Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Sa
8
Aug '09

Arm. BI im Pokal nach Trier

Eintracht Trier ist in der zweiten DFB-Pokalhauptrunde am 22. oder 23. 9. der nächste Gegner der Almdudler. Das loste DFB-Spielerin des Jahres Inka Grings in Sinsheim aus. Trainer der Trierer ist Kettenraucher Mario Basler. Der mit seiner Truppe Hannover 96 ausschaltetete, äußerte sich auch schon: ” Ich bin mit dem Los sehr zufrieden”, sagte er: “Die Fans hätten sich Bayern München gewünscht. Aber wir haben realistische Chancen, in die dritte Runde einzuziehen, und wenn wir gegen Bielefeld gewonnen haben, sehen wir dann vielleicht die Bayern.”

Ach Baslerino. Arm. Bielefeld, das ist FC Bayern von Ostwestfalen. Noch nicht gewußt? Und in der Runde ist Schluß mit lustig. Arminia ist einfach mal wieder dran. Knapp über 10.000 Zuschauer gehen in das niedliche Mosel-Stadion rein. Wollt Ihr nicht lieber tauschen? Auffe Alm passen 28.000.

Noch ein paar echte Basler-Sprüche?

- Das habe ich ihm dann auch verbal gesagt.
- Eigentlich bin ich ein Supertyp. Aber ich kann wohl auch ein richtiger Arsch sein!
- Über Christian Ziege nach dessen Kopfrasur: Jetzt sieht er aus wie ein frisch lackierter Totalschaden!
- Kritik macht mich nur noch stärker. Wenn mich in Dortmund von 55 000 Zuschauer 50 000 hassen, mir am liebsten ein Bein
abhacken würden, mich mit “Arschloch” begrüßen, dann fühle ich mich wie Arnold Schwarzenegger gegen den Rest der Welt.
Das ist geil für mich.

1. Liga ohne Arm. Bielefeld ist wie 2. mit Fortuna Düdo

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Jaja. Sie kicken wieder. Beckmann tönte im ARD-TV. Wobei wir hier uns erst dran gewöhnen müssen, als Metropole auf einer Ebene mit dem von Fortuna Düsseldorf heute Mittag (Was für gnadenlos blöde Spielzeiten) abgezogenen SC Paderborn oder Rot-Weiß Ahlen auf einer Stufe zu stehen. Oder Hansa Rostock, denen im Vorfeld schon ein netter NW-Empfang bereitet wurde. Wäre ich Rostock-Fan, ich hätte schon ein paar Warnemünder (Vorort und Hafen) Edelmatjes aus letztjähriger Produktion dabei:

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Ob jetzt immer “Krieg” auf der Alm ist? Oder hat da mal ein Lokaler mal wieder den richtigen Ton knapp verpaßt?

Was so bleibt vom tiefen Süden….

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“Und was hast Du so an Gedanken aus Bayern und Baden-Württemberg und Hessen mitgebracht?” wollte jemand wissen. Tja was. Neben den Dingen, die mit den Gründen der Reise zusammenhingen, eine Menge an Eindrücken. Fangen wir einfach mal an, über das “Land of hope and glory” im tiefsten Süden der Republik zu sinnieren.

Wie man sieht, sind ganz viele Denkmäler von Ludwig I., König von Bayern, derzeit nur als Sockel existent. Die ewig bösen Zungen, man mag gar nicht mehr auf sie hören, kolportieren ja bereits, der lange kräftige Mann in der Staatskanzlei, Horst 1. von Bayern, rufe sich demnächst selbst auf der Münchner Isarinsel zum König aus. Auf die derzeit leeren Sockel kämen dann wetterfeste Horst 1. – Standbilder aus Glasfasermaterial. “Er im Hermelin” sei der Arbeitstitel. Als Vorbild habe man den Bielefelder “Leineweber” genommen, der ja nebst rückwärtiger Kiepe auch aus Glasfasermaterial ist. Wie allerliebst der Bayern Herrscher schauen kann, verdeutlicht dieses BUNTE Bild:

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.. und es zeigt ja nur die angetraute Vertraute. Die Berliner “Schattenfrau” und Kindesmutter wird nicht erwähnt.

