Archiv für den Tag: 09.07.2009

Endgültig durchgeknallt

p1040266.JPG
Ob sie da drinsitzen? Gestartet am Hindukusch? Mit Treibstoff aus Kabuls Höhlen?

Bund und Länder haben sich nach Informationen von SPIEGEL ONLINE heute auf einer Mammut-Sitzung mit Vertretern aller Sicherheitsbehörden aus Bund und Ländern auf ein umfangreiches Sicherheitskonzept für die kommenden Monate geeinigt. Hochrangige Sicherheitsbeamte bestätigten, dass man sich nach der Sitzung am Vormittag in Berlin auf die von Bund und Ländern seit Wochen vorbereiteten Maßnahmen zur Terrorabwehr verständigt habe. Das Bundesinnenministerium von Minister Wolfgang Schäuble (CDU) bestätigte offiziell nur, dass es eine Arbeitssitzung der Behörden gegeben habe.

Mit dem Maßnahmenpaket reagieren die Behörden auf die gestiegene Terror-Gefahr. Konkret fürchtet die Bundesregierung seit mehreren Wochen, dass islamistische Terroristen der al-Qaida vor der Bundestagswahl im Herbst 2009 mit einem Anschlag in Deutschland oder auf deutsche Ziele im Ausland versuchen könnten, den Urnengang zu beeinflussen oder hierzulande zumindest eine heftige Diskussion um den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr auszulösen. Folglich beorderte die Regierung alle Behörden, an Gegenmaßnahmen zu arbeiten. Innenstaatssekretär August Hanning kündigte an, alle präventiven Maßnahmen einzuleiten.

Oh mein Gott, wie lächerlich. Jetzt sind sie völlig durchgeknallt. Wahrscheinlich werden sie dann ja wohl so ab ca. 5:45 Uhr zurückschießen. Gegen wen auch immer. Wie wärs mit dem Volk als Gegner?

Im Forum dazu gibt es bereits empörte Stimmen:
Danke an die CDU, die es schafft, mit der penetranten Wiederholung von diesem Zeug die Leute schon mit dem Gedanken an innere Sicherheit an die Wahlurnen zu treiben. Terror mit der Bundestagswahl in Verbindung zu bringen und damit nen Link im Unterbewusstsein zu erstellen ist wirklich ein Meisterwerk der Manipulation.

Aber wieso denn? Laut Forsa-Manipulinski ist die “Bürgerliche Mitte” (Was für eine Wortschöpfung unendlicher Bescheuertheit) aus SchwarzGelb doch angeblich schon bei 53%. Keine Angst, FDJ-Agitprop Merkel schafft schon noch die 99% ihres geliebten Politbüros. Sie war ja lange genug Fan von Mielke, Krentz und der restlichen Nomenklatura.

“Weltoffen, kreativ, dennoch entspannt”

Die Hochschulstadt Bielefeld ist einfach anders. Erstaunlich anders! Davon ist (nicht nur) das Wissenschaftsbüro der Bielefeld Marketing GmbH überzeugt. „Erstaunlich anders“ heißt daher jetzt auch ein neuer Imageflyer, der insbesondere die Jugendlichen ansprechen soll, die sich noch nicht endgültig auf einen Studienort festgelegt haben.

„Gerade die neu zugezogenen Studentinnen und Studenten schätzen die weltoffene, kreative und dennoch entspannte Atmosphäre unserer Stadt. Insbesondere im Verhältnis zu den tradierten Universitätsstädten schneidet Bielefeld hier gut ab“ weiß auch Julia Homburg vom Bielefelder Wissenschaftsbüro. Mit dem Imageflyer „Erstaunlich anders“ möchte die Bielefeld Marketing GmbH diese sympathische Andersartigkeit den Studentinnen und Studenten in spe schmackhaft machen.

In einer Erstauflage von 30.000 Exemplaren erfolgt der Vertrieb in erster Linie über die Bielefelder Hochschulen an Studienbewerber und ist auf Messen und Hochschulpräsentationen im Einsatz. Darüber hinaus ist er kostenlos in der Bielefelder Tourist-Information im Neuen Rathaus, Niederwall 23, 33602 Bielefeld, erhältlich.

Quelle: Bielefeld-Marketing

Nun ja. Lassen wir das mal so stehen. Wir sind ja weltoffen, kreativ und entspannt.

