Archiv für den Monat: Mai 2009

Spielverderber

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Mensch, Hans-Georg, Schorschi-Bub. Uns hättste das doch ruhig sagen können. Hömma, bei so einem „Institut des öffentlichen Rechts“ sollte es nicht unbedingt Geheimnisse geben. Oder? Heut schon mal die Lehman-Beschissenen gezählt?

OB David kontert DSC-Kentsch:“ Geholfen, wenn Arminia in Not war“

Ich bin wahrlich nicht mit allem einverstanden, was OB David so getan hat und tut. Aber was er der Kritik des Herrn Kentsch bezüglich der Stadt Bielefeld auf NW online heute entgegenhält, findet meine volle Unterstützung:

Einen Tag nach der von Roland Kentsch (Finanzgeschäftsführer Arminia Bielefeld) bemängelten geringen Unterstützung des von ihm geführten Vereins durch die Stadt Bielefeld meldete sich Oberbürgermeister Eberhard David zu Wort. Man habe Arminia immer zur Seite gestanden, sagte David in einem Interview mit Radio Bielefeld. Als Beispiel führte er unter anderem die gemeinsame Bewerbung für die Fußballweltmeisterschaft der Frauen im Jahr 2011 an.

Außerdem habe die Stadt Bielefeld dem Verein immer dann geholfen, wenn Arminia in Not gewesen sei. David forderte, dass „sich der Vorstand auch einmal reflektiert oder reflektieren lässt“. Man müsse sich auch zu Fehlern bekennen und bereit sein sie auszumerzen, sagte er. Der Oberbürgermeister sprach von einem notwendigen geordneten Neubeginn im sportlichen und administrativen Bereich, um die Rückkehr in die Erste Liga so schnell wie möglich zu schaffen.

Roland Kentsch hat offensichtlich die Bodenhaftung verloren, weil er weiß, daß die Fans seinen Arsch fordern werden.

Kennen Sie JusProg e.V.???

Wenn man dem Jugendschutzfilter JusProg Glauben schenkt, ist das politische Netz und auch Telepolis jugendgefährdend. Internetanbieter, deren Geschäftsmodell Inhalte sind, die vom Gesetz als jugendgefährdend angesehen werden, haben in Deutschland ein Problem. Sie müssen Vorkehrungen treffen, dass zu beanstandende Inhalte nicht von den lieben Kleinen aufgerufen werden können. Eine dieser Vorkehrungen sind sogenannte Filterprogramme, die von den Eltern installiert werden und den Zugriff auf indizierte Seiten sperren. Was aber, wenn diese indizierten Seiten gar keine fragwürdigen Inhalte enthalten, sondern politische Inhalte, die vielleicht nicht jedermanns Geschmack sind?

In der Schwarzen Liste des Filteranbieters JusProg e.V. finden sich massenhaft alternative Medien wie beispielsweise Telepolis oder die Nachdenkseiten, die offensichtlich nach Einschätzung der Hamburger Jugendschützer nicht für Jugendliche geeignet sind. Auch die Internetseiten der Grünen und der Piratenpartei sind nach Einschätzung von JusProg jugendgefährdend.

Dies alles wäre lediglich eine weitere Internetposse unter vielen, wenn nicht ausgerechnet JusProg als einziges Filtersystem zu einem Modellversuch der staatlichen Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) zugelassen wäre. Ein Filtersystem mit staatlicher Rückendeckung, das die Informationen einzelner Parteien unterdrückt, wäre allerdings ein Verstoß gegen das Parteiengesetz, welches in §5 die Gleichbehandlung aller Parteien einfordert. Quelle: Spiegelfechter.

Jaja. Zensurullas Ideen greifen weit. Pech nur, wenn man sich die falschen „Verbündeteten“ ins lächerliche Weltbild holt. Also, jut aufpassen: Verantwortlich für JusProg e.V. ist ein gewisser Mirko Drenger. Wenn man seinen Namen in Google eingibt, kommt das:

Mirko Drenger wird Geschäftsführer des Erotikportals Fundorado

Fundorado hat einen Geschäftsführer ernannt: Mirko Drenger war vorher Einkaufsleiter des Flensbruger Erotik-Versands Orion und bereitet nun den Start des Erotikportals im Herbst vor. Fundorado ist ein Joint-Venture von Orion, dem Internet-Provider Freenet und dem Webtechnik-Spezialisten Audiofon. Das Portal soll gegen Zahlung einer Pauschale von 9,95 Euro dem User ein breites Spektrum von erotischen Angeboten von Fotos über Streams bis zu Webcam-Übertragungen bieten.

Ich lache immer noch….. Unterstützt wird der Vogel von zB. BILD.de (Mit den dicken Titten vornedrauf und den einschlägigen Tips), „Berlin intim……clever poppen!“. Das ist also Kekstochters „Allianz“, die andererer Leute Webseiten zensiert? Sorry, dieses Land und insbesondere seine Berliner Junta ist völlig durchgeknallt.

Die Last mit den Lade – und Lieferzeiten

Nach den Beobachtungen des städtischen Ordnungsamtes und der Polizei nutzen Lieferanten und Radfahrer die Einkaufsstraßen verstärkt auch außerhalb der zugelassenen Zeiten. Des Weiteren ist in den umliegenden Straßen eine erhöhte Nutzung der Liefer- und Ladezonen als Langzeitparkplatz festzustellen. Dieses Verhalten schlägt sich unter anderem auch in der Zahl der Anwohner-Beschwerden nieder.

Die Stadt Bielefeld und die Polizei werden daher vor allem im Monat Juni intensiv die Fußgängerzonen sowie die angrenzenden Liefer- und Ladezonen kontrollieren. In den Einkaufsstraßen wird verstärkt auf Falschparker, Lieferanten außerhalb der Lade- und Lieferzeiten sowie auf Fahrradfahrer geachtet. In den Liefer- und Ladezonen richtet sich das Augenmerk der Behörden insbesondere auf Falschparker. Ziel ist es, die Anzahl der Fahrzeuge, die außerhalb der Lade- und Lieferzeiten die Fußgängerzonen befahren, zu minimieren und die Radfahrer zu bewegen, ihr Fahrrad in den Fußgängerzonen zu schieben oder diese zu umfahren.

