Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Jul '09

Aua! Wie man eine Marke führt, …

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… so schallt es heraus.

So geht Reklame in OWL.

Und überhaupt:
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Der Origami-Falter

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(Bild: Susanne Freitag)

Einer japanischen Legende zufolge hat jeder, der eintausend Kraniche faltet, einen Wunsch bei den Göttern frei. „Viel zu einseitig!“, befindet Klaus-Dieter Ennen, seines Zeichens Herr über ungezählte Kaninchen, Seeelefanten, Nachtfalter und Flamingos. Mit über 1.280 selbst entwickelten Papierkunstwerken gilt der Bielefelder als einer der produktivsten deutschen Origami-Falter. Im Juni 2009 hat der Verein Origami Deutschland den 61-Jährigen in Berlin zu seinem Ehrenmitglied gemacht.

Mit allerhand Tieren ist es nicht getan. Unter den geschickten Händen des Bielefelders Klaus-Dieter Ennen entstehen auch venezianische Karnevalsmasken, Weihnachtskrippen mit Figuren, Bonbonieren oder geometrische Körper. In 39 Schritten wird aus einem dünnen Stück Papier ein plastischer Hase. Und auf einen fußballgroßen Kaktus, gefertigt aus mehr als 100 Papieren, verwendet der Frühpensionär gerne schon einmal acht Stunden. Die Ideen für neue Kreationen sprudeln. „Ich schaue einfach genau hin. Wenn ein toter Ohrenkäfer auf dem Boden liegt, greife ich zuhause zum Lexikon und gucke mir seinen Körperbau im Detail an.“ Das Falten kann dauern. Kaum etwas ist komplizierter als Krabbeltiere mit ihren sechs Beinen und zwei Fühlern.

Aus einer Pressemeldung von Bielefeld-Marketing

EU-Milliardenstrafen für Energiegauner

Die Europäische Kommission hat gegen die Energiekonzerne E.on und Gaz de France eine Kartellstrafe in Milliardenhöhe verhängt. Die Unternehmen hätten sich die Märkte aufgeteilt und damit gegen EU-Recht verstoßen. Die Konzerne kündigten rechtliche Schritte an.

Ach, da guck mal einer an. Um das Kartell der unsauberen Herrschaften aufzudecken und zu zerschlagen, bedarf es also der Brüsseler Kommission. Unsere “staatstragenden” Dröhnflöten von der SchwarzRot-Junta in Berlin-Mitte haben da sicher grinsend zugesehen und schon mal prophylaktisch hochdotierte postpolitische Pöstchen angefordert. Was für eine grandios charakterlose Mischpoke.

Da schreib ich mal lieber nicht viel über das nun aufgetauchte, ach so “Hochgeheime” Protokoll jener Sitzung in Sachen Hypo Real Estate, als der Steuerzahler hochoffiziell von erpressenden Banken unter Ackermann-Anstiftung und einem stupid abnickenden Finanzstaatssekretär zum Golddukaten spuckenden, erpressbaren Idioten gestempelt wurde. Jetzt wird einem auch klar, warum die HRE zur system-
immanenten Bank” erklärt. Der Grund ist dieser:

Die Deutsche Bau- und Bodenbank AG wurde von der DePfa übernommen und 1998/99 mit dem Geschäftsbereich „Immobilienfinanzierung“ der Depfa zusammengelegt. Aus diesem zusammengelegten Geschäftsbereich wurde später die Tochtergesellschaft „Aareal Bank“. 2001 wurde das Unternehmen aufgespalten in eine Bank zur Staatsfinanzierung (die heutige Depfa Bank plc, eine Aktiengesellschaft irischen Rechts mit Hauptsitz in Dublin) und eine zur Immobilienfinanzierung, die ausgegliederte und ebenfalls an der Börse notierte Aareal Bank.

Jau. Depfa plc. mit Sitz in Dublin. Steinbrück und seine Schwachmaten machen Geschäfte im Niederigsteuersektor. Ansonsten reißt er aber das Maul bis zum Gaumenzapfen über andere Länder und deren Steuergehabe auf. Seine durchgeknallte SPD mit Parteizerstörer und Hartz 4-Einführer Gummistiefelnapoleon Gerd an der Spitze war es doch, die die Finanzmärkte “entfesselten” und den ganzen Dreck mit Verbriefungen, Derivaten, Hedgefonds etc. hier einführten. Daß Neoliberale von Union und Gelber Frint da begeistert jubelten, war ja wohl klar. Sozen sind offensichtlich zu doof, die Konsequenzen ihres Handelns weiter als bis zum nächsten Bierglas vorauszusehen.