“Wenn die Erntewagen fahren, ist der Sommer vorbei”

dsc01884.JPG

Eine Queller Oma der schöneren und besseren Hälfte war eine Seherin. Dazu brauchte sie keine Kristallkugel, keine Tarotkarten, keine Handlinien. Sie schaute auf die Straße und sah die Erntewagen, beladen mit gemähtem Getreide und Heu. “Die Erntewagen fahren, der Sommer ist vorbei” schloß sie messerscharf daraus.

Wenn wir heutzutage die Augen unserer digitalen Kameras auf den Boden richten und mal die Menge der bereits gefallenen Blätter in Relation mit den bereits vielerorts über die Felder gedonnerten Claas-Mähern ins Kalkül ziehen, können wir durchaus der obigen Queller Oma-Aussage Respekt zollen. Es genügt aber auch überschlägig, die Menge des ständig fallenden Regens reziprok mit der vierten Wurzel über der zweiten Unbekannten des restlichen Jahres zu multiplizieren.

Oder so ähnlich. Es regnet. Wieder.

Fleischtopfbedienung lukrativer denn je

p1040265.JPG

Soll mir noch mal ein Politiker erzählen, welch nervenaufreibende und schlecht bezahlte Tätigkeit er da “Im Dienste des Volkes” im Reichstag ausübe. Ich werde ihm eine Druckausgabe dieser Studie geben, deren Inhalt in der Financial Times Deutschland genüßlich veröffentlicht wurde:

Bundestagsabgeordnete mit Nebeneinkünften haben einer Studie zufolge ihre Einnahmen im Laufe der vergangenen Jahre deutlich gesteigert. Im Jahr 2007 verbuchten 144 von 613 Parlamentariern Honorare von zusammen mindestens 5,8 Mio. Euro, heißt es in einer Untersuchung der Beratungsfirma deducto. 2008 kassierten 156 Abgeordnete zusammen mindestens 6,66 Mio. Euro. Für die ersten vier Monate des Jahres 2009 schließlich gaben 131 Volksvertreter gemeinsam schon rund mindestens 5,7 Mio. Euro Nebeneinnahmen an. Damit erreichten sie fast 84 Prozent der Gesamteinkünfte des Vorjahres.

Womit folgender Spruch auf den Kopf gestellt ist:

“Wir nichts wird, wird Wirt”. Falsch: Er/Sie wird/werden Abgeordneter.

Na, eine SPD-Webseite gefällig?

schwachmatenparteideutschlands.jpg

Na, wenn das kein Angebot an die Vordrängler und Wichtigtuer in der SchwachmatenParteiDeutschlands ist: 19,90 Euronen im Monat und “Kampagne24.de” aus Schwalbach bei Frankfurt macht dem SuperSPDler die Webseite. So wie einem gewissen Dr. Sascha Raabe aus dem versifften Hanau bei Frankfurt. Das ist einer von den Sozen, die dem Idiotengesetz der Ulla von der Leyen zugestimmt haben und sich jetzt mit der Piratenpartei fetzt, die “Löschen statt Sperren” fordert. Aber bis das Sozen kapieren, ist die Partei vollends im Eimer. Daran arbeitet ja der Jungverliebte Parteizerstörer Herr Müntefering fleißig. Während sein Generalsekretär in unnachahmlich tumber Art mit RTL-Nanny Katharina Saalfrank (“Geh erst mal auf Deine stille Stufe”) Wahlkampf macht. (“Jes, wi kän”).

Man kann nicht einmal mehr den Kopf schütteln über die SchwachmatenParteiDeutschlands. Das hätten die Altvorderen nie und nimmer gebilligt.

In Memoriam Medion

p1040264.JPG

Exakt 1 Jahr nach seinem Kauf streckte der kleine chinesische Kerl die Tasten. Der Druck auf den Einschaltknopf bewirkt keinerlei Reaktion. Nun geht die Ochsentour mit Einsendung etc. los. Gut, daß wir ihn nicht dringend brauchen. Tschüss auf Deiner Reise nach Essen.

