Archiv für den Monat: Juni 2009

Den „Willen des Volkes beachten“?

Ein Querkopf aus Bayern und die Bundestags-Linke als Sieger – das konnte und wollte der politische Führungszirkel in Berlin natürlich so nicht stehen lassen. Deshalb erklärten sich gestern fast alle Politiker als Gewinner – wie nach jeder Wahl, bei der kein Parteichef zugeben will, dass er gerade massiv verloren hat. Das Urteil von Karlsruhe ist klar: Der Vertrag von Lissabon ist mit
dem Grundgesetz vereinbar. Das Aber lässt jedoch aufhorchen. Bei aller Europa-Einheits-Euphorie weist das Gericht Brüsseler
Machtansprüche in die Schranken. Für Strafrecht, Polizei und Militär, Steuer und Sozialabgaben, Familienrecht und Religion müssen die Nationalstaaten zuständig bleiben. So deutlich war das bislang selten zu hören. Europa ist noch nicht so weit, dass allein Brüssel Soldaten in gefährliche Auslandseinsätze schicken dürfte. Eine weitere Auswirkung des Urteils: Keine Bundesregierung kann
klammheimlich Befugnisse an Europa abgeben. Das wird ein demokratischer Wächterrat zu verhindern wissen. Bundestag und
Bundesrat entscheiden künftig mit, in jedem Einzelfall neu. Alle Macht nach Europa und der Souverän – das Volk – schaut tatenlos zu: Genau das soll mit dem Urteil verhindert werden. Mehr noch: Die Verfassungsrichter wollen aktiv darüber wachen, dass die Europäische Union nicht ihre Kompetenzen überschreitet. Verfassungsrichter Andreas Voßkuhle sprach in diesem Zusammenhang von einem »unantastbaren Kerngehalt« des Grundgesetzes. Die Parlamentarier in Berlin müssen sich also künftig noch mehr um
Europa kümmern. Dann ist aber auch Schluss sein mit den Gejammer, wieder einmal von Brüsseler Gesetzen überrollt worden zu sein. Und die sind ja nicht immer schlecht. Beispiele gefällig? Grenzüberschreitende Handy-Gespräche werden für die Verbraucher
billiger und das System der Agrarsubventionen wird transparenter. Zugleich machten die Richter deutlich, dass das Parlament in
Straßburg und Brüssel keinen Ausgleich für eine fehlende Legitimation bietet. Die Richter sprechen hier von einem »unauflöslichen
Demokratiedefizit«. Wenn dieses Urteil drei Wochen früher gekommen wäre, hätte das noch schlimmere Auswirkungen auf die Beteiligung an der Europawahl haben können. Nicht länger können sich Europa-Skeptiker vor einer Entscheidung drücken und dabei auf die ungeklärte Rechtslage in Deutschland verweisen. Nun wissen die Iren bei der Volksabstimmung im Oktober, dass Europa auf ihr Ja wartet. Denn die EU ist Dublin weit entgegen gekommen. Und in Prag gehen Vaclav Klaus ebenso wie seinem Kollegen
in Warschau, Lech Kaczynski, die Ausreden aus. Noch in diesem Jahr müssen sie den Vertrag von Lissabon unterschreiben.

Tja, liebes Westfalen-Blatt. Dann fragen wir uns doch erst recht, warum wir als dumme, deutsche Bevölkerung nach Ansicht der Templiner Rouladenbraterin und ihrer Lakeien, Kauder, Po falle, Hintze usw. nicht über einen Vertrag abstimmen konnten, der – wie im Urteil vornehm umschrieben – „unauflösliches Demokratiedefizit“ beinhaltet. Davon abgesehen hat der Lissabon-Vertrag jede Menge weitere Tretminen.

Heribert Prantl schreibt in der Süddeutschen Zeitung sehr treffend:

Es ist wohl das grundsätzlichste Grundsatzurteil, das Karlsruhe je gefällt hat – und ein „Yes, we can“-Urteil: Ja, wir können Europa bauen, aber nur, wenn wir den Willen des Volkes beachten.

Eben: Den Willen des Volkes beachten. Nicht mehr und nicht weniger. Man sollte es jedem Abgeordneten im Reichstag auf die Tischplatte vor seinem blauen, weichen Sitz eingravieren.

