Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Di
21
Jul '09

Schweinegrippiges Spanien

Seit gestern (20. Juli) sind in Bielefeld zehn weitere Personen an der Neuen Grippe H1N1 erkrankt. Insgesamt sind jetzt 29 Personen positiv auf das Virus getestet. Bei den neuen Fällen handelt es sich um Personen zwischen 9 bis 48 Jahren. Der Großteil der Neuerkrankungen sind Urlaubsrückkehrer aus Spanien, teilt das Gesundheitsamt mit. Und täglich grüßt das Murmeltier. Aus einer Pressemeldung der Metropole.

Frage: Wenn die alle das Dingens aus Spanien mitbringen, warum fliegen so viele da noch ungebremst hin?

Südstaatlers Träume machen lauthals lachen

Bayern und Baden-Württemberg verbünden sich. Die Unions-Ministerpräsidenten Seehofer und Oettinger planen im Falle eines Erfolgs bei der Bundestagswahl, ihre Interessen im Koalitionsvertrag festschreiben zu lassen. Ihr Ziel: die Senkung des Mehrwertsteuersatzes.

Hihi. Hoho. Haha. Wenn man die beiden Obertumbies der Union so nebeneinander sieht in ihrem Wum und Wendelin-Habitus, kommt man nicht umhin, sie unter “Kasper” einzuordnen. Wen oder was wollen sie mit ihren dämlichen Populismen einfangen? Ein paar beige Windjacken, ein paar Omies, die ihr Kreuz da machen, wo´s die “Kirch´n” hingemacht haben will?

Die beiden Typen sind nur noch lächerlich. Sag bitte keiner mehr, in der selbsternannten “Elite”-Partei, die als einzige die “Wirtschaftskompetenz” hat, sei nichts los: Im Norden holt Harry schon mal den Wagen, im tiefen Süden umarmen sich der tägliche Wendehals und das braun angehauchte Maultäschle. Bald is Cheffin wieder aus dem Urlaub zurück. Dann kriegt ihr keine tiefbraun angerösteten Rouladen beim Datschenfest im Templin. Das habt Ihr davon!

Kurzarbeit. Auch in OWL große Masche mit Betrugspotential

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Kurzarbeit – von der NW heute für unsere Region analysiert – ist der ganz große Renner. Der “Rettungsanker”, der “Jobbewahrer”. Sagt die Junta, sagt die Agentur für Nichtarbeit. Im “Tagesspiegel” Berlin liest man heute ein wenig mehr Hintergrund zu diesem geheimnisvollen Instrument. So genügt es für den Antrag auf Kurzarbeit, wenn zB. lediglich 1 Mitarbeiter eines Betriebes ein Ausfall von zehn Prozent Gehalt droht. Vorher mußten zwei Drittel der Belegschaft davon betroffen sein:

Kurzarbeit wird derzeit massenhaft von Unternehmen genutzt: Die Genehmigung erfolgt großzügig, Missbrauchsfälle sind wahrscheinlich. Bereits für fast 1,5 Millionen Arbeitnehmer haben die Unternehmen seit Oktober vergangenen Jahres vorsorglich konjunkturelles Kurzarbeitergeld angezeigt. Das sind so viele wie seit Mitte der neunziger Jahre nicht mehr.

Josef Schlarmann, Vorsitzender der Mittelstandsvereinigung der Union, ist einer der Skeptiker. „Die jetzige Regel lädt Trittbrettfahrer regelrecht dazu ein, das Instrument zu missbrauchen“, sagte Schlarmann dem Tagesspiegel. So wurde der Antragsprozess für Unternehmer stark vereinfacht. Inzwischen reicht es, wenn lediglich einem Mitarbeiter eines Betriebs ein Gehaltsausfall von mehr als zehn Prozent droht. Vorher musste mindestens ein Drittel der Belegschaft davon betroffen sein.

Außerdem ist die maximale Bezugsdauer des Kurzarbeitergeldes verlängert worden. Statt zwölf Monate, zahlt die Bundesagentur für Arbeit (BA) mittlerweile bis zu 18 Monate zwischen 60 bis 67 Prozent des ausgefallenen Lohns. 2,1 Milliarden Euro sind dafür in diesem Jahr eingeplant. „Mit dem neuen Kurzarbeitergeld kann sich der Arbeitgeber ohne Sozialplan anderthalb Jahre vom Arbeitnehmer verabschieden“, warnt Schlarmann. „Das ist eine Zweckentfremdung des Kurzarbeitergeldes.“ Die Arbeitslosenstatistik werde geschönt.

Andere Beobachter verweisen darauf, dass Unternehmen die Gunst der Stunde nutzen könnten, um sich in auftragsschwachen Phasen subventionieren zu lassen. Selbst bei der Nürnberger BA räumt man ein: „Mitnahmeeffekte lassen sich nie ganz ausschließen“, sagt Sprecherin Ilona Mirtschin. Quelle: Tagesspiegel/Berlin.