Liebe Stadt Bielefeld, deren Pressemitteilung das ist, ihr macht es Euch einfach zu schwer: Landfahrer, die von Osnabrück oder Gütersloh, Herford oder Münster ankommen, leitet Ihr wie früher bei Ein -, Zwei – oder Dreischlingen in einen bewachten Halt und chipt die Arme der Fahrer. An die Wägen kommen Abhör – und Überwachungsanlagen. Gibts im Tiefparterre bei Karstadt. Wolfgang Schäuble berät Euch gerne. Dann kann so ein wildes Parkieren außerhalb der genehmigten Lade – und Lieferzeiten auch nicht passieren. Wo kommen wir denn hin, wenn vor Böckelmann 40 Tonner stehen, gell? Dann braucht Ihr keine Streifen mehr und könnt mit umgehängten Plakaten für den Herrn Kentsch vom Erstliga-Versager Arm. Bielefeld Reklame für die Spiele gegen Duisburg, Paderborn und Rostock und so laufen.

Kentsch: „Stadt hat uns nicht angemessen unterstützt“

Roland Kentsch nahm vor allem die Stadt Bielefeld in die Pflicht. Die Kommune trage eine Mitschuld, weil sie anders als Städte anderer Profivereine wie Aachen oder Mainz dem Verein nicht ausreichend unter die Arme greife. „Sämtliche Belastungen des Stadions wurden in die Hände des Klubs gelegt“, sagte Kentsch. Dadurch wären die knappen Mittel im sportlichen Bereich zusätzlich begrenzt gewesen. „Die Stadt muss sich fragen, ob man den wichtigsten Imageträger angemessen unterstützt hat. (NW-online). Das sagte Geschäftführer Finanzen Roland Kentsch beim „Arminenstammtisch“ Montagabend, der auf Radio Bielefeld und nicht öffentlich stattfand, da man wegen möglicher Relegationsspiele nicht wußte, wo sich Arminia zur fraglichen Zeit befinden würde.

Nun denn, lassen wir das mal so stehen. Die Mannschaft von Arm. Bielefeld stellt nach wie vor der Verein zusammen, der Verein spielt und nicht die Stadt. Den Trainer stellt der Verein. Niemand von der Stadt hat wohl gesagt: „Erfüllt die Lärmschutzaufgaben, indem ihr 15 – 18 Millionen statt möglicher 10 Millionen verbaut“. Irgendwie riecht das alles nach „weiterwurschteln“.

Armutszeugnis für Große Koalition, ehemalige Schröder-Junta und Birne Kohl

Wie sozial ist Europa? Dazu liegt jetzt eine Studie der Berliner Organisation Berlinpolis vor, die eindeutig aufzeigt, was unter GAZgerd und später Templins ganzem Stolz der gehobenen Rouladenbraterei, Dr. Angela „IM Erika“ Murkel in Deutschland konkret politisch versaut wurde:

Die Bundesrepublik kann sich zwar verbessern, landet aber noch immer hinteren Mittelfeld. Die Schwächen und auch Stärken des deutschen Systems werden in der vergleichenden, indikatorbasierten Untersuchung offenbar. Über die fünf untersuchten Dimensionen, die jeweils mehrere Einzelindikatoren zusammenfassen, erreicht Deutschland folgende Ergebnisse:

· Platz 24 und damit Schlusslicht beim Generationenverhältnis,
· hinteres Mittelfeld (Ränge 17 und 18) in den Bereichen Arbeitsmarktchancen sowie Bildung- und Ausbildung,
· Rang 12 und somit vorderes Mittelfeld in der Dimension Einkommensverteilung und soziale Absicherung,
· Platz 9 und damit knapp hinter der Spitzengruppe im Bereich Geschlechtergleichstellung.

Vorne liegen die skandinavischen Länder. Die komplette Stdudie mit den Ergebnissebn deutschen Politikversagens von Kohl über Schröder bis Merkel kann man hier herunterladen.

Pfingstsonntag: Brötchen bei Aral tanken

Der Streit um die Ladenöffnungszeiten scheint in diesem Land wohl nie zu Ende zu gehen. Zwar hat sich die Politik in den vergangenen Jahren in Sachen Ladenschluss deutlich bewegt. Aber die Bedenkenträger pflegen immer noch ihre Nischen. Ganz seltsame Ecken sind das oft. Beispiel Pfingstsonntag. Warum da kein Bäcker Brötchen verkaufen darf, der Tankwart nebenan aber doch – muss man das verstehen? Wenn die CDU an dieser seltsamen Regelung mit dem Argument festhält, so die religiösen Gefühle vieler Menschen zu schützen, wirft das weitere Fragen auf. Und die gehen schnell ins Absurde: Warum ist ein Tanke-Brötchen unter religiösen Gesichtspunkten besser als ein Bäcker-Brötchen? Im Ernst: Warum dürfen Kaufleute ihre Waren und Dienstleistungen nicht generell dann anbieten, wenn es dafür Nachfrage gibt? Das würde Anbieter und Kunden freuen. Aber im „modernsten Ladenschlussgesetz der Republik“ (so die CDU) ist das nicht vorgesehen.

Dann stellen wir uns mal auf Karawanen von Tankstellenanfahrern auf Herforder und Detmolder ein, auf der Suche nach dem krossen Croissant und dem knackigen Brötchen. Minipräses Rüttgers sein Frau hat wahrscheinlich eine schwarzgelbe Backmischung zuhause und bäckt „nach Pinkwarter Art“. Hoffentlich gelingt ihr die gelbe Glasur auf dem schwarz verkohlten Brötchen.

Da kriegste frischen Dreck zu riechen

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Wenn ein Unternehmer seinen Laden nicht in Ordnung hat, schwafeln die leitenden Angestellten jeder für sich vor sich hin. Übertragen auf die Politik hat die Brandenburgische Kanzlerindarstellerin offensichtlich ihren Laden auch nicht im Griff.

Meine aus Pommern stammende Mutter sagte in ihrer drastischen Art immer, wenn die Nase kribbelte:

„Da kriegste frischen Dreck zu riechen“.

Heute in der Früh kribbelte sie gewaltig und der Dreck ließ keine Sekunde auf sich warten:

Wirtschaftsamateur Guttenzwerg will „Opel zerschlagen“
Die Junta plant Steuersenkungen für Unternehmen (Damit Porsche weiter Roulett spielen kann)

Im „Politbüro“ der Arm. Bielefeld ziehen derweil Präses Schwick („Begrabt mich dereinst im Anstoßkreis der Alm“) und der blutleere Herr Kentsch keineswegs das Büßerhemd an. Mit 13.500 Zuschauern pro Spiel als Schnitt planen sie die Zukunft in der Bedeutungslosigkeit der 2. Liga. Man sollte jedem Zahlenden gleich 2 Plätze gegen den FSV Frankfurt andienen.

