Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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19
Jun '09

GEZ macht ÖR-Moderatoren immer fetter

Na, heute schon Zwangs-GEzahlt? Es ist ein Ärgernis. Für ARD und ZDF-Seichtunterhaltung zahlen wir kräftig. Dann stellen sie ein paar Nasen vor die Kameras, die alsbald per Doofiblättchen BLÖD oder BUNTE zum “Star” hochstilisiert werden und dann gehen sie raus in die Lande. Da bekommt ein Schiefkopfhalter wie ZDF-Kleber um die 20.000 pro Moderation, Schütterhaar Tom Buhrow dito. 10.000 gibts immerhin für den frommen ZDF-Hahne. Petra Gerster, Schwester des ehemaligen Bundesarbeitsanstalts-Kalibers Gerster, angeblich 14.000. Selbst ein Sportlangweiler wie ARD-Sportchef Michael Antwerpes kriegt noch 8.000. Also einfach mal Visage in einen öffentlich-rechtliche Kamera halten und schon gehst hoch mit dem Nebenbeikassieren.

Wobei das natürlich alles nichts ist gegen den Real Madridschen Fußballdummling C. Ronaldo. Dem sind selbst 31.300 Euro pro Tag nicht genug. Ob er die auch kriegt, wenn er mit seinen seltsamen Künsten einen Tritt in den Hintern bekommt und sein klassisches Memmengesicht aufsetzt?

Westfalen-Blatt: “Internet gefährliche Wundertüte”

Das Internet – während wir es hierzulande häufig verfluchen, ist das »Netz« für mindestens 60 000 Menschen im Iran in diesen Tagen wie ein rettender Strohhalm. In Teheran tobt der Widerstand. Aber eine seriöse Medienberichterstattung ist untersagt. Dank moderner Kommunikationsmittel kann die Opposition sich dennoch wehren. Um das Regime zu stürzen, twittert, bloggt und mailt die Revolte, was das Zeug hält. Das Internet ist wie Öl ins Feuer des Widerstandes, das im Iran nicht mehr nur flackert, sondern lichterloh brennt. Und gleichzeitig versuchen die Machthaber zu kontrollieren, was nicht mehr zu kontrollieren ist. Der Widerstand ist – Internet und Handys sei Dank – wohl nicht mehr aufzuhalten. Wie der Machtkampf am Ende ausgeht – wir alle wissen es nicht. Seit fast 30 Jahren gibt es das Internet nun schon. Es ist nach einer repräsentativen Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) mittlerweile das wichtigste Medium im deutschen Sprachraum. Internet kann Revolutionen fördern. Internet kann aber auch dazu führen, dass Werte und Moral vor lauter Begeisterung auf der Strecke bleiben. Beispiel Samstag, 23. Mai: Ganz Deutschland wartete gespannt auf das Ergebnis der Bundespräsidentenwahl. Um 14.29 Uhr verkündete Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) die Wiederwahl Horst Köhlers. Keine große Überraschung für viele politische Beobachter – und ein »alter Hut« für die Leser des Internetdienst »www.twitter.de«. Was war passiert? Der SPD-Abgeordnete Ulrich Kelber hatte schon um 14.13 Uhr getwittert und das Gerücht – »Köhler hat 613 Stimmen« – weltweit verbreitet. Ähnlich verantwortungslos hat sich
die Abgeordnete Julia Klöckner (CDU) verhalten. Ihre Nachricht vor der offiziellen Bekanntgabe: »Leute, ihr könnt in Ruhe Fußball
gucken. Wahlgang hat geklappt«. Nicht anders Oskar Lafontaine (Die Linke): Als die Bundesregierung noch mitten in der Nacht die Opel-Rettung beriet und das Ergebnis längst noch nicht feststand, kritisierte Lafontaine im Netz bereits das Scheitern der Beratungen. Einige Minuten nach dem Amoklauf von Winnenden glaubten Blogger, den Namen des Täters zu wissen – und veröffentlichten diesen im Internet. Erst Stunden später stellte sich heraus, dass sie sich bei dem Namen geirrt hatten. Das Internet ist eine gefährliche Wundertüte. Es hilft Menschen, es ist modernes Kommunikationsmittel, es informiert blitzschnell, es unterhält, es dient aber auch Kriminellen, es ist unseriös, es ist ungeschützt. Erlaubt ist fast alles. Die Moral steht häufig hinten
an. Regeln scheint es keine bis gar keine zu geben. Übrigens: 47 Prozent der Wähler in Deutschland wären nach einer
Umfrage zur Stimmabgabe im Internet bereit. Danach hätte die niedrige Wahlbeteiligung bei der Europawahl durch die Möglichkeit der Online-Wahl gesteigert werden können. Elf Prozent der Befragten gaben an, dass sie gewählt hätten, wenn sie ihre Stimme per Internet hätten abgeben können. Auch das sollte uns zu denken geben.

