Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Jun '09

Gerstner bringt “Coach-Coaching” mit

Vertrauen ist wichtig. Neben Mainz 05 betreut die Firma “sport and life”, bei der Gerstner Mitbesitzer ist und sich auf den Profisport spezialisiert hat auch zwei deutsche Bundesligisten. Namen werden nicht genannt. Die oberste Priorität lautet: Die Privatsphäre der Kunden muss gewahrt werden. Vertrauen ist im Bereich des Mentalcoachings die Basis. Bei Sturm ist Gerstner gerade im Begriff, eine gute Basis zu den Kickern aufzubauen. Der eine oder andere nimmt die Hilfe des Deutschen bereits in Anspruch. Quelle: Kleine Zeitung/Österreich

Vielleicht hat der neue Cheftrainer der Deutscher Sport Chaoten Arm. Bielefeld Fähigkeiten, ein ganzes Zweitliga-Stadion in den Tiefschlaf zu versetzen?

Offene Ateliers 2009 in Bielefeld


Am Wochenende, 29. und 30. August 2009, am Samstag von 14 – 19 Uhr und Sonntag von 11 – 19 Uhr sind Kunstinteressierte nun zum 19. Mal in die Offenen Ateliers in Bielefeld eingeladen. 118 Künstlerinnen und Künstler gehören zu den aktiven Mitgliedern des 1995 gegründeten Vereins. Offene Ateliers als Veranstaltung gibt es seit 1990.

An den Offenen Ateliers beteiligen sich in diesem Jahr 70 Mitglieder, der BBK-OWL  und als Gast Sandra Neuhaus im Heeper Vogteigebäude. Die Offenen Ateliers sind die größte Bielefelder Kunstausstellung. Es wird wieder ein breites Spektrum an Kunstpräsentationen aus den verschiedenen Bereichen: Malerei, Fotografie, Skulpturen, Schmuck, Zeichnung, Installation, Radierung und Collage zu sehen sein.

Die Arbeiten werden dort gezeigt, wo sie entstehen, nämlich im Atelier des jeweiligen Künstlers. Des Weiteren kann man sich mit den  anwesenden Gestaltern über ihre Arbeiten unterhalten, somit erhält man einen ganz besonderen und privaten Einblick in die Welt des Kunstschaffenden. Das Besondere der Offenen Ateliers ist der Rahmen und die Atmosphäre, in der Kunst erfahrbar wird.

Vor jedem geöffnetem Atelier hängt eine Fahne aus, die einem zur Orientierung dient. Weiterhin kann man für 2 Euro Unkostenbeitrag einen Katalog erwerben, der anhand von Karten zeigt, wo was zu finden und geöffnet ist.

In Kürze finden sie auf der Homepage der Offenen Ateliers einen Hinweis, wo Sie die Kataloge (2,- €) im Vorverkauf erwerben können. Selbstverständlich gibt es diese Kataloge auch in den geöffneten Ateliers.

Wir freuen uns, folgende fünfzehn neue Mitglieder begrüßen zu können:

1)Michael Norra
2)Brigitte Kuka
3)Tobias Link
4)Irini Metz
5)Sabina Carl
6)Sandra Garfias
7)Angelika Hölscher
8)Ferhat Chetibi
9)Künstlerhaus Lydda
10)Verena Messelink
11)Monika Badovsky
12)Katharina Blömer
13)Katrin Boidol
14)Svenja Ellermann
15)Sophie von Hayek

Offene Ateliers Bielefeld e.V.
August-Bebel-Str. 94
33602 Bielefeld
Telefon: +49 521 63191
Offene Ateliers 2009 BielefeldInternet: www.OffeneAteliers-Bielefeld.de


Der schmutzige Deal der FDJ-Aktivistin

Gegen den Schulterschluss von Bundeskanzlerin Merkel (CDU) und der Stromindustrie für einen Wiedereinstieg in die Atomkraft protestieren heute 50 Greenpeace-Aktivisten vor dem Hotel InterContinental in Berlin. Vor dem Zugang zum Jahreskongress des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) fordern sie “Stoppt Merkels Atomdeal”. Die Umweltschützer liegen als Warnung vor den Risiken der Atomkraft als “Strahlenopfer” zwischen gelben Atommüllfässern, eine Luftschutzsirene heult. Zwei gegen radioaktive Strahlung besonders abgeschirmte Fässer mit kontaminiertem Erdreich aus der Nähe des AKW Tschernobyl sollen der Bundeskanzlerin vor ihrer Rede beim BDEW als Mahnung übergeben werden.

