Jeder Agronom draußen im Outback würde mich standrechtlich mit der Mistgabel erstechen, würde ich ihm zurufen, er drösche ja nur “leeres Stroh”. Obwohl der Vergleich stimmt. Das Korn ist schon lange vom gelben Halme abgezwackt. Tauschen möchte ich mit den Strohdreschern allerdings auch nicht. Es gibt derzeit dank des schwülen Wetters jede Menge Rinderbremsen. Die Scheissdinger können ganz schön stechen. Vor dem Objektiv mußten sie auch herumtändeln, wie das Bild mit dem Blick bis rüber zur Hünenburg zeigt.
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Von den 2723 Wörtern des Porträts ist ziemlich genau eines kritisch gegenüber Guttenberg. Es lautet “Schachtelsätze”. Zum Glück hat der Satz, in dem es steht, ein Happy End: “Als [Guttenberg] im Interconti seine Schachtelsätze mit einigem Erfolg aus dem grammatikalischen Niemandsland geführt hat, erheben [die Zuschauer] sich zu Standing Ovations.”
Amen. Aus einer Rezension von Stefan Niggemeier zum Kult, den das neoliberale Blatt “Der Stern” um den Baron aus Franken macht. “…und dann erheben sie - die Unternehmer - sich zu standing ovations”. Ein Teil dieser Gesellschaft ist noch kranker, dementer und konservativ-verkotzer, als wir uns das in unseren kühnsten Träumen vorstellen können. Die feuchtesten Träume gewisser “Unternehmer” und Unterlasser werden wahr. Da haben sie nun ihren “Obama” in der Gestalt des Diekmann-Klons. So ist das, wenn Bolulevard-Journaille jemand hochschreiben will. Aber da stecken einflussreiche, mit schönen Geldkoffern hantierende Menschen mit bestimmten Absichten dahinter. Wie immer bei BertelsmannSpringerMohn. “Leistung muß sich wieder lohnen”, gell? Auch wenn die Leistung im Aufblasen der absoluten Null zum Nichts besteht.
Es wird Zeit, daß Jesus zurückkehrt. Der konnte wenigstens nicht nur die Nüstern blähen sondern wirklich übers Wasser laufen. Er kam übrigens nicht aus Franken, wie uns die bayerische Staatsregierung weismachen will. Lieschen Müller (der ehemalige stern-Chefredakteur Henri Nannen) dreht sich in seinem kühlen Emder Grab einfach weg: “Unerträglich, dieses Pack”.
Ein wunderschönes, 10 Jahre altes Interview mit dem geölten Zwillingsbruder von Lothar Wilhelm von und zu Matthäus findet sich auch auf Yotube.
Aus der Zusammenarbeit mit einem deutschen mittelständischen Textilimporteur im Ostwestfälischen weiß ich, welche Auf - und Umstände, Tests und nochmal Tests gemacht werden müssen, um dieses und jenes Zertifikat zu bekommen. Erst diese berechtigen, die Ware bei Discounter, Versandhäusern und Versendern in den Verkauf zu bringen.
Nichts, aber auch rein gar nichts wird wohl verlangt, wenn man liest, welch Schund und Dreck in unseren Lebensmittelregalen liegt. Warum muß ein Textilist Unmengen an Tests auf alles Mögliche machen, seine Ware ist nicht eßbar. Warum mutet man uns
- Bio-Fruchtsaft ohne Früchte (REWE)
- Truthahn-Brustfilet Gebirgsjäger aus zerkleinerten Stückchen (Lidl)
- Pizzabelag nach Art einer groben Brühwurst aus Schweinefleisch
- Kochpökelfleischimitat
- Analogkäse
- und sonstigen Dreck und Ramsch zu?
Das Argument, der “Verbraucher will es so” ist hirnrissig. Wenn der Verbraucher Autos ohne Gurt wollte, würde er sie bekommen? Nein. Es sind die gierigen Hälse der Hersteller und der Discounter, die es erst möglich machen, Dreck zu erfinden und anzubieten.
Der Staat steckt seine siffige Nase in alles hinein, stellt mit der Zustimmung kranker Hirne im Internet Sperrschilder vor Webseiten auf, reglementiert, was das Zeug hält. Aber im elementarsten Bereich, der Ernährung, ist das alles nicht möglich? Wo es bei Textilien, die nicht eßbar sind, seit Jahr und Tag gang und gäbe ist?
Heute gibt es auch wieder Liebende, die sich eher wenig um das Emotionale scheren und mehr das Basisbiologische in der Beziehung suchen. Wenn sich ein Schwede in eine Schwedin verliebt, macht er es zum Beispiel so: Er sucht sich einen knackigen Apfel, steckt die Frucht in seine Achselhöhle und läuft erst einmal ein paar Tage damit herum. Beim ersten Date schenkt der Schwede der Schwedin den Achselapfel, und gegen das, was dann kommt, sind Ikea-Schlussverkauf und Knut langweilige Kurkonzerte.
