Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Mo
13
Jul '09

Privonis Ltd. druckt gnädigerweise Quelle per Staatshaftung weiter

Heute Nachmittag hat Prinovis Nürnberg die Produktion und Auslieferung des Quelle-Katalogs wieder aufgenommen. Vorausgegangen war die Rücknahme des Eigentumsvorbehalts anderer Lieferanten am heutigen Montagmittag. Zudem hat Prinovis nun eine rechtlich verbindliche Deckungszusage erhalten, in der Prinovis die Bezahlung sämtlicher von Prinovis im Rahmen des aktuellen Druckauftrags erbrachten Dienstleistungen garantiert wird. Prinovis wird in den kommenden Tagen plangemäß das gesamte Auftragsvolumen des Quelle-Katalogs produzieren und zur Auslieferung bereit stellen.

Originaltext: Prinovis Ltd. & Co. KG

Aus einer Pressemitteilung der vom Gütersloher Kraken Bertelsmann/Arvato beherrschtenn Druckerei. Klar, wir alle stehen für den Quelle – Katalog nun als Steuerzahler per Bürgschaft grade.

Bin erstaunt. Prinovis ein Ltdchen. Wie ist denn da die Haftung?= 1 €, 1 Britisches Pfund????? Entzückter Gruß nach Gütersloh, wo sie wissen, wie man das hinkriegt, Steuern gar nicht erst zahlt und am Ende den Staat/uns haften läßt für eine private unternehmerische Aktivität. Lang lebe die Bananenrepublik Alemannia.

Niedrigsteuerland für Wohlhabende

Deutschland ist im internationalen Vergleich ein außergewöhnliches Niedrigsteuerland für Wohlhabende. Vermögensteuern machen nur 0,9 Prozent vom BIP aus. Würde sich Deutschland dem Niveau Frankreichs angleichen (3,5 Prozent), brächte dies zusätzlich 64 Milliarden Euro; dem Großbritanniens (4,6 Prozent) sogar 92 Milliarden Euro – die Regierung bräuchte keine neuen Schulden aufzunehmen, die kommenden Generationen würden verschont. Quelle: taz

Wie heißt es doch unisono aus dem SchwarzGelb-Lager?

- “Leistung muß sich lohnen”
- “Die Leistungsträger müssen entlastet werden”
- “Die Unternehmenssteuern sind viel zu hoch”

Laber, laber, laber. Aber ab Oktober könnt Ihr dann ja so richtig loslegen.

Oben ohne

Wenn sich ein Auto obenrum entblößt, nennt man es Cabrio. Wer in solch einem Auto Platz nimmt, will möglicherweise besser sehen oder gesehen werden. Er muss aber dabei mit verstärktem Gegenwind rechnen. “Nichts für schwache Haarwurzeln”, meint deshalb Autovermieter Sixt in seiner Plakat-Kampagne, die auf den deutschen Flughäfen zu sehen ist (u.a. Düsseldorf). Diese Diskriminierung großer Teile der männlichen Bevölkerung geht der Firma Dr. Wolff einfach zu weit.

“Oben ohne” ist nicht nur diskriminierend, sondern kann verhindert werden, findet der Hersteller der erfolgreichen coffeinhaltigen
Alpecin-Produkte, die erwiesenermaßen aus schwachen Haarwurzeln wieder starke machen können (8 Prozent Umsatzplus im ersten Halbjahr 2009!). Was nützt dem Cabrio-Fahrer das schöne offene Auto, wenn die eigene Haarpracht nach oben offen ist? spielt Alpecin in überregionalen Anzeigen den “Ball” von Sixt zurück. Die Antwort: Nix! Alpecin ist Haarwurzeldoping für Cabriofahrer. Und das kann man sogar günstig kaufen und muss es nicht – wie das Cabrio – wieder abgeben. Die Frage, ob Sixt gefragt wurde, beantwortet Eduard R. Dörrenberg, geschäftsführender Gesellschafter der Dr. Wolff Gruppe, mit einem klaren “Nein”.

Was hat die Bielefelder Dr. Wolff GmbH mit Pressetante Eva Gertz doch für ein Scherzkekslein an der Johanneswerkstraße sitzen.