“Frau Merkel und die Stromkonzerne machen hier einen schmutzigen Deal zum Schaden Deutschlands. Sie wollen alte und unsichere Reaktoren länger laufen lassen und die Erneuerbaren Energien zurück drängen”, sagt Andree Böhling, Energie-Experte von Greenpeace. “Längere Laufzeiten für Atomkraftwerke bedeuten weniger Klimaschutz und weniger neue Arbeitsplätze bei gleichzeitig höheren Risiken und Kosten für die Menschen. Hände weg vom Atomausstieg, Frau Merkel!”

Im vorgelegten Energiekonzept fordert der BDEW deutlich längere Laufzeiten für alte AKW. Das Klimaschutzziel wird gleichzeitig
verwässert und der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromversorgung soll im Jahr 2020 höchstens 30 Prozent betragen. “Das Energiekonzept der Stromkonzerne gleicht einem klima- und atompolitischen Amoklauf. Mit ihrer Unterstützung von
Laufzeitverlängerungen macht sich Frau Merkel zur Handlangerin der Stromlobby und outet sich als Atomkanzlerin”, so Böhling.

Das Energiekonzept des BDEW entschärft oder löst keines der zentralen gesellschaftlichen Probleme wie Klimawandel, schwindende
Energieressourcen und Wirtschaftskrise. Der vorzeitige Ausstieg aus der Atomkraft bis 2015 könnte dagegen nach Greenpeace-Berechnungen den Anteil der Erneuerbaren Energien auf rund 40 Prozent im Jahr 2020 steigern. Damit verbunden wären jährliche Einsparungen beim Kohlendioxidausstoß von 45 Millionen Tonnen und etwa 90.000 neue Arbeitsplätze. “Die Menschen wollen die Risikotechnologie Atomkraft nicht. Frau Merkel muss sich auf eine intensive Auseinandersetzung einstellen, wenn sie gegen den Mehrheitswillen in der Bevölkerung den Atomausstieg für Deutschland aufkündigt. Die Umweltbewegung wird nicht tatenlos zusehen, wie Strombosse und Politik den gefährlichen Rückfall ins Atomzeitalter verabreden”, so Böhling. “Den Atomausstiegsbeschluss zu brechen, heißt auch, die Gräben in der Gesellschaft wieder aufzureißen.”

Die Bodenprobe, rund zweieinhalb Kilogramm radioaktiv belastete Walderde, wurde von Greenpeace-Aktivisten außerhalb der verbotenen Zone nahe dem AKW Tschernobyl entnommen und zur Untersuchung nach Deutschland gebracht. Sie befindet sich in einem Spezialbehälter, um jede Gefährdung für Menschen in der Umgebung zu vermeiden. Greenpeace-Aktivisten sichern den Bereich mit Absperrbändern.

Das Problem wird die “Fregatte Mecklenburg-Vorpommern (O-Ton Urban Priol in der “Anstalt”) ganz einfach lösen: Auf ihrem Datschengrundstück (Da, wo sie Rouladen so schön braun werden läßt und den Bundeshorst verköstigt) hat sie ein paar Fässer stehen und ab gelaufener Butawahl im September kommen da gelbschwarze Absperrbänder drum: “Was ich hier lagere, geht Euch nichts an”.

DSC: Habemus Notlösung

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Ei der Daus. Da fährt man grad mal locker durch die Metropole und schwupps zaubert Dammi das Grazer Kaninchen aus dem Hut. Da kann der Eingang zur Hauptribüne ja gleich ganz verschlossen bleiben. Zweitklassiger Verein mit drittklassiger Führung holt Co-Trainer aus viertklassiger Liga.

Wie sagt der GF Sport der Deutschen Sport Chaoten: Geschäftsführer Detlev Dammeier: „Mit Thomas Gerstner haben wir uns für einen unverbrauchten, jungen und dynamischen Trainer entschieden, dem wir es zutrauen, mit uns gemeinsam den schwierigen Weg zurück in die Bundesliga zu gehen. Wir kennen uns aus gemeinsamen Tagen als Spieler in Wolfsburg und haben in unseren Gesprächen schnell festgestellt, dass wir identische Vorstellungen darüber haben, wieder erfolgreichen Fußball in Bielefeld anzubieten.”

