Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Di
16
Jun '09

Die Worte eines Schwätzers

Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Wolfgang Bosbach, hat den Verdacht zurück gewiesen, der Sperrung kinderpornografischer Seiten im Internet werde die Sperrung weiterer unerwünschter Seiten folgen. “Es geht ausdrücklich und ausschließlich um den Kampf gegen die Kinderpornografie”, sagte er dem “Kölner Stadt-Anzeiger” (Morgige Ausgabe). “Ich kenne niemanden, der ernsthaft das Ziel verfolgt, weitere Inhalte auf gleiche Art und Weise sperren zu wollen. Deshalb sollte man auch aufhören, den Befürwortern dieser Stoppseiten andere Motive zu unterstellen.” Die Sperrung kinderpornografischer Seiten sei dringend geboten, denn: “Ohne die große Nachfrage nach diesen ekelhaften Internetauftritten würde es diesen massenhaften Kindermissbrauch nicht geben.” Zweifel an der technischen Wirksamkeit von Sperren lässt Bosbach nicht gelten: “Für diese Stoppseiten gilt das Gleiche wie für Stoppschilder im Straßenverkehr. Man kann Stoppschilder überfahren. Trotzdem werden sie aufgestellt.”

Was haben sie denn dem ultrakonservativen Schwätzer bloß ins Glas getan. Was er da verteidigt, ist nichts anders, als eben jene “massenhaften” Seiten im Web zu lassen. Die Entfernung, so man sie denn überhaupt findet, ist für einen Provider ein Kinderspiel. Der Kanaille glaube ich kein Wort.

Siehste, geht wohl noch schlimmer bei Arm. BI: “Loddar” droht

Der Super-GAU deutet sich an:

Die Trainersuche bei Arminia Bielefeld könnte nach Informationen der Bild-Zeitung mit einem echten Hammer enden. Das Blatt will erfahren haben, dass Weltmeister Lothar Matthäus (48) bei möglichen neuen Geldgebern des Klubs ganz oben auf der Wunschliste steht. So sollen sich Lebensmittel-Unternehmer August Oetker, Modezar Gerhard Weber und Schüco-Boss Dirk-U. Hindrichs für Matthäus einsetzen und sein Kommen finanzieren wollen, sobald nach der Jahreshauptversammlung am Montag, 22. Juni, eine neue Führungsriege inthronisiert sei.

Arminia Bielefeld will sich zu öffentlichen Spekulationen über einen neuen Chefcoach weiterhin nicht äußern. “Ich werde keine Namen kommentieren”, sagte Manager Detlev Dammeier der Deutschen Presse-Agentur dpa heute. Der Verein stehe mit Kandidaten in Kontakt, hieß es lediglich. Dass Rekordnationalspieler Lothar Matthäus bei den Überlegungen eine Rolle spielt, ist laut Dammeiers Einlassungen sehr zweifelhaft.

Allein schon der Gedanke, Loddar könnte in der Wahl stehen. Allein schon der Gedanke ist so grausam….. Die intellektuell unterste Socke des deutschen Fußballs und der Verein des Grauens. Welch ein Gespann!

Wo sind bloß die Spinnen hin?

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Es ist unglaublich. es regnet, regnet, regnet. Selbst die Spinnen haben sich verkrochen. Wohin? Sitzen die jetzt alle in den Parlamenten und spinnen, spinnen, spinnen? Denkbar wäre es. Aber Spinnen sind eigentlich intelligente Tiere. Sie wären an diesen Orten wohl fehl am Platze.

Den Nerv getroffen, gut so!

Der Papst

 Bielefeld. “Aufs Schärfste” protestiert das Dekanat Bielefeld-Lippe der katholischen Kirche gegen den Auftritt der Aids-Hilfe mit einem Mitarbeiter des städtischen Gesundheitsamts beim “Carnival der Kulturen” am 6. Juni. Bei dem Umzug hatte ein als Papst verkleideter Mann aus einem Papamobil sowie weitere als Kleriker kostümierte Herren Kondome, Broschüren und Gummibärchen verteilt sowie Schlagerlieder mit anzüglichen Texten gesungen. Das Dekanat erwartet eine Entschuldigung. Vom Oberbürgermeister ist eine solche für das Verhalten des städtischen Mitarbeiters ausgesprochen worden. Durch den Auftritt seien “Menschen mit geistlicher Berufung verspottet und verunglimpft” worden, so das Dekanat. “Sie haben damit primitive anti-katholische Ressentiments bei der Bevölkerung bedient”, schreiben Dechant Pfarrer Klaus Fussy und Wilfried Schacker vom Dekanatspastoralrat in dem Protestbrief an Aids-Hilfe und Gesundheitsamt.

