Der größte europäische Medienkonzern Bertelsmann plant anscheinend einen massiven Stellenabbau. Der Konzern, zu dem unter anderem der Fernsehsender RTL und der Verlag Gruner + Jahr (“Stern”, “Geo”) gehören, wolle bis Ende 2010 rund 10.000 Arbeitsplätze streichen, berichtete das Branchenmagazin “Werben & Verkaufen” heute im Internet unter Berufung auf Aufsichtsratskreise. Prompt dementierte die Datenkraked aus dem benachbarten Straßendorf. Was aber garnichts heißen muß, im Hickihackimachen sind sie sehr geübt. Wenn man bedenkt, was allein die Beerdigung von Mohn -Sohn Christophens Spielzeuig Lycos gekostet hat ……
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Bei Arm. BI wurden heute die neuen, quergestreiften Trikots für die zweite Liga vorgestellt. Schwarze Zierbalken werden die Brüste des Wiederaufstiegskaders zieren. Gefährlich, gefährlich. Union Berlin und SC Paderborn werden auf jeden Fall zittern.
Wer an dem Riesensexmarkt neben dem güldnen “M” auf der Eckendorfer entlangfährt und nach rechts blickt, schaut auf eine Art Riesenfilm mit Bildern aus einschlägigen Filmen der horizontalen Industrie. Mein Gott, was könnte Zensuruschi da übermalen lassen….
Hat der Alte Lord Lust auf Ford, kann er vom Hof bei Erdmann & Domke jede Menge Wägen gleich mitnehmen. Oder sind die alle verkauft?
Bei Harley Davidson haben sie ein Ding mit Riesenwalzen im Schaufenster, beträchtlich runtergesetzt. Dicke Dinger scheinen nicht mehr zu laufen.
Eine Auswahl zierlicherer Zweipötter aus USA steht im Hof.
Die Preisschilder des Gebrauchtwagenhändlers gegenüber sprechen Bände, so häufig ist der Preis durchgestrichen und heruntergesetzt.
Und was sagt der Automobilverband zum Abwrackirrsinn? :
Schon seit ihrer Einführung Ende Januar lockt die Verschrottungsprämie für Altfahrzeuge verstärkt Kunden in die Autohäuser. In der Branche besteht sogar die Hoffnung, trotz Wirtschaftskrise im laufenden Jahr mehr Neuwagen zu verkaufen als 2008. Damals setzten die Händler bundesweit 3,09 Millionen Fahrzeuge ab.
Mit dem Anstieg der Verkaufszahlen habe der deutsche Automarkt im Mai die stärkste Frühjahrsbelebung seit dem Wiedervereinigungsboom 1991 erlebt, teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) in Frankfurt am Main mit. Seit Jahresbeginn seien in Deutschland 1,6 Millionen Autos verkauft worden. Die Zahlen belegten, dass die Abwrackprämie ihre Funktion erfülle, “den Automobilstandort Deutschland und seine Beschäftigung zu stabilisieren”, sagte VDA-Chef Matthias Wissmann.
Na dann ist ja alles in Butter. Die deutsche Geburtenrate allerdings ist davon unbeeindruckt.
Opel hat gestern, anders als ursprünglich geplant, auch die erste Tranche über 300 Mio. Euro aus dem staatlichen Überbrückungs- kredit erhalten. Damit entlastet der Staat den austro-kanadischen Autozulieferer und übernimmt das finanzielle Risiko der Überbrückungsfinanzierung komplett. Die Regierung vollzieht damit einen abrupten Kurswechsel: Vor wenigen Tagen hatte sie einen Beitrag des Investors zur Bedingung für einen Zuschlag gemacht. Magna selbst hält einen Rückzug von der Mitwirkung an der Opel-Rettung noch immer für möglich, wie der Konzern mitteilte. Der neue Opel-Treuhand-Geschäftsführer Alfred Hagebusch betonte, die Gespräche mit Magna würden heute fortgesetzt. Der Investorenprozess könnte sich aber noch bis zu sechs Monate hinziehen. Die Bundesregierung sorgt bereits für den Fall vor, dass es nicht zu einem erfolgreichen Vertragsabschluss zwischen GM und Magna kommt. Am Dienstag trafen sich Vertreter des chinesischen Interessenten BAIC mit Regierungsvertretern. Auch habe die Fiat-Führung der Bundesregierung signalisiert, dass sie weiter Interesse an einem Einstieg bei Opel habe, erfuhr das Handelsblatt aus Regierungskreisen. Na, ist das nicht gradezu übersinnliche Kompetenz der Murkel-Truppe?