In der Pressemeldung der Grazer Stürmer heißt es dazu knapper als knapp:

Der SK Puntigamer Sturm Graz gibt hiermit bekannt, dass Herr Thomas Gerstner
ab sofort nicht mehr als Assistenz-Trainer von Franco Foda zur Verfügung steht.
Er wechselt als Cheftrainer zum Zweitligisten der Deutschen Bundesliga – DSC
Armenia Bielefeld.

Der SK Puntigamer Sturm Graz bedankt sich bei Herrn Thomas Gerstner für
seine geleistete Arbeit und seinen Einsatz und wünscht ihm alles Gute für seine
berufliche Zukunft.

Ganz feine Augen könnten aus “Armenia” und der Kargheit der Meldung schließen: “Ein Glück. Der ist weg”.

Lasset uns gemeinsam lachen! Wir dachten, es wird schlimm. Aber es ist noch schlimmer geworden. Die Webseite von SC Puntigamer Sturm Graz gibts hier. Puntigamer is übrigens a steierisches Bier. Na dann Prost.

Der Co-Trainer von Sturm Graz

… schmeißt hin und kommt zu Arminia als Cheftrainer … oh oh.

Ja wie topp ist das denn???

Der ehemalige Bielefelder Bundesligaprofi (nur sieben Tore in 99 Spielen!) wird morgen um 11:30 Uhr im Presseraum der SchücoArena vorgestellt

Da hat Dammi also wieder zugeschlagen: Warst doch schon mal hier, willste nich’ mal bei uns den Trainer machen?

Thomas Gerstner: „Ich freue mich unglaublich auf diese Aufgabe hier in Bielefeld. Für mich war immer klar, dass ich irgendwann auch mal in der ersten Reihe stehen will. Für das in mich gesetzte Vertrauen des Vereins und insbesondere das von Detlev Dammeier kann ich mich nur bedanken.“

BILD meint zu Dammis verzweifelter Trainersuche:
„Ein Volltreffer muss her. Sonst wird‘s auch für ihn verdamm(eier)t eng. Zumal seine Spieler-Fehleinkäufe wie der 1,7-Mio-Flop Katongo oder die viel zu späte Trennung von Erfolglos-Coach Michael Frontzeck (45) vorm letzten Spieltag noch nicht vergessen sind.“

http://www.bild.de/BILD/sport/fussball/zweite-liga/2009/06/23/arminia-bielefeld/obermann-verzichtet-auf-kandidatur.html

OPEL-Kamelle

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Es sah nach einer Lösung aus – doch in Wahrheit ist noch nichts geklärt. Die Übernahme von Opel durch den österreichisch-kanadischen Autozulieferer Magna ist wieder offen. Laut einem Pressebericht läuft der Bieterkampf um das deutsche Traditionsunternehmen keineswegs geradlinig auf Magna zu.

Was für eine Schmierenkomödie um OPEL. Da stellten sich doch neulich die Lügenbarone Guttenzwerg, Koch, die Stones vor laufende Kameras und erzählten einem vom Pferd: “Opel vor der Rettung. Magna machts”. Wobei ja auch gleich mal die “geordnete Insolvenz” des fränkischen Wirtschaftsgiganten mit der unendlichen Erfahrung sowas von den Bach runtergeht: Selbst in der Insolvenz scheint GM die Fäden nach wie vor in der Hand zu haben. Da kann der Wallstreetgaukler aus dem tiefen Süden der Republik seine Wirtschaftsmärchen spinnen wie er will. Geblähte Nüstern unter Gelhaar bedeuten nicht zwangsläufig wirkliche Kompetenz. Auch wenn die BertelsmannMohnSpringer-Journaille es uns mit vereinten Kräften und “starken Bildern” (Ich, zu Guttenberg, breite die Arme auf der 5th-Avenue aus) einbleuen will.

Schlecker kann das auch

Trickst Schlecker die Beschäftigten und Gewerkschaften aus? In den nächsten Jahren wolle die Drogeriekette rund 4000 kleinere Filialen schließen, berichtet die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) und beruft sich auf eigene Recherchen. In diesem Jahr seien bereits etwa 600 Geschäfte geschlossen worden, sagt Gewerkschafter Achim Neumann.