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Ganz umgehen ließ sich das heikle Thema “Dr. Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jakob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg nebst Ehefrau Stephanie Gräfin von Bismarck-Schönhausen” natürlich in Bayern nicht. Stellt man ihn neben einen Horst Seehofer, Erwin Huber, Markus Söder oder Frau Haderthauer ist er schon eine “andere Art von Politiker”. Das wollen wir mal nicht bestreiten. Daß er aber den Banken-Gesetzesentwurf von der derzeit ziemlich arbeitslosen zweitgrößten Rechtsanwaltskanzlei der Welt, Linklaters, hat schreiben lassen und gar nicht für das Thema “Bankenrecht” zuständig ist, zeigt, was für “a Spitzbuab er is”. Nun gut, lassen wir das so stehen. In Bavaria ticken die Uhren und die Menschen halt “fei a weng anderster”. Da ist Hemdsärmeligsein schon gefragt, wenn sie sich nicht grad in der Seehoferschen “Ach, das hab ich gestern gesagt?”-Attitüde ergießt. Man wird das Gefühl nicht los, daß der Seehofer, Horst nicht so ganz ernst genommen wird. Vielleicht darf ein König, dem Zugspitze und Karwendel nebst Königssee und Schliersee quasi zu Füßen liegen, das eventuell aber auch. Er kann sich ja locker in Minga Hofnarren halten. Er muß halt nur aufpassen, nicht im Starnberger See auf Tauchgang zu gehen, wie ein gewisser “Kini” damals.

Sagen wir mal so zu Karl-Theodor: Ordentliche inhaltliche Arbeit reicht als Erklärung nicht aus. Dafür ist die Leistung Guttenbergs, etwa in der Opel-Krise, noch zu wenig greifbar. Auch an Umgangsformen und gutem Aussehen allein kann es kaum liegen. Solche Vorzüge besitzen andere Politiker ebenfalls, ohne gleich die Beliebtheitsskala zu stürmen. Das Phänomen Guttenberg dürfte sich eher aus dem anderen Stil erklären, mit dem der fränkische Adelige auftritt. Jeder spürt: Dieser Politiker ist durch keine überlange Parteiarbeit verbogen oder durchgestylt. Seine Äußerungen wirken geschliffen, aber nicht abgedroschen. Das kommt gut an in einer Zeit, in der Programme und Politikeraussagen immer ähnlicher klingen. Ein Teil des Volkes mag lieber Oberflächkeiten, das gepflegte Äußere oder den Hemdsärmelminister, der eben auch scho amaol a Maß stemmen kann.

Mäandern wir weiter im Freistaat. Sie haben auch Friedhöfe, die anders sind. Näher zu Gott, mit mehr Durchblick und enger nebeneinander liegenden Gräbern. So, als ob sie sich gegen die Nordlichter gegenseitig wärmen müßten. Hier ein Beispiel aus einer Domstadt, mit 130.000 doch erheblich weniger Beeinwohnert als Bielefeld:

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Bayern hat aber auch “Stille Helden”. Jenseits der DAX-gejagten schaffen sie mit mehr als 10.000 Mitarbeitern und über 2 Milliarden Umsatz still und relativ leise den Sprung an die Spitze ihrer Branche. Tatsächlich von der echten Garagenfirma (max. 2 Autos hatten Platz) auf dem von Bomben zerstörten Flugplatz, wo einst die Messerschmitts für Hitlers Angriffskriege gebaut und eingeflogen wurden, entstand in 55 Jahren ein erstaunliches Unternehmen. Ihr, die Ihr mit “Herforder Warsteiner” oder “Detmolder Pilsner” oder “Caroline-Mineralquelle” auf Eure Fußballhelden anstoßt, gießt aus einem Produkt ein, daß auf gradezu genialen Riesenanlagen aus dem Bayerischen abgefüllt, überwacht und endverpackt wurde. Die Biographie des Mannes, der das ganz unprätentiös geschafft hat, habe ich zwischenzeitlich gelesen. So mancher DAX müßte sich ob seines lauten Tamtams klammheimlich dahinter verstecken.

Was noch blieb? Die Straßen sind ein wenig besser als hier oben. Der Himmel ist weißblauer. Sie bauen die besseren Autos und im Winter fahren sie auf zugefrorenen Seen mit der/dem Liebsten Schlittschuh. Gelingt es ihnen, dem Norden, Westen und manchmal Osten Europas genügend gute Fußballer abzukaufen, werden sie im Fröttmaninger Allianz-Boot auch mal Meister.

Sollte sich Horst 1., Fürst von Ingolstadt, allerdings demnächst zum König ausrufen und selbst krönen: das verziehe ich ihnen nicht.

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Später am Abend dann, als ab Ausfahrt Bielefeld-Sennestadt (Wo sie schon ganz fleißig die Konturen des Lückenschlusses der A 33 aus Sand formen) rechterhand der derzeit wohl in der finalen Ausräumung befindliche Salon Friehe grüßte, da kam so ein kleines Heimatgefühl auf. “Mensch, Senne, Sand und Sonne und Friehe gibt es immer noch”. Da kann Patrona Bavariä einfach nicht mithalten. Trotz des überaus guten Essens, das es im sehr gelungenen Casino des erwähnten Nicht-DAX-Unternehmens gab. “Nehmen Sie das als Zeichen unserer ausdrücklichen Wertschätzung”, sagte einer unserer Gesprächspartner. Wir nahmen es.

Frech wie wir aus dem Norden nun mal sind. Gell. Karl-Theodor?