3. Juni: RTL-Dreck einfach abschalten

Einer hervorragenden Einschaltquote kann sich RTL am 3. Juni sicher sein, aber ob der Kölner Privatsender mit der Dokumentation »Erwachsen auf Probe« seinem Ansehen einen Gefallen tut, ist höchst fraglich. Eltern überlassen in der Sendung ihren Nachwuchs vier Tage lang Teenagern, die die Tücken und Herausforderungen der Kindeserziehung kennenlernen sollen. Das Prinzip Babytausch hat soviele Gegner hervorgerufen wie kaum eine Sendung zuvor. Der Deutsche Kinderschutzbund, die Evangelische Kirche, Psychotherapeuten und der Landschaftsverband Westfalen-Lippe wettern genauso dagegen wie Landesmedienanstalten, Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen und Saarlands Ministerpräsident Peter Müller (CDU). Sie alle mahnen zurecht: Mit Kleinkindern macht man keine Experimente! Auf den ersten Blick scheint es verfrüht oder leichtfertig zu sein, eine Sendung zu verdammen, die noch gar nicht ausgestrahlt wurde. Aber wenn das ihr zugrundeliegende Konzept fragwürdig ist, rechtfertigt dies deutliche Worte im Vorfeld. Dass Babys wie Spielzeug an Wildfremde ausgeliehen werden, ist ungeheuerlich. Dies kann zu Bindungsstörungen führen. Gerade in den ersten Monaten und Jahren ist das Bedürfnis der Kinder nach Bindung, festen
Bezugspersonen, entscheidend. Wer sie ohne zwingenden Grund von der Mutter trennt, setzt sie Stress aus und nimmt möglicherweise posttraumatische Störungen billigend in Kauf. Aber für spätere Auffälligkeiten hat RTL ja seine Geheimwaffe, die Super-Nanny. Der Privatsender betrachtet Babys als Verfügungsmasse der Eltern. Wenn Mutter oder Vater zustimmt, ist angeblich alles in Ordnung. Das ist es aber nicht. Bei der obskuren Sendung »Frauentausch« auf RTL 2 entscheiden erwachsene Frauen aus freien Stücken, ob sie ein paar Tage in einer anderen Familie und mit einem anderen Mann verbringen wollen. Beim Babytausch dagegen werden Kleinkinder als willenlose Objekte vor den Karren kommerzieller Zwecke gespannt: RTL will mit
ihrem Geschrei, ihren vollen Windeln und den hilflosen Gesichtern der Erzieher auf Zeit Quote machen, über Werbespots Geld verdienen. Die Behauptung, man wolle minderjährige Mädchen vor unbedachten Schwangerschaften warnen, ist nur vorgeschoben. Ginge es darum, ließe sich das Ziel nämlich auch anders erreichen. Durch Berichte etwa über den Babysimulator, jene Computerpuppe in Schulen, die deutlich macht, dass Erziehung kein Zuckerschlecken ist. Oder warum begleitet RTL junge Eltern nicht mit der Kamera bei der Erziehung ihrer Kinder und lässt Teenager im Studio Fragen stellen? Weil die Sendung nicht spektakulär genug ausfiele. Auffallen aber garantiert in unserer Fernsehwelt Aufmerksamkeit und schafft die Voraussetzung für eine hohe Einschaltquote. Aber nicht jeder mag Fernsehen, bei dem erst die Sensation und dann die Ethik kommt. Deshalb empfehle ich für den 3. Juni: Sendertausch per Fernbedienung.

Tja, liebes Westfalen-Blatt. Der Dreckssender, hinter dem die charakterlosen Geschäftemacher mit der bigotten Familie an der Spitze aus dem Gütersloher Straßendorf stehen, hat aber genau das erreicht, was er wollte: Remmidemmi um des Remmidemmi willen. So war das damals schon mit dem hirnrissigen „Big Brother“. Ich kenne Menschen, die sich auch heute noch davor setzen und sich den absoluten Schwachsinn anschauen. Unbegreiflich und jede Diskussion überflüssig.

Bayernidiotie ginge auch hier

Auf gulli:news wird von Aktionen bayerischer Verwaltungs – und Schnüffelidioten berichtet, die hier durchaus auch täglich passieren:

Bereits vor einigen Tagen berichteten wir über eine Hausdurchsuchung, deren Verhältnismäßigkeit getrost mit einem Fragezeichen versehen werden darf. Jetzt haben uns weitere Informationen zu drei ähnlichen Fällen erreicht. Es scheint so, als wäre der vorangegangene Monat in Bayern derjenige gewesen, bei dem die unverhältnismäßigsten Eingriffe in die Grundrechte von deutschen Bürgern ausgeführt wurden, die per Tauschbörse urheberrechtlich geschützte Werke verbreitet hatten.

Der erste Fall hat sich offensichtlich Anfang April diesen Jahres abgespielt. Ein Richter am Amtsgericht München unterzeichnete hierbei einen Hausdurchsuchungsbeschluss für das urheberrechtlich geschützte Filmwerk „Slumdog Millionär“. Die DVD ist bei Amazon für 17,95 Euro käuflich zu erwerben.

Der zweite Fall stammt von Mitte April 2009. Hier hat ein Richter am Amtsgericht Augsburg eine Hausdurchsuchung genehmigt, weil der Verdächtige das Werk „The Westerner 2: Fenimore Fillmore’s Revenge“ illegal heruntergeladen und verbreitet haben soll. Das Spiel kostet im Handel lediglich 39,95 Euro.

Besonders interessant ist jedoch der Kommentar der zweiten Person, deren Haus durchsucht wurde. Diese hielt gegenüber Abmahnwahn-Dreipage fest: „Danach schrieben die Beamten noch ein Protokoll über die Hausdurchsuchung (HD), was sie alles beschlagnahmt hatten und schon waren die wieder weg. Die HD dauerte etwa 45 Minuten. Als man meine PCs einlud, sah ich, dass sie bereits einen PC im Kofferraum hatten und hab gleich einmal nachgefragt, ob ich heute nicht der Erste wäre. Ich bekam zur Antwort: ‚Nein sie sind nicht der Erste. Wir stellen uns immer Routen zusammen, wo wir dann mehrere Hausdurchsuchungen durchführen, aber meist ist es wohl wegen Musikdateien.'“

