“Und wird ‘n Stau gemeldet, fahr’n wir gleich hin …”
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Ich und bei 30 Grad ins Auto? Da zeig ich doch glatt mal die Pfote. Vor allem, wenn wir dann am Betheleck am Detmolder Straßenrückstau stehen….
… und links so ein quergestreiftes neues Arminen-Wams droht. Herrchen sagt aber, er tue sich den ersten Spieltag gegen Hansa Rockstock an. Da könne man mal so schön die Roland-Kentsch-Gedächtnis-Tribüne fast leer beobachten….
… da guck ich doch lieber, wie die neue Feuerwache Nord ganz oben, wo die Metropoole schon fast in den Herrschaftsraum der Herforder eingreift, vorbeizieht. Ist bald fertig….
…. was man von Makler Möntmanns Spielwiese hinterm Viadukt zum Glück nicht sagen kann. Obwohl ein See sich da ja gut machen würde. Mit Segelbooten drauf und ganz viel grünem Ufer drumrum. Ohne Möntmann-Kästen….
…. dann zurück durch das herrlich-romantische Schildesche, wo an der Kreuzung in der Mitte fast in jedem Wagen ein Schulkind saß, das heute seinen letzten Tag hatte. Bald werden sie die Autobahnen bevölkern und die alten Medien kreischen wieder stündlich von den “Blechschlangen”
FDP-Chef Guido Westerwelle hat auf die Frage, was er sich von einem »Kanzlerduell« im Fernsehen verspreche, Folgendes gesagt: »Das ist kein Kanzlerduell, sondern ein Selbstgespräch der Regierung.« So ist das eben mit der Großen Koalition. Vier Jahre lang fehlten die kontroversen Diskussionen. Vier Jahre lang gab es keine mächtige Opposition. Vier Jahre lang fehlte das Feuer unter dem sprichwörtlichen Hintern der Regierungsparteien. Wenn zwei sich lieb haben müssen, kann keine echte Liebe entstehen. So kam die Große Koalition nach der Bundestagswahl 2005 durch eine Verlegenheitshochzeit zustande. Auch in den folgenden Jahren blieb es nicht mehr als eine Zweckehe. Längst überfällige Vorhaben, wie zum Beispiel die große Steuerreform, wurden nicht angepackt. Die Große Koalition hat die Mehrwertsteuer erhöht und somit die Bürger empfindlich mit 23 Milliarden Euro zur Kasse gebeten. Auch in Sachen Bildungspolitik hat sich Schwarz-Rot nicht mit Ruhm bekleckert. Ein Dorn im Auge war und ist für viele Menschen die Rente mit 67. Diese Entscheidung hat dazu geführt, dass der SPD ein Teil des linken Flügels wegbrach. Die Folgen mit Gründung der Linkspartei sind bekannt. Personell gab es in der Großen Koalition einige Enttäuschungen (Glos, Tiefensee, Jung, Wieczorek-Zeul), viel Mittelmaß (Zypries, Schmidt, Gabriel, Scholz, Schavan, Aigner) und nur wenige Leistungsträger (zu Guttenberg, Steinbrück, Steinmeier, von der Leyen). Weil es in der SPD bisweilen wie auf Schalke zuging (vier Parteichefs in drei Jahren), war bis auf eine Ausnahme (Michael Glos) die Union um Kanzlerin Angela Merkel die Konstante der Großen Koalition. Merkel hat den Laden geschickt zusammengehalten, obwohl ihr aus den eigenen Reihen häufig vorgeworfen wurde, den Weichzeichner über die Union gezogen zu haben. Schwarz-Rot hat sich trotz aller Kritik dennoch als Glücksfall erwiesen. Denn als schnelles Handeln aufgrund der Krise nötig war, als die Wirtschaft und die gesamte Finanz- und Bankenwelt unterzugehen drohte, war die Große Koalition da und bewies Handlungsbereitschaft und Handlungsfähigkeit. Auf die Fahnen schreiben kann sich Schwarz-Rot auch eine Zahl, die heute leider schon wieder Geschichte ist: Im Oktober 2008 sank die Arbeitslosigkeit erstmals seit 16 Jahren unter die Marke von drei Millionen. Der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung erreichte ein Rekordtief von 2,8 Prozent. Die Große Koalition – sie war nicht so schlecht, wie sie von vielen gemacht wird. Sie ist aber auch längst nicht so gut gewesen, wie es CDU und SPD zum Teil gebetsmühlenartig predigen. Glaubt man den Umfragen, wird die Koalition abgewählt und durch ein schwarz-gelbes Bündnis ersetzt. Am 27. September wissen wir mehr. Ach Westfalen-Blatt, Du alte Unke. Möchtest Du wirklich Guido Westerwelle als Vizekanzler neben dem Templiner Trampel? Möchtest Du “Freude schöner Gütterfunken am Hindukusch” als Heiligenbild mit Koch-Mehrin? Möchtest Du die schlechteste Regierung, die jemals die Bundesrepublik okkupierte gegen eine noch schlechtere austauschen? Möchtest Du wirklich 4 weitere Jahre Murkel-Mehltau in bester Kohl-Tradition über diesem Land? Sollte SchwarzGelb kommen, hat die gesteuerte, geballte Medienhirnwäsche der BertelsmannMohnSpringer-Medien ja hervorragend gewirkt und die beigen Windjacken und Kaffefahrtenbucher bestätigen Euch furchtbare Mischpoke im Weitermachen, bis es nicht mehr geht. Mit den Dritten nuschelt man eben besser: “Dat Angela, dat macht dat schon. Dat is ein Pfafferstochter. Die is ehrlich. Die will nur dat Beste für uns”.
Ich bin für von und zu und weg Guttenberg. Nie war Nüsternblähen so wertvoll wie heute. Politik ist doch wie Zirkus. Keiner räumt die Scheiße der Pferde weg. Die politische Sicht des Westfalen-Blattes ist bewundernswert. Ebenso nebelig-trüb wie die gesamte Politik dieses Haufens.
Talare werden von Hochschullehrern schon längst nicht mehr getragen, doch mutet das Vorgehen der Verantwortlichen der
Universität Bielefeld so muffig an, als trügen sie die Amtstracht weiterhin. Unbestritten verkrustet sind die hierarchischen Strukturen einer Hochschule. Das Wir-hier-oben-Ihr-da-unten ist in den Hörsälen und Seminarräumen gelebte Realität. Die Studierenden sind kraft der Benotung von der Elite der Lehre abhängig, sind daher willfährige Befehlsempfänger – und fügen sich doch später selbst nahtlos in dieses repressive System ein. Klar ist: Die Hintergründe dieses Falles müssen penibel geklärt werden. Dass indes gravierende Vorwürfe von den Chefs der Universität und der betroffenen Fakultät so mir nichts dir nichts unter den Teppich gekehrt werden, das grenzt an einen Skandal. Schon nach intensiver Sichtung der Aussagen der Betroffenen hätte den Juristen in der Hochschulverwaltung das Risiko des eigenen Vorgehens bewusst sein müssen. Für die Klärung strafrechtlich relevanter Vorgänge sind in Deutschland immer noch Polizei und Justiz zuständig. Diese Lehre wird die Hochschulleitung nun ziehen müssen.
So weit das Westfalen-Blatt zum Sexskandal an Bielefelds Uni. In der NW wird der 54-jährige Turbozeuger in der Tradition eines bayerischen Horst Seehofer zitiert: “Ich bin C 4-Professor – ich kann schwängern, wen ich will. Und ich kann Alimente zahlen, wie viel ich will”. Na denn.



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