So sieht das nämlich aus:

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Was sind schon einstellige Werte, wenn man den ganzen Kuchen haben kann …

(gesehen am Kesselbrink)

Die Realität sieht ganz anders aus

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Da zeigt die NW heute unter der ebenso schlichten wie naiven Überschrift “Es geht aufwärts” einen Kasten mit drei tollen %-Zahlen. Alle super im Plus. Oberflächlich betrachtet, alles bald wieder “in Butter”. Wenn ich da nicht die Meinungen aus dem Hause eines Weltmarktführers, eines internationalen exportorientierten Konzernteiles und eines gestandenen mittelständischen Sondermaschinenbauunternehmens hätte. Und die decken sich weitgehend mit dem Kommentar des Westfalen-Blattes:

Die positiven Nachrichten aus der Wirtschaft häufen sich. Jetzt kommt auch Deutschlands Export wieder in Schwung. Vieles deutet darauf hin, dass die Talsohle des beispiellosen Abschwungs erreicht ist. Das ist natürlich eine gute Nachricht, für
Euphorie aber lässt sie mit Blick auf die Vergleichszahlen des Vorjahres kaum Spielraum. Danach ist der Export de facto um fast ein Viertel auf das Niveau von 2005/06 eingebrochen. Dieser Rückgang wird auch im zweiten Halbjahr nicht mehr aufzuholen sein.
Das dürfte für den Arbeitsmarkt fatale Folgen haben. Tausende Beschäftigte, die jetzt kurzarbeiten, müssen weiterhin um ihre
Arbeitsplätze bangen. Als erstes erwischt hat die Wirtschaftskrise bekanntlich die Zeitarbeitsbranche. Fast ein Viertel aller
Leiharbeiter hat seit September vergangenen Jahres den Job verloren.
Auch wenn die meisten Menschen das Wort Krise nicht mehr hören können, sie wird uns noch über viele Monate begleiten. Die deutsche Wirtschaft hat, wie es ein Experte am Freitag so treffend formulierte, zwar die Intensivstation verlassen, das Krankenbett aber muss sie weiterhin hüten.

So ist es. Um im Jargon des morgendlichen Moderators von “Bayern 3″ zu sprechen, klingt das dann im Autoradio so:

“Freunde, hier ist Freddy XXXX. Die Sonne lacht vom weißblauen Himmel, packt die Badehosen ein ihr Kurzarbeiter. Es geht wieder stark aufwärts. Feiert den Tag. Hihihihihihi”. Zum Glück gibt es ja einen Lautstärkenregler, den man einfach runterdreht ob dieser “Fröhlichkeit”. Wenn man Werkhallen sieht, in denen sonst Proppenfülle an Endmontageprodukten und jetzt gähnende Leere herrscht, toppt das jede “supertolle” Zahl. Angesichts der Menge der so häufig unnötigerweise abgewrackten Fahrzeuge wundert die Zunahme der Stahlproduktion auch nicht. Der Schrott muß ja irgendwie irgendwann mal eingeschmolzen werden.

Zurück vom NRW-Hessen-Baden-Württemberg-Bayern-Trip

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Viele Eindrücke.
Viele Gespräche.
Viele Meinungen.
Mehr als 2500 Kilometer Autobahn.
Heute noch ein paar Zeilen dazu.
Ich weiß, man wartet darauf.

Bekommt OB-Kandidat Landgraf ein Problem?

Ich bin wie der Themenstarter seit meiner Ausbilung Gewerkschafter der IGM..und in dieser Funktion auch sehr aktiv.
Ich und meine Kollegen der IGM bekämpfen seit je her rechtes Gedankengut…das dazu.

Im betrieblichen Alltag sind für uns Arbeitnehmer aber keine Rechts oder Linksradikalen ein Problem, sondern in großem Maße diese Leiharbeitsfirmen.
Von den Bedingungen, unter welchen die Leute dort beschäftigt werden, mal abgesehen…..gefährden diese Firmen massiv den Arbeitsplatz von festeingestellten Arbeitnehmern. Von daher hat ein Logo einer Leiharbeitsfirma auf mich, die gleiche abstossende Wirkung, wie ein Symbol der Rechten. Und wenn das dann noch auf der Brust eines Bürgermeister Kandidaten prangt, dann fällt mir nichts mehr dazu ein. Nicht vergessen..die IGM hat in Bielefeld zig tausende Mitglieder….und die sind wahlberechtigt!!!!

Auszug aus einem Kommentar eines Foristen hier auf “Bielefeld-Blog” zum Thema “Zeitarbeitsfirma wirbt auf OB-Kandidatenbrust”. In den Zusammenhang passt auch das Ergebnis eines sogenannten “Speed-Datings”, dessen Ergebnis die NW-Mitarbeiterin Karin Boczek in einem Kasten zusammenfasst. “Basketball”-Bernd (Landgraf) “Ich liebe Zeitarbeit” kommt nicht unter “am sympathischsten” vor:

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