Bielefeld-Blog: Das Weblog von Bielefeldern für Bielefelder

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Do
11
Jun '09

Eine Zensur findet nicht statt …..

Feiertag heute!

Alles soweit erledigt, was zu erledigen ist.

Werkzeugkeller grob aufgeräumt und schon mal alle Utensilien zurechtgelegt, die morgen zum Hecke schneiden gebraucht werden. Gewaschen, umgezogen, gegessen und den Rechner angeschaltet. Alle für mich wichtigen Seiten abgesurft und bei Onkel Egon Kreutzer etwas länger hängen geblieben.
Aus Spass mal diese Url eingetragen: www.bielefeld-blog.de
Total erschroken zur Kenntnis genommen, dass hier wohl Kinderpornografie angeboten werden muss, weil der Filter ja nur dann anschlägt. (Sacht unsere komplett unzensierte Ullala zumindest…..)


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Tja Leute, ich werde wohl meine Favoritenliste überarbeiten müssen.
Gruß witheboard

Endlich wieder Absatz für Tamiflu

Fast 28.000 Menschen haben sich nach offiziellen Zahlen bisher mit dem H1N1-Virus angesteckt. Nun hat die Weltgesundheits- organisation WHO nach Angaben der schwedischen Regierung die höchste Warnstufe ausgerufen. Damit gilt die Schweinegrippe nun offiziell als weltweite Seuche.

Und ich dachte schon, wo bleibt sie nur? Offensichtlich mußte man den Tamiflu-Absatz wieder ankurbeln und Pentagon-Lügner Rumsfeld (am Hersteller dicke beteiligt) reibt sich die dreckigen Hände. Jetzt noch ein paar Insolvenzen, ein bißchen Opel, eine implodierende, “systemimmanente” Bank, ein wenig mehr Abtau auf Grünland, ein paar BKA-gedrillte “Terroristen”. Heissa, wir werden das Volk doch schon noch in Angst halten können bis zur Butawahl. Oder?

Qualität ist das beste Rezept. Auch für Arm. BI

Bielefelds größter und bekanntester Unternehmer Dr. August Oetker (65) sorgt sich um Arminia Bielefeld. Das Trauerspiel, das Vorstand und Management des Fußballbundesliga-Absteigers in den vergangenen Monaten abgegeben hätten, schade dem Ruf von Stadt und Region.

Nach Ansicht Oetkers braucht Arminia einen grundlegenden Neuanfang. Es reiche nicht, dass der Vorsitzende Hans-Hermann Schwick und Schatzmeister Roland Kentsch von diesen Ämtern zurückträten. Sie müssten außerdem ihre Posten als Chef des Aufsichtsrates beziehungsweise als Finanzgeschäftsführer niederlegen. Dem Kandidaten für die Nachfolge Schwicks, Klaus Daudel, traue er einen Neuanfang zu, sagte Oetker: »Aber nur, wenn die alten Seilschaften bei der Arminia aufgelöst werden.«

Sagt Dr. August Oetker im Westfalen-Blatt. Wobei er grundsätzlich recht hat. Am Rande sei aber erwähnt, daß sich der Oetker-Konzern in den letzten Jahren auch nicht grade gestaltend bei Arm. Bielefeld eingebracht hat. Da aber jedem Ende ein chicer Anfang innewohnt, wäre die jetzige Misere beim Fußballfahrstuhlkönig ja eine Chance, auch andere potente Unternehmen der Region mit einzubringen und hier mal ein fußballerisches Faß aufzumachen. “Qualität ist das beste Rezept”, sagt doch Otti Doetker selbst. Und: Eine “Ofenfrische” im Strafraum ist schwer zu umdribbeln.

Noch gibt es keine Karstadt-Leiche. Aber die fleddern schon

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Karstadt ist insolvent und nach den Worten des größten, jemals auf deutscher Erde befindlichen Wirtschaftsministers, Herrn von zu und auf und weg und da Guttenberg kein “Beinbruch”. Nun denn. Wenn da nicht die Aasgeier, Planer und Wirtschaftsdezernten wären, die Morgenluft für eine Umkrempelung der Bahnhofstraße/Arndstraße wittern. Die obige Zeichnung legte Karstadt 2000 vor, als “Kaufhaus” noch ein gefragtes Modell war. Wie dem auch sei. Für Bielefeld ist es eine neue Chance, die städtebauliche Tristesse mit einem großen Wurf zu verlassen. Geht man allerdings nach der augenblicklichen Diskussion um Kesselbrink und die Wilhelmstraße wird der Berg irgendwann kreißen und ein Innenstadtmäuslein gebären.