Borussia Mönchengladbach ist auf der Suche nach einem Nachfolger für den zurückgetretenen Hans Meyer fündig geworden. Wie der Verein per Pressemitteilung verkündete, wird Michael Frontzeck neuer Cheftrainer bei den Fohlen. Der 45-jährige Fußballlehrer unterschreibt bei der Borussia einen Zweijahresvertrag bis zum 30. Juni 2011. Viel Glück, Zecki und einen wirklich guten Vereinsvorstand mit Fußballverstand.
Momentan gehen ja tausende Gerüchte durch die Katakomben der Almdudler. Angeblich mosert man auch an Sponsor Krombacher herum, der “nicht genug zahle”. Tja, wofür auch? Dazu paßt eine Untersuichungen, wie den Sponsoring überfhaupt wahrgenommen wird:
Das Engagement von Unternehmen im Sportsponsoring ist relativ schwach in der Erinnerung der Bürger verankert. Das ist das Ergebnis einer Exklusivumfrage von HORIZONT – Zeitung für Marketing, Werbung und Medien (Deutscher Fachverlag GmbH,
Frankfurt am Main) unter 1000 Befragten. 18,6 Prozent der Deutschen bringen den Sportartikelhersteller Adidas mit Events wie Olympia, Weltmeisterschaften und Europameisterschaften in Verbindung. Andere Unternehmen wie Coca-Cola, Nike, aber auch Bitburger und Mastercard erzielen durchgängig Erinnerungswerte im nur einstelligen Prozentbereich.
Beim weiblichen Publikum hinterlässt Sportsponsoring schwächere Spuren. Während etwa Coca Cola von 11,8 Prozent der befragten Männer als Unterstützer von sportlichen Großveranstaltungen genannt wird, erinnern sich nur 4,5 Prozent der Frauen an den Softdrinkhersteller. Was die Sportberichterstattung im Fernsehen, Hörfunk und Printbereich betrifft, so wünschen sich 23 Prozent der Befragten mehr zum ohnehin dominanten Thema Fußball. In der jungen Zielgruppe zwischen 14 und 29 Jahren ist die Nachfrage nach dem runden Leder mit 29,1 Prozent besonders hoch. 19,7 Prozent der Befragten würden der
Leichtathletik eine größere Rolle zusprechen.
Wie beim Sportsponsoring sind auch bei der medialen Repräsentanz deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern festzustellen: Während etwa 20,5 Prozent männlichen Box-Fans nur 11,1 Prozent weibliche Befürworterinnen gegenüberstehen, sprechen Sportarten wie Volleyball und Triathlon Frauen stärker an – von femininen Domänen wie Reitsport abgesehen.
Die repräsentative Umfrage wurde im Mai 2009 vom Frankfurter LINK Institut für Markt- und Sozialforschung durchgeführt.