Liebes Westfalen-Blatt. Schön, daß Ihr Euch mit einem Phänomen auseinandersetzt, das es schon eine kleine Ewigkeit gibt. Es ist also wohl auch bei Euch angekommen. “Gefährlich” sind letztlich alle Medien. Selbst die, wo Journalisten “filtern”, Ansichten einbauen und Tendenze bestimmen, ist das Endprodukt nicht “ungefährlich”. Siehe BILD, Nationalzeitung oder andere Elaborate. Das Internet heutiger Prägung ist nichts anderes als eine letztlich demokratische Meinungsplattform. Und genau deshalb versuchen undemokratisch denkende Juntas nicht nur in Deutschland, es zu beeinflussen, zu zensieren oder gar mundtot zu machen. Da sind Deutschlands Berliner Machthaber in ihren undurchsichtigen dunklen Geheimzirkeln gar nicht mal so weit von Irans Ayatollas, chinesischen oder nordkoreanischen Zenseuren entfernt. Noch trauen sie sich nicht…..

Sollen wir aufhören?

Wir haben viele neue Leute kennengelernt, wir haben Solidarität gespürt. Wir haben einer Ministerin einen Namen verpasst, den sie nie mehr loswerden wird. Wir haben uns gefreut, dass wir so viele sind. Wir haben Freiheit erklärt und unseren Eltern das Internet. Wir haben Flyer designt und Plakate geklebt. Wir haben mit Nerds diskutiert, Reden gehalten und böse Kommentare geschrieben. Wir haben uns konstruktiv eingebracht, Ideen entwickelt und uns mit Unbekannten zusammengetan. Wir haben uns verbündet und die Grundrechte geschützt. Wir haben den warmen Sommerwind der Freiheit gespürt. Wir haben der Regierung das Fürchten gelehrt und gezeigt, welche Kräfte das Netz entwickeln kann. Wir haben gekämpft wie die Löwen.

Und dennoch müssen wir zusehen, wie uns die Freiheitsrechte unter dem Arsch weggesprengt werden. Ob Vorratsdaten-
speicherung oder Zensursula – der Hunger der Feinde der Freiheit ist riesengroß. Sie werden immer weitermachen. Wir fühlen uns machtlos und fragen uns, wo die eigentlich hinwollen. Manche werden nun resignieren. Andere werden das Vertrauen in den Parlamentarismus verlieren. Andere nur das Vertrauen in manche Parteien. Es ist schon bedrückend, wenn man Teil einer so starken Bewegung ist und trotzdem nur so wenig ausrichten kann. Das ist deprimierend, traurig und tut weh. Wir sind ratlos. Sollen wir aufhören?
Quelle: Metronaut.de

Aufhören? Nein. Jetzt erst recht nicht. Schon gar nicht in diesem Blog. Die nächste Chance sind die nächsten Wahlen. Oder werden die jetzt zensiert wie im Iran? Macht dann der Bundeshorst den Chamenei und ruft Angela Ahmadinedschad zur Siegerin aus? Es wäre ganz einfach. Keine Stimme für CDU/CSU/SPD/FDP und die unsicheren Kantonisten der Grünen. Wer weiß ob sie dem fränkischen Nasenlochbläher im Ministeramt nicht schon bald auf die Schalmeientöne hüpfen? Macht ist doch schön. Siehe Hamburg, wo sie dem Ole von Beust den Arsch freihalten. Sie fingen als Pflastersteinwerfer an, bastelteten dann Antiatombuttons und sitzen heute im feinen Zwirn in den weichen, feinst Klimabelüfteten Stühlchen. Macht korrumpiert eben.

