Wie das nun aktuell so geht mit der Außerkraftsetzung des Grundgesetzes uund der Handhabung der Webseitensperren durch das versiffte BKA hat Katharina Borchert, Chefredakteur des WAZ Online-Auftrittes “Der Westen” und Tochter eines Bundestagsabgeordneten, der gegen das Gesetz gestimmt hat (Ja, gibt es auch!) geschildert:
Lang hat’s gedauert, aber jetzt habe ich endlich verstanden, warum unsere Regierung so versessen auf die Sperrung von Internetseiten ist. Die Löschung kinderpornographischer Seiten müsste viel effektiver sein als eine umgehbare Sperre, nahm ich ganz naiv an. Aber ich hatte dabei nicht die Umwege bedacht, die unsere in Schilda geschulten Behörden nehmen würden.
Frau Dr. Krogmann, Geschäftsführerin der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, hat das daher auf abgeordnetenwatch.de mal für Machbarkeitsgläubige wie mich erklärt: Wenn das BKA auf eine Seite aufmerksam wird, die auf einem ausländischen Server liegt, dann kontaktieren sie nicht etwa den Webhoster direkt. Nein, dazu hat man viel zu viel „Achtung vor der Souveränität der Staaten“ und wendet sich daher an die „dafür vorgesehenen internationalen Organisationen“.
Dieses bürokratische Ungeheuer leitet den Hinweis dann auf unter Achtung sämtlicher Souveränitätsaspekte irgendwann an die Polizeibehörde des anderen Staates weiter. Weil das aber ungefähr so effizient ist, wie einen berittenen Boten mit einer Depesche von Oslo nach Mailand zu schicken, ist die fragliche Seite bis dahin meist schon mehrfach umgezogen.
Wenn Banken hingegen eine Seite entdecken, die Kontodaten ihrer Kunden ausspäht, dann machen sie gewaltig Dampf. Und zwar ganz direkt. Nicht bei den vorgesehenen, sondern bei den zuständigen Stellen. Dementsprechend dauert es laut einer aktuellen Studie der Universität Cambridge im Schnitt nur vier Stunden, bis eine Phishing-Seite vom Netz genommen wird, aber ganze 30 Tage bis die Kinderpornographie verschwunden ist.
Wie wäre es also mit einem Praktikum für Ursula von der Leyen bei einer Bank? Vielleicht am nächsten Girls Day?
Ursula von der Leyen braucht kein Praktikum zu absolvieren. Sie weiß alles. Sie kann alles. Sie glaubt, sie ist schnell. Sie glaubt, sie ist wendig. Sie glaubt, sie ist listig. Sie ist verlogen. Sie ist völlig uninformiert und verdreht Fakten. Sie hat kein Gewissen. Sie hat keine Achtung vor dem Grundgesetz der Bundesrepublik. Ursula von der Leyen ist ein Großmaul, dem man per Wahlzettel einen gigantischen Denkzettel verpassen muß. Ein kleines Kreuz an anderer Stelle verhindert einen weichen fiesen Keks im nächsten Bundestag.
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