Die Waschschlange

img_9600.JPG

Der morgige Ferienbeginn schlägt sich auch bei den Autowaschstraßen nieder. Bei Schröder Ecke Südring/Gütersloher heut in der Frühschicht eine Schlange bis auf die Gütersloher. Wo zwei fleißige Männer mit weißer Farbe und Geld aus der „Konjunkturförderung“ der Berliner Junta die Straße neu markieren. Die Ferienbeginner mit ihren frisch gewaschenen Autos erwarten Baustellen wie nie zuvor. Ebenfalls Ergebnis der Juntabeschlüsse. Schlage vor, der mit Steuergeldern gedruckte Quelle-Katalog wird an den Reichsgrenzen verteilt. Läßt sich doch hervorragend in Rimini lesen.

Grillkohle aus Paraguay

Die Grillsaison hat schon begonnen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wurden 76 700 Tonnen Holzkohle im Wert von 28 Millionen Euro im Zeitraum Januar bis April 2009 nach Deutschland importiert. Das waren 30,5% mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Wichtigste Lieferanten für Holzkohle in den ersten vier Monaten des Jahres 2009 waren Paraguay mit 32,4%, Argentinien mit 17,5% und Polen (10,7%).

Da siehste mal. Endlich hat uns das Statistische Bundesamt aufgeklärt. Ja, was dachten wir eigentlich, wo die Grilllkohle herkommt? Und in der „Krise“ scheinen die Leute mehr daheim auf die Glut zu werfen.

Bad Meingarten

p1040227.JPG

Lustig. Immer, wenn das Schuljahr beendet wird, beginnt bei den Holzmedien die Saure-Gurken-Zeit. Prompt wird die Umfrage: „Wo fahren Sie dieses Jahr hin?“ aus dem Stehsatz gehoben und ins Blatt gestellt. Wir fahren da hin, wo der Kühlschrank immer gefüllt ist:

Bad Meingarten

Dänemark war ja schon. Und ihm ist das die liebste Lösung:

p1040215.JPG

Das Weichei aus Bade-Württeberch

Lauter Applaus brandet auf, und nach kurzem Zögern klatscht auch der grinsende Günther Oettinger. Baden-Württembergs Ministerpräsident hatte Merkel und ihre Getreuen kurz vor der Verabschiedung des Wahlprogramms mit Gedankenspielen über einen höheren ermäßigten Mehrwertsteuersatz verärgert. Nun versichert er den Journalisten: „Ich bin Demokrat. Ich trage das Wahlprogramm mit.“ Schließlich hat die Kanzlerin diese Linie am Sonntag mit ihm telefonisch besprochen. Also bedauert Oettinger auch noch schnell, dass er für so viel Aufregung gesorgt hat. „Das wollte ich nicht“, sagt der CDU-Politiker. Aus dem Presseticker.

Was für ein Mann. Paradebeispiel dafür, was vielen dieser Spezies vorgeworfen wird: Weichei. Gibt es hier aber auch.

Der bayerische Idiot

Und der ist in Form. Staatstragend im Ton beginnt er, setzt bald schon sein schelmisches Lächeln auf. „Wir brauchen keinen Kandidaten“, ruft Seehofer in den Saal. „Wir haben eine Kanzlerin.“ Dann wendet er sich in Richtung Merkel und stimmt in den kräftigen Applaus der Unionsanhänger ein. Später lobt er sie noch als „erstklassige, politische Persönlichkeit“, stets habe er mit ihr gearbeitet, oder unter ihr, aber „nie gegen sie“. Angesichts der häufigen Querschüsse in Richtung CDU aus Bayern, seit Seehofer dort die Regierung übernommen hat, erntet der CSU-Chef dafür einige Lacher. Quelle: Spiegel online.

Gestern in der Tagesschau. Bilder vom Nicht-Parteitag der Staatspartei Union D + S. Turbozeuger Seehofer hat mal wieder sein Fähnchen gen Berlin gedreht und labert sich um Kopf und Kragen. Welch eine Partei. Welch staatstragende Bilder. Wie gut, daß wir hier in Ostwestfalen hinter dem Mond leben. Da bekommen wir die Auswüchse des Unionswahnes der Staatspartei nicht in voller Breite mit. Es reicht schon, wenn die kriechenden Schwachmaten Kauder und Po falla dann in den Staatssendern ARD und ZDF ihren Schleim absondern.