Lieber  Dechant mit “geistlicher Berufung”, halte doch einfach mal den Rand. Wer allen Ernstes in die Welt posaunt, dass Kondome nicht vor AIDS schützen, verdient eigentlich eine weit höhere Strafe als ein wenig Satire.

Desweiteren: Dein Verein und die Konkurrenz kassieren Unsummen in Geld und Sachleistungen grundgesetzwidrig vom Steuerzahler (jawoll, auch von Atheist, Jude, Muselmann), unter Berufung auf Rechtstitel von 1803, die laut Verfassung längst abgelöst sein müssten. In vielen Bundesländern werden die Bischöfe zu 100% von uns allen bezahlt. An Universitäten gibt es “Konkordatslehrstühle” (gemeint sind solche außerhalb der “Theologie”), die nur mit eurem Placet besetzt werden dürfen. Wir alle bezahlen “Militärseelsorger”, die keiner braucht und die lt. Grundgesetz nur “zuzulassen” sind. Durch eure Monopolstellung im Sozial- und Pflegebereich und die Verweigerung von Arbeitnehmerrechten und Gleichbehandlung geraten viele Menschen in Bedrängnis. Zeit, dass sich hier was dreht. Danke für die Erinnerung!

Lieber OB: Sauber eingeknickt, du rückgratlose lahme Ente. Du wurdest nicht gewählt, um den Dechant glücklich zu machen, und was deine Mitarbeiter in der Freizeit tun, geht euch beide nichts an!

SchwatzGelb: Viel reden. Wenig tun .

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Mal abgesehen vom Verrat am Volk, den die Sozen unter Gummistiefel-Napoleon Gerd S., dem I., begangen haben, gibt es eine weitere politische Konstellation, die dem in Nichts nachsteht: SchwatzGelb. Wo man in NRW hinguckt, was man auch unter Bürgerbeschimpfer Clement/SPD und seinen Atlatussen von den Grünen seinerzeit bemängelte: Wirklich gebessert hat sich nichts. Eher ist das Gegenteil eingetreten. “Große Worte, heiße Luft” paßt wohl bestens zu dieser Trippelpolitik, in der sich Minipräses Rüttgers als “Arbeiterführer” profilieren wollte. Is aber gründlich danebengegangen. Siehe Arcandor, Opel, Peng Kuh, Nokia, etc. pp.

“Mein neues Aipfoun”

Was macht man an so einem Regentag wie heute? Arbeiten. Klar. Aber auch mal reinwischen in die Blogs der Anderen. “Don Alphonso” läßt sich auf F.A.Z. – Community dezidiert zu dem aus, was man heute “Nachwachsende Elite” nennt. Lesenswert. Die Kinder dieser Mischpoke gibt es hier auch. Fallen aber in der westfälischen Diaspora nicht ganz so krass auf, die kleinen blasierten Dummbeutel:

Da sitzen sie dann. Im teuersten, keinesfalls aber besten Cafe der kleinen, dummen Stadt an der Donau, wo ihre Summer Challenge von einer Universität ausgerichtet wird, über die die Nation herzlich lacht. Und wie sie dort sitzen. Beine breit auseinander, damit man das Primärgenital auch deutlich zu Schau trägt. Lässig, cool, eingesackt, als zukünftiger Herrscher kann man es sich leisten, so in der guten Stube der Altstadt rumzuflacken. Haltung ist nur was für Spiesser. Man ist, weit zurückgelehnt, natürlich weit auseinander, also brüllt man sich über den Tisch an, ist doch egal, ob das jemand mitbekommt. Guck mal, mein neues Aipfoun, damit esemese ich Dir meinen Kontakt. Toll, ich schau gleich mal in meinem Louis-Vuitton-Täschchen nach. Wirtschaftselite im Entstehen. Und ich frage Sie, Herr Papa in der Provinz irgendwo: War es das, was Sie wollten?

Mann, Mann. Koch-Mehrin

Laut einer Analyse von „Wahlradar“ hat Silvana Koch-Mehrin, FDP-Spitzenkandidatin zur Europawahl, auch im Internet abgesahnt. In der Analyse wurde zwischen Mai und Juni gezielt nach Online-Beiträgen über sechs Europapolitiker aus Deutschland gesucht und anschließend ausgewertet. Weit vor den Kollegen landete Koch-Mehrin. Mit 44 Prozent dominierte sie die Berichterstattung im Internet vor der Europawahl. Quelle: Duckhome

Pfffffffffffffffffffffffftttttttttttt. Die Spitzenkadidatin der Freien Neoliberalen für die Europawahl ist wirklich an Unverschämtheit und Plattheit kaum zu überbieten. Die Frau sagt zu allem was, ohne was Konkretes zu sagen. Aber irgendwie muß man ja sein chices Pöstchen im siffigen Brüsseler Parlament und damit die netten Pfründe verteidigen. Soviel gibt das Posieren mit Babybauch dann ja auch wieder nicht her. Gotte bewahre uns vor den gelben Schwachmaten in einer herbstlichen Murkelregierung. Das gegenwärtige schwarzrote Gebilde ist schon schlimm genug. Auch ohne Grinssilvana.

