
Das ist gemein. Die NW hat heute auf Seite 3 das Linklaters-Papier aus dem Hause Guttenberg, also das mit dem Dementi und der Distanzierung vom Inhalt per Dementi gegen den “Deutschland-Plan” des Lipperländers Frank ohne Walter Steinmeier gestellt. Da sollte man sich einfach mal ein paar Sätze aus dem tiefen Süden der Republik, redigiert in Berlin/Mitte, reinziehen:
Die Unternehmen sollen durch eine Einkommensteuerreform entlastet werden. Autos kaufen also Autos
“Leiharbeit soll gefördert und Befristungsregelungen erleichert werden”. Riecht nach W. Clement.
“Investitionshemmnisse beim Neubau von Kraftwerken sollen laut dem Konzept abgeschafft werden”. Ein dreifach donnernd “Hoch” auf Eo.n, RWE, Vattenfall und der vierte Monopolist fällt mir grad nicht ein.
Öffentlich-private Partnerschaften (PPP) als neues Finanzierungsmodell nutzen. Da jubeln BertelsmannArvato.
Schule weckt Interesse ………für “unternehmerisches Denken und Handeln”. Aha. Da lassen Kannegiesser, Hundt und Prof. (Un)Sinn grüßen. “Wie giriere ich Schecks” als Unterrichtsfach für 8-jährige. Mit einer Anleitung aus dem Hause Bertelsmann.
Zeitungsleser sollten sich den gesamten Inhalt gründlichst durchlesen. Da steht nämlich ganz genau drin, was nach der Butawahl passieren soll.
Nachtrag:
Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hat erneut die Anwaltskanzlei Linklaters mit Arbeiten aus seinem Ministerium beauftragt. Das berichtet das “Handelsblatt”. Demnach soll Linklaters für das Wirtschaftsministerium ein Gesetz umzusetzen – im Rahmen der geplanten “Nationalen Akkreditierungsstelle”. Unter dem Dach dieses “Deutschland-Tüvs” sollen künftig alle Zertifizierungstellen des Bundes, der Länder und der Wirtschaft vereint werden, die etwa Gütesiegel für Produkte vergeben. Linklaters soll die entsprechenden Verträge erarbeiten. Laut einer EU-Verordnung muss Deutschland die Behörde bis Anfang 2010 aufbauen.
Jetzt werden die allgegenwärtigen superbösen Zungen anfangen zu behaupten, der Karl-Theodor könne ja eigentlich garnichts. Aber das sind ja nur diese superbösen Zungen. Was zahlt Linklaters eigentlich dafür an wen, diese Aufträge zu bekommen?
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