Was soll man groß reden: Früher hat man sich totgelabert, um eine Frau ins Bett zu kriegen, heute muss man nur stinken wie ein Iltis. „Verloren im Zorn der Düfte“, hat Leonard Cohen mal gesungen, „verloren in den Lumpen der Reue.“ Zwischen diesen beiden Lagern wabern sie und stürzen uns ins Liebeskoma, die Pheromone.
Aus einer Kolumne in der SZ Süddeutschen Zeitung “Sprühen vor Lust“. Dann mal zu Parfürmerie Wolf oder Dr. Oetkers Beteiligungskind “Douglas” auf der Bahnhofstraße.
Auf den Maisfeldern rings um die Metropole haut es jetzt so richtig rein. Unter dem Engelshaar beginnt der neue Kolben und die grünen Riesen haben schon gut hundertfünfig Zentimeter erreicht. Ein gutes Versteck für allerlei Rebhühner, Fasane und leer gefressene Chipstüten.
Ein gutes Versteck vielleicht auch für das ein oder andere GEN-veränderte Maiskorn? Was das für Folgen haben kann, zeigt sich momentan in Baden-Württemberg, wo angeblich “versehentlich” auf 170 Hektar GEN-Mais kontamieniertes Saatgut ausgebracht wurde. Pressemitteilung zu lesen bei BUND.
Haare, Zähne, Intimbereich. Für das Bielefelder Unternehmen Dr. Wolff ist die Menschheit grenzenlos. Einerseits lassen sie die Haare schießen, dann reparieren sie den Zahnschmelz und schließlich werden sie intem. Wie eine Pressemeldung der Alpecinologen belegt:
Bei Dr. Wolff keine Spur von Krise: Die Bielefelder Unternehmensgruppe steigert nach mehreren Rekordjahren sogar das
Wachstumstempo weiter. Lag das Wachstum 2008 bei 9 Prozent (Januar-Juni 2008), verzeichnet das Familienunternehmen für das erste Halbjahr 2009 ein Plus von 16 Prozent. Der Halbjahresumsatz der Gruppe mit dem Kosmetik-Spezialisten Dr. Kurt Wolff GmbH Co. KG und dem Arzneimittelhersteller Dr. August Wolff GmbH stieg von 71 Mio. Euro auf 83 Mio. Euro.
Am kräftigsten wuchsen die Marke Plantur39 mit dem vorbeugenden Produktkonzept gegen hormonell bedingten Haarausfall bei Frauen und die innovativen Vagisan-Produkte für die Intimpflege. Beide Marken legten mehr als 20 Prozent zu und übertrafen damit alle positiven Prognosen.
Hauptumsatzfaktor und Wachstumsmotor blieb im ersten Halbjahr 2009 weiterhin Alpecin. Die Anti-Haarausfall-Marke mit hoher
wissenschaftlicher Kompetenz setzte 22 Mio. Euro mit einem Plus von 8 Prozent um. Das dermatologische Produktsegment mit seiner populären Marke Linola erzielte mit 20 Mio. Euro einen Zuwachs von 10 Prozent. Einen guten Start legte auch die neue Dentalserie BioRepair mit Zahn- und Mundspülung sowie Zahncreme hin. Biorepair bekämpft das immer größer werdende Problem der Zahnerosion. Durch eine technologische Innovation gelang es, eine zahnschmelzähnliche Substanz so aufzubauen, dass sie sich bioaktiv mit der Oberfläche verbindet und den Zahnschmelz gegen Säureattacken schützt.
Die Linie wurde Ende Februar in den Markt eingeführt und in nur 4 Monaten erwirtschaftete sie 4 Mio. Euro. “In diesem Jahr möchten wir fast in den zweistelligen Millionenbereich vorstoßen” sagt Eduard Dörrenberg, geschäftsführender Gesellschafter der Dr.Wolff Gruppe. Die Entwicklung für das nächste Halbjahr sieht Dörrenberg optimistisch “Gerade in einer Rezession setzen Verbraucher auf Produkte mit einen echten Mehrwert. Wir investieren antizyklisch und geben weiter Gas”. Die Unternehmensgruppe mit etwa 500 Mitarbeitern sucht fortlaufend Fachpersonal, speziell Kräfte für Forschung und Entwicklung.
Ob es am speziellen “Bielefelder Gefühl” liegt?
Wenn ich es nicht vorausgesagt hätte, würde ich heute behaupten, ich habe es gewusst.