Muß ich Petra Geggus-Wiens kennenlernen?

readers-digest.jpg

Petra Geggus-Wiens (welch Name) ist richtig sorgfältig. Sie hat mir geschrieben und angekündigt, daß sie schon mal den Fahrplan von hier nach Stuttgart für den Mehdorn-Expreß studiert. Das ist nett. Zwar kenne ich Petra Geggus-Wiens (welch Name) noch nicht, aber die Werbung von „Reader´s Digest“ ist an schlichter Blödheit kaum zu überbieten. Wer weiß, welcher Bertelsmann da mal wieder die Adresse verkloppt hat.

Ich verzichte auf den angekündigten „möglichen Gewinn einer monatlichen Rente von € 2500,-„. Kann sich ja Petra Geggus-Wiens (welch Name) zusätzlich auszahlen lassen.

Bin ich nicht großzügig?

Die „Anstalt“ schreibt

p1040224.JPG

Grün wie die Hoffnung sind die häßlichen Umschläge eine der widerwärtigsten Einrichtungen deutscher Verwaltungidiotie. GEZ heißt die Truppe aus Köln, die zwangsweise Gebühren für unverschämten Schwachsinn, Kerners, Beckmanns und Gottschalks einzieht. Und die in ihrem Einzugswahn auch schon mal gerne Personen verwechselt, Forderungen stellt, die keine Grundlage haben und Menschen durch die Lande schickt, die sie „beauftragt“ hat. Nun bekommt sie Post zurück. Mal sehen, was sich daran wieder für ein Schrift-
wechsel anschließt, den man so selbst mit den Insassen einer geschlossenen psaychiatrischen Anstalt nicht führen würde. Mich gibt es nicht doppelt, auch wenn Ihr das unterstellt!

Ach, „Ehrenamtliche“ gibt es auch noch?

Millionen Menschen kennen die Situation: Im Verein stehen Vorstandswahlen an, aber viele Mitglieder kommen erst gar nicht oder suchen Ausflüchte, warum sie einen Posten nicht übernehmen können. Neben Verantwortungsscheu, Bequemlichkeit oder Zeitdruck bildete das Haftungsrecht bislang den Hauptgrund für die Enthaltsamkeit. Wer für Fehler mit seinem Privatvermögen geradestehen soll, überlegt es sich dreimal. Und wer es dennoch wagt, der sagt ganz offen, wenn auch überspitzt: »Mit einem Bein steht ein Vereinsvorsitzender immer im Gefängnis.« Diese Hürde für ehrenamtliches Engagement wollen Union und SPD beiseite räumen. Gut so! Der Bundestag sollte sofort zustimmen. Natürlich: Wer vorsätzlich oder grob fahrlässig handelt, muss zur Rechen – schaft gezogen werden. Aber doch nicht die, die nur das Beste für ihren Verein und die Mitglieder im Auge haben, sich aber in juristischen Fallstricken verheddert haben. Der Staat entlastet die Vorstände auch aus einem egoistischen Grund: Wer sich eine Rekordverschuldung aufbürdet, muss irgendwann bei Kultur-, Sport-, Brauchtums- oder Jugendförderung sparen. Und dann müssen Ehrenamtliche in die Bresche springen.

Liebes Westfalen-Blatt. Das habt Ihr klar erkannt. Ohne die „Ehrenamtlichen“ sähe es in dieser Republik mehr als mau aus. Aber die Berliner Junta hätte, ohne sich einen Zacken aus der überheblichen Krone zu brechen, durchaus noch mehr für die „Ehrenamtlichen“ und deren gesellschaftliches Engagement tun können. Aber die haben wohl keine Lobby wie „System-relevante“ Hütchenspielerbanken oder GM-Opel, die den staatlichen Almosenrahmen von 1,5 Mrd. Euro nicht mal ausschöpfen müssen. Die Frage ist allerdings, ob die verantwortlichen Ministerien überhaupt genau hingucken, wenn es um das Versenken von Steuergeldern geht. Hieß es nicht neulich noch, Opel habe nur Geld für „3 – 4 Monate“?

Bielefeld Perl Mongers?

dscn0054.jpg

Beim schnellen Suchen im Web stieß ich auf den Begriff „Bielefeld Perl Mongers„. Bis dato nie gehört. Bis es „click“ machte. Perl. Die Programmiersprache. Aber Mongers. Gut, daß man nachlesen kann und danach ein wenig schlauer ist. Aber warum assoziierte ich das im ersten Moment mit einer Branche, die schon zu nachtschlafener Zeit am Telefon hängt und „Guten Morgen, hier ist die Firma Bertelsmann“ brabbelt? War mir bisher nicht bewußt, daß man Bertelsmann unter 0521 969X-X erreicht……. Dann doch lieber Perl Mongers.