Nachtrag: Um 13 Uhr dann nochmals Anruf bei der Medion-Technik. Der nette Mann im Ruhrpott gab folgenden Rat:

– Netbook vom Akku befreien
– Netbook auf den Boden legen
– Netbook dreimal im westfälischen Kreuzschritt überspringen
– Netbook an externe Stromversorgung an schließen
– Tief durchatmen und Schalter des Netbook betätigen
– Voila. Netbook erwacht aus dem tiefen Schlaf und fährt anstandslos hoch
– Netbook bestaunen
– Netbook herunterfahren
– Akku in Netbook einsetzen
– Freuen über wieder einwandfreies Netbook

Po falla als Wahlheini im Internet?

Wahlkampf im Internet – spätestens seit Barack Obama ist auch in Deutschland angekommen, dass man in Internetportalen wie Twitter, Studi-VZ und Facebook auf Stimmenfang gehen kann. Mittlerweile tummeln sich fast alle Politiker aus Deutschland in den Netzwerken. Das ist gut, aber verbesserungsfähig. Laut einer Studie von Google Deutschland informiert sich etwa jeder Dritte der unter 30-Jährigen »häufig« oder »sehr häufig« im Internet über Politik. Das birgt ein ungeheures Potential. Die Auftritte der Politiker in den Online-Netzwerken stecken allerdings noch in den Kinderschuhen. Während US-Präsident Barack Obama als Bewerber um das Präsidentenamt per Internet die Massen mobilisierte, wirken die Auftritte deutscher Politiker im Netz fade
und ein wenig halbherzig. Zugegeben – eine Marketing-Maschinerie, wie sie Obama in Gang setzte, wäre in Deutschland (noch) undenkbar. Die zwei Milliarden E-Mails, die er mit Hilfe von Adressdaten an Wähler verschickte, wären bei uns schon aus Datenschutzgründen nicht möglich. Zum Glück. Trotzdem können deutsche Politiker von Obama siegen lernen, denn er hat es geschafft, Millionen Menschen für seine Sache zu gewinnen. Indem er ihnen das Gefühl gegeben hat, in seinem Wahlkampf eine Rolle zu spielen, an ihm teilzuhaben. Und mit seinem Charisma, das ihm – und das ist nur ein Beispiel – bei seiner berühmten Tanzeinlage auf You-Tube Millionen Klicks bescherte. In Deutschland wirken die Profile der Politiker im Internet überwiegend so spannend wie eine Wahlkampfveranstaltung in einer Kleinstadt irgendwo in Deutschland. Bei You-Tube findet man beispielsweise aufgezeichnete Reden von Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier (SPD), wie man sie täglich in den Nachrichten sieht. Damit kann man – mit Verlaub – keinen Jugendlichen hinter dem Ofen hervorlocken. Auch die Profile bei Studi-VZ oder Facebook bieten
meist nur dürftige Anreize für Nutzer, auf der Seite zu verweilen. Es genügt nicht, die Seiten mit den Partei-Homepages zu verlinken und noch zwei, drei Hobbys in den Raum zu werfen. Jugendliche möchten unterhalten und zum Mitmachen angeregt werden. Einfacher gesagt: Dem deutschen Internet-Wahlkampf fehlt es an Pfiff und, was noch schlimmer ist, an Inhalt. Die Parteien sollten am Ball bleiben, sollten keine Angst vor der Unmittelbarkeit des Internets haben und sie sollten vor allem aufs
Ganze gehen. Attraktiven Internet-Wahlkampf mit einer Mischung aus Information, Orientierung, Interaktion und Unterhaltung kann man nicht mit einer halben Hand machen. Die deutschen Politiker haben im Internet einen langen Weg vor sich. Vielleicht sind die anstehenden Wahlen ein Probelauf für twitternde und gruschelnde Volksvertreter. Lohnen könnte sich dabei ein Blick in
die USA. Von Obama lernen heißt in diesem Fall, zumindest ein bisschen siegen zu lernen.

Liebes Westfalen-Blatt. Nun mal Butter bei die Fische. Könnt Ihr Euch einen bloggenden oder twitternden Po falla, Kauder oder Müntefering vorstellen? Denen glaubt man doch noch nicht mal, wenn sie vor einem Mikro stehen. Außerdem: Fast die Hälfte der beigen Windjacken 60+ finden die Kanzlerübende so Klasse, daß sie sie am ,liebsten adoptieren wollen. Und die Interneten eher wenig.