Warum das Insolvenzgequake des Guttenberg im Kern ziemlich dummes Zeug ist, kann man zum Beispiel hier lesen:

Die Insolvenz hat nämlich vor allem zwei Effekte: Verkürzte Kündigungsfristen und die Hilfe des Staates. Allerdings nicht durch Notfallkredite, sondern über direkte Zuschüsse. Die Lohnkosten für mehr als 40.000 Mitarbeiter trägt bis August der Arbeitnehmer. Über seine Beiträge bei der Bundesagentur für Arbeit. Das ist Ordnungspolitik nach Art des Hauses Guttenberg: Die Schafe bezahlen ihren Schlachter selber. Gleichzeitig werden die Banken und die Vermieter der Karstadthäuser im Insolvenzverfahren wohl geschont werden. Sie haben sich den Zugriff auf weite Vermögensteile schon lange gesichert und in der Gläubigerversammlung wird man nichts gegen die Interessen der Banken durchsetzen können - wohl aber den kleinen Lieferanten im Regen stehen lassen können. Soviel zur Mittelstandsorientierung des Guttenberg. Aber das reicht noch nicht: Selbst die hohen Mieten wird man wohl nicht reduzieren können. Goldmans-Sachs ist übrigens einer der Eigentümer dieser Karstadt Immobilien. Im Fall Hertie war die Sanierung an der Weigerung des selber insolventen britischen Investors gescheitert. Er wollte die überhöhten Mieten nicht senken, sondern lieber die Immobilien verwerten.

Aber solche feinen Zusammenhänge erschließen sich den Guttenberg-Groupies in den beigen Windjacken und bei den drittklassigen Hochjubelschreibern in den Medien eher wenig oder gar nicht,. i

Des Herrn Leib

Heute ist Feiertag. Fronleichnam. Auf der B 68 reihen sich die Limousinen hintereinander bis zur Autobahnauffahrt Borgholzhausen. Von dort bis Osnabrück/Niedersachsen ist es nur ein Katzensprung. Während wie hier in NRW “Des Herrn Leib” feiern, haben die Niedersachsen einen ganz normalen Einkaufsalltag. Wenn da nicht die Wägen mit den Kennzeichen BI, GT, MS, usw. wären. Wettbewerbsverzerrung, oder?

Union hat tiefe Sehnsucht nach dem Blockwart

Die Union hat ihren Koalitionspartner SPD ultimativ aufgefordert, ihre Blockadehaltung beim Kinderschutz aufzugeben. “Wir müssen noch vor den Wahlen zu mehr gesetzlichem Schutz für die Kinder kommen, die von Verwahrlosung und Misshandlung bedroht sind”, sagte Unionsfraktionsgeschäftsführer Norbert Röttgen der Rheinischen Post (heutige Ausgabe). Er nannte es “unverantwortlich”, dass die SPD das Gesetzesvorhaben nicht weiter verfolge, nur weil sie Familienministerin Ursula von der Leyen keinen Erfolg gönne. Die Ministerin will Jugendämter, Ärzte, Lehrer und Schulbusfahrer dazu bringen, mehr auf Anzeichen von Kindesmisshandlungen zu achten und mehr Kontrollen vorschreiben. “Die SPD kann Veränderungsbedarf anmelden, aber sie darf nicht länger das Gespräch darüber verweigern”, unterstrich Röttgen.

Laien-Kekszensurulla entwickelt sichb rasant in Richtung Blockwartsystem. Die Blaupausen stehen ja noch in Deutschland: Im 3. Reich und in der Ex-DDR wurden alle übgerall und immer bespitzelt. Warum sollte man dann heutzutage nicht auch Lehrer, Ärzte und Schulbusfahrer instrumentalisieren. Nach jeder Fahrt ruft der Fahrer das MInisterium für alleinige Wahrheit an, gibt Schülerzahl, Lustigkeitszustand und andere Merkmal ab. Sollte der Schnitt nicht der vorgegebenen Zahl enstprechen, schwärmt die Jugendamt-Taskforce aus.

Merke: Ein Staat, der Fürsorglichkeit vorgibt, hat meist wenig von einer Demokratie. Eine Demokratur Murkelscher Prägung sind wir ohnehin schon.