Der dritte Fall ist etwas anders geartet. Der Hausdurchsuchungsbeschluss stammt hier von Anfang Mai 2009 und kommt ebenfalls vom Amtsgericht Augsburg. Dieses genehmigte eine Hausdurchsuchung für zwei MP3s. Es handelt sich dabei um die Tracks „I Listen To Music“ von D.D. Alliance (1,29 Euro) sowie „Givin The World To You“ von Josh Jackson (1,29 Euro). Es scheint gerade so, als hätte die Unverletzlichkeit der Wohnung, ein festgeschriebenes Grundrecht, im Falle von Urheberrechtsverletzungen gerade einmal einen Wert von einer MP3. Besonders pikant auch die Begründungen in den Hausdurchsuchungsbeschlüssen: Im Falle von Slumdog Millionairs teilt man folgendes mit: „Die Staatsanwaltschaft bejaht (ein) besonderes öffentliches Interesse an der Strafverfolgung aufgrund des Verbreitens vor den offiziellen Kinostart.“ Für das PC-Spiel The Westerner 2: Fenimore Fillmore’s Revenge lautet die klare Ansage: „Die Staatsanwaltschaft bejaht (ein) besonderes öffentliches Interesse an der Strafverfolgung aufgrund des Verbreitens vier Tage nach Verkaufsstart.“ Besonders hervorzuheben ist jedoch eine Textpassage aus dem Hausdurchsuchungsbeschluss wegen der zwei MP3-Dateien: „Die Staatsanwaltschaft bejaht (ein) besonderes öffentliches Interesse an der Strafverfolgung.“

http://www.gulli.com/img/hausdurchsuchung-Lupe.jpgTreffenderweise hat sich Abmahnwahn-Dreipage mit dem bekannten Strafverteidiger Udo Vetter unterhalten und ihn zu diesen Hausdurchsuchungen befragt. Auf die Frage, ob er von ähnlichen Fällen wüsste, erklärte dieser: „Unrechtmäßige Hausdurchsuchungen sind an der Tagesordnung. Meist geht es in einem solchen Stadium jedoch nicht um Profilierung, sondern die Durchsuchung ist Resultat von Trägheit und Unkenntnis. Trägheit, weil man sich halt Arbeit spart, wenn man gleich beim Beschuldigten einmarschiert, statt vernünftig zu ermitteln. Unkenntnis, weil viele Behörden noch nicht in der Informationsgesellschaft angekommen sind.“(Firebird77)

(via abmahn-dreipage, thx!)

Ob sich mal einer der veranlassenden Schwachmaten die Mühe gemacht hat, Aufwand, Kosten, Verhältnismäßigkeit gegeneinander abzuwägen? Muß er ja nicht, Polizeistaaten und Internetzensierer stellen solche Rechnungen nicht an. Die laden ein und fertig. Heißt man Zumwinkel etc. geht das gegen eine kleine Geld“buße“ aus der Portokasse ab. Andere kostet es eventuell die Existenz. War es das, was der mit der Stimme einer verirrt-verwirrten Grünen („Ich will endlich mal auffallen und entdcke mein Gewissen, das ich sonst nicht habe“) bereits im ersten Wahlgang wiedergewählte Stockfisch Bundeshorst meinte, als er glucksend ausrief: „Deutschland geht rosigen Zeiten entgegen“. Fragt sich nur, für wen.

Trotzdem: Blau kann wunderschön sein

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Schließlich ist es doch die Farbe Ostwestfalens. Manchmal ist es aber auch ein Zustand. Hervorgerufen durch diverse Irritationen von sportlicher, politischer und gesellschaftlicher Seite. Nein, nein. Arminia ist abgehakt. Ich habe allerdings angekündigt, mir das erste Spiel in der zweiten Liga anzuschauen und die leere teure Roland-Kentsch-Gedächtnistribüne in der Sonne vor mir liegen zu sehen.

SchwickKentsch-Mohr gesichtet

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Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen wurde gemeldet, der SchwickKentschMohr sei in der Melanchthonstraße nahe Eingang Roland-Kentsch-Giganto-Tribüne gesichtet worden. Noch diese Woche erwarte man die völlige Verdunklung der Gesichtsfläche. Ferner habe man ihn mit einer Tüte voller Bußgewänder gesehen, mit denen er dann auf den Kaviarrängen der neuen Haupttribüne Zweitligagesänge einstimmen werde. Wie ferner berichtet wird, ziehen sich weder Präses Schwick, dessen sehnlichster Wunsch es ist „dereinst im Anstoßkreis der Alm begraben“ zu werden und Finanzjongleur Kentsch, in dessen Adern Zahlen statt Fußballblut zirkuliert, Schuhe an, die eine kräftige Mitschuld erkennen lassen. Aus Aufsichtsratskreisen hieß es lapidar: „Wir haben alle Heimspiele mit verbundenen Augen gesehen. Der Sekt war kühl, die Cateringbedienungen blond und nett und die Schittchen ganz köstlich“.

Mohr Detlev hat seine Schuldigkeit bei Arm. Bielefeld getan. Muß er nun gehen?

Tiefensee hält Bielefeld für Gütersloh. Muuuaaargggg!

Aus einer dpa-Meldung:

Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) hatte bei einem Betriebsausflug mit seinen Mitarbeitern aus Bonn und Berlin offenbar leichte Orientierungsprobleme. Die 420 Beschäftigten reisten laut „Focus“ am vergangenen Dienstag per Zug vom Rhein und von der Spree nach Bielefeld. Wie das Magazin am Sonntag vorab berichtete, begrüßte der Minister die Beamten aber laut mit „Herzlich willkommen in Gütersloh!„.

Ach ja, der Wolfi Tiefensee. Immer für einen Joke gut. Mit viel Freude und Spaß inne Backen erinnern wir uns an das Kasperle-Theaterstück: „Mehdorn und der Tiefensee“.

Arminen-Vorstandsklatsche im DSF

Die, die bei Arm. Bielefeld die Weisheit mit Riesenlöffeln gegessen haben, kommen beim heutigen aktuellen „Doppelpass“ auf dem TV-Sender DSF erschütternd schlecht weg. In der Runde aus Trainern, Managern und Journalisten gab es nur verständnisloses Kofschütteln für die Schwick – („Begrabt mich dereinst im Anstoßkreis der Alm“) Kentsch-Aktion, Michael Frontzeck einen Spieltag vor Schluß zu beurlauben. „Was hätte Jörg Berger denn noch wirklich erreichen können?“ brachte es der ehemalige Trainer Udo Lattek auf den Punkt.

PS: Nicht vergessen werden sollte die Riege der Aufsichtsräte, die die Geschäftsführung der Arminia eigentlich kontrollieren soll. Mit H.-H. Schwick („Begrabt mich dereinst im Anstoßkreis der Alm“) an der Spitze schliefen gemeinsam im trauten Kreis bei Kaviarhäppchen eines Gütersloher Caterers:

Aufsichtsrat

Hans-Hermann Schwick (Vorsitzender)
Ralph Anstoetz
Ulf Bosse
Klaus Daudel
Klaus Langenscheidt
Norbert Leopoldseder
Peter Walpurgis
Wolfgang Brinkmann
Paul von Schubert

Es hat die Region im Griff

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Man kommt einfach nicht an der erneuten Arminia-Katastrophe vorbei. Selbst Urlaubsheimkehrer aus dem hohen Norden lassen kein gutes Haar an dem Klub, der „Leidenschaft“ auf seine Fahnen geschrieben hat. Und so mancher fragt sich, warum Wolfsburg, Cottbus, Bochum, Köln und Mögladbach besser sind als der Klub aus dem Landstrich, wo einst Arminius die Römer vertrieben hat. Man stelle sich das heute mal vor: Arm. Bielefeld gegen den AS Rom. Das ginge aber anderster aus.

