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Mi
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Jun '09

Roulade verbrannt

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel war schneller als das Parlament von Montenegro: Sie hat dem alten und sicher auch neuen montenegrinischen Regierungschef Milo Djukanovic heute gratuliert, obwohl er noch gar nicht gewählt ist. Das Parlament dort hatte sich vertagt – was man in Deutschland wohl nicht mitbekam.

“Zur erneuten Übernahme des Amts des Ministerpräsidenten gratuliere ich Ihnen herzlich”, telegrafierte die Kanzlerin schon Richtung Balkan, als die offizielle Abstimmung in dem Land, das früher einmal zu Jugoslawien gehörte, noch gar nicht stattgefunden hatte. Die Wiederwahl von Djukanovic ist wegen der Mehrheitsverhältnisse im Parlament in der Hauptstadt Podgorica allerdings auch nur eine bloße Formalität.

Juhuuuuuu. Deutschland beste Rouladenbraterin (O-Ton Bundeshorst und Ex-Sparkassendirektor Köhler) hat wohl auch einen auf die Demenz zuschwimmenden Kanzleramtsminister oder wurde vom Zensurulla-Warnschild gestoppt, als er einschlägige Seiten statt des Kanzleramtschen Terminkalenders aufclicken wollte. Macht ja nichts. Man kann auch mal Brutto und Netto verwechseln und gratulieren, wenn es noch gar nicht so weit ist. Wo war eigentlich der deutsche Botschafter in Montenegro, als er von Dr. Murkel angerufen wurde? “Sarren Se mal, is der Djukanovic wiederjewählt?”.

Die BUNTE und BLÖD und SPIEGEL und DIE WELT werden nun schreiben, was Friede Springer und Elisabeth Mohn schon vorformuliert haben: “Ach wie herrlich menschlich ist doch unsere Kanzlerin, die mächtigste Frau der Welt”. Beim Prekariat und den über 60jährigen beigen Windjacken wirkt sowas ja immer…..

MannMannMann, kann ich da nur sagen.

Schönheiten

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Der Hagel gestern Abend prasselte auch auf die in Übermenge blühenden Rosenbüsche. Dem einen bescherte er braune Blütenränder, die anderen recken schon wieder keck die Pracht nach oben.

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Und diese zarte Rose widmen wir mal Madeleine Schickedanz, die “das Menschenmögliche” getan und bis “an die Grenzen meines Vermögens gegangene” Hauptaktionärin von Arcandor/Quelle/Karstadt. Ihr Vater, Quelle-Gründer Gustav Schickedanz, schaut von oben zu und stellt die stumme Frage: “Kind, warum hast Du bloß Thomas M. damals engagiert?”. Sie wird ebenso wenig eine Antwort wissen, wie seinerzeit BMW-Multimillardärin Susanne K. bezüglich ihres Lovers.

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Das macht Hoffnung

“Warum ich mir einen Bentley gekauft habe? Aufgrund seiner in
jeder Hinsicht außergewöhnlichen Fahrleistung. Seine
Leistungscharakteristika lassen keine Wünsche offen.” (Noel Van
Raalte, W.O. Bentleys erste Kunde, im Oktober 1921)

Ein neuer, großer Bentley mit in jeder Hinsicht außergewöhnlicher
Leistung wird diesen Sommer sein Debut feiern. In Crewe, England
designt, technisch konzipiert und handgefertigt, wird er der
reinrassigste Ausdruck der Marke Bentley sein.

Aus einer heutigen Pressemeldung von Bentley Motors Ltd.

Fressen geht immer. Perfetto.

Das operative Geschäft der Karstadt Feinkost GmbH & Co.KG, einem Joint Venture zwischen der REWE Group und der Karstadt- Warenhaus GmbH, ist von dem am 9. Juni gestellten Insolvenzantrag der Karstadt-Warenhaus GmbH nicht betroffen. Die bundesweit 46 von dem Joint Venture betriebenen Perfetto-Feinkostmärkte und 14 Feinkost-Abteilungen in Karstadt
Warenhäusern haben unverändert ihren vollen finanziellen Handlungsspielraum und eine entsprechende Liquidität. Die Karstadt
Feinkost GmbH & Co. KG führt die Geschäfte an den weiterhin geöffneten Karstadt-Standorten unverändert fort.