Gleichzeitig eröffne die Drogeriekette seit Anfang des Jahres sogenannte XL-Filialen. Dort seien die Arbeitsbedingungen deutlich schlechter als in den bisherigen Filialen. Die Beschäftigten würden nicht nach Tarif bezahlt; sie erhielten nur 6,50 bis 8 Euro pro Stunde – damit würden sie bis zu 50 Prozent unter Tarif bezahlt. Viele erhielten nur einen befristen Vertrag, der oft gerade mal ein halbes Jahr laufe. Quelle: Frankfurter Rundschau.

Schlecker. Wie komme ich auf den Republik-mit-Filialen-Zupflasterer? Seltsamer Zufall. Immer mehr Details des “Unmoralischen Angebotes”, daß der Berliner Unternehmensberater Dr. Dirk Obermann anläßlich der Jahreshauptversammlung mit Vorstandswahlen dem Club Arm. Bielefeld machte, kommen ans Tageslicht. Die Schlecker AG mit den oben beschriebenen Maschenschaften steht auch auf der Referenzliste des Herrn Obermann, der zum Glück ebenso verhindert wurde wie Marktkauf-Daudel.

Es sind schon unglaubliche Menschen mit unglaublichem Denken und ziemlich winzigem Charakter, die sich da zusammentun. Weil zusammenwächst, was zusammengehört. Manchmal merkt man es zum Glück noch rechtzeitig.

Apokalypse now

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Das Geräusch hub an am frühen Morgen. Es wurde lauter, noch lauter, schwächer, wieder schwächer. War es der Traum, in dem die Kakophonie von der Arminia-HV Urständ feierte? War es der Hund, der im Erdgeschoß sich selbst jagt? Weiter gedämmert. Vom Quellekatalog, den wir ja bald als Staatsprodukt, auf Bertelsmann-Maschinen gedruckt, bestellen können. Von Porsche, die nicht leben und nicht sterben können, weil sie sich verzockt haben. Vom Mitternachtsshoppen demnächst wieder in der Metropole. Von einer Frau Dr. Murkel mit Mundwinkeln bis zu den Knien (Jaja, so ist das, wenn man spät noch “Neues aus der Anstalt guckt”). Von einer schönen Geburtstagsfeier im Verwandschaftskreis mit gutem Essen und wieder mal zuviel Alkohol.

Da war dann sowas Saugendes, Scharrendes. Wölfe im Garten? Mühsam aufgestanden. Hinausgeschaut.

Der Nachbar bekam grad Transportbeton. Es war noch lange nicht 6 Uhr.

Viele Künstler werden im Schlaf inspiriert: Salvador Dalí setzte Träume direkt in Bilder um, Federico Fellini in Filme, Paul McCartney in Musik. Doch wirken sich Träume auch bei der Normalbevölkerung auf die Kreativität aus? Heidelberger Forscher kommen zu überraschenden Ergebnissen. Schreibt die “Welt” hier.

Kurzarbeit im Autoboom?

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Das Eisenacher Opel-Werk führt laut einem MDR-Bericht ab Donnerstag Kurzarbeit ein. Vom 25. bis 30. Juni werde es in dem Werk Kurzarbeit geben, berichtet der Sender unter Berufung auf die Pressestelle des Werks. Auch für die Zeit vom 13. bis 19. Juli soll Kurzarbeit angemeldet sein, dieser Termin sei von Opel aber noch nicht bestätigt worden. Ab 20. Juli seien dann Betriebsferien.

Och. Und wer baut nun die ganzen Abwrackersatzwägen?

Was ich mit Karstadt verbinde

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Der fallierte KarstadtQuelle-Konzern kobert derzeit, was das Zeug hält. 60 Jahre Bundesrepublik – 60 Jahre Karstadt dabei. Was ich persönlich mit Karstadt verbinde, iist ebenso viel – wie zwiespältig. Da ist die an einer defekten Glasscheibe verletzte Hand meiner Mutter und ein langer unerfreulicher Prozeß. Da ist die manchmal schwierige Zusammenarbeit mit Marketing und Werbung in Essen. Da ist das umgebaute Flagschiff KaDeWe in Berlin, wie Thomas M. meinte, ein Boulevard kleiner Luxusläden erfreue das Herz, stattdessen schreckte es eher ab. Da ist die Piefigkeit des Bielefelder Hauses an der Bahnhofstraße. Da ist die Erinnerung an ein ziemlich abgewracktes Alster-Haus in Hamburg.

