Die FDP will den ALG II Regelsatz um 30% kürzen und begründet dass damit, ALG II Empfänger wären grundsätzlich zu Faul zum Arbeiten und wer mit dem kargen Regelsatz nicht auskommt, soll gemeinnützige Arbeiten ausführen und damit sein ALG II aufstocken (siehe Workfare bei CDU/CSU). Die FDP trägt im Übrigen auch die anderen Vorhaben der CDU/CSU zum Sozialabbau mit.
Ich weiß, daß hier Menschen mitlesen, die arbeitslos oder bereits in Hartz 4 gefallen sind. Was ja aus dem Selbstverständnis der Staatsvernichtenden Parteien CDU/CSU/SPD/FDP an sich schon ein Kapitalverbrechen erster Güte ist. Bankenbetrug, Finanzgaunerei oder Zumwinkelei sind dagegen lediglich kleine, marginale Lapalien. Im Blog “nurmeinstandpunkt” ist zusammengetragen worden, was diese Bevölkerungsgruppe von den eben genannten Wichtigtuern und ihren ausführendenm beamtetten und Pensionsabgesicherten Schergen nach der Wahl im September zu erwarten hat.
Nun könnte man natürlich lang und breit darüber streiten, ob das, was Wuido Gesternschwelle von der allseitsimmergeschmeidigen Fallschirmspringerpartei da tagtäglich an Phantastereien, verbalen Idiotien, Beleidigungen und Verleumdungen absondert, “Arbeit” ist. Wahrscheinlich eher nicht. Was man ihm nicht übel nehmen darf, da er nicht weiß, was “wirkliche Arbeit” ist. Noch schöner ist aber die Idee der Parteien, die die Amateurin stellen, die das Kanzler mimt:
Ebenfalls will CDU/CSU die Pflicht zur Gegenleistung im SGB II gesetzlich verankern. Konkret sollen arbeitslose ALG II Empfänger per Gesetz dazu verpflichtet werden, ihre Arbeitskraft im Austausch für ihr ALG II kostenlos zur Verfügung zu stellen. Wer sich weigert, soll kein ALG II erhalten. Dazu sollen die sog. 1€ Job umfangreich ausgebaut und deren Beschränkungen auf den öffentlichen Sektor entfallen, so dass auch ein Einsatz von 1€ Jobbern in der Privatwirtschaft endlich legal wird.
Das ist das tatsächliche Ziel, das sich das hohe “C” für “christlich” auf die Fahnen schreibt und handelt wie ein westsibirischer Kuhhirt: Faustrecht für mich, den Anderen Arschtritte.
Solche Feinheiten stehen natürlich nicht auf den Webseitchen unsere hiesigen Reichstagsmatadore, als da sind: Lenchen Strothmann, Gudrun Kopp, der Brandner Kasper, etc. pp. Darüber schwadronieren sie dann in ihren Hinterzimmerzirkeln, ausgestattet mit Positionspapierchen durch Bertelsmänner, INSM und Dickgesicht Hundt von Po falla, Kauder, Heil, Niebel. Allesamt Leute, die einen Schraubenzieher mit einer Nagelfeile verwechseln würden. Aber labern können sie. Siehe Peter Harry Carstensen in Schleswig-Holstein in bester, unvergessener Uwe Barschel-Manier:
„Über diese Ihnen gleich vorzulegenden Eidesstattlichen Versicherungen hinaus gebe ich Ihnen, gebe ich den Bürgerinnen und Bürgern des Landes Schleswig-Holsteins und der gesamten deutschen Öffentlichkeit mein Ehrenwort – ich wiederhole – ich gebe Ihnen mein Ehrenwort, dass die gegen mich erhobenen Vorwürfe haltlos sind.“
– Uwe Barschel: Pressekonferenz am 18. September 1987
Seitdem weiß man, was Ehrenworte in der Politik wert sind: Geistiges Klopapier.
Artikel kommentieren »