Toll. Wenn selbst die rigiden Zeitarbeitsgesetze gescheitert sind, dann zieht man den Joker “Kurzarbeit” aus der Tasche. Hauptsache, die Arbeitslosenstatisk wird nicht mit Hunderttausenden weiterer Tagelöhner belastet. Wird sich allerdings nach der Butawahl im September drastisch ändern, wenn SchwarzGelb ihre Giftpapiere aus den Schränken zieht. Die MurkelGesternschwelle-Wähler dürfen sich dann mitwundern. Ausgenommen werden sie bei den Dransalierungen nämlich nicht von den “Weisen von Berlin”.

Damals, als Arminia aufstieg

Damit hatte der DSC den Sprung ins Oberhaus geschafft, und die Begeisterung kannte nicht nur im Stadion, sondern auch in der Heimat keine Grenzen. Um die frohe Kunde aus Münster zu verbreiten, wandelte der bekannte Bassbariton Richard Cappelmann während einer Aufführung der Operette „Der Bettelstudent” seinen Text kurzerhand ab und schmetterte als Oberst Ollendorf den ebenso überraschten wie begeisterten Zuhörern den Hit des Tages entgegen: „Hätt’ der Hasse nicht geschossen…”

Was war passiert am 17. Juli 1949? Arm. Bielefeld siegt 1:0 über den VfL Witten und steigt in die Oberliga West auf. Von da an manifestierte sich die Herrlichkeit an der Melanchtonroad auf “Old Alm”. Mehr ist zu lesen auf der Heimseite des Edelzweitligisten.

BILD. Staatsanwalts Anklageblatt.

“Unerträglich”, “soziale Exekution”: Der Anwalt des unter Pädophilie-Verdachts stehenden Politikers Jörg Tauss hat schwere Vorwürfe gegen die Staatsanwaltschaft erhoben. Die Behörde hatte über eine Zeitung angekündigt, dass sie den ehemaligen SPD-Abgeordneten anklagen will. Tauss-Anwalt Jan Mönikes kritisierte mit scharfen Worten die Ankündigung von Oberstaatsanwalt Rüdiger Rehring in der “Bild”-Zeitung, den ehemaligen SPD-Politiker wegen des Besitzes von kinderpornografischem Material anzuklagen. Mönikes sprach heute von einer “öffentlichen Vorverurteilung” und “sozialen Exekution”.

Was immer auch Jörg Tauss “verbrochen” oder dank des von der Leyenschen Intrigantenstadls mit SPD-Hilfe angehängt wurde oder wird: Es ist eine himmelschreiende Sauerei, wenn die Staatswaltschaft sich per BILD an jemand wendet, den sie anklagen will? In welch einem versauten Banananstaat leben wir eigentlich? Und was von der verklemmt-konservativ-rückständigen Zensurulla zu halten ist, können wir jeden Tag lesen und hören: Die willfährige Verwalterin eines ziemlich braunen Geistes von damals. Aber da hat sie ja im Kanzler spielenden Pfarrerstöchterlein eine ganz spezielle Applaudiererin.

Eßgewohnheiten

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Ich gebe zu, einem wirklich guten Stück Fleisch lange Zeit meines Lebens nicht abgeneigt gewesen zu sein. Natürlich nicht des Rheda-Wiedenbrücker Schalkebilligstfleischhauers wässerliche Bomben beim Discounter. Qualität war da immer angebracht. Seit einiger Zeit schleicht sich aber angesichts der unendlichen Lebensmittelskandale, des offensichtlichen Versagens staatlicher Kontrollorgane (Stop-Schilder im Web sind wichtiger) sowie einer gewissen Abneigung gegenüber Schweinefleisch ein Umdenken in den klassisch geprägten Vorgang der Verköstigungsfertigung: Mehr Suppen, weitaus mehr Gemüse.

“Nicht schuldig im Sinne der Anklage”

Peer Steinbrück, Noch-Bundesfinanzminister, gescheiterter Ministerpräsident in NRW und eher leidlicher Finanzminister dieses Bundeslandes ist ein Wortakrobat erster Güte. Markig donnert er seine Thesen heraus. Agressiv “attackiert” er. Dabei ist alles nur heiße Luft, denn Peer startet immer als Worttiger und landet als geschorenes Bettvorlegerschaft. Einen erkennbarebn Arsch hat er nicht inder schlabbernden Hose. Die “Nachdenkseiten” haben die Worthülsen des Höchstverschuldeten Finanzministers der Bundesrepublik aller Zeiten analysiert:

Wir kennen die Ausflüchte Angela Merkels und Peer Steinbrücks schon: die Finanzkrise kam aus den USA, die Verantwortlichen bei uns sind davon überrascht worden. Steinbrück gibt in einem Gastbeitrag in der Süddeutschen Zeitung „selbstkritisch“ zu, „dass auch meine Partei jahrelang im Deregulierungszug saß, wenn auch nie in der Lokomotive.“ Zugleich aber versucht er mit einem moralisch aufgeladenen Angriff auf die Wirtschaft und speziell auf den HSH-Nordbankchef, von der eigenen Verantwortung abzulenken. „Die 2,9 Millionen für Nonnenmacher zeigen, was die Wirtschaft von Sitte und Moral hält – wenig.“

Die Kritik an diesem Vorgang ist berechtigt. Aber bitte nicht von Steinbrücks und anderer Regierungsmitglieder Seite. Steinbrück steckt selbst wie die Union und die ideologische Speerspitze der Deregulierung und Privatisierung, die FDP, mitten im Sumpf. Er redet jetzt anders, aber seine Taten entsprechen nicht den Redensarten.

