Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Sa
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Jul '09

Schön: Ab 2010 bestimmt RWE, wieviel Strom Sie kriegen

Ab Januar 2010 ist der Einbau der so genannten intelligenten Zähler in Neubauten und bei großen Sanierungen Pflicht. Die neuen Geräte sollen schrittweise die 42 Millionen schwarzen Ferraris-Stromzähler in deutschen Haushalten ersetzen. Die neue Technik bietet den Konzernen auch Eingriffsmöglichkeiten. RWE bestätigte der Zeitung “Tagesspiegel”, dass die Unternehmen mit den elektronischen Zählern gegen säumige Zahler vorgehen können. Deren Messgeräte könnten mit einer Leistungsbegrenzung ausgestattet werden: “Für Kühlschrank und Telefon käme noch genug Strom, für den Fernseher aber nicht”, hieß es bei RWE.

Ach ja. Dazu Telefon – und Handyüberwachung, vorsorglich auch für Pkw geltende Mautbrücken. Leyenhaft zensiertes Internet und Vorratsdatenspeicherung und ab 2011 könnten wir dann ja den zentral bei Bertelsmann/ Arvato gesteuerten RFDI-Chip für jeden Bundesbürger einführen. Ich werde das Gefühl nicht los, daß eine Horde seltsam perfider charakterloser verbrecherischer Idioten im Verbund mit völlig losgelöster Politik versucht, uns lückenlos in den Griff zu kriegen. Es sind die Leute, die uns auch weißmachen, wie “groß die Terrorgefahr ist aber es gibt einen Grund zur Sorge” (Schäubles Staatssekretär Hanning). Der Terror kommt eher aus Berlin-Mitte denn aus afghanischen Höhlen. Es hat also nicht gereicht, der Gaunermischpoke von der Energieversorgung die mafiöse Handhabung des Systems im Kartell zu erlauben, jetzt dürfen sie bald auch noch Exekutive und Judikative in Personalunion spielen.

NW-Wilfried ist der Arminen-Kragen geplatzt

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Wilfried Massmann von der NW scheint das ewige Geschwafel vom “Imageträger Arminia Bielefeld” genauso auf den Zeiger gegangen zu sein wie uns. Dagegen wettert er jetzt in einem Kommentar mit durchaus nachvollziehbaren Argumenten. Ein Klub, der sich mit dem Saisonziel “Letzter Platz vor Abstieg” brüstete und das Ziel sogar noch negativ übertraf kann eigentlich kein Imageträger sein. Es sei denn , man definiert das Bielefelder Image als “ewig Kleinen”, “ewigen Verlierer”, “Meister der Brachflächen”, “graueste Maus wo gibt”. Das träfe dann auf Arm. Bielefeld, den Legionärsclub mit ständig wechselnder Besetzung, schon zu.

In einer Disziplin allerdings ist Bielefeld bundesrepublikanische Spitze:

Im Vorhalten von Brachflächen. Keine Stadt bracht so schön wie die Capitale an den reißenden Ufern der Lutter. Viel kriegt man hier zwar nicht gebacken, aber wenn, dann sieht es eigentlich aus wie Top-Imageträger Arm. Bielefeld bei seinen Auswärtspielen: Am liebsten sieht man die Skandalnudel der 1. und jetzt 2. Liga, wenn sie mit dem Vereinsbus das Stadiongelände wieder verlassen. Heim in die garstigkleine, von Teutobäumen fast erdrückte geduckte Stadt unter dem Steinhaufen Sparrenburg. Wo die für die OB-Wahl Nominierten nur darauf warten, das Elend weiter zu verwalten, statt neu zu gestalten.

Kein Job? Blockwart werden!

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Sag mir keiner, die herrschende Junta sei nicht vorausschauend, tue nicht alles für ihren Machterhalt und rechne nicht demnächst mit sozialen Unruhen. Jetzt hat sie ihre beamteten Handlanger, die immer mit dem Fähnchen aus der genehmen Richtung ihren Hintern wischen, beauftragt, Blockwarte – vornehm “Observanten” – zu rekrutieren. Wer es nicht glaubt, bitteschön.

Sage keiner, er habe es damals nicht gelesen, bevor der Affentanz losging.

NW sucht “Bielefelds schönste Ecke”

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Nein, das rote Weltblatt meint nicht die Käseecken, die man beim Kultdiscounter Jibi bekommt. Es meint städtebaulich Erbauliches. So wahnsinnig viel kann das ja nicht sein. Nehmen wir mal “Alter Markt”, “Amerikahaus”, “Stadthalle”, “Niederwall mit Rathaus und Theater” aus.

Also ich habe einen klaren Favoriten. Wo sich die lange Mauer an der Ecke zum Haus der Handwerkskammer im Geist der Metropole absenkt und das Wasserbeckelchen vor der rostigen Kunsthalle mit der Sparrenburg spiegeln läßt, da ist meine schönste Ecke. Nicht Camembert, nicht Gorgonzola, kein Ziegenkäse, kein Schafskäse. Nein, Ecke pur. Nur Stein, Wasser, Spiegelung der Fata Bielefeldensia und ich. Staunend ob dieses Bildes. Nein, das können New York, Paris, Rom, Stockholm und London einfach nicht bieten. Das haben sie nicht. Diese Melange aus Kleingeist, kleinem Karo, Deutschlands beklopptestem Fußballclub und “Global Playern”. Hier weht der “Bielefelder Geist“. Darauf ein Kupferbier im Brauhaus Albrecht. Ist nicht weit weg. Alkohol macht versöhnlich.