Da hat unsere NW-Lieblingskommentatorin Alexandra Jacobsen ja aus Berlin wieder einen Klops rausgetan:
Guttenberg hat im Kampf um eine Opel-Insolvenz seine Rolle gefunden. Mögen alle anderen in der Krise auf Staatsinterventionismus setzen, der Bayer hält die reine Lehre der sozialen Marktwirtschaft hoch. Dass er bei Opel verloren hat, macht nichts. In Erinnerung bleibt, dass er gekämpft hat. Der 37-Jährige füllt damit eine Lücke aus, die Merkels geschmeidiger Pragmatismus und der Rückzug von Friedrich Merz in der Union hinterlassen haben. Viele Christdemokraten lechzen geradezu nach
Prinzipientreue, sie wollen auch in der Krise die Ideen von Wettbewerb und freiem Markt nicht opfern. CSU-Chef Horst Seehofer
lässt seinen Kronprinz Guttenberg gewähren, Sticheleien gegen die Schwesterpartei CDU und Merkel eingeschlossen. Inhaltlich allerdings ist der Populist Seehofer der natürliche Feind jeder Ordnungspolitik. Wäre es jüngst nicht um Opel sondern um den bayerischen Autobauer BMW gegangen, hätte der CSU-Chef sofort dafür gesorgt, dass sein Schützling Guttenberg das Wort Insolvenz nicht in den Mund nimmt. Doch diese Lektionen in Sachen Wendigkeit erspart Seehofer dem begabten Jungpolitiker vorerst. Wichtiger ist es, dass zu Guttenberg enttäuschte Unionswähler wieder von der FDP loseist. Dafür ist der bayerische Jungstar der richtige. Er ist noch prinzipientreuer als die liberale Konkurrenz. Man muss seine Ansichten nicht teilen. Doch eines ist klar: Vielen kommt es unheimlich vor, dass sich der Staat in der Krise immer tiefer in die Wirtschaft einmischt. Für die Bankenrettung gab es noch gute Gründe. Und Opel mag wegen der Verflechtung mit GM ein Sonderfall sein. Aber muss der Steuerzahler wirklich Arcandor retten? Oder gar Porsche und Schaeffler, die sich böse verzockt haben? Wer zahlt zum Schluss die
ganze Zeche? Solange Guttenberg das Unbehagen an einem Staat artikuliert, der keine Grenzen mehr kennt, kann er nur gewinnen.
Siehste, Alexandra-Mäuschen. Da hat der Gelhaarträger doch sogar Fans gefunden. Ich warte aber immer noch auf ministrale Worte zur “Systemimmanenz” seiner Münchner HRE, klare Aussagen zur Tante Schaeffler und anderen Merkwürdigkeiten.
… und dann liegt da schon eine Weile dieser extrem häßliche graue Umschlag. Kam vom Landesfinanzminister. Umweltpapier. Soll signalisieren: “Schau, Steuerbürger. Der Staat ist arm. Der muß sparen”. Den Steuerstichtag 2. Juni ließ er verstreichen. Es ist ihm scheißegal geworden. Einem Staat, der offensichtlich nicht mit dem Geld seiner Bürger umgehen kann, der sich bis über die Halskrause verschuldet und marode Banken für “Systemimmanent” erklärt, dem wird er jetzt ein wenig seine Steuern vorenthalten. Da denkt er ganz in Zumwinkelscher Tradition. Da kann das Finanzamt Bielefeld-Mitte gerne aufrüsten, Vorsteher Blome sich aufregen. Das zieht er jetzt durch. Die “strafbewehrte” und mit den üblichen Beamtinski-Belehrungen versehene Mahnung zur Abgabe der Steuererklärung wartet er ab. Dann wird er denen das Zahlenpamphlet auf den Tisch knallen mit seiner seit vielen Jahren standardisierten Frage: “Und? Was macht Ihr jetzt mit meinen Steuern? Wieder verzocken?”
Eine Antwort blieben ihm die Ärmelschonerträger aus den muffigen Zimmern längs des Plastebelegten Flures bis heute schuldig.
Grauer Himmel. Frische Kühle. Die Schafskälte beginnt, ihr Gesicht zu zeigen. Als Schafskälte bezeichnet man einen in Mitteleuropa häufig zu beobachtenden Kälterückfall zwischen dem 10. und dem 20. Juni. Sie gehört zu den so genannten Singularitäten – Witterungsereignissen, die zu bestimmten Zeiten des Jahres überdurchschnittlich häufig auftreten. Die bekanntesten Singularitäten in Mitteleuropa neben der Schafskälte sind die Schönwetterperioden Ende September, Altweibersommer genannt, sowie die als Eisheilige bezeichneten Kaltlufteinbrüche zwischen dem 11. und dem 14. Mai.
Es soll zusammenhängen mit dem Frösteln der um diese Zeit frisch geschorenen Schafe. Dabei sind die Weiden noch voll mit Wolleproppen. Kommt wohl erst noch, das Scheren. Momentan sind sie ja auch noch fleißig mit dem gemeinen Steuerzahler beschäftigt.


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