Das Merkelphone und „Manna vom Himmel“

merkelphone.jpg

Wer sich auf der Webseite des CDU-Kreisverbandes Bielefeld am Bild des ewig strahlenden Bielefelder Unionshelden Kleinkes vorbeigemogelt hat, wird irgendwann auf die nationalen Seiten der orangenen Partei geführt. Und bleibt hängen beim Jugendbild der Schönheit aus Templin. Mit einem damals noch riesigen Merkelphone wirbt sie für Siemens-Mobilfunk und die Mode der hängenden Mundwinkel. Gestern nun hat sie auch uns hier in der ostwestfälischen Diaspora erzählt, im „Himmel sei Jahrmarkt“: Mit mir keine Steuererhöhungen.

Donnalüttchen, dann kann das zweite Halbjahr ja beginnen. Ich dachte schon, wir müßten die ganz große Zeche bezahlen. Stattdessen schmeißt der liebe Gott Manna und jede Menge Kohle auf die deutsche Insel der Glückseligkeit.

„Freude schöner Götterfunken“. (O-Ton Wuido Gesterwelle, der 18-prozentige)

Arminen-Neuzüchtung im Bürgerpark?

img_9595.JPG

Schade. Eigentlich hätten wir gestern Abend im Bürgerpark an der Oetkerhalle sein wollen. Aber Andenken ist das Eine, wirklich Aufraffen das Andere. Erst „Comedian Harmonists“, dann Mendelsson-Bartholdys „Sommernachtstraum“ mit Symphonieorchester, überstrahlt von einem „Flashart“-Feuerwerk. Gesehen hätten wir auch gerne die von einem wirklich vorlauten Munde angekündigte Rosenneuzüchtung „H-H. Schwicks „Blaue Rose“, die angeblich im Rosengarten steht, der zum Bürgerpark gehört. Eigentlich können wir das nicht glauben. Zu seinem krönenden Abschluß als dienstältester Präsident eines Bundesligaclubs gehört doch eher rosa Heide, wenn es dereinst heißt: „Begrabt mich im Anstoßkreis der Alm“. Gerne, wenn es denn das Ende eines siegreichen Champions-League-Spieles wäre. Aber das ist so unwahrscheinlich wie eine blaue Arminen-Rose.

Dantes Buch

dsc01870.JPG

Angekokelt lag es auf dem Fensterbrett des „Dante“ in der Mauerstraße. Die Fenster sind zugeklebt. Auch der zwischenzeitliche neue Inhaber konnte das italienische Restaurant nicht wiederbeleben. Dabei schrieb auf „Quipe“ am 24. 10. 2008 mal ein „styles 76“:

Das Dante ist ein kleiner aber sehr feiner Italiener in einer Seitenstrasse vom Klosterplatz. Obwohl es recht versteckt liegt besteht es seit mehr als 6 Jahren (länger wohne ich noch nicht in BI), in einer Umgebung, in der in letzter Zeit leider immer mehr Gastronomie ihre Pforten schliessen muss. Das allein mag für manche schon ein Qulitätshinweis sein. Urig und stilvoll eingerichtet vermitteln die Räume ein mediterranes Flair. Meiner Meinung nach gehört das Dante zum oberen Viertel oder auch Fünftel der Restaurants in Bielefeld, entsprechend sind die Preise. Die Bedienung ist aussergewöhnlich freundlich und herzlich, hier bedient einen an ruhigen Tagen auch schonmal der Chef selbst. Die Speisen sind erlesen, gut zubereitet und schmackhaft, was man in dieser Preisklasse eben erwarten kann.

Ach ja. Sic transit gloria mundi. Ob das angekokelte Buch eine Rezeptesammlung oder Dantes „La divina commedia“ war, verrate ich nicht.

Dubiose Quelle-Praktiken?

28. Juni 2009, 11:09 Uhr „Geld weg bei Quelle“ von Icke
Beim Bezahlen meiner Quelle-Rechnung mußte ich feststellen, dass mein Geld nicht meinem Konto gut geschrieben wurde. Das Geld wurde einfach umgebucht. Wo ist das Geld hin? Von der Hotline erfährt man nichts. Nun kommen immer wieder Mahnungen und Mahngebühren. Eigentlich kann man nur alle davor warnen, weiterhin bei dem Versandhaus einzukaufen. Aus einem Forenbeitrag auf T-online zum Thema „Alle Quelle-Konten leergeräumt“.

