Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Jul '09

Nun bloggt die NW auch

Heissa, Andreas vom Lippstadt-Blog macht auf ein Phänomen aufmerksam, das uns hier glatt entgangen war: die NW bloggt jetzt. Blogmeister ist natürlich – wer sonst – Rouven. Ohne den die NW nicht mal wüßte, daß es sowas wie Blogs gibt.

Fragte doch glatt jemand, ob wir diese Konkurrenz denn nicht fürchten? “Konkurrenz”, wenn die NW bloggt? Nö. Das hebt das “Geschäft”. Viele Themen verbieten sich da von selbst. Schließlich kann sich die NW nicht so wunderlieblich selbst auf den Arm nehmen, wie wir das mit ihr tun. Vor allem kann sie nicht vorwerfen, hier schrüben keine am Stehsatz ausgebildeten Journalisten. Doch, doch. Es gibt ein paar hier. Was aber kein Kriterium sein soll, denn es ist allemal spannender, ohne “Redaktionsräson” und “unabhängig überparteiliche Meinung” hier einfach seine Meinung zu schreiben.

Barbara Schöneberger singt: “Nun singt sie auch noch”. Ersetzen wir ihren Namen durch NW. Bloggigen Gruß in die Niedernstraße. Hau rein, Rouven. Aber laß den Tellerrand heil! Sonst zimmert Dir noch einer eine.

Zuckerbrusttorso in Bielefeld

Der Berliner Kunstverein stellt an der Stapenhorststrasse den Zuckerbrusttorso von Susanne von Bülow aus.

Dort wo die Bielefelder ihren Fußweg zur Alm (Schüco Arena) abschreiten, befindet sich an einem Betonpfeiler des Ostwestfalendamms ein weiterer Zuckerbrusttorso von Susanne von Bülow.

Kartonradierung auf Bütten mit ZuckerbrüstenEin Zuckerbrusttorso ist eine Radierung auf Büttenpapier, die mit zwei Zuckerbrüsten versehen wurde. Eine Zuckerbrust ist ein Kaffeekristallkaramell, der bei Kontakt mit Wasser zu tränen beginnt. Die von Ruppe Koselleck aufgeklebten Zuckerbrüste hängen seit dem 6. Juli 2009 als eine weitere Ausstellung des Berliner Kunstvereins in der Peripherie der Hauptstadt – und hier eben in Bielefeld.

Infos zur Aktion finden Sie auch auf den Seiten des Meisterschülers.

Gruß von Ruppe Koselleck

Hatte ich schon übers Wetter geschrieben?

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Nein. Hatte ich noch nicht. Es ist trostlos wie immer. Es regnet. Da wenden wir uns doch einem richtig leckeren Thema zu: Essen.
- Krebsfleischimitat
- Fischmuskeleiweiß
- Erbsenstärke
- synthetisches Vanillin
- Algenkonzentrat
- Formfleisch
- Bio-Vollkorntoast-Brötchen von ALDI: Statt vorgeschriebener 90% Vollkornmehl nur 60%. Rest: Weizenmehl + Gerstenmalzsirup
- Hähnchenschnittchen aus kleinen Stückchen, sorgsam verpreßt

Das alles und noch viel mehr hat die Verbraucherschutzzentrale Hamburg ermitteln lassen und in einem Horrorkatalog der Öffentlichkeit vorgestellt. Was dann wohl in den Pizzen unseres heimischen Tiefkühlpizzakönigs wirklich drin sein mag? Sie sagen ja, “Qualität ist das beste Rezept”. Drehen wir mal eine “Ofenfrische” um:

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Nun denn. Die Pizzerien verwenden ja oft Analogkäse und Kochschinkenimitat. Und wenn es wie eine Originalpizza aus dem Ofen schmecken soll…..

Lassen wir das. Die Politiker stehen mal wieder offenen Mundes daneben. Wahrscheinlich haben sie sich am frühen Morgen an einem dieser unsäglichen Tillmanns Formfleisch-Toasties “Don´t call it Schnitzel” aus der Rheda-Wiedenbrücker Billigstfleischhauerei gelabt.

Ja, ich bin böse. Anders geht es aber leider nicht. Man muß draufschlagen, wo man diese unsägliche Mischpoke aus gierigem Lobbyismus, dummdreister Beutelei und grandioser Gaunerei trifft. Oder ist hier ein naives Mitglied des Urnenpöbels der Meinung, Wendehals Seeehofers Ziehtochter Ilse Aigner handele zum Wohle des Volkes?