Was gesamt bleibt, ist der staubige Eindruck. Vielleicht kann man aus Karstadt ein lebendes Museum machen. Wäre mal was Neues.

Fiat lux

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“Fiat lux” (“Es werde Licht”) steht natürlich nicht an der prächtigen Fassade am Alten Markt, hinter der sich der Geldspeicher der Oetker-Gruppe verbirgt. Es ist die Lampe-Bank, nur eines der unzähligen Unternehmen, die sich hinter dem Familiennamen der Puddingdynastie verbergen. Gestern legte August Oetker ein letztes Mal die Konzernbilanz vor, die mit dem größten Sprung (19,3%) in der Unternehmensgeschichte auf 9,25 Milliarden Euro abschließt. Da blieb sicher was an süßem Pudding über, um 2009 zu überstehen.

Gerry Weber sieht schwarz

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Die Schaufensterpuppen im “House of Gerry Weber” an der Niedernstraße haben bereits die passende Farbe zur Region.

Schnöde Mammonsuche statt “Herzblut für Arminia”

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Die possierliche Provinzposse, mit der der Starverein der kleinen geduckten Stadt mit dem eher begrenzten Horizont unter der Sparrenburg derzeit die Republik belustigt, ist noch nicht am Ende. Während Marktkauf-Daudel sich vor den leidensfähigen Mitgliedern des Vereins in Rage und um den Verstand faselte, sollte ein Papier auf die Bühne geschmuggelt werden. Inhalt: Das Konzept für eine Sponsorenandienung durch die “Kritischen Arminen” um Dirk Obermann. 3 Monate, 50.000 €. Da scheint wohl jemand dringend Kohle zu brauchen. Von wegen “Herzblut für Arminia“.

Machen wir uns nichts vor: Weder Daudel noch Obermann wären das, was man einen Präsidenten eines Clubs im bezahlten Fußball nennt. Sie sollten ihre Mitgliedsbücher zurückgeben. Andererseits: bei der Unprofessionalität des Vereins kommt es auf ein paar Luschen mehr oder weniger ja auch nicht mehr an.

Die Wirtschaft der Region hat übrigens prompt und exakt so reagiert wie zu erwarten war. Wie schrieb doch so schön NW-Leser “Michael” in einem Kommentar auf der online-Seite der Zeitung?

Obermann hat während der Veranstaltung eines bemerkt: Keiner der Mitglieder wollte Daudel. Das hat er gespürt und so hat er die “Pläne” durchkreuzt. Ich bin froh, dass Daudel es nicht geworden ist. Ich glaube, der hat von Fußball (Arminia) so viel Ahnung, wie der Papst vom Puff. Seine Rede war völlig blutleer. Wenn die Wirtschaftler (Oetker, Weber, Schüco) so einen Mann an der Spitze sehen, dann weiß ich nicht, wie viel ihnen die Millionen wirklich wert sind, die sie in den Verein bereit sind, zu investieren. Daudel hat nicht ein bisschen Selbstkritik geübt, auch nicht an seiner Funktion im Aufsichtsrat. Kein großer Redner, keine Visionen, keine Emotionen, Stattdessen der Verweis darauf, schon einmal ein 30.000-Mann-Unternehmen geführt zu haben (worauf einer reinrief: “Geführt? – Gegen die Wand gefahren!”). Eine Wahlniederlage war schon im Vorfeld absehbar – und deswegen kam auch sein Rücktritt der Kandidatur als er endlich selber merkte, es hat keinen Sinn mehr. Ich hoffe dennoch, dass Oetker und Co. ihr Wort halten. Es geht doch um den Verein, um die Region. Das kann man doch nicht an einer Person festmachen. Ich bin sehr gespannt.

Danke, ich wollte das bisher nicht so deutlich schreiben. Bleibt die Frage, warum die “Wirtschaftsgrößen” der Region auf den Einzelhandels-Opa setzten.

PS: Das bundesweite Lachen könnte sich noch verstärken, wenn Mike Büskens von Schalke 04 Trainer werden sollte. Der hat grade abgelehnt, die Amateure des Vereins zu trainieren. Für die kommende 3. Liga würde es hier sicher reichen.