Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Mo
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Jul '09

Warum nicht auch gleich ein neues Mutterkreuz am Bande?

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Es ist ein herausragendes Merkmal konservativ-nationaler Kreise, in Zeiten von Krisen mit Symbolen zu operieren. Jetzt hat das Kanzler heute “tapferen Jungs im Felde” einen neuen Tapferkeitsorden verliehen und das ganze mit einer eierig-bescheuerten Symbolrede verkleistert. Ändert aber nichts daran, daß das Dingens verflucht an das Eiserne Kreuz 1. Klasse erinnert, das von den Nazis gleich in Massen vergeben wurde, als denen der Arsch im selbst angezettelten WK 2 brannte.

Jetzt ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis Zensurulla von der Leyen , die Erste, ein neues “Mutterkreuz am Bande” vergibt. Dabei braucht die nicht einmal das Original aus seligen Adolfzeiten:

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Ulla von der Leyen, die moralische Vorstopperin der Nation, hat was Schöneres. Das hier:

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Das am silbrigen Bande für Einsfuffzig den Meter von Karstadt und ab geht die Luzy.

Nachtrag heute:

Bundeskanzlerin Merkel zeichnet einen Soldaten mit dem Ehrenkreuz aus (Foto: dpa)

Merkel verleiht erstmals Orden – heftiger Unmut. Die Kanzlerin zeichnete vier Soldaten für ihr “besonders tapferes Verhalten” aus. Kritiker sehen darin einen neuen fragwürdigen Heldenkult.

Da lagen wir also nicht so falsch. So bereitet man Deutschland durch die HIntertür darauf vor, im “Konzert der Großen” wieder so richtig mutig voran zu marschieren. Wir sind wieder wer. Auch wenn es nur um Angriffskriege im “Namen des Terroreinsatzes” ist. Schon Klasse, wie die Kriegsgerätelobby das hingekriegt hat. Darauf können wir so richtig stolz sein.

In der BA für Arbeit herrscht “Krieg”

Der Ton des Briefes, den Eberhard Einsiedler, Vorsitzender des Hauptpersonalrats der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg, kürzlich seinem Chef geschrieben hat, war ungeduldig: “Herr Weise, pfeifen Sie Ihre Zahlenknechte zurück!”, forderte Einsiedler. Jetzt erreichen der Widerstand gegen internen Druck und die Kritik am Führungsstil die Basis.

“In der Bundesagentur für Arbeit und in ihren Dienststellen herrscht Krieg”, lautet der erste Satz eines Schreibens, das ein Mitarbeiter der Bielefelder BA anonym an diese Zeitung geschickt hat. “Interne Kritik gibt es nicht, alles und jeder wird sofort mundtot gemacht. Folgerichtig trägt dieses Schreiben auch keinen Absender”, so die Begründung.

Mehr kann man bei der NW online lesen. Da ich mich noch nie in einem Etablissement dieser Art aufgehalten habe, würde mich die Meinung Betroffener interessieren. Eigentlich reicht ja schon die regelmäßige Fälschung der Arbeitslosenstatistik mit “Segen von oben”. Der soziale Brennstoff wird mehr und mehr.

Endlich. Stufe 2 der Zusatzrenten-Registrierungsaktion

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“Plopp” machte die Champagnerflasche. Da ist er endlich, der “amtliche” Umschlag von der Readers Digestschen “Zusatzrenten-Registrierungs-Aktion”. Noch “schöner” aber ist die Rückseite:

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Man sollte den/die Verantwortlichen an einen Pfahl fesseln und von jedem, der den Dreck ins Haus gesandt bekam, 10 Backpfeifen verabreichen lassen. Je fünf rechts und links. Aber mit Schmackes!

Endlich wieder: Pflugscharen zu Schwertern

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Kindliche Umsetzung des Themas “Panzer”. Vorn am Steuer Oberbefehlshaberin Knopfleiste.

Endlich ist es wieder so weit. Bei Hersteller Rheinmetall in Düsseldorf knallten die Sektkorken, in Augustdorf räumen sie schon mal Garagenplatz frei: Neues Kriegsgerät wurde heute bewilligt. 400 “Marder”panzer werden aus eingeschmolzenen Abwrackstahl gebaut, Wert über 3 Milliarden Euro. Man hat es ja. Unvorstellbar das Geheul der Kriegslobby mit dem hessischen Dr. Seltsam an der Spitze und Gelbzahn Struck als Adjutant, ein vernünftiger Mensch hätte 3 Milliarden gefordert für neue Schulen, Kindergärten, Unisanierungen. Unvorstellbar. Weil sowas kann man aus Pflugscharen nicht machen. Aber Panzer. Und nun sind wir Deutschland weltweit Rüstungsexporteuer Nr. 3. Wenn das nichts ist. Ansonsten haperts ziemlich. Vor allem in den verantwortlichen Birnen.