Du Spejbl?

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“Du Spejbl?”
“Jo?”
“Sog, kennst Du Bielefeld?”
“Jo ein wenig”
“Haben die zu wenig Bäume?”
“No. Wo Du hinguckst hast Du den Baum vor lauter Wälder”
“Spejbl sag. Warum sagt die Zeitung, da sind zu wenig Bäume?”
“Hurvinek. Die sehen die nicht mehr”.

Aus einem Zwiegespräch im Fenster eines Marionettengeschäftes in der Altstadt der Metropole. Die NW dient heute lokal “Baumlandschaften” an und schreibt über “Bielefelds beliebteste Plätze”. Ist zwar keiner so richtig. Aber das städtebauliche Kleinod, die Piazza di Popolo Bielefelds, der grandiose Jahnplatz, steht ganz oben auf der Ätzliste der Bielefelder. “Piazza del Wellblech” könnte man ihn auch taufen.

Dann zeigen wir mal schönere grünere Blickwinkel der geduckten Weltstadt des Puddings:

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Am Niederwall

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An der reißenden Lutter

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Noch watt Grünes

Hvem sal nu betale? Da staunen sogar die Dänen

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Da fällt mir doch der Refrain eines Liedes von Jupp Schmitz ein. 1949 im Kölner Karneval gesungen:

Hvem skal nu betale?
Hvem har råd til mer’?
Hvem har mange penge, penge?
Jeg har ikke fler’!

Verzeihung, die Dänen kennen es auch schon. Also nochmal:

Wer soll das bezahlen,
Wer hat das bestellt,
Wer hat so viel Pinke-pinke,
Wer hat so viel Geld?

Na, wer hat soviel Geld? Niemand natürlich. Alles tumbes, doofes Wahlkampfgeschwätz.

Die Wirklichkeit? Die sieht so aus, während der charakterlose Drecksbetrieb E.on (“Neue Energie”) mit seinem Programm “Perform to Win” bei Riesengewinnen grad mal 1,5 Mrd. einsparen und 9000 Leute entlassen will:

Schwedens Finanzminister Anders Borg hat den Europäern Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen in Aussicht gestellt. Es gebe nur zwei Möglichkeiten, um die Schuldenberge nach der Wirtschaftskrise wieder abzubauen: die Kürzung von öffentlichen Ausgaben und Steuererhöhungen, sagte der künftige EU-Ministerratsvorsitzende der Zeitung “Die Welt” heute. Borg wird im Rahmen der schwedischen Ratspräsidentschaft, die am 1. Juli beginnt, für sechs Monate den Vorsitz über die EU-Finanzminister führen

Es ist eine der größten Schweinereien der “marktliberalen” Politiker vom Schlage Schröder/Merkel/Westerwelle Gas, Wasser, Strom “dem Markt” überlassen zu haben, damit sich einige wenige für ihre Hütchenspiele die Taschen füllen konnten und können. Man sollte sie geschlossen vor die Züge jagen. Lokführer dürfen zuvor aussteigen.

Ist ja gut. Ich sag nichts mehr über “Beige Windjacken”

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Der “Erfolg” der Murkelschen Unionspartei beruht ja überwiegend darauf, daß die “Generation beige Windjacke 60+ ” die kleine pralle Physikerin aus ehemals Ostberlin so Klasse finden. Bei “Modehaus Finke” in der Niedernstraße mußte ich nun schmerzlich feststellen, daß sie bereits die jüngeren Generationen unterwandern. Oben der Beweis. Nie war “beige Windjacke” so jung wie heute. Irgendwie tragisch, wenn die, denen politisch das Fell erst recht über die Ohren gezogen wird, auch noch Quantenphysikerins krude Visionen für Deutschland und die unsägliche Brüsseler EU wählen. Da sei der Schwätzer Guido davor. Der Hort der reinen neoliberalen Lehre. “Überlaßt alles dem Markt. Am Ende kriegt ihr faule Äpfel zum Ausverkaufspreis”. Es lebe die beige Windjacke. Uniform der ewig Gestrigen.

Konservativer Ausweis gelebten Starrsinns.