Bei Arminia legt man eben viel mehr Wert auf eine Super-Homepage, exzellentes Merchandising, Brötchen und Brot, das man bei den Bürenkempers kaufen kann, „Business Seats“ und „Sky Offices“ und viel Remmidemmi das ganze Jahr über. Da kann eine Bundesligamannschaft doch schon mal zur Staffage werden. Oder? Vor allem, wenn man einen Trainer holte, der zuvor Alemannia Aachen gut ramponiert hatte…..

Hat eigentlich der „Jahrhunderttrainer“ Ernst „Chablis“ M. schon was geäußert?

Jetzt gehts lohosssssssssss

Die erste Liga wird für Bielefeld immer eine Nummer zu groß sein. Einfach damit abfinden: Zweitklassige Stadt – Zweitklassiger Verein – Zweitklassiges Stadion – Zweitklassige Spieler – und: Dies wird sich auch niemals ändern. Resumée (wie gesagt): Einfach damit abfinden und sich auf Ahlen und Paderborn freuen… grins. Schrieb „bundy“ vor 7 Stunden neben vielen Fans zum Artikel über den Abstieg von Arm. BI auf Westfalen-Blatt online. Ach ja. Und die Fans wollten die R. Kentsch-Haupttribüne stürmen, wo der Vorstand kavianierte. Wir erinnern: Kostete so um die 15 – 18 Millionen. Will aber gegegn den SC Paderborn oder Union Berlin keiner sitzen.

Und Tschüss 1. Liga

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Karlsruhe schlägt Hertha im Wildparkstadion hoch, Cottbus schickt Leverkusen geschlagen heim und Gladbach schafft gegen Dortmund ein Unentschieden. Und was macht Arm. Bielefeld mit „Retter“ Berger? Es schafft sogar am letzten Spieltag mit einem Remis gegen Hannover 96 noch den Sprung auf den letzten Tabellenplatz. Es läuft eine Menge schief bei Arminia, es läuft eine Menge schief in dieser Stadt. Zweitklassige Zukunft für Arm. Bielefeld, Zweitklassigkeit in der Stadt Bielefeld. Aber so neu ist das ja nicht, wenn man keinen Ehrgeiz hat und mit einem Vorstand geschlagen ist, der ziemlich ahnungslos in der Gegend herumredet. Präses Schwick hätte jetzt die Chance, ehrenvoll abzutreten, sonst wird sein größter Wunsch doch noch schneller wahr als gedacht: „Begrabt mich dereinst im Mittelkreis der Alm“. Das allerdings in der 2. Liga.

Der „Arminia-Ticker“ beschwört das „fehlende Glück“. Na, wenn es nur das wäre. ….

Weiterwurschteln mit dem Bundeshorst

70% der Bundesbürger, so die gleichgeschalteten Medien aus der bekannten Ecke, würden Bundespräsident Köhler wählen. Nun, das haben ihnen die Wahlmänner und – frauen – darunter auch Bielefelder Stimmen – ja bekanntlich im Berliner Reichstag in einer bunten Mischung aus ohnehin ja parteilich gebundenen Abgeordneten und einem kruden Mix aus Prominenz, Tingeltangel und Adabeis abgenommen. Exakt 613 der notwendigen Stimmen, keine mehr. Das neoliberale Weiterwurschteln ist zementiert. Für eine Direktwahl des Mannes im seltsam unnützen Amte wären wir als Volkesmasse ohnehin zu doof.

Stellen wir einfach mal diese 70% „glühender Anhänger“ gegen das, was das Volk ansonsten bei Befragungen von sich gibt. Die „Nachdenkseiten“ haben es aufbereitet und finden krasse Widersprüche:

Köhler steht mehr noch als es etwa die Kanzlerin und Parteivorsitzende der CDU auszusprechen wagt, für die Politik der neoliberalen Reformen, für die es nach allen bekannten Umfragen in der Bevölkerung keine mehrheitliche Zustimmung gibt.

* 56 % der Befragten meinen, dass es in Deutschland eher ungerecht zugeht (Deutschlandtrend).
* 57 % sind reformskeptisch (Polis/Sinus)
* 58 Prozent halten die Hartz-Reformen alles in allem für nicht gut (ZDF-Politbarometer August 2007)
* 78 Prozent sind für die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns für alle Branchen (ebd.)
* Gleichfalls 78 Prozent sind gegen die Rente mit 67.
* 73% glauben nicht daran, dass durch die Lockerung des Kündigungsschutzes und eine Ausweitung der Probezeit auf 24
Monate in ihrem Betrieb neue Arbeitsplätze geschaffen würden.

60 Jahre und kein bißchen weise

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Ein wenig angefleddert sieht sie ja aus, die deutsche Fahne. Schwarz. Rot. Gold. 60 Jahre flattert sie nun schon im Wind. Es gab Jahre, da ließ es sich recht gemütlich unter ihr aushalten. Seit etwas mehr als einem Jahrzehnt allerdings sind gewisse Kräfte und Personen fleißig dabei, sie zu demontieren und nach ihrem Gusto abzuwracken. Diese Personen heißen Gerhard Schröder und aktuell Angela Merkel. Beide hatten und haben willige Stiefellecker, die bei der Demontage fleißig mithalfen und helfen. Ein Frank ohne Walter S. ist immer noch dabei. Und der Oberdemonteur des Grundgesetzes, Wolfgang Stasi 2.0 Schäuble, reißt immer mehr Seiten aus dem Werk, was die Grundlage dieses Staates sein sollte, tritt es mit Füßen und suggiert Bedrohungen, die weder bewiesen noch vorhanden sind.

60 Jahre und kein bißchen weise. Schade, liebe Bundesrepublik, daß Dir die beiden schlechtesten Kanzler, die wir je hatten, so sehr den Teppich unter den Füßen weggezogen haben. Und von einem gewissen Horst Köhler, der heute linkisch in eine weitere Amtszeit von Leuten gewählt wird, die weder Deine, Meine, noch der Mehrheit Auftrag haben, wollen wir mal ganz schweigen.