Heut schon Schinkenersatz gefuttert?

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Das ist westfälischer Schinkenspeck. Grundehrlich hergestellt, vom ganzen Stück gesäbelt. Nicht gepreßt und nicht mit Wasser versetzt, keine Irgendwasersatzstoffe.

Seit Jahren bereits werden Verbraucher von Gastwirten und Händlern getäuscht. Nach Erkenntnissen der Lebensmittelkontrollbehörden verkaufen sie Schinken-Imitat als echten Schinken. Beispielhaft die Zahlen aus Hessen: Von 106 seit 2006 untersuchten “Kochschinken”-Proben aus der Gastronomie hatten 68 Prozent (!) mit Schinken, also einem gewachsenen Stück Fleisch, nichts zu tun. Stattdessen handelte es sich zum Beispiel um Stärke-Gel mit Fleischstückchen, Wasser und Soja-Eiweiß. Das bayerische Verbraucherministerium berichtet von einem Erzeugnis, das nur noch zu 38 Prozent aus Fleisch und zu mehr als 40 Prozent aus Wasser bestand.
Behörden wissen seit 15 Jahren von Betrugsfällen

Es sind klare Fälle von Betrug. Was als “Schinken”, “Kochschinken”, “Hinterschinken” oder “Vorderschinken” verkauft wird, darf laut Gesetz kein Imitat sein. Zwar bleibt durch das Pökeln auch in echtem Schinken ein geringer Wasseranteil – doch die Entwicklung geht eindeutig zum Imitat. So sei der durchschnittliche Fleischgehalt der Erzeugnisse zwischen 1993 und 2007 von 83 Prozent auf weniger als 60 Prozent gesunken, berichten bayerische Behörden. Ergebnisse von Lebensmittelkontrollen müssen veröffentlicht werden

Für Lebensmittelkontrolleure also keine neue Entwicklung. Seit mehr als 15 Jahren wissen sie vom Betrug mit Schinken-Imitaten, führen Statistiken über den Fleischgehalt. Ihrer eigentlichen Aufgabe aber, nämlich den Verbraucher vor Täuschung zu schützen, kommen sie nicht nach. Quelle: foodwatch

Na, ist das nicht Klasse? Da wissen die beamteten Nachgucker seit 15 Jahren, was da für ein Zeugs gepreßt wird und tun: Nichts. Und dieser scheinheilige Staat und seine “elitären” Nutznießer und Politfaulenzer maßt sich an, aus Gründen des “Schutzes vor Terrorismus” oder “Gefahr durch gewaltige Mengen von Pädophilen” seine Bürger zu überwachen, zu bespitzeln, zu maßregeln, zu hintergehen, zu belügen und zu betrügen. Nur da, wo der Staat gefordert wäre, da zieht er den Schwanz ein.

Geht das auch mit westfälischen Eichen?

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Knorrigkeit, Ungebeugtheit und vor 2000 Jahren Mut gegenüber den Römern. Das alles sagt man den Menschen dieses Landstriches nach. Eben “menschliche Eichen”. Es tauchte die Frage auf, ob sich diese Menschen auch gefallen lassen, was die grandiose EU nun in Den Haag mit den Bürgerrechten macht. Dort geht die Polizei von Häuserblock zu Häuserblock und durchsucht sie kollektiv vorsorglich. Polizisten laufen von Haus zu Haus und begehren für eine “Inspektion” Einlass. Wer sie nicht rein läßt, kriegt einen bösen Brief, den Rop mal in sein Blog gestellt hat:

In The Hague, we want pleasant and safe neighborhoods. For this reason, we are inspecting all homes in your neighborhood. For each address, we will see if the rules and regulations are met. The residence you own at was visited by our team on the 10th of June2009, but we were refused entrance.

On Thursday the 25h of June between 13:00 and 14:00 your residence will be visited again by a team of the “The Hague Residence Brigade” led by the City Planning Office. We will verify the state of the building, (fire) safety and the actual use of the residence. All rooms of the residence are subject to this inspection. The cooperation of all residents is therefore a necessity.

We’d like to point out that this is not a voluntary inspection. You are obliged to cooperate. If you refuse to cooperate , we’d like to point out that we are legally entitled to enter the premises with a legal warrant and without the cooperation of the owner and/or occupant(s). If the date or time are not convenient for you, you have the option to, withing 5 working days after postmark of this letter, call the above number Monday through Friday between 08:00 and 16:00.

