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Arm. Bielefeld wieder auf Nichtabstiegsplatz 15. Cottbus verlor gegen die Bayern, Dortmund macht mit einem Sieg über Karlsruhe den Weg frei und Bochum ließ sich von Hertha rasieren. An der Spitze verteilte Neuschalkter Magath bei Stuttgart alle Punkte und Bayern steht jetzt wieder da, wo man nach eigenem Verständnis zu stehen hat: Mit an der Tabellenspitze. Sollte Arminia im nächsten Heimspiel gegen Hoppelheim endlich ein Sieg gelingen, siehts eigentlich recht gut aus. Obwohl die Hannoveraner meinen: 96 schlägt Bielefeld im letzten Spiel auf der Alm und Arminia steigt ab. Wäre ich mir nich 15 Unentschieden in dieser Serie nicht so sicher.
Erst 18 ist sie und wird in diesem Jahr erstmals wählen. Aus einem Grund, den ich nicht kenne, war sie gestern zu Gast bei der SPD Lübbecke, die ein “Wirtschaftsforum” veranstaltete.
“Der ist ja in natura noch unsympathischer als im Fernsehen und in der Zeitung”
“Wen meinst Du?”
“Steinbrück. Den habe ich gestern in Lübbecke gehört”
“Aha”
“Warum hat der nur Gossensprache und unterm-Stamm -Tisch-Sprüche drauf?”
“Weil er ein arrogantes Großmaul ist und von der Materie wenig versteht. Aber so tut als ob”
“Jetzt kriegt die SPD meine Stimmen erst recht nicht mehr, obwohl sie mich eingeladen hatten”
“Meine auch nicht”
Zufällig googelte ich noch ein wenig über meinen besonderen politischen “Freund” mit der Latrinensprache und fand hier das:
Härtere Regeln, mehr Regulierung, niedrigere Boni, gekappte Managergehälter und geschlossene Steueroasen: Seit Ausbruch der großen Krise, die Arbeiterführerinnen wie SPD-Frau Andrea Nahles schon zum “Zusammenbruch der Wirtschaft” imaginieren, ist der deutsche Politikbetrieb zur Fabrik für vermeintliche Verhütungsrezepte geworden. Ein “Haltet den Dieb” schallt so laut durch den Wald, dass kein Ohr mehr frei bleibt um die Antwort auf die Frage zu hören, warum deutsche Landesbanken, von deutschen Politikern geführt und beaufsichtigt, in vorderster Front spekulierten.
Warum Bundesländer wie Sachsen-Anhalt höchstselbst Zweckgesellschaften wie die vom mit terrornahen Islamisten besetzten “Islamrat” in London als scharia-konform abgenickten Briefkastenbude “Stichting” in Steueroasen betreiben. Warum Steuerhinterzieher-Bekämpfer wie Finanzminister Peer Steinbrück jahrelang die Oberaufsicht über Staatsbanken wie die IKB oder die KfW führten, ohne Einwände dagegen zu erheben, dass die Staatsbanken den Staat nach Kräften um ihm zustehende Steuern beschissen.
Die Düsseldorfer IKB etwa baute ihr Steuersparvehikel “Rhineland Funding” vor sieben Jahren auf. Nicht etwa in Liechtenstein oder auf einer dubiosen Kanalinsel. Sondern im US-Steuersparbundesstaat Delaware. Und es geht noch heftiger: “Report Baden-Baden” berichtet am 31. August 1998 über die Steuersparbemühungen der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau. Die KfW hatte damals Probleme mit der Steuerfahndung, weil sie Anlegern über eine Tochterfirma namens “KfW International Finance” dabei geholfen hatte, den Fiskus zu umgehen – unter den Augen des Verwaltungsrates, der vollgestopft ist mit CDU- und SPD-Politikern. Nicht geografisch freilich: Die Staatsbank-Tochter, die den Staat bescheisst, sitzt in Wilmington im US-Staat Delaware. Nicht wirklich natürlich, denn sie ist eine staatliche Briefkastenfirma.
Ach ja, Peer. Wasser predigen und feinsten Wein saufen.
Gestern hatte ich das Vergnügen, nahe Hannover die Einweihung eines neuen Büro und Produktionskomplexes mitzufeiern. Ein gestandenes, über 60 Jahre erfolgreiches Unternehmen einer Branche, die auch aber nicht nur mit der Automobilindustrie zu tun hat. Fast 300 Gäste – überwiegend mittelständische Unternehmer, Banker, Wirtschaftsjournalisten und beratende Ingenieure waren da. Nach vielen Gesprächen bin ich mir sicher: Dieser NW-Aufmacher beschäftigt sich mit dem Mond, nicht aber der bundesdeutschen Industrie. Der Mann von Conti Hannover: “Na, die Situation bei uns kennen Sie ja. Plus die Lage in der Wirtschaft. Wenn die Kurzarbeit weitergehen muß, kommen wir um größere Entlassungen nicht mehr herum”. Natürlich wußte jeder von den geplanten Jobkillungen bei Scheffler in Herzogenaurach. 8000 Menschen stehen auf der Kippe. In keinem der bei der Einweihung vertretenen Unternehmen kommt man um Kurzarbeit herum. Was die NW heute schildert, könnte niemand bestätigen. Man hofft auf eine “Stabilisierung der Talsohle”, um wenigstens überhaupt eine planbare Basis zu haben. Mehr nicht. Steigende Auftragseingänge? Nirgends in Sicht. Das Licht am Ende des Tunnels sind die Scheinwerfer des entgegenkommenden Zuges.
Wer auf der derzeit in Renovierung befindlichen Detmolder gen oder weg den Autobahnauffahrten schleicht, schaut auch schon mal nach oben. Alle Leitungen über der Straße sind mit allerliebsten rotweißen Bändern geschmückt. Sieht aus wie Dauerkarneval. Vor allem, wenn sie im Winde allerliebst flattern. So zeigen die Bielefelder selbst in kleinsten, andernorts als unwichtig erachteten Details noch unbändige Fröhlichkeit. Steht doch rotweiß für “Kölsche Karneval”
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