, die mehr denn je in Niedrigstlohn gedrückt werden, all die, denen ihr knappes Hartz 4 weiter gekürzt wird, all die, die zukünftig höhere Mehrwertsteuersätze auf Lebensmittel etc. zahlen werden. All die, die von der schreienden Ungleichverteilung der Vermögen im charakterlosen Turbokapitalismus nicht profitieren. Also geschätzte 80% der Bevölkerung. All die, die keine Lust haben, dem Volk als “systemimmanent” verkaufte Hütchenspielerbanken weiter mit Milliarden an Steuergeldern zu füttern. All die, die sich gegen 70% “gleichgeschaltete” neoliberal-einheitliche Presseberichterstattung nicht wehren können. Eine gewaltige Aufgabe, die sich nicht mit Übergabe und Entgegennahme eines Solarrucksackes und artigem Händeklatschen auch nur ansatzweise bewältigen läßt. Und Mittelstand wird ja wohl in Berlin-Mitte angesichts der flotten Daxe, Milliarden-Bankstützen und allerlei anderen Wohltaten für die größten Unternehmen gar nicht erst wahr genommen.