“Wir wollen eine konstruktive Lösung zur dauerhaften Sicherung des Geschäfts von Karstadt Feinkost und der Perfetto-Märkte”, erklärte Dr. Martin Küssner, Mitglied der REWE-Geschäftsleitung und zuständig für die Kooperationen des Unternehmens. “Dazu brauchen wir jetzt schnell eine enge Abstimmung mit dem Insolvenzverwalter.” Der Vorstandsvorsitzende der REWE Group, Alain Caparros, hatte am Dienstag im Rahmen der Bilanzpressekonferenz die Hilfe seines Unternehmens für Karstadt angeboten. Vorstellbar seien neue innovative Konzepte zur zukunftsfähigen Nutzung der Karstadt-Warenhäuser in Deutschland, zu denen auch die Unternehmen der REWE Group beitragen könnten. REWE Supermärkte, PENNY Discount-Märkte und Fachmärkte könnten zu einer neuen vielfältigen und attraktiven Mischung von Einzelhandelsangeboten in den Warenhäusern beitragen. Die REWE Group sei zu Gesprächen darüber bereit. Küssner sagte dazu: “Wir haben mit unseren REWE Supermärkten erfolgreiche Konzepte gerade für die Steigerung der Attraktivität in den Innenstädten. Denn der Lebensmitteleinzelhandel spielt für die Anziehungskraft und Lebendigkeit der Innenstädte in Deutschland eine immer wichtigere Rolle.”

Soweit die Pressemeldung. Freunde des von der vollen Rolle gesäbelten Rosmarin-Schinkens gleich vorne im Keller des Karstadthauses können also aufatmen und müssen nicht zu Klötzer in die Altstadt pilgern. Coppa ist übrigens auch nicht schlecht.

Sofort verbieten!

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Satire. Klar. Aber mindestens genauso gefährlich wie die ungeblockten, aber von einem Stopschild bewachten Ursula-Laienseiten mit Kinderpo…… Sofort verbieten. Alles sofort verbieten. Und dann noch diese Terrorgefahr. Bin mal gespannt, welch neckisch Schäublisches Märchen uns die von BKA und Verfassungsschutz gesponserten “Sauerland-Bomber” erzählen. Liest sich verdammt nach abgekartet.

Wow! Champions-League bei Arm. BI

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Ach so, ich vergaß. Mit Roland Kentsch haben sie ja schon den Sturmbrecher der 2. Liga.

Grandioser “bürgerlicher Wahlsieg”: 20,66% der Wahlberechtigten

Wer hat das meistens ziemlich dumme Gelaber unserer Politspitzenkräfte am Abend der Europawahl nicht noch in den Ohren? Dieses tumbe Glitzern in den Augen der Seehofers, Kauders, Po fallas, Merkels, Westerwelles? Nun wurde auf einigen Blogs nachgerechnet, wie denn das Ergebnis tatsächlich und faktisch zu werten ist. Hier das Ergebnis von “carta”:

Sprachen da nicht Moderatoren am Europawahlabend von einem „grandiosen Wahlsieg” für Schwarz-Gelb? Und von einem „Debakel” für die Linken? Spinnt mein Taschenrechner?

Das sind die Fakten: Das schwarz-gelbe Lager hat am Sonntag in Deutschland 2 Sitze verloren, die übrigen Parteien haben 2 Sitze gewonnen. Das schwarz-gelbe Lager hat 1,7 Prozent verloren, das rot-rot-grüne 0,9 Prozent gewonnen (Abstürze sehen anders aus!). In absoluten Stimmen ausgedrückt: Schwarz-gelb hat im Vergleich zur letzten Europawahl 188.237 Wähler verloren, rot-rot-grün hat 427.041 Wähler hinzu gewonnen.

Oder die CSU! Die wurde in vielen Medien zum „wieder erstarkten bayerischen Löwen“ gemacht. In Wahrheit hat Horst Seehofers CSU fast zehn Prozent ihres Stimmenanteils verloren und rutschte von 8 auf 7,2 Prozent. Was bitte ist daran wieder erstarkt?

CDU und CSU haben insgesamt mehr Stimmen verloren als die Gelben dazu gewinnen konnten. Es gab eine Verschiebung innerhalb des schwarz-gelben Lagers, weil „der schwarze Baron“ der beste Wahlkämpfer der FDP war.

Gemessen an der Zahl der Wahlberechtigten hat jedoch kein Lager gewonnen. Die CDU erreichte noch nicht einmal 13 Prozent, die CSU blieb bei knapp über 3 Prozent und die SPD kam auf 8,8 Prozent. Die Große Koalition unter Führung der CDU-Kanzlerin konnte also gerade mal ein Viertel aller Wahlberechtigten hinter sich scharen (24,82 %).

Und schwarz-gelb, die Hoffnung für den Herbst? CDU, CSU und FDP wurden von 20,66% der Wahlberechtigten gewählt.

Ist ein Fünftel neuerdings die Mehrheit?

Die Lesart vom “grandiosen Wahlsieg” wurde umgehend von den willfährigen Medien übernommen und kolportiert. Die Realität haben diese Damen und Herren offensichtlich scon lange aus den Augen verloren. Aber Frau Dr. Murkel hat ja ohnehin starke Probleme brutto von netto zu unterscheiden.