Pfefferspray “nur gegen Hunde”. In Bielefeld auch gegen Menschen

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Pfeffersprays verkaufen wir ausschließlich zur Tierabwehr. Pfeffersprays dürfen in Deutschland lt. Gesetzgeber nur gegen angreifende Hunde eingesetzt werden. Für eine andere Anwendung ist jeder Besitzer selbstverantwortlich. Schreibt der Anbieter “Preiswunderland” auf seiner Webseite. Am Mittwoch setzte es eine wieder mal überforderte frustrierte “Staatsgewalt” bei der Räumung des Jahnplatzes von Demonstranten gegen die deutsche Bildungsidiotie auch gegen Menschen ein. Bei der nächsten berechtigten Demo gegen den staatlichen Schwachsinn aber bitte Panzer und Wasserwerfer von der Bundeswehr in Augustdorf, gell?

SPD: “Eine meiner Generation fremde Partei”

Liebe Genossinnen und Genossen,

mein Name ist Torben Friedrich, ich bin 22 Jahre alt und seit fast vier Jahren Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands.

Vier Jahre, die für einen 22-jährigen bedeuten, daß er bereits als Jugendlicher politisch aktiv war und mit 18 auch politische Verantwortung übernehmen wollte.

Ich war seit jeher der festen Überzeugung, daß in einer gerechten und demokratischen Gesellschaft die Werte Solidarität, Gleichheit und Freiheit unerläßliche Bestandteile sind, die nie ihre Gültigkeit in einer Gemeinschaft verlieren können, die auf Vernunft und Gemeinwohl aufgebaut ist.

So beginnt der Offene Brief eines 22 jährigen SPD-Mitgliedes vom 17. Juni 2009 an die SPD-Bundestagsfraktion in Sachen “Internetzensur”. Er rechnet offen mit einer Partei ab, die keinen Arsch mehr in die Hose und – schöner Begriff – “Keine Eier” mehr hat. Er endet wie folgt:

Wenn jedoch am morgigen Tage die SPD dieses Gesetz ermöglicht, werde ich der SPD den Rücken kehren.

Tritt das Gesetz in Kraft, trete ich aus der SPD aus und verabschiede mich von einer meiner Generation fremden Partei.

Hochachtungsvoll
Torben Friedrich

Die SPD ist eingeknickt und hat bekanntlich zugestimmt. Jungen Leuten wie Torben Friedrich kann man nur zu ihrer Offenheit gratulieren. In der Führungsriege der Partei geht es genauso zu wie bei der Union: Pöstchen über alles. Und alles auf dem Rücken der verarschten Bürger.

Den ganzen Brief liest man hier.

Sperrt BI-CDU sich schon selbst?

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Diese Seite kommt, wenn man auf Grinsgesicht Marcus Kleinkes Bielefelder CDU-Seite im “Rathausticker” nachlesen will, warum er meint, Clausen/SPD sei “mal wieder gescheitert”. Fehlt nur noch Zensurullas Stopschild. In Jöllenbeck und Schildesche lachen schon die Hühner über die Website der schwarzen Front, zumal man unten für einen “Untersee” voten soll. Verschont uns mit Lobbyarbeit für Immobilienprofitierer. Und nochmal lachen sie, wenn sie die Seite “Pressemeldungen” aufclicken. Der letzte “Eintrag” stammt vom 17.03.2008 und zeigt: Nichts.

So richtig Ahnung hat die CDU/CSU vom Internet also weder hier noch in Berlin. Das ganze Machwerk sieht man hier.

Porträt eines pathologischen Gauners

Mit den Beschäftigten ging er um, wie er es 2004 in London angekündigt hatte. Der pathologische Blender setzte Tausende Beschäftigte »frei«. Den Nochbeschäftigten zwang er als »Sanierungsbeitrag« zweimal Gehaltsverzichte ab, der sich auf dreistellige Millionenbeträge summierte. Diese Gehaltsverzichte wirken sich auch auf das Arbeitslosengeld aus, das die Beschäftigten nach der Insolvenz zu erwarten haben. Dagegen nahm er keine Verhandlungen mit den Investoren auf, um die hohen Mieten herunterzuhandeln.

