Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Autoren gesucht - jetzt mitbloggen über deine Stadt!

Di
4
Aug '09

Sie ist da!

 

Einheitsgeschmack für alle.

Neue Lage im Kampf der Giganten:

DIE SENSATION! EIN WEITERER KANDIDAT! EXKLUSIV!

Karli Keim, lange Zeit untergetaucht, mischt nun den Sumpf
des Kommunalwahlkampfs auf:

karli091.jpg

(Karli Keim und seine Nachkommen übernahmen 2007 schon einmal in Bielefeld die Leitung.
Da kennt sich der brillante Untergrundfachmann aus!)

Clausen? Landgraf? Weiß? oder Wen?

Die Kommunalwahl steht vor der Tür…. bunte Plakate “zieren” die Straßen… von “Nichtssagend” über “Blabla” bis “Altbacken” reicht die Palette…

Wie schon vorher im Blog erwähnt, stechen Pits Plakate durch wechselnde Farben heraus…im positiven Sinne allerdings nicht… aber egal.

Wer wird OB ist die entscheidene Frage. Clausen? Landgraf? Weiß? oder einer der Underdogs?

Jut, Frau Weiß hat ihr eigenes Klientel… was ja nicht schlecht sein muss…. Aber Clausen und Landgraf? Wie will es der Vertreter der ehemaligen Volkspartei SPD angehen, um den politisch relativ unbekannten Landgraf zu unterwerfen?

Clausen? Landgraf? Beide zeigen bei Auftritten das übliche Politikerlächeln, zeigen sich in einigen Dingen einig, in anderen eher gegensätzlich. Aber einen Unterscheid zu benennen, ist gar nicht so einfach…. Idiologisches hier, idiologisches da… gibt es Unterschiede? Unterschiede, die auffallen? Ich meine ja. Sensationell neu ist eine Haltung… und die stammt (oh Donnerwetter) von Landgraf. Er verweigert jedes größere Wahlversprechen, sondern zeigt auf, dass auch die Stadt jeden Euro nur einmal ausgeben kann. Ob der einzelne Euro jetzt richtig ausgegeben wird, darüber lässt sich ja trefflich streiten, aber die Tatsache der absolten Verweigerungshaltung an sich finde ich erfrischend. Und Clausen? Liest man sich die Homepage durch, wimmelt es vor Versprechen…wie die bezahlt werden sollen? Zitat von der Homepage:

“Richtig ist: das kostet Geld! Können wir uns das leisten?
Ja. Wir könne es uns leisten. Das ist auch eine Frage der Verteilung des Geldes in unserer Stadt.”

Was denn dafür gestrichen werden muss? Keine Ahnung…. aber die scheint der gute Pit auch nicht zu haben, ansonsten könnte er es ja dazu schreiben….

Wie auch immer: geht wählen! jede nicht abgegebene Stimme ist eine für die Radikalen….

Was ist denn mit Pit los….?

pi11.jpg

was ist denn da los?

“Als echte Trendsetter habe ich….”…. wie jetzt? entweder “als echteR Trendsetter” oder “als echte TrendsetterIN”… verwirrt Herr Clausen?…ein Schelm, der Böses dabei denkt…

Aber super, dass er technisch aufgeschlossen ist und mit Youtube echte maßstäbe setzen will….. gäääääähn…..

Sprachlos

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Ähm. Räusper. Da fehlen einem die Worte. Das Schalker Vereinslied ist von 1924 …

