
Husten habe ich und nehme ACC Akut. Das hat mir mal die berühmte deutsche Schauspielerin Iris Berben in einem erschütternden TV-Spot persönlich geraten. Nähme ich jetzt noch den Joghurt “Activia” wäre mir der Husten wahrscheinlich erspart geblieben. Natürlich könnte ich auch Donald Rumsfelds “Tamiflu” einnehmen. Einfach so, bevor der große Run auf die Schweinegrippenimpfungen – also gegen die Grippe – demnächst einsetzt. Werden sich schon genug finden, denen man das solange einreden kann, bis sie auf den Knien in die Wartezimmer rutschen. Wer noch ein bißchen bei Verstand ist, liest allerdings eher mal, was immer mehr kritische Stimmen über die “Vorbeuge”-Impfungen sagen:
Der Arzt und Herausgeber des pharmakritischen “Arznei-Telegramms”, Wolfgang Becker-Brüser, kritisiert die geplante Schweinegrippe-Impfung. “Was wir hier erleben, ist ein Großversuch an der deutschen Bevölkerung“, warnt Becker-Brüser in der am morgigen Montag erscheinenden Ausgabe des SPIEGEL. Die Sicherheitstests der Musterimpfstoffe seien nicht besonders umfangreich.
Lediglich häufige Nebenwirkungen, die mindestens bei einem von 100 Geimpften auftreten, sollten in diesen Checks erkannt werden. Bei 25 Millionen Bundesbürgern, die im ersten Durchgang geimpft werden sollen, bedeutet das rechnerisch: Fast 250.000 Menschen könnten eine schlimme Impfreaktion erleiden, ohne dass dies in den vorangegangenen Sicherheitsstudien aufgefallen wäre.
Kritik an der bisher beispiellosen Impfkampagne kommt auch aus den Ländern. “Wenn der Verlauf der Schweinegrippe so harmlos bleibt wie jetzt, wäre ein Massenimpfprogramm nicht gerechtfertigt”, sagt Matthias Gruhl, Abteilungsleiter Gesundheit in Bremen und mitverantwortlich für die Pandemieplanung. Gruhl zufolge basieren alle Anstrengungen “auf der Annahme, dass eine zweite, viel schlimmere Welle der Schweinegrippe auf uns zurollt”. Anzeichen dafür gebe es derzeit aber nicht. Die Kosten für die Impfung könnten dabei deutlich höher ausfallen als vom Gesundheitsministerium bisher angegeben.
Nach Informationen des “Spiegel” hat allein der Impfstoff beim Pharmakonzern GlaxoSmithKline 410 Millionen Euro gekostet. Die vom Gesundheitsministerium angegebenen Gesamtkosten von rund 650 Millionen Euro sind nur realistisch, wenn die Impfung von den Gesundheitsämtern vorgenommen wird. Wenn dagegen die niedergelassenen Ärzte die Impfung durchführen und der Impfstoff über die Apotheken bestellt wird, würde die Impfung mehr als eine Milliarde Euro kosten. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts vom Donnerstag haben sich in Deutschland inzwischen rund 6000 Personen mit dem Schweinegrippe-Virus infiziert.
Als Tamiflu auf den Markt kam, war es ein Flop, wie der „Tagesanzeiger“ schreibt. Roche sah sich wegen fehlendem Absatz gezwungen, Lagerbestände zu vernichten. In der Schweiz wurde das Medikament ab Oktober 1999 verkauft. Der Start war harzig. Es folgten Winter, in denen die Grippewellen milde verliefen. Bei Roche fragte man sich, ob man Abermillionen in den Sand gesetzt hatte. Dies umso mehr, als die Produktion von Tamiflu aufwendig ist. Doch dann kam die Vogelgrippe und das Medikament fand vor vier Jahren reissenden Absatz. Die Schweinegrippe macht nun Tamiflu endgültig zum begehrtesten Medikament auf der Welt.
Bis Ende April hat Roche insgesamt 220 Millionen Tamiflu-Behandlungseinheiten an Regierungen weltweit ausgeliefert. Roche konnte den Umsatz mit Tamiflu im 1. Halbjahr 2009 auf rund 1 Mrd. Franken verdreifachen. Die WHO, die drei Millionen Packungen Tamiflu an Lager hat, ist der Ansicht, eine neue Grippe-Pandemie sei unausweichlich. Sie rechnet im Pandemiefall mit gegen einer Milliarde Grippekranken und mit zwischen zwei und 7,4 Millionen Toten weltweit.
Je mehr Panik über die Vogel- und jetzt Schweinegrippe verbreitet wird, je mehr tatsächlich daran erkranken, je mehr profitiert die kriminelle Elite finanziell davon. Rumsfeld (An Gilead Sciences, dessen österreichischer Vizepräsident das Patent hält, beteiligt) wußte das und hatte schon immer eine „glückliche Hand“ und wusste mit was man Geld verdienen kann. Während seiner Zeit als Verteidigungsminister, war das Pentagon Grossabnehmer für Tamiflu und kaufte für 2 Milliarden Dollar ein, um weltweit seine Soldaten damit behandeln zu können. Quelle: Schall und Rauch. Laut Rumsfeld ist ja auch eine riesige Boeing ohne Spuren an 9/11 spurlos ins Pentagon geflogen und hatte Hussein im Irak “riesige Lager an chemischen Waffen und Atombomben”. Wir wissen heute, daß dieser notorische Lügner und Gauner da ebenso gelogen hatte wie bei vielen anderen Anlässen, um seiner kleinen gierigen Vorteile wegen die Welt zu täuschen. Jetzt eben Tamiflu. Für dessen Einsatz braucht man nur willfährige Regierungen (Die Schweiz läßt 16 Mio. Einwohner zwangsimpfen), Spritzen und jede Menge teures “Medikament”. Gilead und damit Rumsfeld bekommen von jeder Dose 5 US$.
Welch warmer Regen für die Pharmaindustrie. Ihre Lobby funktioniert zuverlässig wie immer. Auch wenn man über “Risiken und extreme Nebenwirkungen von Tamiflu” viele oder wenig weiß, je nachdem. Der Herr Merkle hätte sich gar nicht vor den Zug werfen müssen. Da wäre für die Generica-Fürsten von Ratiopharm ganz sicher auch was über geblieben.
“Gute Preise. Gute Besserung”. Hust.
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