Westfalen-Blatt über Stasi-Verstrickungen

Was wäre, wenn…? Seriöse Historiker lehnen die so genannte kontrafaktische Frage grundsätzlich ab. Aber Politiker dürfen und müssen sie stellen. Denn die atemberaubenden Enthüllungen über die Stasi-Verpflichtung des Todesschützen von Benno Ohnesorg werfen ein völlig anderes Licht auf die 68-er Dynamik. Ob die neuen Erkenntnisse dazu führen, dass die Geschichte der
Studentenbewegung umgeschrieben werden muss, wie Wolfgang Kraushaar meint, wird sich noch erweisen. Selbstverständlich wäre die Offenlegung des SED-Parteibuchs des Todesschützen viel früher wünschenswert gewesen. Wie aufgeräumt ist die Birthler-Behörde eigentlich? Wieso können Betonkommunisten von damals noch heute mit eisernem Schweigen davonkommen?
Neben die historische Bewertung muss jetzt die lange verweigerte Debatte über die Verstrickung der SED und ihrer heute noch lebenden Kader treten. Den wenigsten konnte juristisch etwas nachgewiesen werden. Das darf nicht das letzte Kapitel deutsch-deutscher Geschichte bleiben. Sie muss weitergeschrieben werden.

Liebes Westfalen-Blatt, gerne kann deutsch-deutsche Geschichte weitergeschrieben werden. Dann aber bitte auch mit Einsicht in die Akte einer gewissen Dr. Angela Dorothea Merkel und eines Dr. Helmut Kohl.

30 Minuten an einem Leineweber-Morgen

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Der kleine Bär vorm Spielwarenladen „Ringelspiel“ gleich um die Ecke vom „Alex“ pustet in regelmäßigen Abständen Seifenblasen in die Luft. Kinder in der Obernstraße versuchen, sie zu erhaschen.

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Noch sind die Leineweber-Märktler dabei, ihre Stände in Gang zu setzen. Keiner drängelt, keiner schubst, keiner zeigt sein ob des eventuellen Arminen-Abstieges verheultes Gesicht in die Altstadt-Luft.

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Jede Menge Bierwagen liefern jede Menge Bier an.

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Der Besuch bei der Fotokünstlerin unseres Vertrauens ist kurz, hat sie doch einen Tag vor ihrem Kretaurlaub die Kundenaufgaben souverän wie immer erledigt.

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Das Riesenrad vorm „Rats“ reckt seinen stählernen Kranz in die blaue Luft über der Metropole.

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Vor „Waitz“ spiegelt sich die wunderbare Obernstraße in einem wunderbar romantischen Glaskugelgebilde.

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Bei Thomas Kelleins rostfarbenem Kunstbunker treffen sich Rummel und die „Große Unschuld“ zu einem ganz neuen Mix. Seitlich hinter den braunen Stahltafeln vermisse ich die Tafel, die auf die Stiftertätigkeit der Familie Oetker hinweist….

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Am Waldhof schließlich fällt es wie Schuppen von den Augen. Hier ist es, das „Bielefelder Gefühl“. Nix Arminia, Nix Oetker:

„Wir sind Pömpel“

SoFFin. So buchstabiert man Verfassungsbruch

SoFFIN: Die Parlamentarier dürfen noch nicht einmal Einsicht in die Bücher der Banken nehmen, um zu prüfen, wie es tatsächlich um die Institute steht, die mit den Steuermilliarden gestützt werden. Und schlimmer noch: Über die Fakten, die er hier erfährt, darf er mit niemandem reden, nicht einmal mit seinen Fraktionskollegen. Alles, was die Regierung zur Bankenrettung preisgibt, ist streng geheim. Den neun Parlamentariern in diesem Gremium drohen sogar Gefängnisstrafen. Obwohl es um Milliarden an Steuergeldern geht. Insgesamt werden so 480 Milliarden Euro an direkten Hilfen und Bürgschaften vergeben. Das ist mehr als der doppelte Bundeshaushalt. Dass die Geschäftsgeheimnisse aber über den demokratischen Kontrollrechten stehen, stößt bei Verfassungs- rechtlern auf Widerspruch. So auch bei Joachim Wieland. Der Professor für Öffentliches Recht und Haushaltsrecht an der Verwaltungshochschule in Speyer hält die weitreichende Beschränkung der Rechte der Abgeordneten in dem Kontrollgremium für verfassungswidrig. “Es ist mit dem Grundgesetz nicht zu vereinbaren, dass das Parlament der Regierung eine Generalvollmacht erteilt, eine große Summe Geldes, die höher ist als der gesamte Haushalt des Bundes, nach eigenem Ermessen auszugeben, ohne irgendwelche konkrete Vorgaben darüber zu machen, was mit dem Geld geschehen soll, wer das Geld empfangen soll und ob es etwa und unter welchen Bedingungen zurückgezahlt werden muss.” Quelle: Das Erste Plusminus

Man muß es mehrmals lesen, was unsere lupenreinen Demokraten da in Berlin gebastelt haben. Wie war das noch mal? Das Volk ist der „Souverän“? Nein. Die Verarschten, die blechen dürfen.

Schnüffelware aus Moskau

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Auch solche Pressemeldungen bekommt man. Diesmal aus Moskau:

REFOG gibt die Veröffentlichung von Refog Employee Monitor bekannt, einer kompakten Softwarelösung für die Überwachung von Mitarbeiter-Aktivitäten. REFOGs Software zur Überwachung von Mitarbeitern protokolliert Tastatureingaben, zeichnet verwendete Anwendungen und besuchte Webseiten auf, verfolgt Gespräche über Instant-Messenger und macht regelmässige Screenshots. Da das Programm im Hintergrund ausgeführt wird, kann Refog Employee Monitor unmöglich aufgespürt werden.
Ausserdem verhindert ein Passwortschutz die Desaktivierung oder Deinstallation der Überwachungssoftware.

Refog Employee Monitor unterstützt Unternehmen bei der Erzielung von besseren Geschäftsergebnissen, da sich die Software direkt auf die Disziplin von Mitarbeitern auswirkt, ohne dass in komplexe Hardware zur Videoüberwachung investiert werden muss. Refog Employee Monitor hat sich für kleine und mittelständische Unternehmen weltweit bewährt und hilft dabei, unerlaubte Aktivitäten und die eigenmächtige Weitergabe von Informationen zu verhindern und liefert Echtzeit-Feedback über die tatsächliche Mitarbeiterleistung.

Die Geschäftsführung wird unmittelbar in Echtzeit über voreingestellte Ereignisse informiert, zum Beispiel wenn ein Mitarbeiter ICQ benutzt oder bestimmte Webseiten besucht. Manager erhalten so eine direkte Rückmeldung über unerlaubte Aktivitäten am Arbeitsplatz.