Die Zensursula-Debatte hat sich damit erledigt. Vodafone, Vorreiter der Internetzensur in unserem Land, erklärt die Debatte für aus und vorbei. Diese Arroganz und Selbstherrlichkeit gegenüber den Kunden - der eigenen Zielgruppe - ist unfassbar. Die Bürgerinnen und Bürger, die Netizens, die 134.000 Menschen, die die Petition unterzeichnet haben, werden auf infame Weise verhöhnt. Vodafone lacht alle aus. Dieser Satz findet sich in einem längeren Artikel auf dem Blog “fixmbr“, der sich mit der äußerst unappetitlichen Denkweise des Mobilfunk-Konzerns auseinandersetzt. Dieser rote Club, dem ich leider per Vertrag auch (noch) angehöre ist der größte Fan der zensierenden Leyin im Ministeramt. Dieser Club, der noch in aller Gedächtnis ist wegen seiner ebenso unsauberen wie für den Steuerzahler teuren Praktiken beim Mannesmann-Raubzug wirbt in sogenannten “führen Blogs” über ein Konstrukt namens “Adnation”. Blogger, die sonst sehr konträre Meinungen zur Regierungsjunta und Zensurulla vertreten, lassen also zu, daß ein Zensurfan wie Vodafone bei ihnen wirbt. Na dann Prost.
Leider ist meine “Mitgliedschaft” bei diesem Club noch eine lange. Aber danach: “Make the most of nothing”. Oder “Heute ein König. Morgen ein Arsch” von Hamburgs Werbefritzen Scholz & Friends.
Vodafone ist übrigens ebenso Kunde bei der verantwortlichen CDU-nahen Werbe - und PR-Butze Scholz & Friends aus Hamburg wie Zensurullas Ministerium und Oettingers CDU-BadenWürtemberg “Wir können alles. Außer hochdeutsch”. Insbesondere von der Leyens Etathöhen und die Vergabepraktiken sind “streng geheim”. So viel zum demokratischen Verständnis der Wichtigtuerin aus Hannover.
Alexandra Jocobson von der NW, unser Berliner Kommentarwunder, hat eine Allensbachumfrage der Chefzenseurin im MInisteramt, Ursula von der Leyen, zum Anlaß genommen, einen kleinen Jubelartikel über die Superpolitik der ewig grinsenden Tochter des ehemaligen hannoverschen Kekskönigs Ernst August mit dem Hang zur braunen Seite zu verfassen.
Bei 75% der Befragten - wow, fast schon DDR-Ergebnis - zeitigten die Auswirkungen der Finanz”krise” keine Auswirkungen. Supi. Das zeigt mal wieder, wie auch hier die vielen hundert Stellungnahmen zu einem heimischen Umfragebüdchen, was die Umfragerei wert ist. Nichts. Sie ist einfach nur zum Kotzen. Bei anderen Umfragern wie TNS Emnid usw. gibt es nämlich fast exakt gegenteilige Ergebnisse.
In der “taz” liest sich das dann ein klein wenig anders. Oder die rechnen anders:
34% der Familienväter spüren die Auswirkungen
43% der Familienväter stellen Anzeigen der Rezession in ihren Betrieben fest

Aber eine Internetzenseurin wie die laienhafte Tante biegt das schon per Vorgabe so hin, daß es passt. Da werden dann Millionen von Internetnutzern schon mal zu potentiellen Pädophilen gestempelt und die Dame mit den neoliberalen Ansichten sieht einen “ganze Kipo-Industrie”, die sich da in ihrem krausen Hirn tummelt. Herr, falls Du Dich demnächst mal dazu entschließt, auf die Berliner Junta Hirn regnen zu lassen, schmeiß sie so zu, daß sie daran ersticken.
Was treibt die NW-Alexandra eigentlich, statt “34% der Familienväter spüren Rezession” ihren Artikel mit “75% spüren nichts von der Rezession” aufzumachen? 100% minus 34% = 66%. Gilt auch in Bielefeld. Wobei “43% stellen Anzeichen fest” nun schon fast die Hälfte ist.
Einn Törchen reichte Arm. Bielefeld im Trainingslager am Walchseee, um Victoria Pilsen 1:0 zu besiegen. Der zum Aufstiegsfavoriten der 2. Liga ernannte heimische Zweitligist hatte zwar müde Beinchen, verdankte den Sieg aber Testspieler Berisha. Die erste DFB-Pokalhauptrunde rückt näher und näher. Dann wird man sehen, wo die Almdudler stehen.
Selbst seinen eigenen Leuten aus dem schwarzen Lager kommt der dicke Brok unheimlich vor. Aber er hockt weiterhin in Brüssel und betreibt Lobby für seine Auftraggeber in Gütersloh. Und Silvana, jene blonde FDP-Trickserin, wurde im dritten Wahlgang mit knapper Mehrheit zur Vizepräsidentin des EU-Parlamentes gewählt. Muß ich noch was zu denen sagen, die “uns” in Brüssel und Straßburg vertreten?






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