Zum Ausgleich verschenke ich jetzt mal einen Rosenstrauß aus dem Photoshop:

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Und ich habe eine gute Tat getan und gleich zwei Computersysteme fernmündlich zum Laufen gebracht. Heureka!

Kofferbombe in Bielefeld

Hat es unsere Regierung es wohl doch nicht geschafft noch ein paar Überwachungsgesetze durchzudrücken, während wir alle durch Michael Jackson’s Tod abgelenkt waren?! Jetzt habe ich dann doch wieder Angst vor die Tür zu gehen, es könnte mich ja ein betrunkener Islamist überfahren…

Drohende Terrorgefahr, dass ich nicht Lache. Aber zur rechten Zeit wird man sicher wieder eine dilletantisch gebaute Kofferbombe in Bielefeld finden. Bielefeld? Wo zur Hölle soll das denn nun wieder liegen?

Forist “wayfarer” gestern zum Thema “Drohende Terrorgefahr in Deutschland vor den Wahlen” auf Spiegel online. Es ist wirklich unglaublich, was die Berliner Junta sich da für eine billige PR-Show mit dem Motto “Wir werden die einfache Bevölkerung doch mit gehörig Angst an die Wahlurnen kriegen wo sie für uns ankreuzen” leistet.

Unglaublich auch, womit Bielefeld in Verbindung gebracht wird.

Sonntag Verschwörerszenen vor dem Rathaus

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Na, das wird ja ein Gedrängle auf dem Niederwall wie sonst nur bei einem Arminen-Aufstieg in Liga 1 oder kostenlosem Pudding für Alle. Nix wie hin. Sonntag 14 Uhr Massenszene für den Film “Die Bielefeld-Verschwörung“. Das einzige Kulturgut, was die kleine geduckte Metropole unter der Sparrenburg neben schwarzblauen Fußballern hat.

Ausbildungskrise?

Wie verhalten sich eigentlich junge Menschen in der Wirtschaftskrise? Experten sagen, so, wie es für diese Generation typisch ist: Sie setzen auf Nummer sicher. Zum Beispiel auf eine möglichst lange schulische Laufbahn. Das ist verständlich, bringt aber einen Teufelskreis in Gang. Weil sie nicht wissen, ob es diesen oder jenen Betrieb in einem Jahr noch gibt, bewerben sich viele junge Menschen nicht um einen Ausbildungsplatz. Sie versuchen, die Krise auszusitzen, zum Beispiel im Berufskolleg. Da sind sie – je nach Ausbildungsrichtung – zwei oder drei Jahre untergebracht. Hoffentlich lange genug, bis die Krise vorbei ist. Einige Branchen suchen aber händeringend Auszubildende. Der Fachkräftemangel hat zum Beispiel die Elektro- und Metallbranche schon jetzt erfasst. Wenn sich ihre Situation verschärft, strahlt das unweigerlich auf andere Wirtschaftszweige aus. Die Meldungen werden schlechter, diese Betriebe unattraktiv für Lehrstellen-Bewerber. Fachkräfte, die Mitarbeiter von morgen, fehlen an allen Ecken und Enden. Nach der Weltwirtschaftskrise kommt die Fachkräftekrise – hoffentlich nicht.

Liebes Westfalen-Blatt. Den jungen Leuten ist jahrzehntelang vermittelt worden, sie sollen sich bitteschön “höher qualifizieren”. Nun tun sie nur, was ihnen suggeriert wurde. Auch wieder nicht richtig? Es gab lange Zeiten, da interessierte die Ausbildung von Nachwuchs in vielen Unternehmen herzlich wenig. Sie war lediglich ein Kostenfaktor, der die Wunschrendite drückte. Im Zeitalter des flächendeckenden Lohndumpings und der an chinesische Verhältnisse angepassten Niedriglohnsektors ist es doch aus Unternehmenssicht nur konsequent, so zu handeln. Wird doch von seiten der Politik als “lohnendes Ziel” vermittelt. 3,50 Euro/Stunde und die Regierungsjunta stockt dann begeistert via Hartz auf. Früher wären Unternehmen dieser Art vom Markt gefegt worden. Seit Schröder/Clement/Hartz/Merkel/Westerwelle ist das normaler Arbeitsalltag.