Neolib-FDP macht H4lern “Hoffnungen”

Und immer noch eins drauf auf die, die schon am unteren Ende der Skala sind. Wes Geistes Kinder in Guido Westerwelles gelber Truppe ihr Unwesen treiben, zeigt diese Meldung, die über die Ticker ging:

Die FDP macht deutlich, wo sie die versprochenen Steuersenkungen auf der “Ausgabenseite” hereinholen will. Die FDP drängt die Union dazu, nach den Wahlen die Steuern und Abgaben zu senken. Das sei, so Westerwelle, der sich schon in der neuen Bundesregierung mit der Union sieht, “Voraussetzung für Wachstum in Deutschland“. Jetzt hat zumindest einer der Liberalen, der Berliner FDP-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl Martin Lindner, für Aufklärung gesorgt, wie sich Steuerreduzierungen auf der “Ausgabenseite” gegenfinanzieren lassen könnten. Während andere Parteien von einer Reichensteuer oder der Wiedereinführung der Vermögenssteuer sprechen, meinte Lindner in einem Gespräch mit N24-Studio-Friedmann, man müsse “natürlich” den Regelsatz von Hartz IV kürzen – und zwar um bis zu 30 Prozent, also von jetzt 359 Euro auf gerade noch 250 Euro. Gleichzeitig müsse den Menschen aber angeboten werden, etwas zu tun, auch im kommunalen Bereich.

Was für ein dummer Schwätzer. Laden wir ihn doch mal ein, sich die diversen Straßenränder, Bahnübergänge und andere Petitiosen der Metropole anzuschauen. Die Stadt hätte die Möglichkeit, 1-Euro-Jobber einzusetzen. Selbst das passiert aber nicht. Offensichtlich mag die Regierung der kleinen Metropole wild wucherndes Unkraut. Gibt so einen Hauch von “wilder Ungebundenheit” in der geduckten Metropole unter der Sparrenburg.

Mit Hütchenspielern muß man anders umgehen

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NW heute auf der Titelseite: “Die Banken geraten wegen zögerlicher Kreditvergabe immer stärker unter Druck”. Darf ich kichern? Es ist doch wohl so, daß sich die grandiose Politik die Bedingungen diktieren läßt. Muster: Von der Europäischen Zentralbank Geld zum fast Nulltarif leihen und dann gegen “schärfste Auflagen” und Höchstzins verleihen. Den Profit einstecken und für Höchstboni der Zins – und Zinseszinsartisten raushauen oder gleich in Phanatasialänder verschieben. Was tut die Politik? Außer ebenso luftlosen wie lächerlichen Verbalattacken nichts. Das Casino hat doch schon längst wieder geöffnet und die Superlösung “Bad Bank” hat den Schacherern die Türen und Tore wieder weit geöffnet. “Systemimmanent” ist in den Augen unserer Ahnungslosen in Berlin-Mitte ohnehin sogar die letzte Dorfbank. Sagen wir es doch mal im Klartext: Die ebenso listig-doofen wie durchtrieben-charakterlosen Banker drehen der Politik eine ganz lange Nase. Und die steht da und kläfft wie ein streunender Straßenköter. Die Rechnung ist doch schon längst geschrieben und wird ab 1. Oktober 2009 präsentiert. Adressat: Herr und Frau Steuerzahler. Guido und Angela werden im Hinterzimmer schon ihren Plan ausgtüftelt haben, wie man dem deutschen Michel die Zipfelmütze noch weiter über Augen und Ohren zieht. Wohlgemerkt, ohne daß der das wirklich merkelt. Schon eine Kunst, wie die watschelnde Knopfleiste das macht.

Mehr zu diesem Thema liest man auch auf “Duckhome“. Vor allem, wie sich Seehofer, Merkel, Guttenzwerg und Co. mal wieder über den Tisch haben ziehen lassen von der Mischpoke rund um Arcandor/Quelle.

NW greift schon mal vor

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NW-Autor “pep” ist schon eine ganze Saison weiter und reiht Arm. Bielefeld bereits die 3. Liga ein. Gemach, Freunde, so weit sind ja noch nicht. Relegationsplatz und Entscheidungsspiel gegen den Dritten der 3. Liga um den Klassenerhalt wäre doch auch schon ein Saisonziel. Morgen spielen die quergestreiften Steilgeher in Melle gegen den dänischen Spitzenclub Bröndby IF. Darauf freuen sich die beiden Arminen-Dänen sicher schon jetzt wie “Kaffeestreifen”.