Refog Employee Monitor erkennt alle gängigen Instant-Messenger und bietet einfachen Zugang zu hierüber geführten Gesprächen. Dank intelligenter Filtersysteme behalten Sie den Überblick über wichtige Informationen und können legitime Aktivitäten einfach überspringen. Refog Employee Monitor kann einfach installiert und verwendet werden, völlig ohne Vorkenntnisse in den Bereichen Sicherheit und Überwachung.

In der aktuellen Zeit, in der die Rezession für jeden Betrieb eine riesige Herausforderung darstellt, ist für Mitarbeiter, die sich am Arbeitsplatz mit Internetangeboten und sonstigem Kram vergnügen, einfach kein Platz mehr.

Na siehste. Da wittern die lupenreinen Demokraten mit der KGB-Vergangenheit weitere Morgenluft. Die Videoüberwachereien bestimmter versiffter Discounter genügt also nicht. Schäubles Wahnvorstellungen sind auch noch nicht am Ende der Möglichkeiten. Da schiebt Russia nach. Kein Wunder bei der jahrzehntelangen Erfahrung. Wer überwacht eigentlich die Überwacher?

Das ist es, das „Bielefelder Gefühl“

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Neulich erst hatte der „Bielfelder Kunstverein“ nach dem „Bielefelder Gefühl“ gesucht. Viele gefunden, aber nicht „Das Eine“. Dabei ist es so leicht, so Zuckerwatteneinfach. Das „Bielefelder Gefühl“, das ist das, was jetzt wieder durch die Metropole wabert. Immer um „Leineweber“ rum. Dann wird es blau, dann kommen die Fahnen, dann sind die Minen bange, dann solidarisiert sich, was sonst einfach so vor sich hinlebt: Jöllenbeck mit Heepen, Gadderbaum mit Deppendorf. Außer Arminia scheint es in dieser Stadt nichts zu geben, womit sich die Einwohner solidarisieren. Weder Oetker nimmt man als „Bielefelderisch“ wahr noch Gildemeister.

Dann klebt jemand auch schon mal einen Arm BI-Magneten an den Kühlschrank.

Bielefeld. Stadt in stetiger Angst. Ihr Gefühl heißt: „Auf und nieder. Immer wieder“.

„Riesige Einkaufszentren vor den Toren“?

Etwa hundert Jahre lang war das Kaufhaus die Einkaufsattraktion jeder größeren Stadt. Doch seit 20 oder 30 Jahren verliert es Marktanteile an die Konkurrenz. Riesige Einkaufszentren meist vor den Toren der Stadt halten eine viel größere Auswahl bereit. Zudem unterbieten die Discounter mit ihren Billigpreisen jedes Kaufhausangebot. Nicht zuletzt sind Supermärkte und das Internet als weitere Konkurrenten näher am Verbraucher. Doch nicht diese vielen Jäger führen nun zum voraussichtlichen Tod von Hertie. Trotz der schwierigen Situation, die durch die Wirtschaftskrise noch verstärkt wird, schreiben die meisten der 54 Hertie-Kaufhäuser schwarze Zahlen. Doch den Investoren genügt dies nicht. Sie erhoffen sich vom Verkauf der leergeräumten Immobilien eine schnelle und höhere Einnahme. Wenn sie sich da mal nicht täuschen! Die Diskussion um eine Fusion der Kaufhof-Häuser, zu denen Hertie bis 1993 gehört hat, mit Karstadt zeigt, dass hier nicht nur ein Konzern gescheitert ist; vielmehr kämpft die gesamte Branche ums Überleben.

Ein Kommentar des Westfalen-Blattes. Für „Perlekättche Hettie“ gibt es sehr wohl eine konzereigene Begründung des Niederganges und bei Karstadt hat sie ein gewisser Thomas M. mit seinen „globalen Experimenten“ auch geliefert. Brechen wir das doch einmal auf Bielefelder Verhältnisse herunter.

Karstadt Bahnhofstraße: Ewiger Hort des Gestern. Renovierung immer wieder verschoben.
Kaufhof: Renoviert- Saturn im Souterrain zieht Technikfreaks an, weiter oben ist es immer recht leer

Wo haben wir „Riesige Einkaufszentren vor den Toren der Stadt“? Die OBI´s, Marktkauf´s, Real´s liegen doch nahezu alle im Stadtgebiet. Da muß es wohl schon andere Ursachen haben, wenn der Handel auch in der Metropole nicht besser floriert als anderswo. Immerhin ist Bielefeld so etwas wie ein Oberzentrum.

Lassen wir uns mal überraschen, wie sich das ganze Thema „Kesselbrink“ und „Anbindung an die Innenstadt“ entwickelt, seit Landes – und Bundesmittel in Millionenhöhe zugesagt wurden. In dem Zusammenhang: Gab es da nicht eine ebenso grandios wie großkotzig angekündigte Neuplanung des Jahnplatzes?

Kein Kreuz der „Deutschen Kinderhilfe“

Die deutschen Bundesminister von und zu und weg zu Guttenberg und die als manipulierende „Zensurulla“ bekannt gewordene Niedersachsenfurie Ursaula von der Leyen nehmen in ihrenm Kampf für die kommende Zensur des ihnen mißliebigen Internets auch gerne die Hilfe von Gaunern, Manipulateuren und Charakterlosen an. Am Samstag werden eventuell auch vor der Schüco-Arena im Vorfeld des Spieles Arm. BI gegen Hannover 96 Leute von der „Deutsche Kinderhilfe e.V.“ mit Unterschriftenlisten stehen und nett um einen Eintrag „gegen die Petition zur Nichtsperrung von Kinderpo…..Seiten“ bitten. Tausende werden unterschreiben. Sie wissen ja nicht, bei welchem Müllverein in wohlwollenden Diensten der Zensurminister Guttenberg und von der Leyen sie es tun.

Was ist das für ein „Verein“, dem die Minister so liebenswert zugetan sind? Der Blogger „Spiegelfechter“ deckt auf:

Die „Deutsche Kinderhilfe“ wurde im Jahre 2000 in personeller und organisatorischer Nähe zur 3 W GmbH gegründet, einem Anbieter von „Mehrwertprogrammen“ und „Kundenkarten“. In Zusammenarbeit mit der 3 W GmbH bietet die „Deutsche Kinderhilfe“ ihren Förderern dann auch das „Mehrwertprogramm“ myfam an, mit dem unter anderem Zeitschriftenabonnements vertrieben werden. Die Verbindung von myfam und der „Deutschen Kinderhilfe“ wird auch wegen „nicht hinreichender Transparenz“ vom NRW-Landesbeauftragten für Datenschutz überprüft. Es sei nicht erkennbar, wer die persönlichen Daten verwaltet und was mit ihnen geschehe.