“Dann sprengen wir das Werk”

In Frankreich drohen entlassene Arbeiter eines Zulieferers der Autokonzerne Renault und PSA Peugeot Citroën mit der Sprengung ihrer Fabrik. Die 366 Beschäftigten des Werkes New Fabris im westfranzösischen Châtellerault stellten ihrem Management ein Ultimatum bis zum 31. Juli, um jeweils 30.000 Euro Abfindung zu erhalten. “Wir haben Gasflaschen in die Fabrik gebracht”, sagte Gewerkschaftsvertreter Guy Eyermann der Nachrichtenagentur AFP. “Alles ist bereit, damit sie explodieren.” Quelle: AFP

Franzosen sind schon drastisch, wenn es um – mehr als berechtigten – Protest geht. Der deutsche Michael sitzt da eher still da, weil man ihm seitens der Junta das Fell schon längst über Ohren, Oberkörper und Arme gezogen hat. Ob der Mininapoleon im Pariser Elyseepalast mit der meist debil entglittenen Mimik auch schon den Einsatz der Armee plant wie hier die Berliner Machthaber mit dem rollenden paranoitischen Stasipendant im Innenministerium?

Da wir hier im Raum ja jede Menge Autozulieferer haben und demnächst die Absatzzahlen dramatisch einbrechen werden, wäre ja zumindest theeoretisch ein derartiges Szenerio denkbar. Theoretisch aber auch nur. Praktisch werden sie sich in knapp 2 Monaten mit ihrem Kreuzchen bei denen bedanken, die ihnen das Fell über die Ohren, Oberkörper und Arme ziehen.

Merkels Foodstamps

Nach Angaben des US-Landwirtschaftsministeriums (United States Department of Agriculture – USDA) erreicht die Anzahl der US-Bürger welche Lebensmittelmarken beziehen im April 2009 ein neues Allzeithoch:

Gewaltige 33,758 Millionen Amerikaner bezogen per Kreditkarte, für je 133,28 Dollar pro Person, im April Lebensmittel auf Basis des Supplemental Nutrition Assistance Program (SNAP). Dies ist ein gewaltiger Anstieg von +601’424 Leistungsbeziehern bzw. von +1,8% zum Vormonat und von unfassbaren +19,9% bzw. +5,601 Millionen zum Vorjahresmonat mit damals 28,156 Millionen Bedürftigen. Die Kosten explodieren regelrecht auf ein neues monatliches Allzeithoch. Nur im April 2009 verschlang SNAP 4,5 Mrd. Dollar! Im Rahmen des US-Konjunkturprogramm 2009 (American Recovery and Reinvestment Act) in Höhe von 787 Mrd. Dollar, fließen in den nächsten 5 Jahren auch 20 Mrd. Dollar zusätzlich in das Lebensmittelprogramm für Bedürftige! Dies erklärt auch den Anstieg der durchschnittlichen staatlichen Zuwendung an die Bedürftigen von +17,1% zum Vormonat auf 133,28 Dollar!

Schöne Aussichten. Die Lebenmittelmarken liegen auch hier schon gedruckt bereit. Da haben ja Dr. Merkel/Wuido Gesternschwelle ab Oktober nicht mehr viel Arbeit. Knopfdruck und es geht los mit den “Foodstamps”.

Montag der 13.

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Sieht so aus, als ob die Wetterfrösche für unsere Region aus ihren Hoch – und Niederdrücken, Auf – und Abwinden das Richtige für diesen 13. Juli herausgelesen haben. Der Himmel über der Metropole zeigt eine schöne Blaufärbung, Regen ist nicht in Sicht und die Rosen recken ihre Köpfe wieder nach oben.

Der Hund pfeift sich was und BLÖD macht sich grad Sorgen, weil Boris Ehefrau Lilly vor allen Leuten angeschrien hat. Die kam nämlich 1 Stunde zu spät zu einem Festchen. Na sowas aber auch. Ob keine Besenkammer für den Tennisklopper in der Nähe war? Die Genossen sind wütend auf Steinbrück. Dabei verteidigt der doch nur seinen Job in der nächsten herbeigesehnten Großen Koalition unter Dr. Murkel. Die Regierung Bush hat dem Parlament jahrelang ein Programm zur Gefangennahme und gezielten Tötung von al-Qaida-Mitgliedern verheimlicht. Glaubt noch einer, aus den afghanischen Höhlen seien zwei Flugzeuge in die Twintowers gesteuert worden, dann ein weiteres ins Pentagon, wo es nie gefunden wurde und eines wurde gezielt von Jagdflugzeugen abgeschossen? Jaja. Die Regierung Bush war schon richtig gut im Lügen, Betrügen, Bescheißen und hatte eine glühende Anhängerin: Die Kanzerdarstellerin. Aus Angst werden die Arbeitnehmer nicht mehr krank. In der Debatte um falsche Lebensmittel fordert Verbraucherministerin Aigner mehr Kontrollen der Länder. Außerdem will sie die Namen von Gastronomen und Herstellern nennen lassen, die Analogkäse, Gel-Schinken und andere Nahrungsmittel-Imitate verwenden. Dann tu es doch und rede nicht nur, Ilse. Innerhalb der Bundesregierung wächst der Widerstand gegen das Angebot von BAIC für die Rettung des angeschlagenen Autobauers Opel. Laut einem internen Gutachten ist der chinesische Autobauer vor allem an einem Technologie-Transfer interessiert. Wohl logisch, wenn die eigenen Karren aus China beim ADAC-Crashtest grad mal 2 Pünktchen von allen bekommen. Und ich Trottel dachte immer, das unendliche Hickhack um Opel sei beendet.