…nehmen Sie bitte einfach eine zweite aus Ihrer Zeit

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Wenn der Dreck, den man so den lieben langen Tag per Mail kriegt, nur nicht so abgrundtief beknackt wäre, man könnte viel öfter lachen…..

So schüren sie die Angst vorm “bösen” Internet

Computer und Internet sind neue Medien; ihr Suchtpotenzial wird erst jetzt offensichtlich. Zudem ist es schwierig, die Grenze zwischen krankhafter Sucht und intensiver Nutzung zu ziehen. Die Weltgesundheitsorganisation hat Kriterien für Sucht festgelegt: Jetzt gilt es auf dieser Basis eine für Forscher, Therapeuten und Mitarbeiter in der Jugendarbeit handhabbare Beschreibung zu entwickeln. Der nächste, wichtige Schritt ist die Anerkennung als Krankheit. Therapien müssen entwickelt und Einrichtungen für eine neue Art von Suchtpatienten geschaffen werden. Diese Maßnahmen kosten Zeit, doch einiges sollte man sofort tun:
Eltern müssen über die Gefahr informiert werden. Sie sollten die Aktivitäten ihrer Kinder im Netz aufmerksam beobachten. Neben Wissen benötigen sie Ansprechpartner in Jugendämtern oder Suchtberatungsstellen, die ihnen schnell und unbürokratisch zur Seite
springen. Die USK, die Alterseinstufungen für Spiele vergibt, muss das Suchtpotenzial eines Spiels in die Bewertung mit einbeziehen. Dann wird ein Titel wie »World of Warcraft« sicher nicht mehr für Zwölfjährige freigegeben werden.

Liebes Westfalen-Blatt, na mal schnell auf den von der Leyen-haft angezettelten Meinungszug vom “Bösen, bösen, süchtig machenden Internet” aufspringen? Ist ja momentan chic, wenn man an der Schwarzen Front wirkt. Süchtig machen kann auch das Lesen bestimmter Seiten Eures Blättchens…. Fördert vor allem die Sucht nach besserem Journalismus.

Wäre ja auch ungerecht gegenüber Zumwinkel

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) lehnt es ab, Rentnern die Steuerschuld zu erlassen, die nur eine geringe Nachzahlung leisten müssen. “Es wird keine Bagatellgrenze geben”, zitiert die “Rheinische Post” (Heutige Ausgabe) Mitarbeiter aus der Spitze des Ministeriums. Alle steuerpflichtigen Rentner würden genauso behandelt wie die übrigen Steuerzahler, hieß es. Eine Bagatellgrenze, bis zu der die Finanzverwaltungen auf Nachforderungen verzichten, könne es nicht geben. Gegenteilige Berichte seien falsch. Laut Finanzministerium verschicken die Rentenversicherer im Herbst rund 120 Millionen Rentenbezugsmitteilungen an die
Finanzverwaltungen, um die steuerpflichtigen Rentner zu erfassen. Seit 2005 sind Rentner im Grundsatz steuerpflichtig.

Ja, wo kommen wir denn auch hin, gell Herr Steinbrück, wenn wir einer Oma vielleicht 50 € Steuern erlassen würden. Das wär dann aber doch sowas von ungerecht gegenüber Herrn Zumwinkel, dem man grad Gefängnis erspart und gut 1 Mio. € indirekt erlassen hat. Nein, das darf doch nicht sein. Schließlich sind Sie der mangelnden, ja fast schon kriminellen Bankenaufsicht und fehlender hunderter Milliarden schuldig. Und außerdem gehören Sie dem lächerlichen Kasperleclub SOZIALdemokratische Partei” an. Machen Sie sich ruhig weiter so lächerlich. Ab Oktober können Sie das dann im gut abgepolsterten Aufsichtsratssessel einer Bank. Wie wär es mit der schweizerischen UBS?

Dabei könnten sie in Versmold für 5,19 €/h Discountwurst einpacken

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Also ich weiß nicht. Richtig undankbar, diese Deutschen. Ist doch alles Paletti. Draußen im Speckgürtel, bei den Schinken – und Wurstbaronen, können sie doch immer noch für max. 5,19 € die Stunde in Schicht, Doppelschicht, des Nachts an den Verpackungsbändern das billige Zeug für die Ramschdiscounter einpacken. Kann man zwar nicht von leben, aber es gibt ja noch die Bundesanstalt für Nichtarbeit. Die stockt das dann ein bißchen auf, damit ihr wenigstens im Werksverkauf das abgreifen könnt, was ihr grad eingepackt habt.

Ihr habt es also selbst in der Hand, das zu ändern und die Rolls Royce- und Bentley-Dichte der Speckbarone nicht noch mehr anwachsen zu lassen. Aber hört auf, zu jammern. Wenn Ihr exakt die Schwarzgelbe Front wählt, die meint, vernünftige Mindestlöhne seien nur was für andere Länder, dann wundert Euch nicht über die Folgen.

Bielefeldverschwörung – ehem. Usenet-Buzzword sorgt erneut für Verwirrung

Viele hielten sie für längst totgeschwiegen, doch in einigen Kettenmails kommt der Name unserer Stadt doch noch auf kuriose Art vor: Angeblich soll es rund um Bielefeld eine Verschwörung geben (“Bielefeldverschwörung”), die für derzeit parasitenartig umherschwirrende Spam-Mailinhalte sorgt. Selbst Wikipedia hat schon darüber berichtet (siehe [1]).  (weiterlesen …)