
Die possierliche Provinzposse, mit der der Starverein der kleinen geduckten Stadt mit dem eher begrenzten Horizont unter der Sparrenburg derzeit die Republik belustigt, ist noch nicht am Ende. Während Marktkauf-Daudel sich vor den leidensfähigen Mitgliedern des Vereins in Rage und um den Verstand faselte, sollte ein Papier auf die Bühne geschmuggelt werden. Inhalt: Das Konzept für eine Sponsorenandienung durch die “Kritischen Arminen” um Dirk Obermann. 3 Monate, 50.000 €. Da scheint wohl jemand dringend Kohle zu brauchen. Von wegen “Herzblut für Arminia“.
Machen wir uns nichts vor: Weder Daudel noch Obermann wären das, was man einen Präsidenten eines Clubs im bezahlten Fußball nennt. Sie sollten ihre Mitgliedsbücher zurückgeben. Andererseits: bei der Unprofessionalität des Vereins kommt es auf ein paar Luschen mehr oder weniger ja auch nicht mehr an.
Die Wirtschaft der Region hat übrigens prompt und exakt so reagiert wie zu erwarten war. Wie schrieb doch so schön NW-Leser “Michael” in einem Kommentar auf der online-Seite der Zeitung?
Obermann hat während der Veranstaltung eines bemerkt: Keiner der Mitglieder wollte Daudel. Das hat er gespürt und so hat er die “Pläne” durchkreuzt. Ich bin froh, dass Daudel es nicht geworden ist. Ich glaube, der hat von Fußball (Arminia) so viel Ahnung, wie der Papst vom Puff. Seine Rede war völlig blutleer. Wenn die Wirtschaftler (Oetker, Weber, Schüco) so einen Mann an der Spitze sehen, dann weiß ich nicht, wie viel ihnen die Millionen wirklich wert sind, die sie in den Verein bereit sind, zu investieren. Daudel hat nicht ein bisschen Selbstkritik geübt, auch nicht an seiner Funktion im Aufsichtsrat. Kein großer Redner, keine Visionen, keine Emotionen, Stattdessen der Verweis darauf, schon einmal ein 30.000-Mann-Unternehmen geführt zu haben (worauf einer reinrief: “Geführt? – Gegen die Wand gefahren!”). Eine Wahlniederlage war schon im Vorfeld absehbar – und deswegen kam auch sein Rücktritt der Kandidatur als er endlich selber merkte, es hat keinen Sinn mehr. Ich hoffe dennoch, dass Oetker und Co. ihr Wort halten. Es geht doch um den Verein, um die Region. Das kann man doch nicht an einer Person festmachen. Ich bin sehr gespannt.
Danke, ich wollte das bisher nicht so deutlich schreiben. Bleibt die Frage, warum die “Wirtschaftsgrößen” der Region auf den Einzelhandels-Opa setzten.
PS: Das bundesweite Lachen könnte sich noch verstärken, wenn Mike Büskens von Schalke 04 Trainer werden sollte. Der hat grade abgelehnt, die Amateure des Vereins zu trainieren. Für die kommende 3. Liga würde es hier sicher reichen.
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