Jetzt würde mich doch mal interessieren, ob die paar Überlebenskünstler im Quelle-Technikcenter auf der Herforder Straße und die vielen Bestellannahmen noch einen müden Cent sehen und ob überhaupt noch Ware nachkommt. Da ist wohl eine Menge faul im Staate Schickedanz.

Möntmann und die unendliche Unterseegeschichte der BfB

p1040222.JPG
So sieht Lobby aus, Lalalalalalaaaaaaaa. Ulrich Möntmann – Mitte – im Kreise seiner Lieben.

Der Untersee in der Verlängerung des Obersees in Schildesche ist eine uralte Geschichte. Seit den 60er Jahren spukt die weitere Pfütze in den Köpfen der BfB – Bürger für Bielefeld – im Rathaus herum. „20 Millionen Euro hat die Stadt bis heute für Gutachten, Planungen und Grundstückskäufe bisher ausgegeben“, verkündet das heute den Sonntagsgazetten beiliegende Werbeblatt der BfB. 20 Mio.? Aber holla. Bis heute gibts nichts Greifbares. Außer Projektentwickler Ulrich Möntmanns Plänen, die recht massive und teure Bebauung durch ihn vorsehen. Auf seiner Webseite findet sich zum Thema Untersee allerdings nur das:

zur Zeit befinden wir uns in der Bearbeitung, in Kürze finden Sie hier weitere Informationen.

Ulrich Möntmann? Da war doch was. Ach ja. Die ebenso unsinnigen wie das naß werden auf den teuren VIP-Plätzen der neuen Arminia-Tribüne in der AlmArena fördernde „Sky-Offices“. Von den oben thronenden Kästen tropft es nämlich bei Regen ziemlich auf die viel Geld Zahlenden. Dazu auf der Webseite:

Roland Kentsch erkannte sofort die Chancen für Arminia und kurze Zeit später erfolgte das grüne Licht auch durch den Vorstand, den Aufsichtsrat und den Verwaltungsrat. Ob der sensiblen Anwohnersituation entwickelten Architekt Stopfel und Möntmann Immobilien mit dem Verein hinter verschlossenen Türen fleißig weiter.

Und so trommelt die BfB weiter für Ulrich Möntmanns Pläne. Zum Beispiel das Ufer das Obersees mit Eigentumswohnungen pflastern.

Meinetwegen schabt den Untersee aus der Erde. Aber knallt die Ufer nicht mit teuren Möntmann-Bauten zu. Er wird nicht eine einzige „Führungskraft“ zusätzlich in die geduckte Metropole bringen.

Arm. BI nach Unterhachingen

In einer an Dramatik 🙂 und Choreographie:-) auf dem Nürnberger Norisring (ARD-Moderator Luffen: „Da fahren grad wieder 1000 PS vorbei“. Wow, 1000PS pro Auto in der DTM:-(((() nur von einem gewissen Kerner zu überbietenden Darbietung zog Glücksfee Renate Lingor vom DFB das erste Los der kommenden Zweitligasaison für Arm. Bielefeld: Die Almdudler treten in Unterhaching an. Aber: Der DFB-Pokal hat ja seine eigenen Gesetze.

Schwere Zeiten für Bielefelder Drahtesel

drahtesel.jpg

Radfahrer zu sein, ist in der Metropole zur Zeit auch kein Ponyhof. Jede Menge aufgerissene Bürgersteine, mal ganz abgesehen von der Detmolder. Ab Montag wird das Dreieck Niederwall-Detmolder-und vom Adenauerplatz her kommend vor dem Gerichtszentrum bautechnisch in die Renovierungsmangel genommen. Da noch mit dem Rad fahren zu wollen, grenzt ein wenig an Masochismus.

Ostwestfälische Teichmode

p1040205.JPG

Das Spezialgeschäft in der Metropole hatte ein wasserdichtes Stiefel-Latzhosen-Gebilde in genehmer Größe vorrätig. So wurde der Gang in den Teich hinterm Haus zu einem echten Catwalk. Die Fische staunten nicht schlecht, immerhin haben sie nun wieder wesentlich bessere Sicht auf die Dinge des Lebens. Wie schon mal geschrieben, wachsen Schilf und Rohrkolben und Gebüsch in diesem Jahr stärker denn je.