Am Beispiel Steinbrück kann man viel über die Methoden der Manipulation lernen. Auch deshalb verweisen wir auf diesen Text. Ansonsten lohnt die Lektüre nicht.

Ganz am Ende gibt es dann noch so ein Schmankerl von unserem lieben Brandner, Klaus. Jenem kleinen Gewerkschaftssekretär aus Gütersloh, der es mit treuer Anhängerschaft zur Bertelsmann-Stiftung und ihrem unheilvollen Wirklen zum Staatskretär gebracht hat. Ja, da staunt man:

Man kann den Eindruck gewinnen, dass ÖPP ein besonderes Arbeitsfeld in der SPD ist. Schon am 8. März 2005 meldete sich der arbeitsmarktpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Klaus Brandner, mit einem engagierten Papier zu Wort, das den Titel trug: »Mehr Öffentlich Private Partnerschaften!« Und Bundes-finanzminister Steinbrück kündigte in seiner Frankfurter Grundsatzrede an, er wolle die PPPs (Public Private Partnership) – ein Synonym für ÖPPs – ausweiten. Unser Ziel müsse es sein, den Anteil von PPPs an den öffentlichen Investitionen von heute 4 Prozent auf das Niveau anderer Industrieländer zu bringen, das bei bis zu 15 Prozent liegt. Dazu wolle er auch die weitergehende Öffnung des Investmentgesetzes zugunsten der PPP vorantreiben.

PPP, das ist eines der Lieblingskinder “gemeinnützigen” Stiftung aus dem Straßendorf. Da kann man nämlich bei Tochter Arvato dann alles bündeln: Von den Anschriften der Bürger über Ausweise, Sterbeurkunden bis hin zur Verknüpfung des Ganzen mit dem eigenen Adressenpool, der rund 70 Millionen Datensätze umfasst. Kann man kaufen, wenn man will. Orwells Buch “Big brother” war ein harmloses Lüftchen gegen das, was da hinter den Kulissen und eifrig beklatscht von der Joe -Cocker-Kopie im Bundeskanzleramt.

“Ich gelobe….”

Da standen sie gestern Abend zum zweiten Mal in 50 Jahren vor dem Reichstag, die jungen Rekruten und gelobten. Im Angesicht der Kriegskanzlerin Dr. Murkel und Kriegsminister Dr. Jung aus dem verkochten Hessen. Gespenstisch. Es fällt immer mehr auf, wie verliebt die trippelnde Knopfleiste aus Meck-Vop in die Kriegsmaschinerie ist, die den “Frieden” gegen Piraten, in Afghanistan und auf dem Balkan sichert. Notfalls mit eigenen Angriffen. Demnächst kommen für 3,5 Milliarden Euro (Wir hams ja!) noch über 400 neue Puma-Panzer hinzu. Genügend “alte” Autos wurden ja im Zuge des Abwrackwahnes eingeschmolzen.

Autos zu Panzern. Für den “Freiheitskrieg” der afghanischen Heroinbauern am Hindukusch. In Augustdorf werden sie uns jetzt noch ein Stückchen mehr hassen ….

Blogger “Feynsinn” hat sich dazu in gewohnt satirischer Manier so seine Gedanken gemacht. Vor allem zu von und zu und weg und rauf und hoch und Nüstern-Bläh Guttenzwerg:

Unnachahmlich faßt der Stauffenberg für Frühindoktrinierte, Baron von Guttenberg, das in Worte, in einem semantischen und syntaktischen Massaker eines Selbstmordattentats gegen Sinn und Sprache:

“Tatsächliche Vorbilder für verantwortungsvolles Handeln entspringen jedoch nicht der Erkenntnis von Übermenschlichkeit, sondern im Ergebnis ist es gerade das Menschliche, was die Taten groß, auch heldenhaft erscheinen lässt. Es wäre ein Ausweis der Armseligkeit, wenn der moralisierende Maßstab des Übermenschlichen – angelegt von allzu menschlichen Vertretern – das Land seiner Vorbilder berauben würde“.

Na, denn bis die Tare!

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Ochottochottochott. Kommentar einer beigen Windjacke beim Training des Edelzweitligisten an der Friedrich-Hagemann Straße: “Da wird doch nich den Ronaldo doch noch kommen?”

Und bein rausfahren mit sein Oppel: “Tu den Pömpel da wech – da fällt man ssich ja über!”. (Der Pömpel, ähm Begrenzungspfahl, war so eine weißrote Slalomdingsbums, wo die Arminen immer drumrum rennen müssen).

Ochottochottochott.