Ganz schön viel los an diesem Montag, dem 13. Fehlt nur noch die Meldung aus Bayern: Von und zu und weg Guttenberg hat sich im Superman-Kostüm ohne fremde Hilfe nur mit der Schubkraft geblähter Nüstern in die Lüfte über München geschwungen und wirft Flugblätter ab: “Ich bin ein Fan der Insolvenz. Macht alle mit”.

Freude, schöner Götterfunken!
(Frei nach Wuido Gesternschwelle/Freie neoliberale Partei Deutschlands)

Arcor ist jetzt Vodafone, ähm…..

Friedrich “Fritz” Joussen, Deutschlandchef von Vodafone, erklärte etwa folgendes: Und die kreative Idee ist letztendlich zu sagen, ähm, zu sagen, ähm, Du kannst die Welt verändern, es ist Deine Zeit, ähm, und wir geben Dir die Möglichkeit dazu, wir geben Dir die Power dazu, wir geben Dir Empowerment.

Wenn Marketingaffen in Neusprech so richtig loslegen, klingt das ähm, so wie das Andrea Diener aus Frankfurt unter “Die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen” beschreibt. Schöne Glosse. Noch schöner wäre es, wenn so klitzekleine Wünsche wie eine Originalrechnung für Finanzamt in Papierform neulich nicht mit einem pampigen “Wozu das?” am Telefon aus dem Callcenter in Dumsdorf beschieden würden. Nur mal so. Ähm….

Jeder Porsche min. 40% überteuert. Oder?

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Da läßt der NW-Zimmer, Uwe also einen tollen Kasten auf die Seite 1 seines Blattes heben. Und was sagt der uns? Nichts. Fehlt doch eine wesentliche Kenngröße jeder Bilanz: Die Verbindlichkeiten in Höhe von über 9 Mrd. Außer: Jedes Fahrzeug aus den Stuttgarter und Leipziger Hallen muß bei dem Umsatz und der Rendite hoffnungslos überteuert sein. Stimmt natürlich nicht ganz. Die Rendite ist das Ergebnis der Finanzjonglierereien eines gewissen Wendeling Wiedeking und seiner Kumpane. Schönes Beispiel, wie man heutzutage mit Zockerei mehr verdient als mit richtiger Arbeit. Da sollte man doch jedem Hartz 4-Empfänger ein paar Derivate und sonstige Papierchen zuschustern und schon klappts am Finanzmarkt. Nebenbei werden die Lager der Hütchenspielbanken von dem Giftzeug geleert.

Schönes Beispiel neoliberalen Handelns.

Wozu brauchen wir da noch Wahlen?

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Das gehobene “Elite”-Kloblatt und kongeniale Ergänzung der BILD setzt was in die Welt und die ganze tolle Riege der deutschen Journaille plappert es ebenso sinn – wie kritikfrei nach. Selbst wenn er es gesagt haben sollte – wo sind die Beweise? – was hat es auf Seite 1 zu suchen? Ist der des übers-Wasser-gehen-können-bisher-des-Beweises-Schuldige ein Maßstab? Ersetzt sein Handauflegen bei uns Wahlen? Da steckt doch der Nasalist Po falla mit seiner ganzen geballten Einfältigkeit dahinter. Ließe die Schwarz Front einmal die Maske des ebenso lächerlichen wie kindischen Propaganda-Popanzes fallen, müßte man die Tripplerin aus Templin an ihren Taten und Erfolgen messen. Und da bleibt erschütternd wenig. Was allerdings angesichts einer desolaten SPD und einem mehr als farblosen lippischen Frank ohne Walter S. keine große Kunst ist.

Frauen wir uns auf SchwarzGelb mit Wuido Gesternschwelle und weitere 4 neoliberale Jahre mit verbrannten Rouladen aus Meck-Vop für alle, die nicht schnell genug “hier” sagen konnten. Und das sind leider 90% der Bevölkerung. Die Verlierer der aktuellen “Krise” eben. Beim Umzug der Kölner Karnelvals-Narren steckte Dr. Murkel seinerzeit tief im Rektum eines gewissen GWBush. Jetzt müßte sie eigentlich schon den Enddarm überwunden haben. Mehr als die gegenwärtig 4cm hohen Hacken der Kanzlerdarstellerin sind nämlich nicht mehr zu sehen.

Darauf einen echten Po falla.