If an illegal situation is found during the investigation, you will receive notice about further proceedings as soon as possible.

We trust his letter has provided you with all the necessary information.

City Planning Office
Department for Building, Inspection and Service

Ms. C. Kolenmijn
Inspector Project The Hague Residence Brigade

Das ist allerdings nur ein ganz kleiner Vorgeschmack dessen, was demnächst möglich wäre, würde der unsägliche EU-Idioten-
vertrag von Lissabon in den Mitgliedsländern ratifiziert und gültiges Gesetz. Bürgerrechte? Klar, Klappe halten, Steuern abdrücken und buckeln. Und bloß kein Wort zu den Hütchenspielern, die längst ihre Bankenkasinos wieder geöffnet haben und politisch gedeckt ihr unsägliches Spiel fortführen. “Gehen Sie nicht über Los, kaufen Sie nicht die Schloßstraße, gründen Sie gleich eine Bank”.

Devote Hofberichterstattung

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Bertelsmann-Arvato hielt in Gütersloh Hof und die NW kroch devot heran. Brav rezitiert man die “tollen” Zahlen. Brav setzt man ins Kästchen der Krake Ideen für “Governmental Services”. Jenem gequirlten Mist, wo die Gütersloher zeigen wollen, wie phantastisch sie städtische Verwaltungen übernehmen und “neu strukturieren” können. Kein Wort der Kritik, kein Zitat zu dem Widerstand, der sich allerorten gegenüber dem Riesen aus der bigotten Provinz zeigt. Trauriger Journalismus.

Die unendliche A 33-Geschichte und ein Ortstermin

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Den Damen und Herren RichterInnen des Bundesverwaltungsgerichtes Leipzig kann man nur eine Anreise in Sachen “Ortstermin Autobahnbau A 33″ mit dem Auto über Osnabrück/Hilter/Dissen/Borgholzhausen wünschen. Und dann wie gestern Schritttempo hinter hunderten von 40-Tonnern durch die kleinen Ortschaften. Stop-and-go auf der B 68 Richtung Bielefeld. Es geht um 6,1 Kilometer Trasse auf Steinhagener Gebiet und es ist durchaus möglich, daß die dortigen Kläger den – notwendigen – Lückenschluß auf das Jahr 2033 verschieben werden. Was letztlich weder den zu schützenden Arten, noch den Anwohnern noch den Fahrzeugmassen helfen würde.

Die US-amerikanische Mischung

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Da hat NW-Chefredaktor Uwe Zimmer schon nicht Unrecht. Was sich mir aber viel stärker ins Gedächtnis eingebrannt hat, ist diese seltsame US-amerikanische Melange aus Show, Bigotterie und brutalem öffentlichem Umgang mit Menschen. Damit meine ich die TV-Bilder und die Belagerung der Person Michael Jackson, als ihm seinerzeit Kindesmißbrauch vorgeworfen wurde. Hämische Journaille an seinen Fersen hing, um ja auch den letzten Hauch des Rechtes auf Intimität hinweg zu blasen. Und gestern pressten sie dann ihre Nasen an eine hollywoodeske Inszenierung, an dessen Ende der Auftritt der elfjährigen Tochter einen aus meiner Sicht peinlichen Höhepunkt setzte.

In dieses Bild paßt auch der Auftritt von Barack Obama und das Ergebnis der Verhandlungen in Moskau. Die Amerikaner dürfen Rußland überfliegen und ihren völlig hirnrissigen “Kampf” in Afghanistan weiter führen. Was aber nicht in unseren amerikanophilen Linienblättchen vermeldet wurde, ist die Tatsache, daß Rußland sich “ausbedungen hat, jedes Flugzeug durchsuchen zu können, ob es der Vereinbarung Konformes transportiert”. Den Amis muß der Arsch wirklich auf Grundeis gehen. In unseren Medien wurde stattdessen kolportiert, die USA verurteilten “Rußlands Einmarsch in Sackarschwillis Georgien”. Umgekehrt wird ein Schuh daraus. Sie schützen eine bekloppte Marionette, deren idiotischer Sicht der Dinge sich auch unsere Berliner Tripplerin geschwind, naseweiß und besserwisserisch wie immer in vorauseilendem Gehorsam anschloß.

Zu der obigen Auflistung kämen dann noch “Naivität in Verbindung mit gradioser Überheblichkeit und falschem Sendungsbewußtsein” hinzu.