Der Finanzkosmetiker »mißbrauchte den Karstadt-Pensionsfonds immer wieder als finanziellen Verschiebebahnhof«, so die Financial Times Deutschland (FTD). Er lagerte einen großen Teil der Verpflichtungen für Betriebsrenten in einen externen Fonds, Contractual Trust Arrangement (CTA) genannt, aus. Zwei Drittel der 2,1 Milliarden Euro des CTA sind in Arcandor-Vermögenswerten angelegt. Weniger als ein Drittel sind klassische externe Bank- und Fondsanlagen.

Nur ein kleiner Auszug aus einem umfassenden Porträt eines der größten Blender, Luftgeschäftler und Finanzjongleure. Kurz: Dumpfbacke. Seine Name? Thomas Middelhoff. Seine Freunde? Gauner, Blender, “Klitschenberater” vom Schlage eines Roland Berger, Hasardeure, Großmäuler, Wolkenkuckucksheimbauer. Das ganze Porträt steht hier.

(Und so eine Figur präsentierte kürzlich noch der hiesige Präsident der IHK, das bauende Goldbeckchen, beim Spargelessen in seinem Kasino in Ummeln. Und alle alle saßen sie offenen Mundes da und hörten des gaunernden Luftmännchens Worte. Da werden die vollmundigen Aussagen zur finanziellen Zukunft der Arm. Bielefeld schon recht zweifelhaft angesichts des Unterteilsvermögens hiesiger Unternehmer).

Dagegen sind ja die 21 Steuermilionen Bürgschaft des Freistaats Bayern für den Herbst/Winterkatalog der Quelle gradezu Peanuts. derweil sich die mit ganzen 2 Semestern BWL glänzende Erbin in St. Moritz zurücklehnen kann. Hat ja fast wieder geklappt. Es gibt immer noch genügend verantwortungslose Politiker, die mit dem Steuerschatullchen helfen. Vom ahnungslosen und von jeglichem Können unbeleckten “Politstar” von und zu und hoch und weg Guttenzwerg kam da allerdings kein EDinspruch. Wie auch. Sein bayerischer Vorturner, Turbozeuger Seehofer hats ja genehmigt. Politik nach Gutsherrenart mit ebenso lautem wie hohlem Gequacke in jedes hingehaltene Mikrofon. Hochgeschrieben durch gleichgeschaltete Medien aus der BertelsmannSpringerMohn-Junta.

Den nächsten Fall werden wir heute bei Porsche erleben, das die Unverschämtheit hat, die durch verantwortungslose Zockerei verursachte Schieflage mit Steuergeldern ausgleichen zu wollen. Die paar Tausend Porscheschrauber und die unzeitgemäßen Penisprothesen aus Zuffenhausen würden nur ganz bestimmte Leute vermissen.

389 Demokratiegegner

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Die Schwachköpfe auf den weichen blauen Stühlchen im Berliner Reichstag haben also über Zensurullas halbgares Idiotiegesetz abgestimmt. 389 dafür. Namentlich bekannt. Das ist gut. So wissen wir wenigstens, wer am 18. Juni 2009 der Einführung der chinesischen Internetzensur zugestimmt hat. Davon brauchen wir dann niemand mehr bei der Butawahl im September die Stimme zu geben. Wie schrieb heute ein Blogger so schön?

Wir
sind
China

Womit das Grundgesetz endlich ausgehebelt wäre. Wie heißt es da so schön und ist nun Geschichte?

Artikel 5

(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.

(3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.

Der Gegen-Daudel

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Das ist Dirk Obermann von den “Kritischen Arminen“. Der Gegenentwurf zum “designierten Arminia-Präsidenten” Daudel. Nominiert, weil ihrer Meinung nach Daudel mit altem Wein in alten Schläuchen – sprich Leuten, die bisher schon in die Vereinsleitung involviert waren – zur Wahl auf der Hauptversammlung des Zweitligisten antreten will. In einem Interview mit der NW sprach er über sich, seine Ziele und sein Team. Was bei beiden Kandidaten auffällt: Plötzlich fließt das Herzblut für den unbeliebtesten Club der Fußballbundesliga so stark, daß man sich fragt: Warum nicht eher? Beschleunigen die von ostwestfälischen Unternehmern in Aussicht gestellten Sponsormillionen das Gefühl zu sehr? Dann können sich die DSC-Mitglieder ja eigentlich nur für Dirk Obermann als Präses entscheiden. Denn der sagt klar: Neuanfang ohne Roland Kentsch. Basta. Was ja auch eine chice Sache wäre.