Arm. BI verkauft mehr Zweite-Liga-Dauerkarten als 2003/2004

Auf der Websiete der Arm. Bielefeld steht:

Der freie Verkauf für Dauerkarten der Saison 2009/2010 beginnt am Montag, den 29. Juni, um 9 Uhr. Nach Ende der Reservierungsfrist für Dauerkarten-Inhaber der letzten Saison sind für die SchücoArena bisher bereits rund 4600 Saisontickets verkauft worden. Zum Vergleich: In der letzten Zweitligasaison (2003/2004) waren es am ersten Spieltag, also zu einem wesentlich späteren Zeitpunkt, nur 3600 Dauerkarten.

Offensichtlich erwarten sich die Fans von der 2. Liga eine ganze Menge. Immerhin geht ja der Erstliga-Absteiger in nahezu jedes Spiel als Favorit.

Bauernhausmuseum mit Problemen

bauernhausmuseum.jpg

Westfalens ältestes Freilichtmuseum ist das Bielefelder Bauernhausmuseum an der Dornberger Straße 23. 1917 vom Historischen Verein für die Grafschaft Ravensberg eröffnet, arbeitet man heute mit finanzieller Unterdeckung. Eigentlich schade. Da ließe sich doch was machen, Ihr Oetkers, Mieles, Gildemeisters? Geht ja schließlich nicht um Millionen. Die im Bild oben gezeigte Bockwindmühle ist das Wahrzeichen des Museums.

Was hatte Obama im Tee?

Beim Antrittsbesuch von Angela Merkel in den USA legt sich Präsident Barack Obama mächtig ins Zeug, um auf die Kanzlerin zuzugehen. So bezeichnet er Merkel als „meine Freundin“. Später wird er fast etwas pathetisch, als er nach Deutschland gefragt wird. Einen „warmen Platz“ werde Deutschland immer in seinem Herzen haben, sagt der Präsident der USA. Und wieder überhäuft er im nächsten Atemzug die Kanzlerin mit Lob und beschreibt sie als pragmatisch, intelligent und vertrauenswürdig.

Ach du lieber Himmel. Hatte man ihm was in den Tee getan? Von der Masse der Bevölkerung wird diese Frau entscheidend anders gesehen. Da helfen auch die getürkten angeblichen „über 60% mögen sie“-Umgfragen eines gewissen Forsa-Güllner nichts. „Lahm“, „Taktierend“, „Entschlußlos“, „Nicht immer ehrlich“ heißen die Attribute für die Rouladenbraterin mit dem inoffiziellen Titel „Fregatte von Meck-Vop“.

Nur „gut gemeint“?

p1040203.JPG

Ziemlich hasig, was die NW da heute auf Seite 1 titelt. „Bestimmt nur gut gemeint“. Als ob ein Abkomme der Albrecht-Familie, die bei unbotmäßigem Handeln die Kinder zum Brennesselpflücken mit bloßen Händen schickte, etwas „gut meint“. Der Bericht im Innenteil spricht dann allerdings eine andere Sprache. Wie wenig Ahnung die Kekstante von den Zusammenhängen, Fakten und dem Internet hat, zeigt sich in einem Gespräch in der „Zeit„, das die Initiatorin der umfangreichsten Bundestagspetition (über 134.000 Zeichner), Franziska Heine, und die weltferne Ministerin führten. Wie sich solch ein Mensch in einem Ministerstuhl halten kann, weiß nur ihre Chefin, die Rouladenbraterin.

Wellensiek und „Lange Lage“

„herc“ fragt nach den Ursachen für die sich häufenden Wohnungsangebote im Wellensiek. Es könnte einen Zusammenhang geben zwischen dem kommenden Mammutbauwerk „Neue FH“ in der Langen Lage und dem nicht weit entfernten Wohngebiet „Wellensiek“. Hat ja nicht jeder Lust auf Baulärm und später mal weitere Studis in Heeresstärke.

p1040202.JPG

Wellensiek Siedlung und der Massenauszug ?

Mir fällt in letzter Zeit eine stark gehäufte Zahl von Wohnungsangeboten in www.immonet.de auf. z.b.

http://www.immonet.de/exposeansicht.do?public_id=12425181

http://www.immonet.de/exposeansicht.do?public_id=12425184

allein heute bekam ich eine email von immonet mit 5 (!!) Wohnungsangeboten für den Wellensiek.  Was passiert da? Kommen jetzt die vermuteten Mietpreiserhöhungen ? Warum wird in immonet dann noch der alte Mietpreis angegeben? Hat jemand weitere Informationen?