Und weiter:

Diese Verquickung von Vereins- und wirtschaftlichen Interessen ließen dann auch die Experten an der Gemeinnützigkeit der „Deutschen Kinderhilfe“ zweifeln. Als erstes reagierte die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion des Landes Rheinland-Pfalz. Dort wollte man mehreren dubiosen Vereinen verbieten, unter dem Schirm der Gemeinnützigkeit Spenden zu sammeln. Um einem Verbot zuvorzukommen, stellte die „Deutsche Kinderhilfe“ im Juni 2007 ihre Aktivitäten in den rheinland-pfälzischen Fußgängerzonen ein. Ein Jahr später schloss der Dachverband „Deutscher Spendenrat e.V.“ die „Deutsche Kinderhilfe“ aus seinen Reihen aus. Im Vorfeld hatte die „Deutsche Kinderhilfe“ mit Massenabmahnungen erfolglos versucht, ihre Gegner mundtot zu machen. Der darauf folgende Versuch, beim DZI das Spendensiegel zu bekommen, schlug ebenfalls fehl. Spendenexperte Christoph Müllerleile wirft der „selbsternannten Kinderlobby“ derweil vor, „dass sie von Anfang an darauf ausgerichtet war, kommerziell zu wirtschaften. Dabei [sei] ein solches Organ eigentlich überflüssig, weil es sehr viele gute Fürsprecher für Kinderangelegenheiten gibt.“

Nachdem die „Deutsche Kinderhilfe“ es nicht schaffte, sich mit einem seriösen Umfeld zu schmücken, wechselte sie die Vereinsstrategie. Nicht mehr die Projektarbeit, sondern Lobbying und PR-Arbeit rückten nun in den Fokus. Und diese Lobby- und PR-Arbeit hat es in sich. Die „Deutsche Kinderhilfe“ will sich als Gegenpart zu den „etablierten Versorgungstöpfen der großen Wohlfahrtsverbände“ (Eigenwerbung) positionieren. Dabei wirken die politischen Handlungsempfehlungen der Kinderhilfe wie aus der Feder konservativer Familienpolitiker.

Die „Deutsche Kinderhilfe“ wirkt eher wie eine konservative Vorfeldorganisation der CDU, denn wie ein gemeinnütziger Verein, dem es um das Wohl der Kinder geht. Leider wird sie in den Medien immer wieder als neutrale Rückendeckung für CDU-Positionen zitiert. So war es auch die Kinderhilfe, die dem pöbelnden JU-Vorsitzenden Philipp Mißfelder Schützenhilfe gab, als dieser Hartz IV-Empfänger pauschal als Alkohol- und Tabaksüchtige verhöhnte. So überrascht es auch nicht, dass die Kinderhilfe als einziger Verein von der Leyens Internetsperrphantasien begrüßt.

In den nächsten Wochen werden sicher Tausende die argumentativ inhaltsleere Unterschriftenliste der „Deutschen Kinderhilfe“ unterschreiben. Gegen Kinderpornographie ist jeder und da macht man auch gerne sein Kreuz an der richtigen Stelle. Hintergründe interessieren da wenig und auch weiterhin wird in den Medien die „Deutsche Kinderhilfe“ als neutrale Instanz zitiert werden. Dass sie eher eine PR-Agentur für konservatives Ideengut ist, die gegen die klassisch „sozial“ ausgerichteten Wohlfahrtsverbände positioniert wird, interessiert da wenig.

Auch beim Blogger „fixmbr“ finden wir interessante Details zur „Kinderhilfe“ und den durchgeknallten Ministern:

Ich hab politisch schon viele Dinge verfolgen dürfen. Als politisch interessierter Beobachter und Kommentator, als auch aus Berichten von Freunden, die in verschiedenen Parteien aktiv sind – ich habe mir das bisher verkniffen. Allgemein wird immer gesagt, dass Politik ein dreckiges Geschäft sei. Das trifft es nur unzureichend – die Wirklichkeit ist noch viel schlimmer. Der große Erfolg der Petition: Internet – Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten vom 22.04.2009 hat heute extreme Wirkung gezeigt. In die Debatte rund um die Internetzensur hat sich heute die Deutsche Kinderhilfe eingeschaltet. Kinderhilfe – das suggeriert, dass Kindern geholfen wird. Doch ist dem wirklich so? Gut, dass uns das Internet noch erlaubt wird und wir so ein wenig recherchieren können. Dann zeigt sich nämlich ein zweifelhaftes Bild.

Schauen wir uns vorab die Presseerklärung der Kinderhilfe an. Peinlicher geht es kaum. Die schon widerlegen und bekannten Aussagen von den Herrschaften von der Leyen, von und zu Guttenberg und Meinel werden wiederholt, die Mitzeichner der Petition in Nebensätzen weiter diskreditiert und mit Kinderpornografie in Verbindung gebracht. Die Unterschriftenaktion ist ein schlechter Witz – es soll gegen Kinderpornografie im Internet unterschrieben werden. Dass es darum nicht wirklich geht, wurde mittlerweile mehrfach dargelegt. Ich wiederhole mich nicht schon wieder. Es hat den Anschein, als sei hier eine politische Organisation am Werke.

Auch Arm. Bielefeld wurde bereits von den Heilsbringern der „Deutsche Kinderschutzhilfe“ angesprochen und konterte auf seiner Website im Vorfeld des Spieles gegen 1899 Hoffenheim am 13.05.09 wie folgt:

Entgegen anderslautender Medienberichte findet eine geplante Unterschriftenaktion der Deutschen Kinderhilfe heute Abend beim Spiel gegen Hoffenheim nicht in der SchücoArena statt.

Die Deutsche Kinderhilfe hatte im Vorfeld angefragt, eine Unterschriftenaktion durchzuführen, die das geplante Gesetz zur Sperrung kinderpornographischer Seiten im Internet unterstützt. Die Anfrage kam allerdings zu kurzfristig, so dass zur gleichen Zeit eine große Promotionaktion eines Hauptsponsors des DSC in der SchücoArena bereits geplant war. Auch direkt vor den Toren des Stadions konnte die Durchführung der Aktion nicht gestattet werden, um den Einlass dort aufgrund des hohen Besucheraufkommens am Spieltag nicht zu behindern.

Pervers, wie weit Mitglieder einer Bundesregierung in ihrer geistigen Verblendung bereits gehen. 3. Reich-Goebbels und sein DDR-Pendant hätten bereits viel lernen können.