Kaum ein Bundesminister ist so jung im Amt derart gefeiert worden.
Da steht er in einem Flecken namens Entschenreuth irgendwo im Bayerischen Wald neben dem Herrn Köppl vor dessen rotlackierten Rasenmähern. Es ist Pfingstsamstag, der Tag nach der zermürbenden Opel-Nacht. Guttenberg strahlt. Draußen, auf dem Hof der Köppl Motor- und Gerätefabrik, will die Blasmusik gar nicht aufhören, den Defiliermarsch für den jungen Bundesminister zu spielen. Die Leute aus dem Dorf klatschen kräftig Beifall.
Guttenberg kriegt einen ganz roten Kopf, weil sich dauernd Leute bei ihm für seine Haltung bedanken, für seinen vorsichtigen Umgang mit Steuergeldern.
So einen hirnrissigen Stuß sondert derzeit das Leib – und Magenblatt der gehobenen BLÖD-Leserschaft ab: Der Spiegel. Wie paßt der gequirlte Gefälligkeits – und Gossenjournalismus zu folgenden Fakten?:
Guttenberg sagt, das Magna – Konsortium habe “Opel gekauft”. Es gibt bis heute aber nur eine schwammige “Absichtserklärung”
Guttenberg sagt, 300 Millionen seien bereits an Magna geflossen. Auf welcher vertraglichen Basis?
Guttenberg unterschlägt, daß GM nach wie vor mit Fiat und einem chinesischen Interessenten verhandelt.
Guttenberg verschweigt, daß Magna “in ca. 4 Jahren” Opel kaufen will, wenn die “schwarze Zahlen” schreiben.
Hätte der Baron tatsächlich den “vorsichtigen Umgang mit Steuergeldern” im Sinn, würde er mal um die bayerische Ecke zur HRE gucken, wo Kohle ohne Ende verbrannt wird. Welchen Grund hat der Spiegel also, den ahnungslosen fränkischen Schnösel hochzuschreiben?
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