Ich wäre ja fast einmal dort eingezogen.. Es ist doch eine schöne Gegend (etwas ruhig zwar) und direkt neben der Uni – perfekt für Uni-Mitarbeiter.

Keine Mehrwertsteuerhöhung? Wenn „de Oeddinga“ das Maul aufmacht…

Als erster Spitzenpolitiker der Union hat Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger gestern dafür plädiert, den ermäßigten Mehrwertsteuersatz zu erhöhen. Der günstigere Satz gilt etwa für Lebensmittel, Bücher und Bustickets. Zuvor hatte die CDU-Parteispitze in Berlin Forderungen nach einer solchen Anhebung des Steuersatzes strikt zurückgewiesen.

Der ermäßigte Mehrwertsteuersatz liegt derzeit bei sieben Prozent. Er gilt unter anderem auch für Blumen und Tierfutter. Er soll sicherstellen, dass sich auch ärmere Menschen Lebensmittel sowie Bücher, Zeitungen, Bustickets und Eintrittskarten für kulturelle Veranstaltungen leisten können. Allerdings sind in den vergangenen Jahrzehnten so viele Ausnahmeregelungen hinzugekommen, dass selbst Experten den Überblick verloren haben. Alle Versuche, das Dickicht zu lichten, sind bislang gescheitert.

„Anpassung auf bis zur Hälfte ist denkbar“

Oettinger trat gestern im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung dafür ein, den ermäßigten Satz von sieben auf 9,5 Prozent anzuheben. „Eine Anpassung auf bis zur Hälfte ist denkbar“, sagte er mit Blick auf den vollen Mehrwertsteuersatz, der seit Anfang 2007 bei 19 Prozent liegt.

De Oeddinga. Da guck emoal. Lügt schon, bevor er überhaupt das Maul aufgemacht hat. Aber diesmal sind sie vor der kommenden Butawahl „besonders ehrlich“. Man sollte ihm die Maultäschle mitsamt dem Daimler, Porsche und Bosch um die Ohren hämmern. In der Riege der großen dummen Minipräsen steht er ziemlich weit oben, de Oeddinga. Die Mehrwertsteuererhöhung wird kommen wie das Amen in der Kirche. Treffen wird sie genau die, die sie treffen soll: Die ganz unten. Die den Großteil ihrer wenigen Kröten für genau das ausgeben müssen, was im extrem verengten Blick des Baden-Württembergischen Schwachkopfes steht.

Zensurfans denken sich neue Tricks aus

Fefe“ läßt nicht locker, die Machenschaften der politischen Zensurfans anzuprangern:

Im Deutschlandfunk haben sie offenbar gerade erzählt, dass die Innenministerkonferenz beschlossen habe, den Zugriff auf Kinderpornographie unter Strafe zu stellen. Ist noch nirgendwo online, sonst würde ich drauf linken. Es soll wohl kein Verbrechen werden (Mindeststrafe 1 Jahr), somit müßte der Versuch separat unter Strafe gestellt werden, und davon haben die nichts gesagt. Aber schlimm genug. Das heißt: IP auf einem Kinderporno-Server gefunden — Handschellen klicken.

Und das heißt dann eben auch, dass ein versteckter Iframe mit einem Link zu einer Kinderpornosite reicht, um jemanden in den Knast zu bringen. Cross Site Scripting wird dadurch zu einer ernstzunehmenden Sicherheitslücke. Und ich kann nur fordern, was ich schon längst hätte fordern sollen: zieht die Innenministerkonferenz endlich aus dem Verkehr, bevor sie noch mehr Schaden anrichten!

Update: Falls jemandem die Implikation nicht klar ist: dann kann auch der CCC nicht mehr legal die geleakte Zensurliste prüfen, um zu gucken, ob da wirklich Kinderpornographie drauf ist.

Update: Waren die Justiz- und nicht die Innenminister. Noch schlimmer. Aber nicht dass jetzt jemand denkt, die Innenministerkonferenz müsse nicht trotzdem aus dem Verkehr gezogen werden! (Danke, Jan)

So ist das eben, wenn man Politiker ist und gehörig einen an der Waffel hat. Man sollte sie wegsperren.