Zu Besuch auf dem Guttenberg

Es gibt nicht wenige Menschen, die kleben unserem neuen Bundeswirtschaftsminister von der CSU bei allem, was er sagt, an den Lippen. Vielleicht sollten sie so konsequent sein, sich das, was er sagt, auch einmal auf der Zunge zergehen zu lassen. Die Menschen seien es “leid”, zu Wahlkampfzeiten “mit Versprechen überschüttet” zu werden, ist Karl-Theodor zu Guttenberg jetzt zum Wahlprogramm der SPD eingefallen. Ist ihm entgangen, dass seine eigene Partei gerade erst kräftige Steuersenkungen versprochen und gegen den Rat der großen Schwester CDU sogar einen konkreten Termin dafür ins CSU-Wahlprogramm geschrieben hat? Man kann sich darüber streiten, was (un-) seriöser ist: vier Millionen neue Arbeitsplätze bis 2020 anzustreben, wie SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier es tut, oder sinkende Steuern trotz geplünderter Staatskassen in Aussicht zu stellen, wie es Guttenberg und CSU-Chef Horst Seehofer tun. Aber dass Vollbeschäftigung weiterhin zentrales Ziel aller Volksparteien sein muss, werden auch die Unionsparteien nicht bestreiten. Auf Seite 13 ihres gemeinsamen “Regierungsprogramms” versprechen CDU und CSU in Anlehnung an Ludwig Erhards “Wohlstand für alle” Arbeit für alle. So weit ist das von Steinmeiers Visionen gar nicht entfernt. Deutschland sollte sich auf seine Stärken besinnen. Dazu gehört ein beachtlicher Vorsprung in Umwelttechnologien, den es konsequent auszubauen gilt. Deutschland sollte aber auch seinen Schwächen begegnen. Investitionen und damit auch neue Arbeitsplätze im Bildungssektor sind bitter notwendig. Steinmeiers “Deutschland-Plan” beinhaltet all das. Nach der zuweilen plan- und phantasielosen Politik der Großen Koalition ist das ein Fortschritt. Wenn der SPD-Kandidat nur darauf verzichtet hätte, diese riesigen Zahlen in die Welt zu setzen! Unweigerlich denken die Menschen an Gerhard Schröder, der 1998 mit dem pompösen Versprechen zur Wahl antrat, die Arbeitslosigkeit auf 3,5 Millionen zu reduzieren – und damit als Kanzler kläglich scheiterte. Vor diesem Hintergrund wäre diesmal weniger mehr gewesen. Hohn und Spott hat Steinmeier trotzdem nicht verdient. Sein Programm ist ernsthafter als so manches Guttenberg-Interview.

Beim Lesen dieses Kommentars der “Westdeutschen Zeitung” zum Supidupitrallalapolitstar von und zu G. fällt mir ein, daß ich heute Mittag zu einer Kurzreise ins Land von König Horst Seehofer aufbreche und gar nicht weit von jenes “Politstars” (was bitte ist das überhaupt?) Burg aufschlage. “Seien Sie nicht enttäuscht, wie schäbig es da aussieht”, meinte mein kommender Gesprächspartner, der die Gegend und Gutti und die Schaefflerin aus Herzogenaurach wie seine Westentasche kennt. Dankend lehne ich eine Besichtigung ab und “begnüge” mich mit einem Termin bei einem wirklichen Weltunternehmen. Guttis Trutzburg ist mir dann doch zu unwichtig.

Paradebeispiel für Binnenmarktabwürgung

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Angeblicher “Weltmeister” beim Export, Schlußlicht bei den Löhnen. Und trotzdem das Ziel “chinesische Verhältnisse in Deutschland” nicht erreicht. Jetzt sollen die deutschen Arbeitnehmer auch noch für die “Krise”, die von Politikern und Bankstern gleichermaßen verursacht wurde, bezahlen: mit Lohnverzicht und Mehrarbeit. Könnte mir gut vorstellen, daß Millionen dafür beim Wahltermin im September den rechten Mittelfinger zeigen. Krüge gehen nur so lange zum Brunnen, bis sie brechen und Arbeitnehmer kann man nur so lange ausnehmen, wie sie es mit sich machen lassen.

In einem Land, in dem ein Arbeitsgericht jetzt über den “Stromklau per Handy” eines Arbeitnehmers im Wert von wenigen Cent verhandeln muß, läuft etwas grundsätzlich schief.